Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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22. Juni 2019 | Internationales, Militär und Krieg
USA/Iran: Verbaler Erstschlag

Trump droht Teheran. Mit Bushs Irak-Eskalation 2003 ist das schon wegen der geopolitischen Umstände nicht vergleichbar. Von Lutz Herden.

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11. Juni 2019 | Flucht, Migration und Asyl
Innenministerkonferenz: Es braucht Abschiebestopps!

Auf der am Mittwoch startenden Innenministerkonferenz muss die Situation in den Hauptherkunftsländern und die Unmöglichkeit einer Rückkehr in sichere Verhältnisse zur Grundlage der Debatten werden. Die Situation in den Herkunftsstaaten Afghanistan, Syrien und Irak ist unverändert katastrophal; im Sudan eskaliert die Lage. Der Bundestag hat auf Druck der Union die Rechtsinstrumentarien für eine weitere Brutalisierung der Abschiebemaschinerie zur Verfügung gestellt. Der Bundesinnenminister Seehofer hat sogleich eine Ausweitung der Abschiebepraxis nach Afghanistan gefordert. Nun ist es an den Innenministern der Länder eine politische Entscheidung zu treffen.

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03. Oktober 2018 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bundeswehreinsatz in Syrien und Irak sofort beenden

Die Bundesregierung hat heute laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Syrien für das kommende Jahr beschlossen. Demnach sollen sowohl die Aufklärungsflüge der deutschen Tornados als auch die Unterstützung für alliierte Kampfjets durch deutsche Tankflugzeuge eingestellt werden. Die Bundesregierung plant dem Bericht zufolge jedoch, das Mandat in diesem Monat durch den deutschen Bundestag bis Oktober 2019 verlängern zu lassen. Die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" fordert seit nun mehr als zwei Jahren die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Syrien und sieht für eine weitere Verlängerung des Mandats keinen Anlass.

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21. Mai 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Mohssen Massarrat: Wir wollen nicht Alleinherrscher sein

Der Schlagabtausch zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem iranischen Außenminister Javad Sarif auf der 54. Münchener Sicherheitskonferenz fand wieder einmal große mediale Resonanz. Manche Zeitungen haben ihn sogar als das Ereignis dieser international viel beachteten Tagung hochstilisiert. Während in der Berichterstattung den gegenseitigen Attacken der Kontrahenten großer Raum gegeben wurde, übersahen die Medien schlicht die eigentlich wichtige Botschaft des iranischen Außenministers Sarif: "Wir wollen eine starke Region. Was wir nicht wollen, ist ein Alleinherrscher in der Region zu sein." Diese Ansage stellt m. E. eine richtungsweisende Kehrtwende von der bisher gültigen Doktrin des Irans dar, die erste Macht, also "Alleinherrscher", in der Region anstreben zu wollen. Von Mohssen Massarrat.

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08. Mai 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Saudi-Arabien gegen den Iran

Nach dem ersten Ölpreissprung 1973/1974 und den steigenden Öleinnahmen wurde gezielt ein Wettrüsten im Mittleren Osten geschürt. Diese Entwicklung hat bisher zahlreiche Kriege hervorgerufen, über 2 Millionen Tote und verbrannte Erde in der gesamten Region hinterlassen. Das gegenwärtige Wettrüsten zwischen der unheiligen Allianz Israel und Saudi-Arabien einerseits und dem Iran andererseits stellt den Höhepunkt einer von außen geschürten Strategie dar, die durch die massenhaften Flüchtlingsströme auch für Europa dramatische Folgen zeitigt. Wie kann dieses Desaster verhindert werden und was müsste Europa aus purem Eigeninteresse tun? Von Mohssen Massarrat.

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29. März 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Bolton und Pompeo raten Trump zu “Präventivschlägen” gegen Iran

Die USA unter Trump könnten im Iran die katastrophalen Fehler im Irak wiederholen, befürchtet NYT-Kolumnist Nicholas Kristof. Von Urs P. Gasche.

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15. März 2018 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Militär kann keine Option gegen Terrorismus sein - Kampagne “MACHT FRIEDEN.” ruft zu Protesten gegen Mandatsverlängerung auf

Anlässlich der heutigen ersten Lesung des Antrags der Bundesregierung auf Verlängerung und Erweiterung des Bundeswehrmandats für Syrien und den Irak erneuert die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" ihre Forderung nach einem Ende des Bundeswehreinsatzes. Gleichzeitig fordert sie alle Parlamentarier*innen auf, sich verstärkt für zivile Lösungen im Syrienkrieg und im Kampf gegen den Terrorismus einzusetzen. Zudem ruft die Kampagne zu einer Protestaktion am 18. März 2018 vor dem Bundestag auf sowie zu Protesten gegen die deutsche Mitwirkung an Militäreinsätzen in Syrien und im Irak bei den Ostermärschen.

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18. Oktober 2017 | Internationales, Militär und Krieg
Mit deutschen Waffen (II)

Die Bundeswehr setzt die Ausbildung irakisch-kurdischer Peschmerga vorläufig aus. Dies hat Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker am Freitag mit Blick auf die eskalierenden militärischen Spannungen im Nordirak entschieden, die gestern zu den ersten bewaffneten Kämpfen zwischen den Peschmerga und Truppen der irakischen Regierung führten. Damit entgehen die deutschen Soldaten in Erbil knapp der peinlichen Lage, vor Ort ohne Mandat in einen mittelöstlichen Bürgerkrieg involviert zu sein. Berlin hatte Erbil, das mit seinen Sezessionsplänen in Bagdad auf Widerstand stößt, bis zuletzt unterstützt. Die bislang letzte deutsche Lieferung militärischer Güter traf im irakisch-kurdischen Sezessionsgebiet wenige Tage vor dem Abspaltungsreferendum am 25. September ein. Politiker in Erbil erklären, man setze seine Hoffnung auf Berlin.

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23. August 2017 | Internationales, Militär und Krieg
Nordirak: Mit Bedacht teilen

Aus Rücksicht auf die Türkei drängt Washington die kurdischen Autoritäten, das für den 25. September anberaumte Referendum über die Unabhängigkeit zu verschieben. Von Sabine Kebir.

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20. Juni 2017 | Internationales, Militär und Krieg
Jüngste Eskalation in Syrien war absehbar

In Syrien und im Irak eskalieren die Konflikte. Beim undurchsichtigen Kampfgetümmel geht es jetzt auch um die Verteilung der Beute. Von Andreas Zumach.

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28. März 2017 | Internationales, Militär und Krieg
Ungleichgewicht

Viele Menschen sind tot, aber einige sind töter. Jedes Opfer von Krieg und Anschlägen ist eines zu viel. Aber wenn fünf Opfer eines Anschlags in einer europäischen Großstadt über Wochen die Nachrichten bestimmen, während unsere Medien über hunderte Tote von NATO-Bombenangriffen in den arabischen Ländern großzügig hinwegsehen, dann kann man schon von Rassismus sprechen. Zumindest von einem krassen Ungleichgewicht. Von Ludwig Schumann.

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25. Januar 2017 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Große Anfrage zu den Folgen des sog. “Krieges gegen den Terror”

Am 16. November 2016 beantwortete die Bundesregierung die Große Parlamentarische Anfrage "Erfahrungen aus 14 Jahren "Krieg gegen den Terror" - Eine Bilanz in Irak, Afghanistan, Pakistan" (Bundestagsdrucksache Nr. 18/7991 vom 22. März.2016). Am 26. Januar 2017 wird die Antwort im Bundestag debattiert. Der Text umfasst 64 Seiten (und 223 Seiten Anhänge), bleibt wesentliche Antworten auf die 101 gestellten Fragen aber schuldig: Die hier zur Debatte stehende Antwort der Bundesregierung erschreckt uns als Ärztinnen und Ärzte, da sie offenbar die Folgen des sogenannten "Krieges gegen den Terror" in seinen wirklichen Dimensionen nicht zur Kenntnis nimmt - an dem die Bundesregierung bis heute, über 15 Jahre nach seiner Ausrufung durch die US-Regierung beteiligt ist. Eine Stellungnahme der IPPNW (Deutsche Sektion).

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15. Dezember 2016 | Internationales, Militär und Krieg
Märchen: Die Guten und die Bösen

Eine einseitig ausgerichtete Presse prägt die Deutung der Schlachten von Aleppo und Mossul: ein Essay von Daniela Dahn.

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17. November 2016 | Internationales, Militär und Krieg
Mehr als eine Schlacht

In Mossul lodert der Irakkrieg von Neuem auf. Die Dauer der Kämpfe wird auch davon abhängen, wie viel Rückhalt der IS aus der Bevölkerung erhält. Von Lutz Herden.

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27. Januar 2016 | Internationales, Militär und Krieg
1991: Nacht ohne Mond

Mit dem zweiten Golfkrieg überwinden die USA ihr Vietnam-Syndrom. Die Zuschauer sind dabei, wenn es der "Embedded Journalism" erlaubt. Von Konrad Ege.

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03. Januar 2016 | Internationales, Militär und Krieg
Die Beistandsverpflichtung der EU - Nein sagen wird schwer

Frankreich hat seine Partner mit der Reaktion auf die Terroranschläge in Paris überrascht. Es bittet nicht die NATO, sondern die Europäische Union um Beistand. Die Vereinten Nationen haben mit einer einstimmigen Resolution mittlerweile auch ein militärisches Vorgehen gegen den IS und andere Terrorgruppen aus Syrien und dem Irak gebilligt. Das französische Vorgehen folgte dabei einem strategischen Ansatz. Von Otfried Nassauer.

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25. Dezember 2015 | Flucht, Migration und Asyl
Familien gehören zusammen: “Stellen Sie sich vor, das wäre Ihrer Familie passiert”

Luqman Sabri (33) lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Hannover. Er sorgt sich um seine Familie, für Jesiden ist es im Nordirak besonders gefährlich. Luqman will seine Angehörigen auf einem sicheren Weg zu sich holen. Bisher ist eine reguläre Aufnahme in Deutschland aber für sie nicht möglich. PRO ASYL dokumentiert seinen Fall.

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29. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Debatte Bundeswehreinsatz in Syrien: Nicht ohne die UNO

Die Beteiligung der Bundeswehr an Luftschlägen gegen den IS wird falsch begründet. Teil einer Lösung kann dieser Einsatz auch nicht sein. Von Andreas Zumach.

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29. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Tornados: Ein Schuss Krieg

Beim deutschen Einstieg in einen Kampfeinsatz gegen den IS wird so getan, als habe es das Afghanistan-Debakel nicht gegeben. Von Lutz Herden.

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25. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
13.11.

Der IS wandelt sich zu einem Hybrid aus Territorialmacht und international agierender Terrororganisation. Umso wichtiger, dass der Westen nicht seine Fehler wiederholt. Analyse von Sabine Kebir.

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24. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Militärische Allianz gegen Terrormilizen: Bündnis gegen den IS formiert sich

Frankreich, USA, Russland und Großbritannien verbünden sich militärisch gegen den "Islamischen Staat". Allen voran: François Hollande. Von Andreas Zumach.

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20. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Islamischer Staat

Die Ursprünge des "Islamischen Staates" sind beim irakischen Zweig von al-Qaida zu suchen. Der Jordanier Abu Musab al-Zarqawi kämpfte zunächst in Afghanistan für al-Qaida, bevor er Anfang des neuen Jahrtausends nach Irak ging und von dort Terroranschläge in Jordanien organisierte. Nach dem Irak-Krieg 2003 wurde al-Zarqawi Befehlshaber von al-Qaida im Irak, von wo aus er mit Anschlägen gegen die westlichen Invasoren, deren Botschaften sowie gegen Schiiten und deren Heiligtümer bekannt wurde. Im Jahre 2006 wurde er durch eine US-Bombe getötet. Sein Nachfolger Abu Omar al-Baghdadi wurde im Jahre 2010 ebenfalls umgebracht. Bereits unter seiner Führung benannte sich al-Qaida im Irak in "Islamischer Staat im Irak" (ISI) um. Von Clemens Ronnefeldt.

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17. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Frankreich: Der perfekte Feind

Präsident Hollande hat eine Kriegserklärung an den IS abgegeben. Ob er damit gut beraten war, darf bezweifelt werden. Von Lutz Herden.

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16. November 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Frankreich gegen den IS: Kein Krieg

Frankreich sieht die Anschläge als "Kriegsakt" des IS und will entsprechend reagieren. Doch für Terroristen gilt das Strafrecht. Von Andreas Zumach.

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16. September 2015 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Naher und Mittlerer Osten: Flüchtlingen helfen, nicht Feuer mit Öl bekämpfen

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan, die derzeit nach Europa kommen, wird immer wieder gefragt, warum ‘der Westen so wenig gegen die Terror-Miliz IS unternehme’, so auch im am 15.9. erschienenen Interview des Merkur mit dem Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Die Frage und auch die Warnungen davor, dass sich die Lage in der gesamten Region weiter dramatisch verschlimmern könnte, sind in den Augen des Bund für Soziale Verteidigung (BSV) berechtigt. Er begrüßt auch die Forderung nach einer ‘diplomatischen Großoffensive’ und nach einer Zusammenarbeit sowohl mit der russischen wie mit der iranischen Regierung, um die Konflikte in der Region konstruktiv zu bearbeiten. Aber einen Teil der Folgerungen, die Ischinger daraus zieht, hält der Fachverband, der sich seit über 25 Jahren für gewaltfreie Konfliktaustragung einsetzt, für grundfalsch.

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16. September 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Kurden: Die Welt als Wille

Skrupellosigkeit als Raison d’Être - wie sich die USA eines ehemaligen Schutzbefohlenen entledigen und zum pragmatischen Schulterschluss mit Tayyip Erdogan übergehen. Von Lutz Herden.

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20. März 2015 | Naher und Mittlerer Osten
Opferzahlen des “Krieges gegen den Terror”

Die Gesamtzahl der Todesopfer der Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak wird öffentlich erheblich unterschätzt. Sie liegt bei weit über einer Million Toten. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die heute zeitgleich in Berlin, Washington und Ottawa veröffentlicht wurde. Die deutsche, US-amerikanische und die kanadische Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) stellten die erschreckenden Ergebnisse zwölf Jahre nach Beginn des Irakkrieges vor.

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10. März 2015 | Internationales, Militär und Krieg
John Pilger: Warum der Aufstieg des Faschismus wieder Thema ist

Der kürzliche 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz war eine Erinnerung an das große Verbrechen des Faschismus, dessen Nazi-Ikonographie tief in unserem Bewusstsein liegt. Faschismus ist konserviert als Geschichte, als flimmernde Filmstreifen mit Schwarzhemden im Stechschritt, ihre Kriminalität furchtbar und offensichtlich. Jedoch, in denselben liberalen Gesellschaften, deren Krieg-führende Eliten uns drängen, nie zu vergessen, wird die sich beschleunigende Gefahr einer modernen Art des Faschismus unterdrückt; denn es ist ihr Faschismus. Von John Pilger.

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25. Februar 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Ausbildungsmission im Irak - Immer mehr Bundeswehr-Einsätze in rechtlicher Grauzone?

In der vergangenen Woche beschloss der Bundestag das Mandat für einen neuen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Für zunächst ein Jahr sollen bis zu Hundert Soldaten in den Nordirak entsandt werden. Dort sollen sie die Sicherheitskräfte der kurdischen Regionalregierung und die irakischen Streitkräfte ausbilden, damit diese die Kämpfer des Islamischen Staates besser zurückdrängen können. Von Otfried Nassauer.

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24. Februar 2015 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Vietnam schon wieder

Ein Gesetzentwurf des Präsidenten bricht mit dem Tabu, gegen den IS im Irak keine Bodentruppen einzusetzen. Von Konrad Ege.

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06. Februar 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Uno-Bericht zu Kindern im Irak: IS misshandelt Kinder

Minderjährige werden als Selbstmordattentäter und Schutzschilde von den Dschihadisten eingesetzt. Russland will die Finanzierung des IS stoppen. Von Andreas Zumach.

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28. Januar 2015 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak im Vielfrontenkrieg

Nach zweieinhalbjähriger Pause greifen US-amerikanische Kampfjets seit dem 8. August 2014 wieder Ziele im Irak an. Wenn Anfang 2015 die von Obama bereits autorisierte Truppenaufstockung abgeschlossen sein wird, werden wieder über 3000 US-Soldaten offen in dem Land operieren werden, das sie Ende 2011 verlassen mussten. Im Bündnis mit anderen Nato-Staaten und den arabischen Golfmonarchien weiteten sie ihre Angriffe im Rahmen ihres Kampfes gegen den "Islamischen Staat" auf syrisches Territorium aus. Syrien wurde so nach Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia, Libyen und Irak zum siebten Land der islamischen Welt, das US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama in seiner sechsjährigen Amtszeit bombardieren lässt. Von Joachim Guilliard.

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22. Januar 2015 | Flucht, Migration und Asyl
No escape - Die Totalverweigerung Europas bei der syrischen Flüchtlingskrise

Ein ganzes Land auf der Flucht. Über 3,2 Millionen Menschen aus Syrien sind bereits in die Nachbarstaaten geflohen. Sieben Millionen sind im eigenen Land vertrieben. Aufgrund mangelnder Finanzierung musste das UN World Food Programme (WFP) phasenweise die lebensrettende Hilfe für die syrischen Flüchtlinge einstellen. Mit dem Wintereinbruch wird die Situation von Millionen Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien lebensbedrohlich. Europa lässt die Flüchtlinge und die Nachbarstaaten im Stich. Von Yasemin Ashvan / Karl Kopp

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22. Dezember 2014 | Flucht, Migration und Asyl
Die Welt lässt syrische und irakische Flüchtlinge weiter im Stich

Die westlichen Staaten stocken die Zahl der syrischen Flüchtlinge, die sie freiwillig aufnehmen wollen, auf 100.000 Menschen auf. Das bedeutet lediglich eine Erhöhung bestehender Kleinstprogramme. Insgesamt bleiben die Aufnahmeprogramme ein Tropfen auf den heißen Stein.

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29. Oktober 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Scharfe Kritik an EKD-Stellungnahme “UN-Mandat für Einsatz gegen IS-Terror”

Die evangelische "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" (AGDF) hat die friedensethische Stellungnahme des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) "UN-Mandat für Einsatz gegen IS-Terror: Schutz von Flüchtlingen hat höchste Priorität" scharf kritisiert. In dem Papier, das in einem Schreiben an den EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider geschickt wurde, bedauert der AGDF-Vorstand, dass die EKD hier eine Chance vergeben habe, in der Friedensfrage wertorientiert Profil zu zeigen. Stattdessen entstehe vielmehr der Eindruck, mit dem EKD-Papier werde das Ziel verfolgt, das Eingreifen der westlichen Staaten durch Waffenlieferungen an kurdische Milizen zu legitimieren.

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23. Oktober 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Anti-Terror-Kriege: Die NATO und der innere Feind

Die Spannungen zwischen der Türkei und den restlichen Staaten des Nordatlantikpakts zeigt vor allem eines: Das Bündnis hat sich überlebt. Von Lutz Herden.

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21. Oktober 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Das wahre Geheimnis der biologischen Waffen des Irak

In den 1990er Jahren pflegten Journalisten zu scherzen: "Natürlich wissen wir, dass der Irak chemische Waffen besitzt. Wir haben ja die Lieferscheine, mit denen wir es beweisen können!" Es stellte sich heraus, dass der Scherz exakt der Wahrheit entsprach. Als ich 1990 über den Irak berichtete - gerade vor der ersten massiven Bombenkampagne der USA - fand ich heraus, dass die USA und Britannien insgeheim für den Irak ein Arsenal von biologischen Waffen aufgebaut hatten für den Einsatz gegen den Iran im acht Jahre dauernden Krieg des Irak gegen den Iran. Von Eric Margolis.

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03. Oktober 2014 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Wieder auf Seiten der Freiheit

Der nächste Anti-Terror-Krieg ohne klare politische Agenda hat begonnen. Es dürfte nicht der letzte sein. Von Konrad Ege.

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02. Oktober 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Grenzen schließen für Waffen und Kämpfer - Grenzen öffnen für humanitäre Hilfe und Flüchtlinge

VertreterInnen einer Menschenrechtsdelegation in die Kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak und Rojava (Nordsyrien) fordern die Bundesregierung dringend auf, Einfluss auf die türkische Regierung auszuüben, die Grenze zu Syrien für Waffen und Kämpfer zu schließen. Zudem müsse das Embargo gegen die Selbstverwaltung und Menschen in Nordsyrien/Rojava sofort aufgehoben werden. Die humanitäre Hilfe für die yezidischen Flüchtlinge solle auf Rojava ausgeweitet werden.

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24. September 2014 | Flucht, Migration und Asyl
Massenflucht vor dem Terror

Auf der Flucht vor der Terrormiliz "Islamischen Staat" (IS) kamen in nur vier Tagen mehr als 100.000 syrische Kurden in die Türkei. Doch die EU macht die Grenzen weiterhin dicht. Die Situation in der Türkei verschärft sich dadurch zusehends.

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23. September 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Kein militärisches Engagement im Irak

Hände weg von Syrien! Die US-Administration verwendet seit den Gedenkveranstaltungen zum 11.09.2014 offiziell die Formel eines Kriegs gegen den "IS". pax christi warnt vor jeder Beteiligung an einem solchen "Krieg".

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22. September 2014 | Internationales, Militär und Krieg
NATO gegen ISIS?

Die NATO hat im Irak zugeschlagen. Oder, genauer gesagt, zwei französische Rafale Kriegsflugzeuge bombardierten ein Lagerhaus im Nordirak, das angeblich von ISIS benutzt wurde. Washington bejubelte den französischen Angriff als die erste Welle von NATO-Militäroperationen gegen den neuen Feind vom Dienst, ISIS oder der Islamische Staat. Der französische Präsident Francois Hollande, dessen abgrundtiefe Beliebtheitswerte jetzt unter denen von Robbespierre liegen, dem Henker der Französischen Revolution, war freudig erregt über seine Machismo-Show, auch wenn es die französischen Wähler nicht waren. Von Eric Margolis.

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18. September 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Militäreinsatz: Mission des Trygaios

Angela Merkel sollte Obamas neuem Anti-Terror-Krieg nicht ergeben folgen. Es fehlt eine überzeugende politische Agenda, die Staatszerfall in Syrien und im Irak aufhält. Von Lutz Herden.

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17. September 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
“Von den Nachbestellungen profitiert Heckler & Koch”

Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK): Waffenlieferung in den Irak soll aktiv be- oder verhindert werden. Linke zur Organklage aufgerufen. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin.

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16. September 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
John Dear: Geht den rechten Weg zum Frieden

Millionen Amerikaner lehnen Krieg als Mittel zur Lösung unserer Probleme ab. Millionen waren gegen Bushs Krieg im Irak und sie sind weiterhin dagegen, Krieg als Mittel einzusetzen, das dem Irak Frieden bringen soll. Krieg bringt niemals Frieden, sondern er legt immer den Samen für künftige Kriege. Krieg kann Terrorismus nicht aufhalten, weil Krieg selbst Terrorismus ist und immer weitere terroristische Angriffe erzeugt. ISIS ist die natürliche Folge von 23 Jahren Krieg und Besetzung durch die USA. Von John Dear.

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14. September 2014 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Mit dem Teufel spielen

Zu Obamas neuer Anti-Terror-Koalition gegen den IS-Vormarsch sollen auch die Golfmonarchien stoßen. Deren Taliban-Light-Natur stört den Präsidenten nicht weiter. Von Konrad Ege.

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11. September 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Keine Beteiligung an Neuauflage des “Krieges gegen den Terror”

Anlässlich des Jahrestages des 11. September fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die Bundesregierung auf, sich nicht an der von Barack Obama geplanten Allianz im Kampf gegen die Dschihadisten im Irak und Syrien zu beteiligen. Stattdessen solle sie sich dafür einsetzen, dass im Kampf gegen die IS gemäß dem Völkerrecht die Konfliktlösungsinstrumente der Vereinten Nationen zum Einsatz kommen. Auch appelliert die IPPNW an die Regierung, die geplante Auslieferung von Waffen in den Irak zurückzunehmen. Die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst warnte: "Eine Neuauflage des sogenannten `Krieges gegen den Terror` wird weitere Menschen, darunter viele Zivilisten, das Leben kosten, er wird die zivile Infrastruktur weiter zerstören - mit schrecklichen humanitären Folgen - und die Umweltverseuchung fortsetzen".

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06. September 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Ehemalige US-Geheimdienstler warnen Bundeskanzlerin Merkel vor “Geheimdiensterkenntnissen” über eine russische Invasion der Ukraine

Ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem offenen Brief auf, die Behauptungen der US-Regierung über eine Militärintervention Russlands in der Ukraine auf dem anstehenden NATO-Gipfel kritisch zu hinterfragen.

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03. September 2014 | Flucht, Migration und Asyl
Sofort Flüchtlinge aus dem Irak aufnehmen!

"Dort wo Menschen in Not sind, werden wir helfen, auch durch zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen", sagte Bundeskanzlerin Merkel am 1. September in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag. PRO ASYL fordert eine schnelle Umsetzung von Merkels Ankündigung. De Maizière soll Italien die Durchreise von Flüchtlingen nach Deutschland anbieten.

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01. September 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Andreas Zumach: Feige Ersatzhandlung

Deutsche Waffen für die Kurden helfen den von den IS-Milizen bedrohten Menschen nicht. Über deutsche Soldaten aber will niemand reden. Von Andreas Zumach.

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31. August 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Aufschrei-Appell an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags: “Sagt NEIN zum Waffenexport in den Irak!”

Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" fordert in einem Appell alle 631 Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, bei der symbolischen Abstimmung des Parlamentes am 1. September 2014 über die geplanten Waffenlieferungen in den Irak mit "NEIN" zu stimmen. Lieferr die Bundesregierung Kriegswaffen an die Peschmerga, so begehe sie definitiv einen Rechtsbruch, denn sie werde zur Kriegspartei. Die Aktion Aufschrei fordert die Bundesregierung nachdrücklich auf, Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter grundsätzlich nicht mehr zu exportieren. Aber wir müssten angesichts des menschlichen Leids im Irak umfassend humanitär helfen. Dazu gehöre, dass wir sofort und unbürokratisch die Grenzen öffneten für Flüchtlinge aus Syrien und Irak.

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31. August 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Die Bekämpfung des sogenannten “Islamischen Staates” liegt allein in der Hand der betroffenen Staaten

In seinem Beitrag stellt Mohssen Massarrat, deutsch-iranischer Experte für internationale Beziehungen und den mittleren Osten, eine andere als allgemein übliche Sicht der Dinge dar. Als Anstoß zum Nachdenken auf jeden Fall lesenswert. Das würde auch für den deutschen Außenminister, die Kanzlerin und den Innenminister gelten.

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28. August 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Keine Kriegswaffen in den Irak liefern - sofort humanitär helfen, politisch umsteuern

Warum der Beschluss zur Lieferung deutscher Kriegswaffen in den Irak fundamental falsch ist und was stattdessen getan werden muss. Eine Argumentationshilfe von Jürgen Grässlin.

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27. August 2014 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Krieg ernährt den Krieg

Seit 1991 haben vier Präsidenten im Irak kämpfen lassen. Das Ergebnis dieser Strategie war stets nur Chaos. Von Konrad Ege.

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22. August 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Nicht mit Waffenlieferungen, sondern mit einer humanitären Intervention im Nord-Irak helfen!

Akteure aus der Friedensbewegung nehmen Stellung zu den von der Bundesregierung geplanten Waffenlieferungen in den Nordirak. Die Entscheidung der Bundesregierung sei politisch kontraproduktiv. Sie sei scheinbar daran orientiert, die "neue deutsche weltweite Verantwortlichkeit" (Merkel/Gauck) unter Beweis zu stellen. Die Akteure aus der Friedensbewegung fordern eine groß angelegte wirklich humanitäre Intervention für die betroffenen Flüchtlinge sowie politische Alternativen. Es sei absurd, wenn die Bundesregierung Katar und Saudi-Arabien aufrüste, die die hauptsächlichen Geld- und Waffengeber für die ISIS-Milizen seien. Die ISIS-Milizen müssten politisch, finanziell und waffentechnisch isoliert werden.

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21. August 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Keine Kriegswaffenlieferungen in den Irak - Grenzen für Flüchtlinge öffnen

Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" kritisiert den Beschluss der Bundesregierung, kurdische Kämpfer im Norden des Iraks mit deutschen Kriegswaffen hochzurüsten. Nachdrücklich weisen die Kampagnensprecher Jürgen Grässlin und Paul Russmann "auf die desaströsen Folgen der anstehenden Waffentransfers" hin.

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17. August 2014 | Internationales, Militär und Krieg
ISIS im Irak - Die Geister, die ich rief …

"Amerikanische Soldaten werden nicht wieder in Irak kämpfen". Das hat Präsident Barack Obama Mitte Juni versprochen. Die Formel "no boots on the ground" wäre eindeutiger gewesen; denn die zunächst 300 Berater, die der US-Präsident (außer den üblichen Flotteneinheiten im Persischen Golf, darunter der Flugzeugträger mit dem passenden Namen "George W. Bush") werden sehr wohl kämpfen, wenn auch mit anderen Mitteln, es als der Präsident mit dem Namen George W. Bush befohlen hatte. Präzise militärische Aktionen kündigte Obama nämlich in genau dem Atemzug an, in dem er ansagte, US-Soldaten würden nicht kämpfen. Die Drohnen fliegen. Die USA sind in Irak wieder Kriegspartei. Von Karl Grobe.

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17. August 2014 | Internationales, Militär und Krieg
“Sie zogen mich wieder hinein …”

Bewaffnete Humanität 2.0. Das ist unsere neue westliche Version des alten Imperialismus des 19. Jahrhunderts, neuerdings feminisiert durch Präsident Barack Obamas Beratungsdamen, rosa eingefärbt und mit der sanften Piano-Begleitmusik, die man in den Werbespots für Frauenprodukte hört. Letzte Woche klinkte die Obama-Administration sich ein in die Misere der irakischen Jesiden, die von diesen schrecklichen ISIS-Leuten verfolgt wurden - gerade zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, um die Aufmerksamkeit von dem Massaker in Gaza abzulenken. Von Eric Margolis.

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16. August 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Wer Waffen schickt, gießt Öl ins Feuer

Sollen Kämpfer der irakischen Armee und der kurdischen Peschmerga gegen mordende Terroreinheiten des Islamischen Staates (IS) auch mit deutschen Waffen hochgerüstet werden? Kann man Rüstungsexporte verbieten, selbst wenn Völkermord droht? Oder andersherum gefragt: Wird mit Waffenlieferungen an Schiiten und Kurden im Irak nicht ein todbringender Konflikt weiter angeheizt? Merkel und Gabriel liegen falsch, wenn sie Kurdenkämpfer aufrüsten wollen, meint Jürgen Grässlin in einem Beitrag zur Debatte.

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14. August 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Waffenlieferung an Kurden - Argumente statt Lügen

Es gibt gute Gründe gegen Waffenlieferungen an Kurden im Irak. Aber Militärministerin von der Leyen begründet den bisherigen Verzicht mit der Unwahrheit. Kommentar von Andreas Zumach.

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09. Juli 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Isis im Irak: Der neue “Kalif” fordert die Saudis heraus

Das saudische Königshaus verliert die Kontrolle über die lange gehätschelten Extremisten. Riad, das die Isis lange finanziert hat, verlegt Truppen an Iraks Grenze, um sich vor "Terroristen" zu schützen. Von Karl Grobe.

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05. Juli 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Uri Avnery: Die Wacht am Jordan

Die arabische Welt ist in Aufruhr. Syrien und der Irak brechen auseinander, der tausend Jahre alte Konflikt zwischen muslimischen Sunniten und muslimischen Schiiten erreicht einen neuen Höhepunkt. Ein historisches Drama spielt sich um uns herum ab. Und wie reagiert unsere Regierung darauf? Benjamin Netanjahu drückt es kurz und knapp aus: "Wir müssen Israel am Jordan verteidigen, bevor sie bis nach Tel Aviv kommen." Einfach, knapp, idiotisch. Von Uri Avnery.

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03. Juli 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Arabische Welt: Mutter aller Schlachten

Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak ist Teil eines Umbruchs, bei dem die konfessionellen und ethnischen Domänen der gesamten Region neu verteilt werden. Von Lutz Herden.

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17. Juni 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Irak - Iran - USA: Die neue Waffenbrüderschaft

Die Lage im Irak eskaliert. Durch diese Krise könnten die USA und der Iran plötzlich an einem Strang ziehen. Iranische Regierungsfraktionen streiten aber noch über Hilfe für den Irak. Von Karl Grobe.

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16. Juni 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Obamas persische Option

Die USA und Iran stehen plötzlich in einer Abwehrfront gegen den dschihadistischen Aufmarsch vor Bagdad. Muss die Geschichte der Anti-Terror-Kriege umgeschrieben werden? Von Lutz Herden.

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15. Juni 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Der allmächtige Sauhaufen im Irak

Saddam Hussein hatte sicher recht, als er voraussagte, dass Amerikas Einmarsch in den Irak die "Mutter aller Schlachten" wird. Elf Jahre danach geht sie weiter. Diese Woche sah das Scheitern von zwei Divisionen der irakischen Regierungsarmee, volle 30.000 Mann, die wie Hühner davonrannten vor dem unerbittlichen Vormarsch der Kämpfer von ISIS - dem Islamischen Staat von Irak und Shams (Syrien). Das war die Marionettenarmee, die zehn Jahre lang von den USA mit Kosten von $14 Milliarden ausgebildet und ausgestattet worden war. Ein böses Vorzeichen für das, was Afghanistans von den US-geführte Armee und Polizei erwartet. Von Eric S. Margolis.

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13. Januar 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Al-Qaidas Rückkehr

Wie wurde al-Qaida, eine kleine antikommunistische Gruppe in Afghanistan mit nicht mehr als 200 aktiven Mitgliedern im Jahr 2001, eine angeblich weltweite Bedrohung? Wie ist es möglich, dass al-Qaida über den ganzen Mittleren Osten, Nordafrika und jetzt über einen großen Teil Schwarzafrikas verbreitet ist? Das, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika über eine Billion Dollar ausgegeben haben, um al-Qaida in Afghanistan und Pakistan auszumerzen? Die Antwort ist einfach. Von Eric S. Margolis.

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07. Januar 2014 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Die ‘Befreiung’, die die Neocons am liebsten vergessen würden

Erinnern Sie sich noch an Fallujah? Kurz nach dem Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 schoss das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika auf unbewaffnete Demonstranten, tötete 20 und verwundete Dutzende. Als Vergeltung griffen ortsansässige Iraker einen Konvoi mit Kontraktoren des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika an und töteten vier. Um die Kontrolle wiederzugewinnen, unternahmen die Vereinigten Staaten von Amerika daraufhin einen vollen Angriff auf Fallujah, bei dem sie etwa 700 Iraker töteten und die Stadt praktisch zerstörten. Laut Presseberichten vom letzten Wochenende steht Fallujah jetzt unter der Kontrolle von mit al-Qaeda verbündeten Kräften. Von Ron Paul.

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30. Oktober 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Nahost/Nordafrika: Allah macht den Unterschied

Eine ganze Region ist im Umbruch. Der Westen zeigt sich angesichts der Entwicklungen überfordert - und verstrickt sich in Widersprüchen. Von Sabine Kebir.

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01. Oktober 2013 | Internationales, Militär und Krieg
WHO verzögert Bericht über Auswirkungen von Uranmunition

Das irakische Gesundheitsministerium sieht laut einem kürzlich mit Unterstützung der WHO veröffentlichten vorläufigen Bericht keinen Beleg für eine gestiegene Rate angeborener Fehlbildungen im Irak. Die deutschen Sektionen der IPPNW und ICBUW kritisieren diese Verlautbarung. Das angewendete Studiendesign, bisherige Studienergebnisse sowie frühere gegenteilige Aussagen hochrangiger Vertreter des irakischen Gesundheitsministeriums werfen viele kritische Fragen auf. Die IPPNW und die ICBUW fordern die WHO und das irakische Gesundheitsministerium auf, den vollständigen Datensatz sowie die endgültige Studie zu veröffentlichen.

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01. September 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Nicht zum ersten Mal - Giftgaseinsätze in Kriegen

Nicht nur in Syrien ist Giftgas ein Kampfmittel. Der Irak setzte schon in den 80ern im Krieg gegen den Iran C-Waffen ein - mithilfe des Westens. Von Andreas Zumach.

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25. Juni 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Was wir von Afghanistan gelernt haben

Letzte Woche eröffneten die Taliban ein Büro in Doha in Qatar mit dem Segen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Bei der Eröffnungszeremonie erhoben sie die Fahne der Taliban und bezeichneten Afghanistan als das "Islamische Emirat Afghanistan" - der Namen, den sie benutzt hatten, als sie vor dem Überfall der Vereinigten Staaten von Amerika 2001 an der Macht waren. Von Rep. Ron Paul.

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23. Mai 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Der Bürgerkrieg in Syrien beflügelt die Wiederentdeckung der klassischen Diplomatie

Die Wende kam überraschend. Nachdem in den USA lange über ein militärisches Eingreifen diskutiert worden war, erklärten US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow in der vergangenen Woche, dass jetzt eine diplomatische Lösung auf einer internationalen Syrien-Konferenz in Genf gesucht werden solle. Offensichtlich ist, dass das Primat des Militärs, das mehr als zehn Jahre lang zum Dogma der US-Außenpolitik geworden war, ins Wanken geraten ist. Die Bilanz der Kriege fällt auch aus Washingtoner Sicht nicht positiv aus. Von Otmar Steinbicker.

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14. April 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Medien stellen den inszenierten Sturz der Statue Saddams immer noch so hin, als hätte sich der so abgespielt

Am Dienstag war der zehnte Jahrestag des Falls von Bagdad durch einmarschierende Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika, in schändlicher Weise gekennzeichnet durch das Niederreißen der Saddam Hussein-Statue auf dem Firdous-Platz in Bagdad. Das Niederreißen der Statue Saddam Husseins im Jahr 2003 war ein Propagandaevent, inszeniert von Propagandateam der Vereinigten Staaten von Amerika. Von John Glaser.

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07. April 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Jeder stirbt für sich allein

USA: Der Soldat Bradley Manning wollte die Öffentlichkeit mit den an die Internetplattform Wikileaks weitergegebenen Dokumenten aufrütteln - nun wird er von ihr ignoriert. Von Konrad Ege.

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04. April 2013 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Ein Krieg zu viel

Am Nachlass des Irak-Konflikts trägt das Land bis heute. Sein globaler Machtanspruch hat sich bis auf Weiteres erledigt, auch der imperiale Schneid ging verloren. Von Konrad Ege.

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21. März 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Irak-Krieg: Helfer oder Helfershelfer?

Die Vereinten Nationen haben den USA vor zehn Jahren zwar das diplomatische Geleit bei ihrer Intervention verweigert, doch blieben sie nicht unbescholten. Von Lutz Herden.

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19. März 2013 | Internationales, Militär und Krieg
Schätzungsweise 1,5 Millionen Iraker sind durch den Krieg ums Leben gekommen

Der Irak hat durch die Invasion im Jahr 2003 bis Anfang 2012 schätzungsweise 1,5 Millionen Todesopfer durch kriegerische Gewalteinwirkung zu verzeichnen. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports "Body Count - Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak - Afghanistan - Pakistan", der nun in einer zweiten aktualisierten Auflage vorliegt. Grundlage für die ermittelte Zahl der Opfer im Irak ist unter anderem die 2006 publizierte medizinisch-epidemiologische Studie in der Zeitschrift Lancet über den Anstieg der Mortalität im Irak durch die Militärintervention.

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17. Februar 2013 | Internationales, Militär und Krieg
USA 2003: Perfekt besetzt

US-Außenminister Colin Powell hält vor dem UN-Sicherheitsrat eine bizarre Rede, um die Welt auf den Irak-Krieg einzustimmen. Später wird er diesen Auftritt bedauern. Von Konrad Ege.

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05. Dezember 2012 | Internationales, Militär und Krieg
Uranwaffen müssen geächtet werden

Die gesundheitlichen Schädigungen durch Uranmunition für Zivilbevölkerung, Soldaten und Umwelt sind so gravierend, dass sie international geächtet werden muss. Zu diesem Ergebnis kommt der Report "Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition - Die gesellschaftliche Debatte um den Einsatz einer umstrittenen Waffe" der internationalen Ärzteorganisation IPPNW in Zusammenarbeit mit der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW).

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19. September 2012 | Internationales, Militär und Krieg
“Ehrenmorde”

Sogenannte "Ehrenmorde", genauso wie die Zwangsverheiratung junger Frauen, stellen europäische Aktivist_innen häufig vor eine Gewissensfrage: Müssen, sollen, können, dürfen wir uns dagegen lautstark engagieren oder reden wir damit denen das Wort, die von "deutscher Leitkultur" reden und von "mangelnder Integration", die Islam gleichsetzen mit Terror und Unterdrückung der Frauen, die die Abschiebung dieser "frauenunterdrückenden ausländischen Monster" (und ihrer Frauen gleich mit) fordern und Kriege damit rechtfertigen, dass sie angeblich die Frauen in den mit Kriegen überzogenen Ländern befreien wollen? Von Maria Braig.

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11. September 2012 | Internationales, Militär und Krieg
11 Jahre Terroranschläge vom 11. September: IPPNW trauert um die Opfer kriegerischer Gewalt

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW erinnert anlässlich des Jahrestages vom 11. September an die Opfer der Terroranschläge und des sogenannten "Krieges gegen den Terror". "Wir trauern nicht nur um die 3.000 Menschen, die am 11. September 2001 ums Leben gekommen sind, sondern auch um die zahlreichen Opfer der Kriege in Afghanistan und Pakistan, im Irak und am Horn von Afrika", erklärt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

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24. Dezember 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Versöhnungsbund fordert Entschädigungen für Opfer des Irak-Krieges

Der deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes fordert nach dem Abzug der US-Truppen aus Irak und dem offiziell von Präsident Bush verkündeten Ende des Krieges Entschädigungen für die Bevölkerung des Zweistromlandes von den beiden hauptverantwortlichen Ländern USA und Großbritannien.

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23. Dezember 2011 | Internationales, Militär und Krieg
US-Abzug aus dem Irak? Eine unrühmliche Bilanz

US-Präsident Barack Obama behauptet, am Sonntag habe der letzte US-Soldat den Irak verlassen. Damit soll nun die acht Jahre und neun Monate andauernde Okkupation des Irak beendet sein. Die USA haben in dieser Zeit Öl im Wert von insgesamt rund 340 Milliarden US-Dollar erbeutet und damit die Kriegskosten von schätzungsweise 1.000 Milliarden US-Dollar zumindest zu einem Drittel dem Irak aufbürdet. Von Klaus Schramm.

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21. Dezember 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Irak/USA: Blinder Blick

Dieser Krieg begann mit einer Lüge, und er endet mit einer Lüge, wenn US-Präsident Obama erklärt, seine Armee verlasse Ende 2011 ein doch halbwegs stabiles Land. Von Lutz Herden.

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10. Dezember 2011 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Woche der Gewaltfreiheit im Irak eröffnet - Kinder und Jugendliche lernen Frieden und Gewaltfreiheit

Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, startet das Irakische Netzwerk für Gewaltfreiheit (LaOnf) wieder in allen Provinzen des Landes eine Woche der Gewaltfreiheit. In diesem Jahr werden Kinderrechte und gute, gewaltfreie Bildung sowie der Kampf gegen Kinderarbeit und Kriegsspielzeug Schwerpunktthema der Veranstaltungen sein. LaOnf hat es sich zum Ziel gesetzt, die Menschenrechte im Irak mit gewaltfreien Mitteln zu verteidigen. Der Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und die deutsche Sektion von pax christi, die LaOnf seit mehreren Jahren unterstützen, möchten die Aktivitäten hierzulande bekannter machen.

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13. September 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Verbrechen verschleiert - Die Opfer der Terrorkriege nach “9/11”

Am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 wird zurecht der fast 3000 Menschen gedacht, die seinerzeit getötet wurden. Gedenkveranstaltungen für die ungleich höhere Zahl von Opfern der Kriege, die die USA und ihre Verbündeten im Anschluß führten, sucht man aber vergebens. Deren genaue Zahlen wollen westliche Regierungen und Medien auch nicht wissen. Im Gegenteil, sie sind ein Politikum und werden mit allen Mitteln verschleiert. Von Joachim Guilliard.

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22. August 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Kurdische Frauen wollen keinen Krieg - sondern Demokratische Autonomie und die Anerkennung ihres Status!

Seit den Abendstunden des 16. August 2011 bombardiert die türkische Luftwaffe ununterbrochen die Grenzregionen Südkurdistans (im Nordirak). Das kurdische Frauenbüro für Frieden Cenî e.V. weist darauf hin, dass die Luftangriffe in Südkurdistan und die breit angelegten militärischen Operationen in Nordkurdistan/Türkei von einer anti-kurdischen rassistischen Hetze in den türkischen Medien begleitet würden. Sie fordern die Gremien der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Bundesregierung auf, ihre Wahl für die Demokratische Autonomie im Rahmen des Selbstbestimmungsrechtes der Völker anzuerkennen und sich für eine sofortige Beendigung des Krieges gegen die kurdische Bevölkerung einzusetzen. 

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09. Mai 2011 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Auge um Auge

Barack Obama hat geschafft, was George W. Bush nicht gelang - doch die Kollateralschäden des "Krieges gegen den Terror" für die amerikanische Gesellschaft wiegen schwer. Von Konrad Ege.

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29. Januar 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Die “Mutter aller Schlachten” - der zwanzigjährige Krieg gegen den Irak

In der Nacht vom 16. zum 17. Januar 1991 öffneten sich über dem Irak die Schleusen der Hölle. Um 2.30 Uhr schlugen die ersten Bomben in Bagdad ein. Die Fernsehzuschauer in den USA waren zum ersten Mal live dabei. 42 Tage dauerte die "Operation Wüstensturm", für die die USA 580.000 eigene und 80.000 verbündete Truppen am Persischen Golf in Stellung gebracht hatten. Durchschnittlich alle 30 Sekunden feuerten US-Kampflugzeuge während dieser 42 Tage ihre tödliche Fracht auf den Irak ab. Die Kosten trug zu einem guten Teil Deutschland, das 15 Milliarden DM beisteuerte. Von Joachim Guilliard.

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02. Dezember 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Die mysteriösen “Laptop-Dokumente” - Mit gefälschten Geheimdienst-Papieren soll ein präemptiver Atomkrieg gegen den Iran gerechtfertigt werden

Michel Chossudovsky erinnert an die gefälschten Informationen über irakische "Massenvernichtungswaffen", die Colin Powell 2003 dazu dienten, den Weg für den US-Überfall auf den Irak freizumachen, und befürchtet, dass die Weltöffentlichkeit mit den gefälschten "Laptop-Dokumenten" über ein angebliches iranisches Atomwaffen-Programm auf einen Atomkrieg gegen den Iran vorbereitet werden soll.

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01. Dezember 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Irakkrieg und -besatzung: Eine desaströse Bilanz

Eine erfolgreiche Regierungsbildung in Bagdad wäre die zweite gute Nachricht aus Irak seit Beginn des anglo-amerikanischen Krieges Mitte März 2003. Die erste war die Meldung über den Sturz von Saddam Hussein, einem der übelsten Diktaturen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und so sehr der Sturz einer blutigen Diktatur zu begrüßen ist, sei doch daran erinnert, dass dieser Sturz keineswegs das ursprüngliche Ziel des anglo-amerikanischen Krieges gegen Irak war. Von Andreas Zumach.

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13. November 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Nur Gerechtigkeit kann Licht in diese düstere Region bringen

Das aktuelle Problem ist, dass Al Kaida versucht, diese Regime - und den Westen - zu unterminieren. Daher greift Al Kaida im Irak an. Wir hingegen fliegen weiter Drohnenangriffe in Pakistan und bombardieren Unschuldige in Afghanistan. Wir tolerieren die Folterregime in der arabischen Welt und erlauben es Israel, mit dem Landraub an den Palästinensern fortzufahren. Tut mir leid, es ist immer dieselbe alte Geschichte: Gerechtigkeit bringt Frieden - nicht der Krieg der Geheimdienste gegen den "globalen Terror". Doch unsere Regierungen geben das immer noch nicht zu. Von Robert Fisk.

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29. Oktober 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Amerika in Schande: Zu den WikiLeaks-Veröffentlichungen über den Irakkrieg

Die Araber wussten, wie üblich, Bescheid. Nur wir konnten so tun, als wüssten wir nicht Bescheid. Nur wir, im Westen, konnten allen Behauptungen, allen Anschuldigungen, gegen die Amerikaner und Briten, mit Hilfe von respektablen Generälen entgegentreten. Ich nehme an, dass diese Lawine an Material über den Irakkrieg ernste Folgen für die Journalisten und für die Armeen haben wird. Von Robert Fisk.

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26. Oktober 2010 | Internationales, Militär und Krieg
EXKLUSIV bei ‘Democracy Now’: WikiLeaks kündigt neue Enthüllungen an

Democracy Now! im Gespräch mit "Whistleblower" Daniel Ellsberg, der 1971 die ‘Pentagon Papers’ (Pentagon-Papiere) veröffentlicht hat, über die größte Enthüllung von Geheimdokumenten in US-Geschichte.

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24. Oktober 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Entente cordiale

Präsident Ahmadinedjad sucht die diplomatische Offensive im Namen der Regionalmacht Iran, die für eine neue Weltordnung wirbt, bei der die Atommächte ins Glied treten. Von Lutz Herden.

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08. Oktober 2010 | Internationales, Militär und Krieg
“Wir haben genug von Gewalt und Terror!” - Irakis fordern ein Ende der Gewalt in ihrem Land

Heute endet die Vierte Irakische Woche der Gewaltfreiheit; das Engagement für Frieden und gegen Gewalt im Irak geht weiter: Das irakische gewaltfreie Netzwerk LaOnf machte vom 1. - 8. Oktober mit Aktionen im ganzen Irak auf das Problem der alltäglich gewordenen Gewalt aufmerksam und rief die Bevölkerung und Politik dazu auf, an dem Aufbau eines friedlichen Irak mitzuwirken.

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21. September 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Niemals vergessen: Böse Kriege sind nur möglich, wenn gute Menschen sie unterstützen

Ich weiß, seit zwei Wochen sind wir den Krieg im Irak "los". Unsere Gedanken wenden sich der beginnenden Football-Saison und der New Yorker ‘Fashion Week’ zu, und ist es nicht spannend, dass schon in ein paar Tagen das neue TV-Herbstprogramm beginnt! Doch bevor jene Sache (die wir alle nur allzu gern vergessen möchten) rasch aus unserem Blickfeld verschwindet, erlauben Sie mir, etwas zu sagen, was gesagt werden muss und zwar klipp und klar. Von Michael Moore zum "Abzug" der US-Kampftruppen aus dem Irak.

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15. September 2010 | Internationales, Militär und Krieg
“Abzug” aus dem Irak

Am 31. August verkündete Präsident Barack Obama das offizielle "Ende des Kampfeinsatzes im Irak" und damit nichts anderes als einen gigantischen Etikettenschwindel. Im Wesentlichen wurde der Einsatz lediglich umbenannt und obwohl mehr und mehr Teile der Kampfhandlungen auf die irakischen Regierungstruppen abgewälzt werden sollen, bleiben bis auf weiteres weiterhin nahezu 50.000 Soldaten als Rückversicherung vor Ort - und werden sich auch künftig munter weiter am Krieg beteiligen. Was nun im Irak passiert, ist insbesondere auch deshalb aufschlussreich, weil es vermutlich die Blaupause für das Vorgehen abgibt, mit dem nach gegenwärtigem Fahrplan im Jahr 2014 die Kampfhandlungen in Afghanistan "beendet" werden sollen. Von Jürgen Wagner.

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14. August 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Umbenennung der Mission der Vereinigten Staaten von Amerika in Irak: Willkommen “Berater” und “Helfer”

Hat Amerikas langer Abschied von Irak tatsächlich begonnen? Nähert sich der Krieg, der bisher an die $ 700 Milliarden verschlungen hat, seinem Ende? Präsident Barack Obama hat sein Versprechen erneuert, alle Kampftruppen der Vereinigten Staaten von Amerika per August 2010 aus dem Irak abzuziehen, die verbleibende Besatzung per Ende 2011. Werden also alle Truppen nachhause kommen? Hoffentlich, aber wetten Sie nicht darauf. Denken Sie daran, dass Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika sechs Jahrzehnte nach dem Koreakrieg in Südkorea stationiert sind. Von Eric Margolis.

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13. Juli 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Irakische Seilschaften

Das irakische Volk hat vor mehr als vier Monaten gewählt, die Regierungsbildung ist aber nach wie vor offen. Die Parteien pflegen die gegenseitige Abneigung. Von Karl Grobe.

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18. Mai 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Vertreibung aus dem Irak

Die Zahl 202 ist eine der beschämendsten dieses Jahrzehnts. Sie benennt die Gesamtzahl der Flüchtlinge aus dem Irak, die von den USA bis Ende 2006 ins Land gelassen worden sind. Die Regeln, die Paragrafen über die Zulassung irakischer Flüchtlinge waren unerbittlich, auch in anderen Staaten aus der "Koalition der Willigen", die zusammen mit den USA seit März 2003 Krieg gegen den Irak führten. Von Karl Grobe.

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06. März 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Hoffnung des Friedens im Irak säen

Das irakische Netzwerk Laonf engagiert sich für eine friedliche Gesellschaft und gewaltfreie Wahlen im eigenen Land

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17. Februar 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Cynthia McKinney: “Mein Land ist gekidnappt worden!”

Cynthia McKinney, die Präsidentschaftskandidatin der Green Party, zieht auf der Friedenskundgebung in München eine bittere Bilanz des ersten Jahres der Präsidentschaft Barack Obamas.

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05. November 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg traumatisiert Soldaten und Zivilbevölkerung

Die IPPNW begrüßt, dass der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg den Krieg jetzt endlich also solchen bezeichnet. "Wir Ärzte erinnern zum wiederholten Male daran, dass Krieg eine von Menschenhand verursachte Katastrophe ist. Krieg tötet nicht nur, sondern macht die betroffenen Soldaten und vor allem die Zivilbevölkerung krank", so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Die Politiker, die den Krieg am Hindukusch als vermeintlich notwendig deklarieren, hätten zu verantworten, dass sowohl immer mehr Soldaten als auch die Menschen in Afghanistan getötet, verwundet und traumatisiert würden.

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27. Oktober 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Zum Bleiben verdammt

Die schweren Anschläge in Bagdad zeigen, die USA haben den Irak in einen Zustand versetzt, der sie zwingt, Besatzungsmacht zu sein, solange die Besatzung andauert. Von Lutz Herden.

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20. Juli 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Die Geschichte von Baha Mousa (mehr...)
13. Juli 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Sieht so ein Sieg aus?

Der ehemaliger US-Offizier und UN-Waffeninspektor Scott Ritter beschreibt die heutigen Zustände im Irak und fordert Obama auf, die Niederlage zu akzeptieren und die US-Truppen bis Ende 2010 komplett abzuziehen.

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29. Juni 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Energieförderung im Irak: Wettlauf ums Öl

Die internationalen Ölscheichs haben ihre irakischen Startlöcher längst gegraben. Sie heißen Exxon, Shell, Chevron, Sinopec, vielleicht Lukoil. Der chinesische Name Sinopec ist neu in der Liste; die anderen waren schon vor den beiden Kriegen im Irak tätig. Von Karl Grobe.

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14. April 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Pflicht zum Widerstand

US-Army Sergeant Selena Coppa, 26, stationiert in Wiesbaden, leistet Antikriegsarbeit unter sehr schwierigeren Bedingungen. Jetzt wird gegen sie ermittelt. Von Elsa Rassbach.

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07. April 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Gewaltfreiheit im Irak auf dem Vormarsch - Irakischer Aktivist auf Rundreise durch Deutschland

Vor drei Jahren gründeten 16 Personen das irakische Netzwerk "La Onf" (keine Gewalt). Jetzt beteiligten sich schon 180 Organisationen und 300 Aktivisten aus allen irakischen Provinzen an der dritten Woche der Gewaltfreiheit. Diese gute Nachricht brachte Haider Jaseb Al-Behadili den Besucherinnen und Besuchern einer vom Bund für Soziale Verteidigung organisierten Veranstaltungsreihe.

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19. März 2009 | Flucht, Migration und Asyl
Die ersten Irak-Flüchtlinge landen in Hannover

Heute werden die ersten Irakflüchtlinge im Rahmen des von den EU-Innenministern beschlossenen Aufnahmeprogramms in Hannover erwartet. PRO ASYL und Missio begrüßen, dass sich die Bundesregierung endlich an der Aufnahme von Irakflüchtlingen beteiligt und wünschen den Betroffenen, dass sie in Deutschland eine neue Heimat finden. Die Organisationen betonen gleichzeitig, dass die Aufnahme der Irakflüchtlinge aber nur der erste Schritt sein könne. Mehr Flüchtlinge und ein kontinuierliches Aufnahmeprogramm müssen folgen.

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09. März 2009 | Flucht, Migration und Asyl
Aufnahme irakischer Flüchtlinge kann nur ein erster Schritt sein

Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Deutschland ist begrüßenswert, kann aber nur ein erster Schritt sein. Deutschland sollte sich im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen dringend verpflichten, ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. Dies haben Vertreter von PRO ASYL, Amnesty International und des Diakonischen Werks der EKD gefordert. Anlass ist das bevorstehende Eintreffen der ersten von insgesamt 2.500 irakischen Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung im letzten Jahr zugesagt hatte. Mitte März sollen die ersten Iraker in Deutschland ankommen.

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06. März 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Frontbegradigung: Das Imperium stutzen, die Weltmacht retten

Präsident Obama will 90.000 Soldaten innerhalb von 19 Monaten aus dem Irak zurückholen. Das kommt nach sechs Jahren Besatzung dem Eingeständnis einer Niederlage gleich. Von Lutz Herden.

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01. März 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Gehen und Bleiben - Obamas Irak-Abzug

Barack Obama will zwar das Gros der US-Kampftruppen aus dem Irak zurückholen, doch 50.000 Mann sollen befristet bleiben. Im Wahlkampf hörte sich das anders an. Von Lutz Herden.

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18. Februar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Iraks erschreckende Opferzahlen: 1 Millionen Tote, 4,5 Millionen Vertriebene, 1-2 Millionen Witwen, 5 Millionen Waisenkinder

Wir sind nun in der Lage, die Zahl an getöteten Irakis zu schätzen, die in dem Krieg, der von der Bush-Regierung angestiftet wurde, ums Leben gekommen sind. Betrachtet man die empirischen Daten von Bushs Kriegshinterlassenschaften, so werden seine Siegesbekundungen in einem anderen Licht erscheinen. Gewiss: selbst bei seinen Anspruch auf "Stabilität" ist die letzte Entscheidung noch nicht gefallen. Die Mehrzahl der unabhängigen Analysten ist sich einig, dass es noch zu früh ist, die politischen Folgen zu beurteilen. Nach fast sechs Jahren seit der Invasion, ist das Land von einem sektiererischen politischen System und gewaltigen ungelösten Problemen zerrissen, wie beispielsweise die Lage von Kirkuk zeigt. Von John Tirman.

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07. Dezember 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Besatzungsende nicht in Sicht

Abkommen über Truppenrückzug kaum bindend - wenig Hoffnung auf einen Wandel durch Obama. Von Joachim Guilliard.

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30. November 2008 | Flucht, Migration und Asyl
PRO ASYL zur Aufnahme irakischer Flüchtlinge in der EU: Kleinmut mit Verspätung

Als unzureichend betrachtet die bundesweite Arbeitsgemeinschaft PRO ASYL die von Deutschland angekündigte Aufnahme von 2.500 irakischen Flüchtlingen. Hunderttausende kämpfen im Irak und in den Nachbarstaaten ums Überleben, vegetieren in erbärmlichen Lagern. Die im Frühjahr andiskutierte Aufnahme von Irakern - aus den Kirchen wurde eine Aufnahme von 30.000 gefordert - ist nun auf eine beschämend geringe Zahl reduziert worden und selbst dies ist bislang nur ein Versprechen.

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28. September 2008 | Flucht, Migration und Asyl
Irakische Flüchtlinge: Schäuble spricht von 10 000 Aufnahmeplätzen EU-weit

Die Frage der Aufnahme irakischer Flüchtlinge duldet keinen Aufschub mehr. Deutschland besitzt die nötige Infrastruktur, um sehr kurzfristig die ersten Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten des Iraks aufzunehmen. Bundesinnenminister Schäuble spricht nunmehr nur noch von 10.000 Aufnahmeplätzen in der gesamten EU, die irgendwann zur Verfügung gestellt werden. Allein Deutschland wäre aus der Sicht von PRO ASYL in der Lage, sofort Flüchtlinge in dieser Größenordnung aufzunehmen. Eine Aufnahmequote der 27 EU-Mitgliedsstaaten von 10.000 Flüchtlingen ist traurig und beschämend.

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08. August 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Obama ist ein neuer Akteur auf derselben alten Bühne

Als Obama seine theatralische Reise durch den Nahen/Mittleren Osten unternahm, war ich im Studio von Al Dschasiera. Als wir auf Sendung waren, sprach ich von einem "Theater". Der Redakteur versuchte verzweifelt, aus dem ganzen lächerlichen Tanz eine gewisse Hoffnung für die Araber zu filtern. Keine Chance, sagte ich. Für die Araber wird es nicht den geringsten Unterschied machen, ob McCain gewählt wird oder Obama. Falls Obama gewählt wird, muss er sich in der Nahost-Tragödie auf eine Seite stellen - auf die israelische natürlich. Von Robert Fisk.

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02. August 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Noam Chomsky zum Irak: Ein Pakt mit dem Teufel

Der Irak verfügt vielleicht über die zweitgrößten Ölreserven der Welt, die zudem auch noch sehr billig förderbar sind: kein Dauerfrostboden, Ölsand oder Tiefseebohren. Für die USA ist es unerlässlich, dass der Irak so weit als möglich unter ihrer Kontrolle bleibt, als ein fügsamer Satellitenstaat, in dem sich US-Militärstützpunkte gleich neben einem der größten Energiereservoirs der Welt positionieren lassen. Das eigentliche Ziel der Invasion war von Anfang an klar, trotz aller Vorwände: Nuklearwaffen, Saddams Verbindung zu El Kaida, Demokratisierung, Kampf gegen den Terrorismus, der nach der Invasion, wie vorausgesagt, stark zunahm. Von Noam Chomsky.

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07. Juli 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak und der Westen: 100 Jahre Begehrlichkeit

Der Irak ist ein künstliches Staatengebilde, das aus drei ehemaligen Provinzen des osmanischen Reiches besteht: Mosul, Bagdad und Basra ohne dessen damaligen Unterbezirk Kuwait. Die osmanischen Herrscher hatten Ende des 19. Jahrhunderts längst abgewirtschaftet. Die ölreiche Konkursmasse ist unter den Großmächten seitdem heiß begehrt. Ein Rückblick von Hermann G. Abmayr.

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20. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Der Westen hilft wie geschmiert

Vier westliche Ölgesellschaften sind dabei, sich den ersten Zugriff auf die irakische Erdölförderung zu sichern. Ein Vertrag zwischen dem Bagdader Ölministerium einerseits und den Gesellschaften Exxon Mobil, Shell, BP und Total ist offenbar unterschriftsreif. Laut New York Times wird der Abschluss wahrscheinlich am 30. Juni verkündet werden. Von Karl Grobe.

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20. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Griff nach Iraks Reichtum

Ist das schon der Ausverkauf Iraks? Keine Frage, die Abkommen mit den vier großen West-Erdölgesellschaften deuten in diese Richtung. Es sind sogenannte technische Dienstleistungsverträge. Aber es wird klar und laut genug gesagt, dass damit ein Schlagloch auf dem Wege des Rechts und der Souveränität Iraks umfahren werden soll. Genau hier wird der Fall sehr politisch. Von Karl Grobe.

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18. Mai 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensverräter

Deutsche Soldaten: Die Verfassungsrichter kassieren eine rot-grüne Legende. Von Jürgen Rose.

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20. April 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Irans Fuß in der Tür

Der irakische Prediger und Volkstribun Muktada al-Sadr hat Verständnis für Deserteure. Er setzt sich auch für sie ein. Die Tausendschaft Soldaten und Polizisten, die Ende März den Waffendienst gegen die Milizen in Basra und anderen südirakischen Städten verweigert haben, sollen umgehend wieder in den Dienst aufgenommen werden, verlangt er jetzt. Die Forderung ist ein Affront gegen Ministerpräsident Nuri al-Maliki, die gesamte Regierung, die übrigen schiitischen Parteien und die beiden anglo-amerikanischen Besatzungsmächte. Von Karl Grobe.

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02. April 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Kriegskosten: 6.000.000.000.000 US-Dollar

Selbst hohe US-Militärs räumen längst ein, dass die Koalitionstruppen auf den beiden wichtigsten Schauplätzen des Weltkriegs gegen den Terror - im Irak und in Afghanistan - ein Desaster erleben. Sie haben zwei Regime mit Gewalt vertrieben und dafür einen Krieg am Hals, dessen Ende nicht abzusehen ist. Ökonomisch sind die Kriege eine noch größere Katastrophe. Sie sind nicht zu gewinnen - und längst nicht mehr zu bezahlen, auch nicht für ein Land wie die USA. Michael R. Krätke.

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30. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Wir sollen Spieler sein, keine Cheerleader

“So?” Lautete letzte Woche Dick Cheneys Kommentar, als man ihn zu der öffentlichen Meinung in den USA befragte, die mit überwältigender Mehrheit gegen den Irakkrieg ist. “Umfragen wehen niemanden vom Kurs”. Nicht viel mehr Sympathie zeigte er angesichts der Tatsache, dass mittlerweile 4.000 US-Soldaten im Irak getötet wurden. “Sie haben ihre Uniform freiwillig angezogen”, so Vize-Präsident Cheney auf ABC news. Diese Backsteinmauer der Gleichgültigkeit hilft die paradoxe Situation zu erklären, in der wir uns - das Antikriegs-Lager - fünf Jahre nach Beginn der Irakbesatzung befinden. Die Antikriegsstimmung ist stärker denn je, doch unsere Bewegung scheint zu schwinden. Von Naomi Klein.

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20. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Fünf Jahre Irak-Krieg: Schuld und Lüge

Der Krieg ist nicht beendet, ganz und gar nicht. Er hat sich verwandelt in einen Kampf aller gegen alle. Die Kosten trägt die irakische Bevölkerung: mehr als 700 000 zivile Tote, vier Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, Zusammenbruch des einst hoch entwickelten Gesundheits- und Bildungssystems, Zerfall der Grundversorgung, Aufteilung der Millionenstadt Bagdad in ethnisch getrennte, verfeindete Mini-Bezirke hinter Mauern und Barrikaden. Das Resultat belastet die künftige Entwicklung. Die Demokratie ist diskreditiert als ein Importartikel arroganter Besatzer, auch durch das Verhalten vieler ihrer mutmaßlichen irakischen Vertreter. Von Karl Grobe.

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16. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Der erbitterte Beobachter, dem das Herz blutet

In den Jahren seiner Reisen hatte der Iraker Nabil Preuss das Land für sich neu entdeckt. Seine Fotos zeigen Obstgärten, weite kultivierte Täler, auch Wüsten, die Ufer von Euphrat und Tigris, Moscheen, Cafés, freundliche Menschen. Er schaut die Bilder verzückt an, spricht gedehnt den Namen Mesopotamien aus. In solchen Augenblicken scheint er zu hoffen, dass er auch in anderen den Wunsch wecken kann, dieses Paradies zu schützen. Seit dem Krieg aber reist er nicht mehr hin. “Ich fahre erst wieder, wenn die amerikanische Armee das Land verlassen hat”, sagt er wie ein Gelübde. Von Marina Achenbach.

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13. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Fünf Jahre “Operation Iraqi Freedom” - vorläufige Bilanz eines Angriffskriegs

Etwa 300 Aktive aus Friedens- und Solidaritätsbewegung trafen sich vom 7.-9. März 2008 in Berlin bei der Konferenz “Alternativen zu Krieg und Besatzung” zum fünften Jahrestag des Krieges. Referentinnen und Referenten stammten vor allem aus dem Irak selber und aus den USA, und berichteten in eindrucksvollen Vorträgen über die grauenhafte Situation der Menschen im Zweistromland: Schätzungen auf Basis wissenschaftlicher Studien lassen bis heute eine Zahl von rund eine Million irakischer Todesopfer durch Gewalteinwirkung und indirekte Kriegsfolgen erwarten; laut UN-Flüchtlingsorganisationen wurden 4 Millionen Iraker zu Flüchtlingen, davon etwa die Hälfte im eigenen Land, weitere 2 Millionen unter elenden Bedingungen vor allem in Syrien und Jordanien. Von Matthias Jochheim.

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06. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Krieg ohne Ende

Wenn es ein muss, will der republikanische Präsidentenbewerber John McCain noch hundert Jahre am Euphrat bleiben. Von Konrad Ege.

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12. Dezember 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Kriegsgefahr im Länderdreieck Türkei, Irak, Iran

Die Zeitungen melden, über 100.000 Soldaten habe die Türkei an der südöstlichen Grenze zum Irak zusammengezogen. Von Luftangriffen und Granatbeschuss auf Dörfer und vermeintliche Stützpunkte der PKK wird berichtet. Erfolgsmeldungen über getötete Guerilleros folgen. Irakische Kurden aus den Grenzgebieten fliehen und versuchen wenigstens etwas von ihrer kümmerlichen Habe zu retten. Von Andreas Buro.

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04. Dezember 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Lizenz zum Morden

Killermaschinen: In seinem Bericht “Ich bin ein Deserteur” beschreibt der GI Joshua Key die Brutalisierung der US-Soldaten im Irak. Von Jürgen Rose.

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19. September 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Schräge Bilder vom Irak

Alles, was wir von westlichen Regierungspolitikern und aus den tonangebenden Medien über den Irak erfahren, verdreht die dortige Wirklichkeit. Das zeigt der neue Report “War and Occupation in Iraq”, den das Global Policy Forum (eine internationale Organisation mit Konsultativstatus bei der UNO) mit Unterstützung von dreißig weiteren Friedens- und Menschenrechtsgruppen zusammengestellt hat. Der Report beklagt vor allem, dass die Eskalation der Gewalt auf ethnische Konflikte, traditionellen religiösen Hass, islamischen Extremismus oder die Einmischung von Nachbarstaaten zurückgeführt werde - auf alles Erdenkliche, nur nicht auf das Besatzungsregime. Von Joachim Guilliard.

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16. September 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Schattenboxen

Und täglich grüßt das Murmeltier: Alles wie gehabt beim Irak-Bericht von General Petraeus im US-Kongress. Von Konrad Ege.

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16. August 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Routierender Werte-Kompass

Irak-Invasion: Warum die späte Einsicht des ehemaligen Kriegsbefürworters Michael Ignatieff halbherzig bleibt. Von Ekkehart Krippendorff.

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14. Juli 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Blutiger Medien-Spiegel

Vielen der prominentesten US-Journalisten wäre es am liebsten, wir würden vergessen, was sie vor etwas mehr als vier Jahren gesagt und geschrieben haben, weil sie den Einmarsch im Irak vorantreiben wollten. Heute schleichen diese Leute wie die Katze um den heißen Brei, wenn es um ihre Rolle beim Hochjubeln des Krieges und beim Abdrängen kritischer Stimmen an den Rand der Medien geht. Von Norman Solomon.

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19. Juni 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Menschenrechtskriegspropaganda

Während die einseitigen Schuldzuweisungen gegen den Sudan auch nach Ansicht einer Untersuchungskommission der UNO nicht haltbar sind, gibt es keinen Zweifel, wer in erster Linie für die Toten im Irak verantwortlich ist. Dennoch dient die Krise in Darfur als Anlaß für eine breite Kampagne gegen den Sudan, dieweil man ähnlich engagierte Reaktionen gegen den massenhaften Mord in Irak vergeblich sucht. Zum selektiven Umgang mit Menschenrechten am Beispiel Irak und Sudan. Von Joachim Guilliard.

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31. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Irakische Tragödie

Kidnapper in Polizeiuniform haben mitten in Bagdad wohl europäische Techniker entführt. Wahrscheinlich keine deutschen Europäer. Aber das erleichtert uns nicht. Die Tragödie dauert an, ob Deutsche betroffen sind oder nicht. Von Karl Grobe.

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30. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Warum ich die Demokratische Partei verlasse

Offener Brief von Cindy Sheehan an die Demokratische Mehrheit im US-Kongress.

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29. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Was der US-Kongress wirklich beschlossen hat

Donnerstag, der 24. Mai, war der Tag, an dem der US-Kongress für die Fortsetzung des Krieges im Irak stimmte. Die Abgeordneten sprachen von "Truppenunterstützung". Ich nenne es Diebstahl von irakischem Öl. Im Irak liegen die zweitgrößten Ölreserven der Welt. Die "Maßgabe", das Ziel, für das sich die Bush-Administration seit der US-Invasion im Irak abrackerte, war die Privatisierung von irakischem Öl. Nun wurde der US-Kongress dazu gebracht, das irakische Parlament und das irakische Volk zu erpressen: Wenn ihr das irakische Öl nicht privatisiert, gibt es keine finanzielle Wiederaufbauhilfe. Von Ann Wright.

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17. April 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Nummer 3291

Heute traf ich die Tante von Nummer 3291. Ich saß im Flugzeug - Sitz 11E. Eine Stewardess reichte mir einen Zettel von Sitz 33C. Die Notiz stammte von einer Frau: “Mein Neffe wurde gestern im Irak getötet. Ich möchte Sie gerne treffen”. Sitzgurtzeichen hin oder her, ich hechtete zurück in den hinteren Teil des Fliegers. Wir umarmten uns, sie fragte: “Was kann ich tun? Mein Bruder war auch in der Armee, er hat das Engagement ursprünglich unterstützt. Gestern hielt er ein Bild seines Sohnes hoch und gab zu verstehen: “Ermordet durch Bush”“. Von Cindy Sheehan.

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06. April 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Stehaufmännchen im Dämmerlicht

Bei ehemaligen Präsidenten gehört es zum guten Ton: Im Ruhestand baut man Präsidentenbibliotheken. Die nach dem letzten Hubschrauberflug schlagartig entmachteten Männer wollen wenigstens ihren Nachlass kontrollieren. George W. Bush baut im imperialen Stil: Sein politisches Märchenland soll 500 Millionen Dollar kosten und sechsmal größer als die Bibliothek seines Vaters sein. Die Historikerzunft sinniert freilich bereits darüber, ob es jemals einen so schlechten Präsidenten gegeben hat wie George Walker. Von Konrad Ege.

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29. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Sind wir Bürger oder Politiker?

Als Antwort auf den Versuch der Bush-Administration, die Truppen im Irak zu “verstärken”, legen die Demokraten ihre übliche furchtsame Tour an den Tag. Rückzug ja, aber erst in einem Jahr oder in achtzehn Monaten. Überdies scheinen sie zu glauben, sie erhielten die Unterstützung der Antikriegsbewegung. In einer aktuellen Notiz der Organisation MoveOn, die ihre Mitglieder befragt hat, um zu erfahren, was diese vom Vorschlag der Demokraten halten, heißt es: Die Progressiven im Kongress “denken - wie die meisten von uns - dass der Antrag nicht weit genug geht, sie sehen ihn aber als ersten konkreten Schritt zur Beendigung des Krieges”. Was für eine schockierende Ironie. Von Howard Zinn.

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13. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Der Händedruck von Bagdad

Einsicht hat Iraner und Syrer, die Arabische Liga, die USA, die Türkei und noch andere nach Bagdad geführt. Die Einsicht, dass militärische Machtmittel allein nicht genügen, das Gewirr der vielen Bürgerkriegs- und Terrorfronten im Irak aufzudröseln. Bezeichnend, dass sowohl der oberste US-General in Bagdad, David Petraeus, als auch - lange vor ihm - die zivile Baker-Kommission das erkannt haben, die für den tödlichen Konflikt verantwortlichen Politiker aber viel Zeit brauchten. Das Treffen hoher Vertreter aus Washington, Teheran und Damaskus stellt eine neue Entwicklung in Aussicht. Über Händedruck und gelegentlich sehr laute Worte reichte es aber in Bagdad nicht hinaus. Von Karl Grobe.

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08. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Schutzlos

Die Mordanschläge auf schiitische Pilger zeigen in aller Brutalität die Unfähigkeit der so genannten Ordnungskräfte an. Weder die von Milizen der verschiedenen Warlord-Fraktionen unterwanderte Armee noch die US-Truppen können friedliche Pilger schützen. Washingtons Versuch, mit Saudi-Arabien und anderen freundlich gesonnenen sunnitischen Regimes gemeinsam eine Front gegen die schiitischen Sektierer, den Iran und die Hisbollah aufzubauen, verschärft den Konflikt weiter. Von Karl Grobe.

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04. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Berufssoldaten für das 21. Jahrhundert

Begehrter Arbeitgeber: Trotz der Verluste im Irak droht der US-Armee keine existenzielle Personalkrise. Eine Rückkehr zur Wehrpflicht des Vietnam-Krieges wird nicht erwogen. Von Konrad Ege.

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09. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Zaudern und Zögern

Irak- und Iran-Politik der USA: Die Demokraten wollen Präsident Bush nicht wirklich in die Parade fahren. Von Konrad Ege.

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03. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad - in einer von Angst gelähmten Stadt

Bagdad ist gelähmt vor Angst. Der Horror eines irakischen Autofahrers ist es, plötzlich vor einem improvisierten Checkpoint zu stehen, wo Schwerbewaffnete in zivil den Fahrer aus dem Wagen zerren und töten könnten, nur weil er die falsche Religion hat. In einigen Vierteln kommt es jede Nacht zu Granatgefechten. Der Horror ist so immens, dass Bush und Blair ihn gar nicht begreifen können. Von Patrick Cockburn.

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31. Januar 2007 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Eine Woche vor Beginn des Militärgerichtsverfahrens gegen Leutnant Ehren Watada gerät die Presse unter Druck

Der amerikanische 1st Lt. Ehren Watada weigerte sich, sich in den Irak verlegen zu lassen. Unter anderem hielt er dann im vergangenen August eine Rede auf der Nationalkonferenz der Veterans for Peace. In den Wochen nach der Rede wurde Dahr Jamail von jenem Staatsanwalt kontaktiert, der für den Fall Watada vor dem Militärgericht zuständig sein wird. Er teilte ihm mit, er stehe auf seiner Zeugenliste. Daraufhin nahm Jamail Kontakt zu seinem Rechtsanwalt auf. Er steht nun zwar weiter auf der Zeugenliste des Staatsanwalts, hat aber keine Vorladung erhalten, um gegen Watada auszusagen. Das Verfahren beginnt am 5. Februar.

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19. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Im Bunker des Präsidenten

“Ich habe mich entschieden, und wir gehen voran”, antwortete Präsident George Bush am vergangenen Wochenende auf die Frage, ob er sich von den heftigen Protesten gegen seine Irakpolitik beeinflussen lasse. Voran geht es mit der Entsendung zusätzlicher Streitkräfte nach Bagdad und allem Anschein nach mit der Kriegsplanung gegen den Iran. Bushs Berater erläutern, warum: Der Präsident sei von seiner Mission überzeugt, eine Niederlage im Irak sei nicht akzeptabel, und als Chef der Weltmacht Nr. 1 müsse man eben manchmal unbeliebte Entscheidungen treffen. Von Konrad Ege.

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18. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Bushs Irakpläne - wie man den Iran in den Krieg treiben will

Adressat von George W. Bushs Irakrede war weniger der Irak als vielmehr dessen östlicher Nachbar, der Iran. Über die neue Strategie der USA im Irak hatte Bush in seiner Rede wenig zu sagen, dafür umso mehr zum Thema Iran. Was der US-Präsident hier entwickelte, war ein Plan mit dem offensichtlichen Ziel, den Iran in einen Krieg mit den USA hineinzutreiben. Von Trita Parsi.

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16. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
USA / Iran: Der Weg der “Falken”

Während die “gemeinsame Vision” des US-Präsidenten und des   irakischen Regierungschefs sich unwiderruflich in eine Fata Morgana wandelt, nimmt Bush das nächste, größere Ziel ins Visier. Zentrale Passagen seiner jüngsten Aussagen lesen sich wie vorweggenommene Kriegserklärungen gegen die Nachbarstaaten Iraks, Syrien und vor allem Iran. Es wird an Begründungen gebastelt. Sie sind ähnlich wahrheitshaltig wie jene, die vor vier Jahren präsentiert wurden, um den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Saddam Husseins Diktatur mit der Aureole des Notwendigen zu umgeben. Von Karl Grobe.

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03. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Banalitäten und glatte Lügen - Reaktionen auf Jimmy Carters neues Buch über Nahost

Das neue Buch von Jimmy Carter trägt den Titel: ‘Palestine. Peace Not Apartheid’. Es ist ein gutes, starkes Buch. Ex-Präsident Carter listet die empörende Behandlung der Palästinenser auf, die israelische Besatzung, die Enteignung palästinensischen Landes durch Israel - all die Brutalitäten, die dieser entwürdigten, unterjochten Bevölkerung zugemutet werden. Carter spricht von “einem System der Apartheid; zwei Völker sitzen auf demselben Land, jedoch komplett separiert voneinander. Die total dominanten Israelis wenden unterdrückerische Gewalt an, indem sie die Palästinenser ihrer menschlichen Grundrechte berauben”. Von Robert Fisk.

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28. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Der Diktator und seine Henker

Saddam Hussein ist zum Tode verurteilt. Das Urteil muss binnen 30 Tagen, kann aber jederzeit vollstreckt werden, sobald der irakische Präsident es bestätigt. Präsident Jalal Talabani ist Gegner der Todesstrafe; in früheren Fällen hat er es einem Vizepräsidenten überlassen, den Spruch abzuzeichnen und damit die Vollstreckung anzuordnen. Talabani wäre gut beraten, die Unterschrift zu verweigern. Von Karl Grobe.

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23. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Immer mehr Frauen werden entführt

Im Irak siegt die Gesetzlosigkeit, Frauen sind in immer größerer Gefahr, durch Milizen und kriminelle Banden gekidnappt zu werden. Niemand ist sicher. Die sunnitische Frauenministerin, Tayesseer Al-Mashadani von der al-Tawafuq-Partei wurde am 1. Juli von Mitgliedern der Mahdi-Armee des Schiitengeistlichen Muqtada al Sadr entführt. Erst fast drei Monate später kam sie nach massivem Druck durch die amerikanische und die irakische Regierung wieder frei. Tausende andere Frauen haben weniger Glück. Viele werden missbraucht, exekutiert oder kommen erst nach beträchtlichen Lösegeldzahlungen ihrer Familien wieder frei. Von Ali al-Fadhily und Dahr Jamail.

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22. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Gefangen in der Irak-Falle

Die politisch wichtigen Kernpunkte des Baker-Hamilton-Reports zum Ausstieg aus dem Irak werden wohl kaum Einfluss auf die Politik der USA bekommen. Ernsthafte Initiativen zu einer konstruktiven Einbeziehung des Irans und Syriens in die Stabilisierung des Iraks wird es eher nicht geben. Chancen auf Umsetzung haben lediglich zweitrangige Empfehlungen, die Dritte realisieren müssten: Die Forderung nach mehr Eigeninitiative seitens der neuen irakischen Regierung zum Beispiel. Oder der Appell nach einer stärkeren Einbindung Europas. Von Otfried Nassauer.

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15. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Bush und Baker: Aufmarsch zur Frontbegradigung

Den Karren aus dem irakischen Sand ziehen, aber die Besatzung nicht wirklich aufgeben. Konrad Ege.

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23. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die US-Panzer werden aus dem Irak rollen - auf einem mit Ausreden gepflasterten Weg

Es wird noch schlimmer kommen im Mittleren Osten - selbst, wenn die USA in zwei Jahren mit einem Demokratischen (demokratischen) Präsidenten gesegnet sein sollten. Die katastrophalen Philosophen, die hinter dem irakischen Blutbad stecken, waschen ihre Hände in Unschuld und wollen mit dem Schlamassel nichts zu tun haben. “Nicht wir!” rufen sie. Derweil bereiten die “Experten” des amerikanischen Ostküsten-Presse-Mainstreams den Boden für den Rückzug aus dem Irak: einfach alles den gierigen, blutrünstigen, anarchischen, verderbten, kompromisslosen Irakern in die Schuhe schieben. Von Robert Fisk.

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13. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Mehr Kontrolle über Konzernsöldner gefordert

Für die meisten Menschen steht das Wort ‘Irak’ für Tod und Blutvergießen in großem Maßstab. Den Militär- und Sicherheitsfirmen (Private Military and Security Companies [PMSC[) hat der Irak einen Boom beschert. Allein die britischen PMSC-Firmen konnten ihre Umsätze von 320 Millionen Britische Pfund im Jahr 2003 auf mehr als 1,8 Milliarden Pfund im Jahr 2004 steigern. Die gesamte Söldnerbranche brachte es 2004 weltweit auf einen Umsatz von 100 Milliarden Dollar. Von Nick Dearden.

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10. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Saddams Komplize Donald Rumsfeld nicht unter Anklage

Saddam Hussein ist zum Tode verurteilt. Er wurde verurteilt für Verbrechen, die er mehr als ein Jahr vor Donald Rumsfelds Bagdader Händedruck mit ihm begangen hatte. Ein historischer Rückblick zeigt uns die Fakten. Von Norman Solomon.

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07. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Sergeant Ricky Clousing - ‘Actionheld’ des Friedens

Ricky Clousing ließ sich nach dem 11. September 2001 von der Woge des Patriotismus anstecken. Er beschloss, zur Armee zu gehen. Zwei Jahre später kam Sergeant Ricky Clousing erstmals nach Bagdad. Seine Aufgabe bestand darin, in taktisch geführten Verhören Gefangene, die die Infanterie gemacht hatte, an Ort und Stelle zu verhören. Er wurde nicht Zeuge der Gefangenenmisshandlungen von Abu Ghraib. Aber er wurde Zeuge nicht minder horrender Dinge. Von Elizabeth de la Vega.

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04. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Irak steht vor der Spaltung

Irak nähert sich mit wachsender Geschwindigkeit dem Chaos. Die Militärs in Washington wissen dies. Doch die USA haben laut einer Analyse von “Central Command”, der obersten militärischen Instanz der USA, “keine Kraft, um die blutige konfessionelle Gewalt, den wachenden Einfluss Irans in der gesamten Region, die mögliche Ausbreitung dieses Konflikts auf arabische Nachbarstaaten, den möglichen Aufstieg des antiamerikanischen Klerikers Muktada al-Sadr zur Macht und die Destabilisierung über den Irak hinaus aufzuhalten”. Von Karl Grobe.

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28. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Zerfallsprozesse im Irak

Der irakische Staat ähnelt einer Figur aus “Alice im Wunderland”, der Cheshire-Katze auf dem Baum. Die verschwindet allmählich, bis nur ihr Grinsen übrig bleibt. Der gut achtzig Jahre alte Einheitsstaat war ein Produkt spätkolonialer Grenzziehungen nach dem Ersten Weltkrieg, fast immer in seiner Geschichte von den - westlichen - Idealen moderner Staatlichkeit recht weit entfernt, aber lebensfähig und bis in die Diktatur-Zeit Saddam Husseins hinein wirtschaftlich dynamisch und kulturell entwickelt. Die Form gibt es noch. Der Inhalt verfliegt. Von Karl Grobe.

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27. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
USA: Kurs halten

Präsident Bush reaktiviert James Baker und erweckt den Eindruck, im Irak sei eine Niederlage noch abzuwenden. Von Konrad Ege.

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11. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Reise in eine irakische ‘Taliban-Republik’

Überall in den ländlichen Provinzen des Irak herrscht Bürgerkrieg. Die Diyala-Provinz steht inzwischen überwiegend unter der Kontrolle sunnitischer Aufständischer. Führer vor Ort glauben, dass die Aufständischen kurz davor sind, eine “Taliban-Republik” zu errichten. Oberstleutnant Ahmed Ahmed Nuri Hassan, Kommandeur der dortigen Bundespolizei, sagt: “Jetzt haben wir einen ethnischen Bürgerkrieg, und der wird mit jedem Tag schlimmer”. Von Patrick Cockburn.

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05. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Schwer verkalkuliert

Der kürzlich freigegebene US-Geheimdienstbericht mit der Kernaussage, dass der Irak-Krieg die Terror-Bedrohung verschärfe und eine neue Generation von “terroristischen Führern” hervorbringe, und darauf folgende Reaktionen auf diese “sensationellen” Erkenntnisse, bekräftigen schlimme Befürchtungen: In Washington ticken die Uhren anders. Die gemeinsame Analyse von 16 (!) US-Geheimdiensten im so genannten National Intelligence Estimate (NIE) ist nämlich so überraschend und schockierend wie die Einsicht eines Kleinkindes, dass Wasser nass macht. Von Konrad Ege.

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18. September 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Terrorismus: Krieg ist nicht die Lösung

Aus den jüngsten Erfahrungen Amerikas und Israels im Nahen und Mittleren Osten sollte man eine wichtige Lektion lernen: Militärische Großangriffe - die zwangsläufig keine Unterschiede machen -, sind nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch nutzlos im Sinne der von den Akteuren postulierten Ziele. Von Howard Zinn.

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16. September 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Senats-Report: Es gab keine Verbindungen zwischen Al Kaida und Saddam Hussein

Saddam Hussein hatte vor dem Irakkrieg keine Beziehungen zu Al Kaida oder zu deren mittlerweile getötetem Vertreter Abu Musab al-Zarqawi. So steht es in einem aktuellen Bericht des US-Senats. Der Bericht widerspricht wiederholten anderslautenden Behauptungen von Präsident George W. Bush. Von Stephen Collinson.

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27. Juli 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Kampf um Bagdad

Die Bitte hat George W. Bush seinem Besucher aus Bagdad erfüllt: Es werden zusätzliche US-Truppen in die irakische Hauptstadt verlegt, um - wie ernsthaft beteuert wird - der irakischen Armee beim Kampf gegen die eskalierende Gewalt beizustehen. Ob das dem US-Präsidenten bei der Kampagne für die Zwischenwahlen im November hilft, konnte Premier Nuri al-Maliki kaum interessieren; seine Lage ist annähernd verzweifelt. Von Karl Grobe.

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09. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Der Bürgerkrieg hat viele Väter

Der sunnitische Terror in Irak speist sich aus vielen Quellen. Dass er mit der Tötung des Extremisten Abu Mussab al-Sarkawi zum Erliegen kommt, ist daher kaum anzunehmen. Von Karl Grobe.

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09. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Tod eines Terroristen

Diesmal scheinen die Fakten klar und eindeutig. Der tote Abu Mussab al-Sarkawi ist von den Koalitionstruppen identifiziert worden: Fingerabdrücke, Gesichtsvergleich, das Vorhandensein bekannter Narben. So hat es General George W. Casey jr. am Donnerstag in Bagdad mitgeteilt. Woher die zum Vergleich herangezogenen Fingerabdrücke stammen und was es mit den "bekannten Narben" auf sich hat, sagte er nicht; die geheimen Dienste hatten ja auch schon mal verbreitet, dem Jordanier sei einst ein Bein amputiert worden. Es war eine der vielen falschen Informationen aus angeblich totsicherer, aber unnennbarer Quelle. Von Karl Grobe.

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02. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Reumütige Wiederholungstäter

USA: Je prekärer die Lage im Irak, desto inständiger wird die Erinnerung an den "Kampf gegen den Kommunismus" beschworen. Von Konrad Ege.

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02. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Warum wir hier sind

Am 18. März reagierte Senatorin Dianne Feinstein im nationalen Radio auf Präsident Bush. Beim Thema Irakkrieg warf sie ihm "Inkompetenz" vor. Was aber wäre der kompetente Weg, den Krieg im Irak zu führen? Wie schafft man es kompetent, Megabomben auf zivile Viertel zu werfen, wie verwendet man Cluster-Munition kompetent - Munition, die die Körper von Kindern schreddert? Wie holt man Hunderttausende kompetent aus ihrer Heimat und verfrachtet sie in ein Land, wo sie - aufgrund von Lügen - töten und sterben sollen? Von Norman Solomon.

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20. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iraks Zerfall

Politische Gesundbeter in gewissen US-Kreisen scheinen Karl Mays letzte Worte für ihre Irak-Betrachtungen zu kopieren: "Sieg! Sieg! Ich sehe alles rosenrot." Drei Jahre nach dem Überfall, den das Völkerrecht nicht gedeckt hat, gehört ein Maß an Fantasie zu ihrem demagogischen Handwerkszeug, das dem Altmeister deutscher Abenteuerliteratur Ehre gemacht hätte. Nichts ist rosenrot. Blutrot ist der alles deckende Farbton. Von Karl Grobe.

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16. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die deutsche Beteiligung am Irak-Krieg Auch rückblickend gesehen war es gut, Schröder und Fischer 2002 ihren neuen “Antikriegskurs” nicht geglaubt zu haben; und es war richtig, auf die deutsche Unterstützung des Irak-Krieges hinzuweisen. Der Friedenskanzler war in Wirklichkeit ein Kriegskanzler. Jetzt steht Deutschland davor, sich am nächsten Krieg - einem Angriff auf den Iran - zu beteiligen. Es gilt alles zu tun, um dies zu verhindern. Von Tobias Pflüger. (mehr...)
02. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Tod ist Leben, Niederlage Sieg In Bezug auf den Mittleren Osten “überarbeitet” so ziemlich jeder die Geschichte. Dennoch hat es wohl noch nie eine US-Administration gegeben, die so bewusst unredlich und rücksichtslos Tragödie zu Erfolg, Niederlage zu Sieg und Tod zu Leben umdeklariert hat. Dabei fühle ich mich weniger an Vietnam erinnert, vielmehr an jene französischen und britischen Kommandeure im Ersten Weltkrieg, die immer wieder die Lügenmär vom möglichen Militärsieg über den deutschen Kaiser verbreiteten, während sie Hunderttausende ihrer Männer durch das Schlachthaus Somme, Verdun und Gallipoli trieben. Im Unterschied dazu treiben wir heute Hunderttausende Araber durch das Schlachthaus - es interessiert uns nicht einmal. Von Robert Fisk. (mehr...)
25. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Im Chaos Seit Saddam Husseins staatsterroristische Diktatur fiel, sammeln sich in Irak diejenigen Kräfte, die sich der Ausbreitung des Terrors verschrieben haben. Dabei verspürten die USA Saddam Hussein gegenüber keinerlei Berührungsangst solange er sich gegen Iran instrumentalisieren ließ. Kontaktscheu gegenüber nützlichen Diktatoren war niemals Kennzeichen ihrer Realpolitik. Die Chance, sich den Diktator nochmals für eine staatliche Stabilisierung der Region nützlich zu machen, haben die Sieger von 1991 verschmäht; danach bestand sie nicht mehr. Nach dem zweiten Sieg von 2003 zerlegte die Besatzung die irakische Nation in ethno-religiöse Bestandteile. Diese ist eine Ursache der Destabilisierung. Zwei Kommentare von Karl Grobe. (mehr...)
25. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Schwache Sicherheitskräfte richten gegen Aufständische wenig aus Irak bleibt unsicher. Der Widerstand gegen die Besatzung und die Bagdader Regierung ist uneins, aber aktiv. Die Bagdader Polizei- und Armeekräfte sind kaum ausgebildet und politisch gespalten. Von Karl Grobe. (mehr...)
17. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Kriegsbilder - wie Medienfotos verschleiern anstatt zu informieren An einem Tag in der zweiten Novemberwoche 2004 sahen Millionen Amerikaner das Foto: ein verschmiertes Gesicht, die Augen klar hervorscheinend. Es war das Gesicht von Blake Miller. Er wirkt darauf resolut und entschlossen. Eine lange Zigarette baumelt zwischen seinen Lippen. Rauchwölkchen scheinen von ihr aufzusteigen. Das Foto entstand, als sich die Marines ihren Weg nach Falludscha freikämpften. Die amerikanischen Nachrichtenblätter rissen sich frenetisch um das Bild. Blake Miller war erst 20 Jahre alt, als er plötzlich zu einem berühmten Archetypus wurde. Von Norman Solomon. (mehr...)
12. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Der angebliche Friedenskanzler ist in Wirklichkeit ein Kriegskanzler Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat den USA aktive Unterstützung vor Ort im Krieg gegen den Irak geleistet. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass die Irakkriegsteilnahme eine “politische Entscheidung” der rot-grünen Bundesregierung gewesen sei. Der angebliche Friedenskanzler ist in Wirklichkeit ein Kriegskanzler gewesen: NATO-Angriffskrieg auf Jugoslawien, nicht endender so genannter Anti-Terror-Krieg mit Angriffen auf Afghanistan und nun die direkte Teilnahme am Irakkrieg. Mit dieser Kriegspolitik muss endlich Schluss sein! Von Tobias Pflüger. (mehr...)
10. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Revolution der Nachrichten hat begonnen Der Aufstand gegen “versklavtes Wissen” hat begonnen. Millionen von Menschen haben sich in ihrem Bemühen, die gefährliche Welt, in der wir leben, zu verstehen, von den herkömmlichen Nachrichten- und Informationsquellen ab- und dem Internet zugewandt in der Überzeugung, dass der vorherrschende Journalismus die Stimme der zügellosen Macht ist. Der große Irak-Skandal hat dies beschleunigt. In den USA haben mehrere etablierte Radiojournalisten zugegeben, dass die Invasion vielleicht nicht stattgefunden hätte, wenn sie die Lügen, die über die Massenvernichtungswaffen im Irak verbreitet wurden, beim Namen genannt und enttarnt hätten, anstatt sie zu verstärken und zu rechtfertigen. Von John Pilger. (mehr...)
09. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Nach der Wahl im Irak Im vergangenen Monat nannte US-Präsident Bush die Wahlen im Irak einen “großen Meilenstein auf dem Marsch zur Demokratie”. Ein Meilenstein ist die Wahl in der Tat, allerdings nicht die Art von Meilenstein, die man in Washington begrüßt. Werfen wir einen Blick zurück und vergessen wir einmal die Standarderklärungen von Regierungschefs, die von guten Absichten reden. Als Bush und der britische Premierminister Tony Blair in den Irak einmarschiert sind, lautete ihr Vorwand, die ständig wiederholte “einzige Frage”: Wird der Irak seine Massenvernichtungswaffen eliminieren? Von Noam Chomsky. (mehr...)
07. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Geschichte zweier Sümpfe Bush ist mehr oder weniger ein Symbol. Aber die Menschen um ihn herum bilden die gefährlichste Regierung in der Geschichte Amerikas. Sie treiben die Welt auf ihre Zerstörung zu. Die Welt heute sieht sich zwei Hauptbedrohungen gegenüber, die zur Ausrottung der menschlichen Spezies führen könnten: einerseits ein möglicher Atomkrieg, eine Umweltkatastrophe andererseits. In beiden Feldern ist sie die US-Regierung auf Zerstörungskurs. Noam Chomsky im Interview mit Michael Hastings. (mehr...)
06. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Terror aller gegen alle Achtzig Tote in 24 Stunden - die terroristische Eskalation in Irak lässt sich in diesen ersten wenigen Tagen des Jahre 2006 gar nicht mehr übersehen. Wer da einen kraftvoll sich entfaltenden politischen Prozess zu erkennen glaubt und auf die Marginalisierung seiner Gegner schließt, irrt tragisch und gründlich. George W. Bush und Richard Cheney, Präsident und Vizepräsident der USA, klammern sich aber weiterhin an die falsche Diagnose. Sie gaukeln der Öffentlichkeit eine heiler werdende Welt an Euphrat und Tigris vor, wie sie derselben Öffentlichkeit vor gerade drei Jahren angebliche Massentötungswaffen vorgegaukelt haben. Von Karl Grobe. (mehr...)
20. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Irakische Täuschungen George W. Bush hat einen Verbündeten im Kampf gegen den Terror entdeckt, noch dazu einen, der von Tag zu Tag stärker werde. Er meint Irak. Hätte er sich nicht längst als Meister der Täuschung erwiesen, Selbsttäuschung eingeschlossen - hier wäre die Bewerbung um den Titel. Der Urheber des Irak-Kriegs, im Zivilberuf Präsident der USA, sieht gewiss nicht mehr alles rosenrot; die Annäherungen an die Realitäten im Zweistromland, die sich jetzt etwas häufiger in seinen Reden finden, lassen die Selbsttäuschung aber deutlicher werden. Von Karl Grobe. (mehr...)
18. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Ohne Schutz In vielen Regionen des Iraks fehlt jede Form von Existenzsicherheit. und aus dem versprochenen Paradies ist die Vorhölle geworden, in der keine internationale Regel zur Zivilisierung militärischer Konflikte mehr gilt. Die deutsche Archäologin Susanne Osthoff ist Opfer dieser Verhältnisse geworden. Ihre Entführung macht erneut deutlich, dass es weder für Einzelne noch für Organisationen, die sich zwischen den Fronten bewegen, einen Schutz gibt. Geradezu erschütternd ist die Gleichgültigkeit, wenn nicht Ablehnung gegenüber Susanne Osthoff in den Leserbriefspalten, Kommentaren und Internetforen. Von Katja Maurer. (mehr...)
11. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Neblig bei klarer Sicht - wie die US-Medien die Berichterstattung über den Luftkrieg im Irak scheuen Die US-Regierung führt einen Luftkrieg im Irak. “In den letzten Monaten scheint sich das Tempo des US-Bombardements verstärkt zu haben”, schreibt Seymour Hersh in The New Yorker vom 5. Dezember. “Die meisten Ziele liegen offensichtlich in den feindlichen, überwiegend sunnitischen Provinzen um Bagdad und an der syrischen Grenze”. Hersh: “Bis heute hat zu diesem Luftkrieg weder im Kongress noch in der Öffentlichkeit eine ernsthafte Debatte oder Diskussion stattgefunden”. Ein wichtiger Grund hierfür: Wenn es um die Dimension des Pentagon-Luftbombardements im Irak geht, stecken die großen US-Nachrichtenblätter den Kopf in den Sand. Von Norman Solomon. (mehr...)
06. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Atemberaubende Aussichten Von 80 bekannten Ölfeldern des Irak sollen 63 für einen Zeitraum von bis zu 40 Jahren de facto privatisiert werden. Über entsprechende Verträge verhandeln unter anderem BP und Chevron, unterstützt durch die Regierungen Großbritanniens und der USA. Dies ergaben Recherchen dreier britischer NGO, die gerade in einer Studie veröffentlicht wurden. Harald Neuber im Gespräch mit dem britischen Wirtschaftsforscher Greg Muttitt über den drohenden Ausverkauf irakischen Erdöls über Jahrzehnte hinweg. (mehr...)
02. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wege aus Irak George W. Bush, Präsident der USA und oberster militärischer Befehlshaber, hat am Mittwoch nicht einen Friedensplan für Irak verkündet. Er hat vielmehr die Kampagne für die Zwischenwahlen im November nächsten Jahres eröffnet. Solche Wahlen sind lästig. Das Desaster in Irak, das die Neokonservativen zu verantworten haben, könnte das Abstimmungsverhalten der Bürger entscheiden. Das will Bush verhindern. Nichts anderes interessiert ihn, nicht die katastrophale Lage der dortigen Bevölkerung, nicht die Zerstörung der Ansätze zur posttotalitären Zivilgesellschaft, nicht die Folterpraktiken und nicht der Einsatz von Waffen, die international geächtet sind und deren Anwendung Kriegsverbrechen sein könnte. Von Karl Grobe. (mehr...)
02. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Vier Mitarbeiter von ‘Christian Peacemaker Team’ (CPT) im Irak entführt CTP hat mitgeholfen, das Medieninteresse auf irakische Dörfer und Städte zu lenken, die Opfer von Kollektivbestrafungen durch das US-Militär wurden. Ich habe im Irak kein einziges CPT-Mitglied getroffen, der/die sich nicht zur Gewaltlosigkeit bekannt hätte oder der/die sich nicht verpflichtet fühlte, als Augenzeuge die Wahrheit zu offenbaren - über die Besatzung und die Kriegsgräuel. Was die jetzt Entführten angeht: Die Entführer werfen ihnen vor, Spione und Missionare zu sein. Das ist einfach nicht wahr. Wenn es im heutigen Irak eine Gruppe gibt, die sich unermüdlich dafür einsetzt, dass das Leiden der Iraker endet, dann CPT. Von Dahr Jamail. (mehr...)
26. November 2005 | Waffen
Weißer Phosphor ist höllisch In den USA melden sich Vertreter der politischen Elite immer häufiger zu Wort. Sie kritisieren, wie Präsident George W. Bush Krieg führt gegen die Terroristen im Irak und im Rest der Welt. Es fällt sogar das Wort “Truppenabzug”. Der Einsatz der international geächteten (wenn auch nicht grundsätzlich verbotenen) Phosphorwaffen bringt wohl auch zu Tage, wie schwer es den rund 150.000 US-Soldaten und Soldatinnen im Irak fällt, den Widerstand unter Kontrolle zu bringen. Auf dieses Versagen konzentriert sich die wachsende Kritik in den USA: Bushs Strategie funktioniere nicht. Von Konrad Ege. (mehr...)
24. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Der Weg raus aus dem Irak Während die Lügen hinter dem Irakkrieg immer offensichtlicher werden und der Sieg in immer weitere Ferne rückt, dreht sich in den USA der Protest gegen den Krieg schwerpunktmäßig um die toten und leidenden US-Soldaten. Diese Fokussierung ist innenpolitisch ein scharfes Schwert - aber eben auch ein zweischneidiges. Man gibt die Definition aus, der Krieg sei in erster Linie zu bedauern, weil Amerikaner leiden. Eine mögliche Gefahr: Ein Prozess des Truppen-Teilabzugs wird eingeleitet werden, bei gleichzeitiger Steigerung der US-Airpower. Von Norman Solomon. (mehr...)
23. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
US-Armee hungert Zivilbevölkerung im Irak aus Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, bleibt dabei: “Im Irak haben die USA und Großbritannien gegen das Recht der Bevölkerung auf Lebensmittel und Wasser und damit gegen internationales Recht verstoßen”, sagte er im Gespräch mit der alternativen Nachrichtenagentur IPS. Jetzt hofft Ziegler, dass die UN-Vollversammlung sich seiner Kritik anschließt und die Taktik einiger UN-Mitgliedsstaaten verurteilt, die die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser als strategische Waffe missbrauchen. In dem inzwischen vorliegenden Entwurf einer entsprechenden Erklärung sieht er ein “gutes Zeichen.” Von Eulàlia Iglesias. (mehr...)
22. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Lasst uns nicht warten! Niemand kann verkennen, welche Kraft uns allen aus der im Busboykott von Montgomery hervorgegangenen Bürgerrechtsbewegung erwachsen ist und wie die gesamte Nation dadurch wie elektrisiert war. Im Gedenken an den 50. Jahrestag der Verhaftung von Rosa Parks ruft jetzt für Donnerstag, den 1. Dezember 2005, ein großes Bündnis von Organisationen, Gewerkschaften und Aktivisten zu einem landesweiten Streik auf, um die sofortige Beendigung des Irak-Krieges zu fordern. Von Mumia Abu-Jamal. (mehr...)
21. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die betrogenen Mütter Amerikas Sue verlor ihren Sohn Seth am 3. Februar 2004. Er war nahe Iskanderiya, südlich von Bagdad, auf der Suche nach “improvisierten Explosivvorrichtungen” (die berüchtigten IED). IEDs sind jene Straßenrandbomben, die bereits Hunderten von Amerikanern das Leben gekostet haben. Plötzlich ging neben Seth eine versteckte Bombe hoch. “Er wurde nicht getötet, er wurde ermordet - von der amerikanischen Regierung. Er war da draußen und suchte nach IEDs. Er fand so ein Ding, stoppte seinen Konvoi - und flog in die Luft. Für mich war das ein Selbstmordkommando”. Von Robert Fisk. (mehr...)
19. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Pentagon lobt Nutzen von “Willy Pete” Nach anfänglichem Leugnen musste das Pentagon inzwischen zugeben, dass amerikanische Truppen bei einer Großoffensive im irakischen Falludscha vor einem Jahr Phosphorgranaten eingesetzt haben. Danach gestand auch die britische Regierung die Anwendung von weißem Phosphor in Irak ein. Zunächst wurde allerdings versucht, diese völkerrechtswidrigen Waffeneinsätze zu verharmlosen. Von Wolfgang Kötter. (mehr...)
19. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Fallujah, Vietnam Amerikanische Soldaten haben im Irak Brandbomben eingesetzt. In einem blutigen Krieg ist das auf den ersten Blick eine eher banale Meldung. Trotzdem hat sie dieser Tage einen weltweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst und die amerikanische Regierung zu einer weiteren Kriegslüge verleitet. Von Jan van Aken. (mehr...)
24. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Sie sind keine Zahlen Unsere jungen Leute sind keineswegs nur Zahlen. Sie liegen in frühen Gräbern, weil es diese Verbrecher gibt - Leute, die ins Gefängnis gehören, Leute, die einen schönen Batzen an dieser inoffiziellen Sauerei im Irak verdienen. Die Iraker sind noch nicht einmal Zahlen. Wenn man ihre Toten überhaupt zählt, sie nicht vergisst, dann landen selbst Frauen und Kinder häufig in der falschen Statistik - aufgelistet unter “Aufständische”. Aber wenn Zahlen nötig sind, um Amerika wachzurütteln, dann sei an die Worte von Dr. Death (Donny Rumsfeld) und Mrs. Death (Condi Rice) erinnert, die sagten, die Besatzung könne noch mindestens 12 Jahre dauern. Welche Zahl wäre für Sie okay? Für mich war eine schon zuviel. Von Cindy Sheehan. (mehr...)
22. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Von der Hölle ins Paradies Irakreise: 3.-13. August 2005. Im August machte die Wiener Ärztin gemeinsam mit einem anderen Mitarbeiter des Projektes “Aladins Wunderlampe - Hilfe für krebskranke Kinder in Basra” wieder eine Reise in den Irak. Das kleine kleine medizinisch-technische Team überbrachte Medikamente im Wert von Euro 170.000, zur Verfügung gestellt von Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland sowie dem Deutschen Auswärtigen Amt. Die Medikamente sind unversehrt angekommen und konnten an das Spitalspersonal übergeben werden. Damit ist der Bedarf für die krebskranken Kinder bis zum Februar 2006 gedeckt. Im Irak treffen sie aber auf insgesamt katastrophale Verhältnisse. Eine “Hölle” im Vergleich zum “Paradies” in Westeuropa. Ein Reisebericht von Dr. Eva-Maria Hobiger. (mehr...)
21. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Eine Gleichung, die Sand in Blut verwandelt Im Folgenden dokumentieren wir ein Gespräch mit dem britischen Autor Robert Fisk, das die Wochenzeitung “Freitag” geführt hat. Robert Fisk ist einer der profiliertesten Journalisten der britischen Zeitung “The Independent” und berichtet seit vielen Jahren aus dem Nahen Osten. Fisk äußert sich über den Irak vor dem Verfassungsreferendum, den Saddam-Prozess und die Frage, weshalb Gerechtigkeit wichtiger als Demokratie sein kann. (mehr...)
19. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Ins Ungewisse Vor der Invasion der USA hat es in Irak al Qaeda ebenso wenig gegeben wie Massentötungswaffen. Der Terrorismus ist nach den Zerstörungen anderer Art, die Irak vorher erduldet hat, das jüngste und wohl höchste Hindernis auf dem Wiederaufbau-Weg. Mit diesem Erbe, das es nicht haben wollte und gegen das es sich mit unzureichenden und oft sehr falschen Mitteln wehrt, muss Iraks Volk künftig leben. Die Verfassung würde ihm dabei nur unzureichend helfen, selbst wenn sie gründlicher formuliert und von einer größeren Mehrheit verabschiedet worden wäre. Sie weist die Richtung, in die der nächste Schritt gehen soll. Er führt ins Ungewisse. Von Karl Grobe. (mehr...)
17. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Was steht Samira bei ihrer Rückkehr bevor? Die Aussichten für den Irak? Da gibt es mehrere Möglichkeiten - und alle sind schlecht. Vielleicht ein Auseinanderbrechen des Staates; vielleicht ein Bürgerkrieg; sicherlich ein wachsender blutiger Aufstand. Überhaupt keine Chance für ein neues prosperierendes, demokratisches multikulturelles Land. Was steht Samira bei ihrer Rückkehr bevor? Von Uri Avnery. (mehr...)
04. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Reuters-Chef Schlesinger: US-Streitkräfte im Irak “außer Kontrolle” Die Nachrichtenagentur Reuters gegenüber der US-Regierung: Die US-Kräfte im Irak geraten gegenüber Journalisten zunehmend “außer Kontrolle”. Außerdem würde verhindert, dass die Öffentlichkeit ein vollständiges Bild des Krieges bekomme. Journalisten würden verhaftet oder aus Versehen erschossen, was zu einer Einengung des journalistischen Spielraums führe, so David Schlesinger, der Reuters-Weltredakteur (global managing editor), in einem Brief an US-Senator John Warner, Vorsitzender des ‘Armed Services Comittee’. Von Julia Day. (mehr...)
29. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Der Dissens nimmt zu - aber auch die Zensur In den Straßen von Washington DC drängten sich an diesem Wochenende rund eine Viertelmillion Menschen - derweil sich Mr. Bush bemüßigt sah, das Hauptquartier des US Northern Command in Colorado Springs zu besuchen. Veteranen des aktuellen Irak-Debakels und Dutzende Soldaten-Angehörige (military families) verstärkten die langen Reihen derer, die gegen die Bush-Junta demonstrieren und ihrem Dissens Ausdruck verleihen wollten. Es gab an diesem Wochenende noch andere Veranstaltungen zum Irak, und in Colorado hatte Bush seinen Fotoauftritt. Von Dahr Jamail. (mehr...)
28. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die Logik kolonialer Herrschaft Inzwischen herrscht nahezu Universalkonsens: Die westliche Besatzung des Irak hat sich zum absoluten Desaster entwickelt - erstens, für das irakische Volk und zweitens für die Soldaten, die von schurkischen Politikern in ein fremdes Land geschickt wurden, um dort zu sterben. Die Sprache des Betrugs, die Bush, Blair und unterschiedliche neocon Rechtfertiger und neoliberale Apologisten verwendeten, um den Krieg zu rechtfertigen, hat alle Glaubwürdigkeit verloren. Trotz eingebetteter Journalisten und Nonstop-Propaganda - die blutigen Bilder lassen sich nicht verdrängen: Die einzig wirkliche Lösung wäre der sofortige Abzug aller ausländischen Soldaten. Von Tariq Ali. (mehr...)
21. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wähler im Krieg gefangen Das Leben im Irak ist noch immer die Hölle auf Erden. In den Straßen von Khadamiya (Bagdad) floss gestern das Blut. Ein horrendes Autobombenattentat kostete 112 Menschen das Leben. In Khadamiya leben vorwiegend Schiiten. Auch hier wieder Solidaritätsbekundungen von Sunniten des nahegelegenen Adhamiya-Viertels. Die Bewohner Adhamiyas kamen aus ihren Häusern, um ihren Brüdern und Schwestern auf der anderen Flussseite zu Hilfe zu eilen. Von Dahr Jamail. (mehr...)
30. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wir haben uns schnell mit den Bomben und den Toten im Irak abgefunden Ich stand an der Bushaltestelle an-Nahda in Bagdad, nachdem dort letzte Woche eine Bombe 43 Zivilisten in Stücke gerissen hatte. Diese Menschen waren nicht weniger unschuldig wie die Londoner und ihr Leben auch nicht weniger wert. Mir wird klar, dass wir viel zu vieles einfach hinnehmen. Es ist Tatsache, dass jene 43 Iraker noch am Leben (und nicht von drei Bomben pulverisiert worden) wären, hätten “wir” 2003 keine Irak-Invasion gestartet. Ebenso ist es eine Tatsache, dass ohne die Irak-Invasion am 7. Juli in London keine Bomben explodiert wären (ich ignoriere Lord Blairs Geschwätz von den “üblen Ideologien”). Und in diesem Falle hätte der neue Papst den deutschen Muslimen letzte Woche auch keine Moralpredigt über “Terrorismus” gehalten. Von Robert Fisk. (mehr...)
23. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Was bedeutet, Demokratie im Nahen/Mittleren Osten? Was immer der Westen darunter versteht Seit einer Woche befahre ich die Straßen Bagdads - gefährliche, stinkende Straßen, heiß wie ein Backofen, Straßen, auf denen es zunehmend von Aufständischen und deren Informanten wimmelt beziehungsweise von amerikanischen Soldaten, die verschreckt über Verkehrsinseln preschen. Wenn wir den Amerikanern näher als 50 m rücken, zielen sie mit ihren Waffen auf jeden von uns. Auftritt Condoleezza Rice: Dies alles sei Teil der “Straße zur Demokratie”, auf der der Mittlere Osten nun wandle. Von Robert Fisk. (mehr...)
23. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Themenpark Tod George Bush pries jene geldgierigen, sektiererischen Politiker des Irak, die völlig unfähig sind, sie hätten sich heroische Verdienste um die “Demokratie” erworben. Zur selben Zeit werden Menschen entführt, manche werden auch ermordet. Dann steht mir, dem Mann aus dem Westen, ein besonders schwerer Gang bevor - ich muss in die Familien und mein Beileid aussprechen. Ich, der Westler, betrete das Heim von Menschen, die dem Westen die Schuld für das Chaos geben, dem ihre Angehörigen zum Opfer fielen, um ihnen mein Beileid auszusprechen. Mein Freund hat überlebt - knapp. Von Robert Fisk. (mehr...)
19. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Verbundenheit und Entwicklung - Die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen Menschen haben sich in der St. Andrews Presbyterian Church in Austin, Texas am 14. August 2005 zu einem interkonfessionellen Gottesdienst versammelt, weil sie sich durch Cindy Sheehans Mut herausfordert fühlen. Wie sie mit dem elementaren Verlust ringt, den sie durch den Tod ihres Sohnes im Irakkrieg erlitten hat, ist Anlass für die Anwesenden, sich erneut dem Frieden zu verpflichten sowie Aktionen, die notwendig sind, um Frieden in der Welt zu schaffen. Von Robert Jensen. (mehr...)
15. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Siegen die USA? Ein Autobombenwrack, in dem sieben Amerikaner starben, liegt an der Ecke der Straße, daneben ein Schaufensterladen für Telefonzubehör. Der Besitzer hatte Bilder von Saddam auf einem Esel reitend auf seinen Mobiltelefonen. Vor drei Tagen wurde er erschossen. Es war heiß, als wir gestern aus Bagdads Stadtteil al-Jamia abfuhren. Al-Jamia - Ort der Aufständischen und der Amerikaner, Ort der Rache und der Trauer. Ich starre auf das verkohlte Autowrack, das noch immer an der Straße liegt, und mir wird klar, dass es ein kleines Widerstandssymbol ist. Wie, so frage ich mich wieder einmal, wollen die Amerikaner hier je siegen? Von Robert Fisk. (mehr...)
14. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wehre dich Was passierte diese Woche in Crawford, vor der Bannmeile jenes Weißen Hauses im Rancho-Stil? Nichts anderes, als dass gefordert wurde, das öffentliche Leben wieder realitätsbezogener zu machen. Cindy Sheehan ist die Frau, die das Drehbuch zum falschen Schattenspiel der Medien durcheinander brachte. Auch andere Angehörige der ultimativ Geopferten (Soldaten) sind nach Texas gepilgert, um an einem heißen, ausgedörrten Straßenrain Mahnwache zu halten. Jetzt sind sie Objekte eines enormen Medieninteresses, denn nur wenige Meilen entfernt genießt Präsident Bush seine Ferien. Von Norman Solomon. (mehr...)
29. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Das sind die Bomben von Tony Blair Genau 14 Tage nach den Anschlägen auf das Londoner Nahverkehrssystem am 7. Juli sind vor Wochenfrist erneut vier Sprengsätze gelegt worden. Die Stadt ist alarmiert und in einem Zustand der Verunsicherung wie selten zuvor, seit auch Stimmen - bis hin zu Oberbürgermeister Ken Livingstone - lauter werden, die den Zusammenhang mit der britischen Truppenpräsenz im Irak nicht länger ignorieren wollen. Von John Pilger. (mehr...)
23. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
General Westmorelands letzter Wunsch und der Krieg im Irak Am Montag starb General William Westmoreland. Die Titelseiten der Medien betonen vor allem sein Scheitern als US-Kommandeur in Vietnam. Im Allgemeinen wird von der Presse der Vorwurf erhoben, er sei ein großer Verlierer, ein ‘big loser’, gewesen - und nicht etwa, dass Westmoreland ein Massenmörder war. Von 1964 bis 1968 befehligte General William Westmoreland eine US-Militärmaschinerie, die systematisch vietnamesische Menschen ermordete. Von Norman Solomon. (mehr...)
22. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Staatsterrorismus löst Gewalt in der Welt aus SERVICIO PAZ Y JUSTICIA (SERPAJ) und ihr Sprecher Adolfo Pérez Esquivel (Argentinien) verurteilen die Attentate von London sowie den Staatsterror und die Kriege. In einer Erklärung heißt es, dass mit allem Nachdruck jede Art des Terrorismus angeklagt und zurückgewiesen wird, von wo er auch kommen möge. (mehr...)
22. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Irak ohne Souveränität Der irakische Verfassungs-Express ist aufs Abstellgleis geraten. Der ehrgeizige Plan, bis zum 15. August in nur zwei Monaten ein neues Grundgesetz zu schreiben, lässt sich wahrscheinlich nicht erfüllen. So erscheint Irak derzeit als noch nicht wieder staatliches Gebilde, als Land ohne Souveränität. Die sich anbahnende Zusammenarbeit mit Iran - Washingtons Albtraum - ist der Schlussstein: Die Intervention hat eine nahezu anarchische Situation geschaffen, die der Welt gefährlich werden könnte. Von Karl Grobe. (mehr...)
16. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Mission Accomplished: Der Irak wurde gebrochen Einige US-Senatoren rufen dazu auf, im Irak “Kurs zu halten” und Verantwortung zu beweisen, indem noch mehr US-Soldaten, mit noch mehr Feuerkraft über den Teich geschickt werden. Es wäre ein moralischer, verantwortungsvoller Akt der Schadensbegrenzung, wenn die Präsenz des US-Militärs im Irak beseitigt würde. Von Saul Landau. (mehr...)
13. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Ruf nach Rückzug Iraks Regierungschef schlägt den Rückzug der US-Truppen und anderer Koalitionseinheiten aus gewissen Städten vor; er hält die neue landeseigene Armee für fähig, dort allein für Sicherheit zu sorgen. Die Washingtoner Militärs sind anscheinend nicht so optimistisch; einen am Montag fällig gewesenen Bericht an den Kongress über den Machttransfer und die künftige Stärke der US-Verbände muss das Pentagon noch fertig stellen. Von Karl Grobe. (mehr...)
10. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bombardiert wurde die Allianz Blairs mit Bush “Wenn ihr unsere Städte bombardiert, werden wir eure bombardieren”, sprach Osama bin Laden kürzlich auf einem Video. Es war seit Premierminister Tony Blairs Entscheidung sich Präsident Bushs “Krieg gegen den Terror” und seiner Invasion des Iraks anzuschließen klar, daß Großbritannien ein Angriffsziel sein werde. Wir wurden, wie sie sagten, gewarnt. Der G-8 Gipfel war offensichtlich schon lange im Voraus als Angriffstag gewählt worden. Von Robert Fisk. (mehr...)
04. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Imperium in Nöten Vieles läuft nicht so richtig in der zweiten Amtsperiode des US-Präsidenten. Die im Weißen Haus gepflegte alternative Realität, dass im Irak alles gut gehe, kollidiert mit gegenteiligen Aussagen hochrangiger Militärs und einer Studie des Geheimdienstes CIA, wonach der Irak zum Trainingscamp für islamische Extremisten geworden sei. Vizepräsident Cheney erntete Spott, als er vergangene Woche erklärte, der Widerstand im Irak läge in den “letzten Zügen”. Sogar ein paar Republikaner fordern inzwischen einen Zeitplan für einen Truppenabzug. Immer weniger junge Männer und Frauen sind bereit, in den Irak zu gehen. Von Konrad Ege. (mehr...)
01. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Eröffnungsrede von Arundhati Roy zum World Tribunal on Iraq Die ‘Jury des Gewissens’ dieses Tribunals ist nicht dazu da, ein simples Urteil von ‘schuldig’ oder ‘nicht schuldig’ gegen die USA und ihre Alliierten auszusprechen. Wir sind hier, um ein breites Spektrum von Beweisen über die Beweggründe und Konsequenzen der US-Invasion und -Besatzung zu untersuchen, Beweise, die ganz bewusst kleingeredet oder unterdrückt worden sind. Jeder Aspekt des Krieges wird untersucht werden. Dieses Tribunal ist der Versuch, die bisherige Darstellung zu korrigieren. Um die Geschichte des Krieges nicht aus der Sicht des Siegers darzustellen, sondern aus der Sicht des vorübergehend Besiegten. (mehr...)
30. Juni 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Welttribunal zum Irak: Weitere Beweise gegen die USA Auch bei den Anhörungen am letzten Tag des Welttribunals zum Irak am Sonntag sind wieder neue Beweise für amerikanische Kriegsverbrechen gegen internationales Recht aufgetaucht. Das Welttribunal zum Irak (WTI) ist ein “Volksgericht”. Initiiert von Menschenrechtsaktivisten, Intellektuellen und NGOs, soll es die Taten der USA und der übrigen Besatzungsmächte im Irak in unabhängiger Weise bewerten. Seine Inspiration ist das sogenannte “Russell-Tribunal”, das 1967 zum Vietnamkrieg stattfand. Die Jury empfiehlt den “sofortigen und bedingungslosen Abzug sämtlicher Besatzungstruppen”. Von Dahr Jamail. (mehr...)
28. Juni 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Zensur Die amerikanische Regierung übt Druck auf ausländische Regierungen aus, damit sie Nachrichtenzensur üben. Es ist der Gipfel der Unverschämtheit vonseiten der USA, und es erklärt absolut, weshalb so viele Amerikaner - die sich auf das verlassen, was ihnen die Konzernmedien sagen -, immer noch derart desinformiert sind, wenn es um die Vorgänge im Irak geht: Wenn die US-Regierung schon versucht, die Nachrichten im Ausland zu zensieren, was richtet sie erst im eigenen Land an? Von Dahr Jamail. (mehr...)
22. Juni 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Vorschlag zur Wiedereinführung der Wehrpflicht in den USA Wenn Amerikas wichtigster Politguru und Sprecher des mächtigen CFR (Council on Foreign Relations), Tom Friedman, verkündet, es sei Zeit, die Wehrpflicht wiedereinzuführen, sollte man aufhorchen. Ein diesbezüglicher Kommentar Friedmans ist in seiner Kolumne vom 15. Juni erschienen. Darin prophezeit er zum wiederholten Male, der Irakkrieg sei “noch zu gewinnen”, falls “wir es nur richtig anfangen”. Dazu brauche es, so Friedman “die doppelte Anzahl Kampfstiefel vor Ort und eine Verdopplung der diplomatischen Bemühungen, um die Sunniten ins Boot zu holen”. Von Mike Whitney. (mehr...)
14. Juni 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Totalitäre Techniken Noam Chomsky gilt als einer der renommiertesten Sprachwissenschaftler der Gegenwart. Weltweit bekannt wurde er durch seine radikale Kritik der US-Außenpolitik und der Präventivkriegsdoktrin, wie sie von der Bush-Regierung vertreten wird. Im Gespräch mit Markus Euskirchen: Der Linguist und Essayist Noam Chomsky über die Demokratisierung im Irak und die Liebe zu Amerika. (mehr...)
11. Juni 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Abgrund voller Wohltaten Im Irak scheint ein Wettlauf im Gange zwischen den Aufständischen und der am 3. Mai vereidigten Regierung. Reißen die Anschläge nicht ab, ist das vor allem ein Indiz dafür, dass Premier Jaafari mit seinem Kabinett das vorhandene Machtvakuum nicht füllen kann. Der innere Widerstand erhält auch deshalb ungebrochenen Zulauf, weil kein Ende der Besatzung absehbar ist und die sozialen Verhältnisse immer prekärer werden, wie eine UN-Studie unumwunden einschätzt. Die UN-Studie “Iraq Living Conditions Survey 2004” fällt ein vernichtendes Urteil über die Sozialpolitik unter dem Besatzungsregime. Von Steffen Vogel. (mehr...)
27. Mai 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Alltag in Bagdad - aus der Ferne betrachtet Abu Talat telefoniert mit seiner Frau. Dabei kollabiert sie fast, ganz in ihrer Nähe wird geschossen, fallen Bomben. “Was kann ich nur tun?” fragt Abu Talat mich. Er sitzt am Computer nebenan im Internet-Café. “Meine Familie ist in großer Gefahr. Was kann ich tun, um ihnen zu helfen?” Ich starre ihn ratlos an…. habe keine Antwort. Später redet er mit seiner Schwester. Von ihr erfährt er, dass irakische Soldaten in den Häusern ihres Viertels Razzien durchführen. Sie verhaften Männer im “kampffähigen” Alter. Von Dahr Jamail. (mehr...)
22. Mai 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Eine Willkommensparade aus brodelndem Zorn und Blut Die überwiegende Mehrzahl der Menschen im Irak ist heute vehement gegen die andauernde Besatzung. Die Iraker, die ich heute bei der ‘Between the Two Rivers Trucking Company’ (‘Transportunternehmen im Zweistromland’) traf, waren nicht minder wütend über die Okkupation. Es waren Trucker aus Bagdad, aus Baquba, Sadr City, Falludschah, Ramadi und Basra - schiitische und sunnitische Lastwagenfahrer gleichermaßen, die sich im Großraumbüro der Generaldirektion des Unternehmens in Amman trafen. Bei heißem Tee machten sie ihrer Frustration reihum Luft. Von Dahr Jamail. (mehr...)
01. Mai 2005 | Internationales, Militär und Krieg
“Außergewöhnlichste Katastrophe in der modernen Militärgeschichte” Harald Neuber im Gespräch mit Noam Chomsky. Über die Propaganda der Bush-Regierung, die (ausbleibenden) Massenproteste gegen den Irak-Feldzug und die Parallele zum Widerstand gegen den Vietnam-Krieg in den sechziger Jahren. (mehr...)
30. April 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Absurdes Großbritannien: Wie überzeugt man die Leute davon, dass sie eine politische Wahl haben? Man kann die Wahrheit lange verzerren, aber für Millionen anständiger Briten funktioniert diese Verzerrung inzwischen nicht mehr. Am 5. Mai werden die Wähler in den passiven Streik treten - gegen ein korruptes, undemokratisches Regime. Andere stehen unter enormem Druck, die “erfolgreiche” Blair-Regierung zu wählen. Blair wählen heißt aber, ich schreite über die Leichen von mindestens 100.000 Leuten hinweg - das meiste davon unschuldige Frauen, Kinder, Alte. Diese Menschen wurden abgeschlachtet von Truppen die Blair und Bush entsandt haben. Von John Pilger. (mehr...)
08. April 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Leben in Falludschah - ein Interview mit Dahr Jamail Das Leben in Falludschah ist der reinste Horror. Mindestens 65% der Gebäude sind völlig zerbombt, der Rest massiv beschädigt. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und natürlich keine Jobs. Den Leuten, die wieder in die Stadt wollen, werden die Fingerabdrücke genommen, und sie müssen sich die Iris (ihrer Augen) scannen lassen, um einen Personalausweis zu bekommen. Danach gehen sie in die Stadt - um zu sehen, was von ihren Häusern noch übrig ist. Dahr Jamail war 8 Monate als unabhängiger Journalist im Irak - einer der wenigen Reporter, die die US-Streitkräfte nicht “einbetteten”. Er sprach mit Eric Ruder über die Zerstörungen im Irak. (mehr...)
03. April 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Giuliana Sgrena stellt klar Die meisten Medien haben keine Zeit, über jene mehr als 100.000 irakischen Zivilisten zu berichten, die seit der Irakinvasion vor zwei Jahren ihr Leben verloren. Fälle wie jener von Giuliana Sgrena sind eine Chance, der Welt die Realität vor Augen zu führen, die die Iraker Tag für Tag erleben. Inzwischen werden neue Details bekannt, wie Sgrena verletzt bzw. der italienische Offizielle Nicolai Calipari getötet wurde. Von Jeremy Scahill. (mehr...)
23. März 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Unter dem Tuch ein Kopf Augenzeugen aus Faludscha: Noch immer suchen die Menschen nach vermissten Angehörigen, die während der Kämpfe im November 2004 verschwunden sind. Doktor Ibrahim Haded berichtet, was er erlebt hat und kleidet dies oft nur in magere, abstrakte Worte und Zahlen - vorläufige Zahlen, denn auch vier Monate nach der Schlacht um Falludscha hat niemand irgendeinen Überblick. Es gibt nur die Sprache der Ohnmacht und der Bilder, die alle dasselbe sagen: schaut her, schaut her, das ist geschehen. Von Sophia Deeg. (mehr...)
08. März 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Giuliana Sgrena: Meine Wahrheit Freitag war der dramatischste Tag meines Lebens - und seit der Entführung gab es viele dramatische Tage. Kurz zuvor hatte ich mit meinen Entführern geredet. Viele Tage lang versprachen sie mir die Freilassung, folglich verbrachte ich viele Stunden mit Warten. Die wirkliche Bedeutung der Dinge über die sie sprachen, wurde mir erst später klar - Probleme, “im Zusammenhang mit der Übergabe”. Besonders einer ging auf jede meiner Launen ein, jetzt strahlte er unglaublich. Von Giuliana Sgrena. (mehr...)
25. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Harry Belafonte fordert Ermittlungen gegen Rumsfeld Harry Belafonte hat in einem Brief an den Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof, Wolf-Dieter Dietrich, die deutsche Justiz aufgefordert, die Ermittlungen gegen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wegen Kriegsverbrechen wieder aufzunehmen. Am 10. Februar 2005 hatte Generalbundesanwalt Kay Nehm erklärt, seine Behörde werde kein Verfahren einleiten. (mehr...)
22. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bilde eine neue Elite, gib ihr Geld und Waffen Im Kalten Krieg wurden US-Gelder vergleichsweise breit an alle antikommunistischen Kräfte verteilt - heute dagegen wird der Kreis der Empfänger genau definiert. Das Ziel besteht darin, die früheren, eher grobschlächtigen Gewährsmänner von US-Interessen durch neue, in den USA ausgebildete und neoliberal programmierte Gruppen zu ersetzen. Dieser “Demokratieexport” neuen Typs ist in Afghanistan und im Irak bereits praktiziert worden und soll im November Haiti erreichen. Bilde eine neue Elite, gib ihr Geld und Waffen, damit sie eine neue Armee aufstellen und mit ihr das Land für auswärtige Unternehmen öffnen und sichern kann. Von Tariq Ali. (mehr...)
20. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Sie zeigen uns den lila Stinkefinger Viele der kurzsichtigen Wahlbeobachtern glauben, das Volk des Irak sende Amerika endlich die Blumen und Candies, auf die sie so lange warten mussten. In Wirklichkeit zeigen die irakischen Wähler ihnen den (lila) Stinkefinger. Das ist das Ergebnis der Wahl: Eine überwältigende Mehrheit der Iraker ging zur Wahl, um die von Amerika installierte Regierung Iyad Allawi rauszuwerfen. Diese hatte sich geweigert, die Amerikaner zum Rückzug aufzufordern. Eine entschiedene Mehrheit von Wählern stimmte für die ‘Vereinigte Irakische Allianz’ (UIA). Von Naomi Klein. (mehr...)
18. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Medien - schuldig der Täuschung Ein Volkstribunal hat die westlichen Medien zum überwiegenden Teil schuldig befunden, in ihrer Irak-Berichterstattung zu Gewalt angestiftet und die Leute getäuscht zu haben. Das ‘Welttribunal zum Irak’ (WTI)[1] geht auf eine internationale Volksinitiative zurück, die versucht, die Wahrheit über Krieg und Besatzung im Irak herauszufinden. Nach dreitägiger Verhandlung kam es am Sonntag zur Urteilsverkündung. Zuvor hatte sich das Tribunal die Aussagen unabhängiger Journalisten, Aktivisten, Medienprofessoren sowie die des Europaabgeordneten Michele Santoro angehört. Von Dahr Jamail. (mehr...)
07. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Allawi verliert Bagdad. Die gestern veröffentlichten ersten Teilergebnisse zu den Wahlen im Irak lassen eine glatte Niederlage der Koalition unter Interims-Premierminister Ayad Allawi erwarten. Diese Niederlage geht zugunsten einer Liste, hinter der ein hoher Geistlicher mit Verbindungen nach Teheran steht (Großajatollah al-Sistani). Von Borzou Daragahi. (mehr...)
01. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wahlen im Irak: Triumph und Tragödie Überall in Bagdad der gleiche Anblick: Ganze Familien, die geschlossen zum Wahllokal marschieren, während rundherum die Explosionen donnern. Schon kurz nach Eröffnung der Wahllokale waren in der Stadt 30 Explosionen zu hören - in weniger als zwei Minuten. Dennoch strömten die Menschen wie beim Familienausflugstag. Schiiten sagten, sie gingen auch deshalb zur Wahl, um die Amerikaner aus dem Irak zu entfernen - und nicht etwa, um deren Anwesenheit zu legitimieren. Dies ist eine Botschaft, die, falls von Amerikanern und Briten ignoriert, deren Untergang bedeutet. Von Robert Fisk. (mehr...)
01. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wegen Lebensmitteln zur Wahl In Bagdad wurde die Stimmabgabe an Bezugsscheine für Nahrungsmittelrationen gekoppelt, so die Aussage mehrerer Wähler nach der Wahl vom Sonntag. Viele Iraker sagten am Montag, ihre Namen seien auf einer Liste jener Regierungsagentur abgehakt worden, die für die monatliche Zuteilung von Lebensmitteln zuständig ist. Erst danach war es ihnen erlaubt, ihre Stimme abzugeben. Von Dahr Jamail. (mehr...)
31. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Gelungen: Wahl in Irak In einer Hinsicht ist das irakische Wahl-Experiment gelungen: Es hat stattgefunden. Doch die Wahlen waren weder frei noch fair noch demokratisch. Nicht frei, weil sie unter den Bedingungen des Ausnahmezustands und der Gewaltdrohung des Widerstands stattfanden. Nicht fair, weil die von der Besatzungsmacht handverlesenen Kandidaten nahezu ein Monopol auf die TV-Berichterstattung hatten. Nicht demokratisch, weil die Namen der meisten Bewerber den Wählern bis zuletzt verschwiegen wurden. Zwei Kommentare von Karl Grobe. (mehr...)
25. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die Wahl verursacht eine Spaltung, zu der selbst Saddam nicht in der Lage war Sonntag, der 30. Januar ist der Tag, an dem der Mythos mit der Realität konfrontiert wird, wobei es buchstäblich zum Knall kommen wird. Zweifellos wird jener magische Tag, an dem der Irak sich angeblich zur Demokratie wandelt, als ein weiterer Meilenstein begrüßt werden - ein Meilenstein des amerikanischen Abenteuers. Selbstverständlich wird Blair in keinem Wahllokal in die Luft gesprengt oder auf dem Nachhauseweg Opfer eines Selbstmordattentäters. Solche Toten wird man “Märtyrer der Demokratie” nennen, Iraker, die sich für eine Wahl entschieden, die ein so großes physisches Risiko darstellt, daß die internationalen Beobachter sie lieber von Amman aus “beobachten”. Von Robert Fisk. (mehr...)
23. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die Zerstörung Babylons Die Attacke auf Mossul hat begonnen. Die Besatzungstruppen greifen die drittgrößte Stadt des Irak an. Polizisten und Wahlhelfer quittieren massenhaft den Dienst, während ein neuer Polizeichef über die 1000 Mann starke Polizeitruppe der Stadt eingesetzt wird - vor 2 Monaten waren es übrigens noch 5000 Polizisten. In Ramadi kommt es weiter zu wütenden Gefechten zwischen “Demokratie”-Bringern und jenen, die der Besatzung Widerstand leisten. Laut Berichten kam es in einer US-Basis nahe der Stadt zu 5 sehr starken Explosionen. Babylon wird ebenfalls zerstört - und das irakische Volk. Von Dahr Jamail. (mehr...)
21. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad: Wahlen und die Angst In der Welt des Journalismus regiert das Klischee. In diesem Falle allerdings stimmt das Klischee, das einem als erstes in den Sinn kommt - Bagdad ist wirklich eine Stadt der Angst. Die Iraker fürchten sich, die Männer der Milizen, die amerikanischen Soldaten, die Journalisten, alle fürchten sich. Der 30. Januar rückt näher - jener Tag, an dem die Segnungen der Demokratie auf uns niederregnen sollen. Er naht mit der Sicherheit und Geschwindigkeit eines ‘Doomsday’. Von Robert Fisk. (mehr...)
20. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Blut ist teuer Wer im besetzten Irak einen Familienangehörigen durch Gewalt verliert und trauernd zurückbleibt, hätte eigentlich allen Grund zur Verbitterung - ganz gleich ob Iraki oder Amerikaner. Jeder Tote ging auf das Konto der illegalen Besatzung, die Besatzung wiederum ist Resultat der illegalen Invasion - des Einmarsches in einen souveränen Staat. Mehr als 1.340 US-Soldaten und schätzungsweise 100.000 irakische Zivilisten verloren durch den Krieg und die Okkupation ihr Leben. In Amman trafen sich jetzt Irakis und Amerikaner und trauerten gemeinsam; es wurde beschlossen, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Von Dahr Jamail. (mehr...)
15. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
In Bagdad nichts Neues Heute explodierte im Süden Bagdads eine Autobombe - ein Selbstmordattentat. Ziel war eine Polizeistation. Es gab 8 Tote, 3 davon irakische Polizisten. 10 Menschen erlitten Verletzungen. Im Dora-Distrikt, im Süden Bagdads, fallen der Bagdader Vize-Polizeichef, Brigadier Amer Ali Nayef und sein Sohn, Leutnant Khalid Amer, einem Attentat zum Opfer. Ihr Auto war auf dem Weg zur Arbeit unter Beschuß geraten. Amer Ali Nayef ist innerhalb weniger als einer Woche schon der zweite hochrangige irakische Offizielle, der einem Attentat zum Opfer fällt. Von Dahr Jamail. (mehr...)
08. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad im Jahr Null Allenthalben wird angenommen, dass die Bush-Regierung kein Konzept für die Nachkriegszeit im Irak besaß. Diese gerade unter Kriegsgegnern populäre These ist, wie die Globalisierungskritikerin Naomi Klein in ihrer fulminanten Reportage zeigt, eine Legende. In Wirklichkeit haben die USA versucht, den Nachkriegsirak in ein neokonservatives Utopia zu verwandeln. Ausländisches Kapital sollte den Wiederaufbau des Landes quasi im Selbstlauf regeln ? ein kolossaler Irrtum, wie die Realität beweist: Utopia versinkt im Chaos. (mehr...)
08. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die Opfer des Tsunami zahlen den Preis für den Irakkrieg Die Frage liegt auf der Hand: In einer Welt, die reicher ist als je - warum hängt in so einer Welt ‘Hilfe für Leidende’ von der Laune der Bürger ab bzw. von Spendenaufrufen von Popstars und Komödianten? Selbst extreme Armut könnte der Vergangenheit angehören. Die Antwort ist offensichtlich: Unsere Regierungen setzen andere Prioritäten. Eine Priorität, die sofort ins Auge springt, ist der Krieg. Von George Monbiot. (mehr...)
31. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Leben im Müll Die Müllhalde besteht aus schmutzigem Brachland. Verstreut über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern liegen die rottenden Müllberge Bagdads - der geschundenen Hauptstadt des Irak. Blaue Müllaster liefern sich einen vergeblichen Kampf mit dem endlosen Straßenmüll. Jetzt rattern sie über die stinkende Halde, vermehren mit ihrer Fracht den Dreck. Hier, in dieser Brache, lebt der 32jährige Hattim mit seiner Familie. “Wir leben auf der Müllhalde. Wir haben ein schlechtes Leben. Wir haben Kinder aber keine Schule. Wir haben nichts.” Von Dahr Jamail. (mehr...)
26. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Wer die Opfer zählt, wird eliminiert Führen die US-Streitkräfte einen doppelten Krieg, gegen das irakische Volk und mittlerweile auch gegen diejenigen, die über die zivilen Opfer berichten? Ja, eindeutig, behauptete Naomi Klein in einem Artikel, der Ende November in der britischen Zeitung _The Guardian_ erschien. Dem prompt folgenden Protest der US-Botschaft in Großbritannien antwortete die kanadische Publizistin in einem Offenen Brief an US-Botschafter David T. Johnson. Darin präsentiert sie Fakten für ihre Anschuldigung, dass gegen Augenzeugen Krieg geführt und Ärzte, Journalisten und Geistliche systematisch zum Schweigen gebracht würden. (mehr...)
12. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Offener Brief zur Kriegsführung im Irak an den US-Botschafter In einem Offenen Brief hat sich die “Kooperation für den Frieden”, in der zahlreiche Friedensorganisationen mitwirken, an den US-Botschafter in der Bundesrepublik gewandt. Darin wird gegen die Kriegsführung im Irak protestiert und unter anderem die unverzügliche Beendigung der Militäroperationen in den irakischen Städten sowie die Festlegung eines festen Abzugstermins für die Okkupationstruppen mit Abschluss spätestens in einem Jahr gefordert! Weiter wird der US-Botschafter aufgefordert, für einen Wahlprozess ohne Beeinflussung durch ausländische Interessen im Irak Sorge zu tragen und das völkerrechtliche Verbot für Besatzungsmächte zu respektieren, die Ökonomie des besetzten Landes nach eigenen Vorstellungen zu gestalten oder gar zu eigenem Nutzen auszubeuten! (mehr...)
06. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Falludscha-Flüchtlinge Abu Hammad, ein 35jähriger Händler aus Falludscha, ist so wütend, daß er nach Luft ringt, während er berichtet, was er erlebte. “Die amerikanischen Kriegsflugzeuge kamen ständig, die ganze Nacht, (sie) bombten überall in Falludscha! Es hörte einfach nicht mehr auf, nicht einen Moment! Die meisten Unschuldigen hielten sich in den Moscheen auf, aus Sicherheitsgründen. Aber selbst die Verletzten wurden gekillt. Die Amerikaner töteten selbst alte Frauen mit weißen Fahnen! Das Leiden der Menschen, ich frage alle in der Welt, habt ihr je solches Leid gesehen?” Ein erschütternder Bericht aus dem Irak von Dahr Jamail. (mehr...)
14. November 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Die neue korporative Befreiungstheologie Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy bei der Entgegennahme des Sydney Friedenspreises über den Irak-Krieg und die Hymne der Neoliberalismus: Befreie die Märkte, knebele das Volk. Es wird mehr als deutlich, dass das Verletzen von Menschenrechten ein fester und notwendiger Teil des Prozesses der Verwirklichung einer Zwangs- und ungerechten politischen und wirtschaftlichen Struktur in der Welt ist. Ohne die Verletzung von Menschenrechten in einem enormen Ausmaß würde das neoliberale Projekt im Traumreich von Politik verbleiben. Aber zunehmende Menschenrechtsverletzungen werden dargestellt als unglückliche, fast zufällige Nebenerscheinungen eines ansonsten politisch und ökonomisch akzeptablen Systems. (mehr...)
12. November 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Schlacht um Falludscha Am 8. November durfte der von der US-Regierung eingesetzte Chef der irakischen Übergangsregierung Ijad Alawi formal das Startsignal für die Schlacht um Falludscha geben. Schon am Vortag hatte er mit der offiziellen Verhängung des Ausnahmezustandes formaljuristisch die pseudogesetzlichen Grundlagen für die bevorstehenden Opfer unter der Zivilbevölkerung geschaffen. Möglicherweise werden die US-Truppen die Stadt nur erobern, um festzustellen, daß die Mehrzahl der Rebellen schon längst an anderen Orten untergetaucht ist, um dort den Kampf weiterzuführen. Von Gerhard Piper. (mehr...)
11. November 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Wer versteht schon Soldaten? Fragen und Gedanken eines US-Soldaten In Europa glauben viele Leute, dass die US Army eine Berufsarmee auf Freiwilligenbasis sei und dass jeder, der da mitmacht, selbst dran schuld ist. Dementsprechend gering ist die Anteilnahme am Schicksal der zu tausenden Verwundeten, die zur ersten medizinischen Notbehandlung ins Militärhospital Landstuhl bei Kaiserslautern ausgeflogen werden. Da wir täglich von neuen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hören, verdrängen wir die Tatsache, dass hier eine belogene, verratene und verkaufte Generation um Hilfe ruft. Einst als Helden gefeiert und an die Front geschickt sind diese verwundeten Männer nun froh, wenn sich überhaupt noch jemand für ihr Schicksal interessiert. Von Paul Button. (mehr...)
10. November 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Wird die Antikriegsbewegung sich ihren Aufgaben diesmal gewachsen zeigen? Der Angriff auf Falluja hat begonnen. Er wird uns als Befreiung der Bevölkerung Fallujas verkauft; man will uns weismachen, dass es sich dabei um einen notwendigen Schritt zur Einführung der “Demokratie” im Irak handelt. Das ist eine Lüge. Rahul Mahajan war während der Belagerung der Stadt im April 2004 in Falluja. Er zeichnet ein bedrückendes Bild des Schreckens davon, was ein solcher Angriff in Wirklichkeit bedeutet. Er meint, auch beim jetzigen Angriff komme der Antikriegsbewegung im Rest der Welt eine große Verantwortung zu, um den Schrecken für die Bevölkerung Fallujas zu mindern. Wir hätten eine Verantwortung, der wir im April nicht gerecht geworden seien. Werden wir uns unserer Aufgabe diesmal gewachsen zeigen? (mehr...)
08. November 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Vietnam lässt grüßen Seit Bushs Wiederwahl brauchen sich die Offiziere in der Befehlskette vom Pentagon in Washington bis zur Grünen Zone in Bagdad keine zivilistische Hemmung mehr aufzuerlegen. Die Ausrufung des Notstands in allen irakischen Provinzen außer Kurdistan durch die Interimsregierung Allawi legitimiert alles Weitere. Sie hat hohe kosmetische Qualität. Der Notstand erlaubt ungehemmten Einsatz des Militärs, und zwar des anglo-amerikanischen; Irak hat nichts dergleichen. Von Karl Grobe. (mehr...)
03. November 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Dringender Hilferuf, drohendes Blutbad in Falluja zu verhindern Offensichtlich sind die USA fest entschlossen, nach den Präsidentenwahlen die irakische Stadt Falluja erneut einzunehmen und ein neuerliches Blutbad anzurichten. Ein Blutbad, wie es in diesem Krieg bisher unübertroffen ist. Repräsentanten aus Fallujah haben einen Brief an UN-Generalsekretär Kofi Annan geschrieben mit einem dringenden Appell aktiv zu werden. Wir veröffentlichen nachfolgend diesen Appell in deutscher und englischer Sprache. Es ist höchste Zeit, dass im Westen diese bereits verübten Verbrechen zur Kenntnis genommen werden. Noch wichtiger ist es aber, gegen das aktuell geplante Verbrechen aktiv zu werden. (mehr...)
03. November 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Falluja in ihrem Fadenkreuz Es war ein zermürbendes Jahr für Fallujas Bewohner. Zuerst wurden sie durch die 82. Luftlandeeinheit der US-Armee besetzt, die innerhalb von acht Monaten nach der Invasion über 100 Zivilisten in dem Gebiet getötet und die Kontrolle über Falluja verloren hatte. Daraufhin überließ sie den US-Marines die Rückeroberung der Stadt. Nachdem sie 600 Zivilisten getötet hatten, zogen sich die Marines zurück und überließen die Stadt achtzehn bewaffneten Gruppen. Jetzt werden die USA die Stadt wieder in ein Blutbad verwandeln. Von Patrick Graham. (mehr...)
30. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Studie: Mindestens 100.000 Tode in Irak - Antikriegsbewegung will Krieg beenden In einer am 29.10.2004 veröffentlichten Studie kommen amerikanische und iranische Forscher zu dem Ergebnis, dass durch die von den USA angeführte Invasion und Besatzung des Irak mindestens 100.000 Zivilisten ihr Leben verloren, vielleicht sogar mehr. Der meisten toten Zivilisten seien durch Artilleriefeuer und Luftangriffe gestorben. Die Antikriegskampagne VoteNoWar zeigt sich überzeugt, dass nur die Antikriegsbewegung den verbrecherischen Krieg im Irak zu einem Ende bringen kann. In den USA werden hierfür Massenaktionen geplant. Von Michael Schmid. (mehr...)
29. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensnobelpreisträger schreibt an US-Präsident wegen Irakkrieg und Staatsterrorismus Kann George W. Bush ohne Gewissensbisse schlafen? Der argentinische Friedensnobelpreisträger und Organisator gewaltfreier Graswurzel-Initiativen, Alolfo Pérez Esquivel, fragt ihn: Wie kann man das nicht zu Rechtfertigende rechtfertigen - die Kriege, die weltweite Gewalt und andere Zerstörungen, ausgeführt im Namen der beherrschenden US-Politik? (mehr...)
24. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Minister Strucks Irak-Prognose: Himmelfahrtskommando Zuhause kein Geld im Steuersäckel, Millionen Arbeitlose zu Sozialhilfeempfängern degradieren und Bundeswehrsoldaten abkommandieren, um die letzten Regionen, die sich den Verwertungsinteressen eines um den Globus nomadisierenden transnationalen Kapitals widersetzen, gewaltsam zu unterwerfen - da stehen, scheint es, nicht nur im Berliner Bendler-Block kaum mehr alle Tassen im Spind. Wenn von Neo-Wilhelminismus durchdrungene Politiker und vom Bellizismus faszinierte Kolumnisten nach einem Platz an der Sonne rufen, dann sollten sie genau dorthin geschickt werden - in die Wüste nämlich. Von Jürgen Rose. (mehr...)
13. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Nichts ist gewonnen im Irak Mit Kriegsgeschrei über Massenvernichtungswaffen zogen Bush und Blair gegen Irak ins Feld. Die Wahrheit ist: Der Krieg selbst und desorientierte Besatzer haben Irak zu einer echten Gefahr gemacht. Von Karl Grobe. (mehr...)
12. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die Schuld der Medien bezüglich Irak Vor allem von der tödlichen Komplizenschaft des Schweigens durch Medien ist selten die Rede. Ihr Stillschweigen machte Journalisten zu Accessoires. Und Stillschweigen ist auch mit schuld an jenem illegalen, unprovozierten Einmarsch in ein wehrloses Land. Natürlich lärmten die Medien im Vorfeld des Spektakels. Aber Blairs Spin-Version dominierte. Wer auf der Strecke blieb, waren die Verkünder der Wahrheit. Von John Pilger. (mehr...)
12. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der Kreuzzug der Southern Baptist Convention “Wir werden Tod und Gewalt tragen in alle Himmelsrichtungen, um dieses wunderbare Land zu schützen und die Welt vom Bösen zu befreien” (George W. Bush). Einige nehmen ihn sehr ernst, den “Kreuzzug gegen das Böse”. Protestantisch-fundamentalistische Missionare operieren mit Billigung der US-Militärbehörden im Irak. Von Joseph Steinbeiß. (mehr...)
02. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Je schlimmer die Situation im Irak, desto dreister belügt uns Tony Blair Wir befinden uns in der ‘größten Krise’ - das heißt, seit der letzten größten Krise. Auf diese Art führen wir den Irakkrieg - beziehungsweise den Zweiten Irakkrieg, wie uns Blair weismachen will. ‘Zweiter Irakkrieg’. Wieviel Schwachsinn dieser Art müssen wir noch schlucken? Glaubt man Blair, kämpfen wir uns gerade durch die “Feuerprobe des globalen Terrorismus”. Was soll der Unsinn? Hat er uns, bevor er mithalf, den Ersten Irakkrieg zu starten, etwa gesagt, es wird noch einen Zweiten geben? Von Robert Fisk. (mehr...)
02. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der wichtigste Terrorismus ist “Unserer” Die Welt teilt sich in zwei feindlich Lager: Islam und “wir”. Das ist die unfehlbare Botschaft von westlichen Regierungen, Presse, Radio und Fernsehen. Für Islam, lies Terroristen. Der neuen Bedrohung wird mit jedem Terroranschlag Antrieb verliehen, sei es in Beslan oder Jakarta. Durch unseren Ein-Weg-Spiegel gesehen machen unsere Führer bedauernswerte Fehler, aber ihre guten Absichten werden nicht in Frage gestellt. Von John Pilger. (mehr...)
29. September 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Kritik aus Friedensbewegung an Beschluss der Bundesregierung zur Panzerlieferung für Irak Am 28. September 2004 ist bekannt geworden, dass der Bundessicherheitsrat eine Lieferung von Rüstungsgütern an die im Aufbau befindliche irakische Armee beschlossen hat, darunter 20 Fuchs-Panzer. Dies hat kritische Reaktionen hervorgerufen. Wir dokumentieren nachfolgend Presseerklärungen des Netzwerks Friedenskooperative und der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). (mehr...)
21. September 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Motiv für Helikopter-Massaker in der Haifa-Straße bleibt rätselhaft Am frühen Sonntagmorgen tötete die US-Armee in der Haifa-Straße 13 Menschen, mindestens 60 wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Kinder. Die Haifa-Straße gehört zu einem Wohngebiet in Zentral-Bagdad. Zunächst hieß es von der Armee, es habe sich um eine Routineoperation gehandelt. Ein verlassenes US-Militärfahrzeug sollte gesprengt werden - später war von Selbstverteidigung der amerikanischen Truppe die Rede. Kampfhubschrauber hätten auf (Gewehr-)Feuer in der Nähe des Fahrzeugs reagiert. Von Brian Dominick. (mehr...)
17. September 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Veto der Bundesregierung gegen NATO-Einsatz im Irak gefordert Organisationen aus der Friedensbewegung haben in einem Appell an die Bundesregierung gefordert, im NATO-Rat Widerspruch gegen einen NATO-Militär-Einsatz im Irak einzulegen. Auf Druck der USA hin soll sich die NATO dort in Kürze militärisch engagieren. Jetzt bestehe noch eine Chance, dies im NATO-Rat zu verhindern, heißt es im Appell aus der Friedensbewegung. (mehr...)
08. August 2004 | Internationales, Militär und Krieg
NATO-Gipfel in Istanbul Längst beschränkt sich die NATO nicht mehr auf ihren eigentlichen Wirkungskreis im Nordatlantik, dessen Gebiet zu verteidigen sie einst angetreten ist. Wenn der NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer bei Gipfelbeginn am 28. Juni in Istanbul davon sprach, dass es gelte, “Brücken des Vertrauens und des Dialogs zwischen strategisch wichtigen Regionen der Welt” zu bauen und dabei besonders die zwischen der “Euroatlantischen Gemeinschaft und der weiteren Region des Mittleren Ostens” hervorhob, dann zeigt das genau diese Orientierung. (mehr...)
07. August 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak explodiert Robert Fisk: Der Krieg ist ein Betrug. Ich rede hier nicht von den Massenvernichtungswaffen, die nicht existieren, auch nicht von der angeblichen Verbindung Saddam Husseins zur Al Kaida, die nicht existiert bzw. von allen anderen Lügen, für die wir in den Krieg zogen. Nein, ich spreche von den neuen Lügen. Sieht Blair nicht, dass das Land kurz vor der Explosion steht? Oder Bush? (mehr...)
27. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der Widerstand von Saddam-Anhängern und Islamisten wird siegen Scott Ritter meint, die Schlacht um die Zukunft des Irak als souveräner Staat sei die Schlacht um die Herzen und Köpfe des irakischen Volkes. Beim jetzigen Stand der Dinge sehe es so aus, dass der Sieg denjenigen zufalle, die am meisten mit der Realität der heutigen irakischen Gesellschaft in Einklang stünden: den Führern des antiamerikanischen Widerstands. Es gebe keine elegante Lösung für das amerikanische Irak-Debakel. Es sei nicht länger eine Frage des Sieges, sondern vielmehr die einer weniger schweren Niederlage. (mehr...)
26. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Informationskrise Wie in Afghanistan so im Irak. Die Luftangriffe der USA werden “unberichtbar”, da in beiden Ländern immer mehr Highways infolge zunehmender Aufstände zu gefährlich sind für die ausländischen Korrespondenten. Erfahrene US-Journalisten behaupten, Washington sei sehr zufrieden mit dieser Situation; Hochzeitsfeiern bombardieren und hinterher behaupten, die Opfer seien Terroristen - dreimal in einem einzigen Jahr - macht einfach keine guten Schlagzeilen. Von Robert Fisk. (mehr...)
24. Juli 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
“Machtübergabe” im Irak, und die Position der Bewegung gegen den Krieg. Diskussionspapier Die Kooperation für den Frieden will den Diskussionsprozess in der Friedensbewegung fördern und unterstützen, um zu tragfähigen gemeinsamen Positionen und Aktionsgrundlagen kommen. Sprecherinnen und Sprecher der Kooperation legen deshalb zur weiteren Debatte einen Text zur Lage im und um den Irak vor. (mehr...)
24. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die Zahlen des Irakkriegs Erschütternde Zahlen, die zeigen, wie wieder einmal eine ideologisch verblendete Politik Menschen in den USA, im Irak und anderswo ins Unglück stürzte. Die Zusammenstellung stammt vom US-Amerikaner Jim Forest, dem früheren Vorsitzenden des Internationalen Versöhnungsbundes. (mehr...)
10. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der neue, freie Irak Nachdem sie mit ihrem Versuch fertig waren, dem “neuen” Irak einen ideologischen US-Stempel aufzudrücken, haben sich die meisten Mitarbeiter der amerikanischen Zivilverwaltung nach Washington aufgemacht, um im Wahlkampf von Bush mitzuarbeiten. Aber die amerikanische Besatzung im Irak geht in vieler Hinsicht weiter. Die 146.000 US-Soldaten sind weiterhin unübersehbar im Irak. Die Aufträge für den Wiederaufbau, die Mr. Bremer an US-Firmen vergab, stellen sicher, dass irakisches Geld weiterhin an amerikanische Firmen geht. Von Robert Fisk. (mehr...)
25. Juni 2004 | Zukunftsfähige Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit
Wirklich schlechte Handelsnachrichten vernebelt man ablenkungstechnisch durch schlechte Nachrichten von anderen Fronten Anstatt dem Irak Freiheit und Sicherheit zu bescheren, resultierte Bushs Krieg gegen den Terror in systematischem Einsatz von Folter im Gefängnis Abu Ghraib. Ebenso verhält es sich mit dem angeblichen Freihandel: Statt die Bedingungen für die arme Mehrheit auf Erden zu verbessern, hat der “freie Markt” zur Verschlechterung dieser Bedingungen geführt. Es wird Zeit für ‘fair trade’ statt ‘free trade’. Denn, meint Saul Landau, ‘Freiheit’ aus dem Munde der Bushiten ist etwas anderes, als was wir darunter verstehen. (mehr...)
09. Juni 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Muster systematischer Vergewaltigungen durch US-Truppen Amal Kadham Swadi ist irakische Rechtsanwältin. Sie vertritt weibliche Gefangene. Gegenüber The Guardian zeigt sie sich überzeugt, sexualisierte Gewalt und Misshandlungen von weiblichen Gefangenen durch US-Soldaten seien ein Phänomen, das weit über ein paar isolierte Fälle hinausgehe. Es “passiert überall im Irak”, so Frau Swadi. Von Chris Shumway. (mehr...)
03. Juni 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Diese unerträgliche Stille: Folterszenen und Demonstrationsverzicht Gisa Funck meint in einem Kommentar, kein Tag während der vergangenen Wochen sei ohne neue Foltervorwürfe gegen die US-Regierung vergangen, dennoch sei in Europa und Amerika derzeit von öffentlichem Widerstand gegen das Besatzungsregime der Amerikaner an Euphrat und Tigris wenig zu spüren. Gerade einmal 150 Friedensaktivisten seien in der vergangenen Woche vor die US-Botschaft in Berlin gezogen, um ihren Unmut und ihre Empörung über den Folter-Skandal zum Ausdruck zu bringen. (mehr...)
15. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Folter als Normalzustand: Im Bildersturm von Abu Ghraib Schlag auf Schlag werden sie enthüllt, die Gräueltaten der Soldaten und Soldatinnen im irakischen Abu Ghraib-Gefängnis, der Geheimdienstler und der privaten Sicherheitsleute im Dienst des Verteidigungsministeriums. Ein Ende ist nicht abzusehen: Selbst Donald Rumsfeld warnte vor dem US-Senat, “Schlimmeres” werde noch kommen, auch Videos. Von Konrad Ege. (mehr...)
11. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Britische Soldaten töten Zivilisten ohne Notwehr amnesty international (ai) hat am 11.05.2004 einen Bericht veröffentlicht, in dem unter anderem festgestellt wird, dass britische Soldaten Zivilisten im Südirak erschossen haben, ohne dass sie unmittelbar bedroht waren. Unter den Opfern war auch ein achtjähriges Kind sowie ein Gast einer Hochzeitszeremonie. Zahlreiche dieser Vorfälle sind nicht untersucht worden. In den Fällen, in denen die britische Militärpolizei Untersuchungen vornahm, erhielten die Angehörigen der Opfer keine oder ungenügende Informationen. (mehr...)
09. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Lasst sie den ‘Cakewalk’ kosten In einem illegalen, unmoralischen, arglistig erkauften Krieg befiehlt der Präsident junge Leute - meist aus der Arbeiterklasse - in ihr frühes Grab. Wie hoch die Zahl der irakischen Opfer genau ist, bleibt unklar - die Besatzungsbehörden sehen keine Notwendigkeit, die irakischen Toten zu zählen; Schätzungen zufolge sind es viele Zehntausende. George W. Bush, sein übler Klüngel und sein bösartiges Imperium gehören in die Wüste geschickt! Von Paul Street. (mehr...)
07. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die “guten Jungs” können kein Unrecht begehen Wir nannten Saddam den Hitler des Irak. Aber war Hitler nicht einer von “uns”? Einer aus dem Westen, Bürger “unserer” Kultur? Wenn er damals 6 Millionen Juden töten konnte - und er tat es -, ist es da so überraschend, dass “wir” Irakis wie Tiere behandeln? Letzte Woche sahen wir die Beweisfotos - wir sind dazu in der Lage. Von Robert Fisk. (mehr...)
06. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
IRAK: amnesty international fordert systematische Untersuchung sämtlicher Vorwürfe von Folter und Misshandlung Die schockierenden Fotos von gefolterten und misshandelten Häftlingen aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis sind für amnesty keine bedauerlichen Einzelfälle. ai erhielt wiederholt Berichte von Folterungen und Misshandlungen durch die Koalitionsstreitkräfte. Die Menschenrechtsorganisation fordert dringend gründliche und unparteiische Untersuchungen aller Vorwürfe von Folter und Misshandlungen im Irak. (mehr...)
05. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Jahr nach der ‘Mission Accomplished’: Schande Ein Jahr nach ‘Mission Accomplished’ blicken wir auf eine Armee in Schande, auf eine gescheiterte Politik und die sehr reale Aussicht auf Niederlage. Wie kommt es, dass ein Jahr nachdem Präsident George Bush verkündet hat, “die Hauptgefechte” im Irak seien vorbei - sein berühmtes Zitat - soviele Irakis einen inbrünstigen Hass gegen die Amerikaner hegen? Von Patrick Cockburn. (mehr...)
02. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Was jetzt tun? Es scheint besonders denjenigen, die sich auf den oberen Etagen der Macht befinden oder dort hin möchten, schwer zu fallen, eine einfache Wahrheit zu begreifen: Die USA gehören nicht in den Irak. Es ist nicht unser Land. Unsere Anwesenheit verursacht Tod, Leiden, Zerstörung und große Teile der Bevölkerung lehnen sich gegen uns auf. Dann reagiert unser Militär mit willkürlicher Gewalt, Bombardierungen, Erschießungen und dem Zusammentreiben von Menschen, die man einfach “verdächtigt”. Von Howard Zinn. (mehr...)
01. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Folter im Irak Was wir längst wissen konnten aber immer wieder verdrängten: dass amerikanische Regierungen und ihr Militär von Menschenrechten nichts halten, jedenfalls wenn es um die Bürger fremder Länder geht, die zu den erklärten Zonen der US-Einflusszonen gehören, das holt uns wieder einmal ein. Diesmal durch einen Bericht des CBS, das Bilder von den Misshandlungen an Irakis zeigte. Beteiligte Armeeangehörigen erklären, dass eine solche Behandlung von Vorgesetzten angeordnet wurde. Von Gerhard Wendebourg. (mehr...)
30. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Mission failed Symptome einer Verschwindsucht. Während Spanien und Honduras gehen, drängt Bush auf die “Irakisierung” des Besatzungsregimes. Die von ihm in den Irak entsandten staatlichen und privaten Legionäre des Imperium Americanum sind in prekärer Lage - von einer Mission accomplished - einer “erfüllten Mission” -, wie sie Bush vor einem Jahr auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln feiern ließ, kann keine Rede sein. Die Verlustziffern in den eigenen Reihen steigen erheblich, während die Zahl der massakrierten Iraker explodiert. (mehr...)
26. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Falludscha-Report Der Autor Dahr Jamail ist Bagdad-Korrespondent des NewStandard. Er sieht seine Aufgabe darin, über die unberichtete Story des besetzten Irak zu berichten. Hier geht es um die belagerte Stadt Falludscha, wo sich eine schreckliche Katastrophe abspielt. (mehr...)
16. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Dutzende Tote In den vergangenen 8 Tagen starben im Irak mindestens 80 ausländische Söldner - aus Europa, den USA oder Südafrika angeheuerte Sicherheitsleute, die für amerikanische Firmen tätig waren. Generalleutnant Mark Kimmitt gab am Dienstag zwar zu, dass seit dem 1. April beim Aufstand im Irak “rund 70” Amerikaner und Soldaten aus anderen westlichen Ländern starben. Die Söldner blieben unerwähnt. Von Robert Fisk und Patrick Cockburn. (mehr...)
13. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die simple Wahrheit dieses Kriegs: Die Irakis wollen uns nicht Ein Krieg, der auf Illusionen, Lügen und rechter Ideologie beruht, - dass dieser Krieg in Blut und Feuer untergehen wird, war klar. Das Blutbad im Irak weitet sich immer mehr aus. Aber US-General Sanchez sprach noch gestern vom “restlosen Vertrauen”, das er in seine Truppen setze, “eine neue Morgendämmerung rückt näher”. Exakt das sagten uns auf den Tag genau vor einem Jahr die US-Kommandeure. Damals fuhren US-Truppen in Iraks Hauptstadt ein, und Washington brüstete sich mit dem Sieg über das “Biest von Bagdad”. Von Robert Fisk. (mehr...)
10. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Der zweite Krieg Der zweite Krieg - nach dem ersten, der vor einem Jahr begonnen hat und mit dem Sturz Saddam Husseins beendet schien - hat jetzt erst begonnen. Die Besatzungsmacht hat im Irak durch Inkompetenz, die in ihrer Borniertheit erstaunlich systematische Auswahl ungeeigneter Kollaborateure und eine allgemeine Verständnislosigkeit für das besetzte Land und seine Bewohner verspielt, was vermeintlich schon gewonnen schien. Von Karl Grobe. (mehr...)
09. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die Tore zur Hölle öffnen sich. Ein Bericht aus Bagdad Vor Beginn des Irak-Krieges sprach auf einer Sitzung der arabischen Liga ihr Generalsekretär Amr Moussa das berühmte Wort, ein US-amerikanischer Krieg gegen den Irak würde die Tore der Hölle öffnen. Im Irak sind inzwischen diese Tore breiter geöffnet als jemals zuvor - zumindest für die Vereinigten Staaten. Von Rahul Mahajan. (mehr...)
01. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Besatzung und Widerstand Die Karlsruher Rechtsanwältin Brigitte Kiechle hat vielfältige Kontakte in den Irak. In einem Vortrag bot sie aktuelle Informationen über die Situation im Zweistromland, die sonst kaum zu erhalten sind. (mehr...)
28. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Der schleichende Krieg Ein Jahr nach dem offiziellen Ende des Waffengangs in Irak haben Not und Elend der Bevölkerung noch lange kein Ende. Große Teile der Bevölkerung verarmen, die Energie- und Wasserversorgung sind mangelhaft, die alltägliche Gewalt nimmt zu - die Not der Irakerinnen und Iraker ist größer denn je. Karl A. Ammann, Irak-Koordinator von Caritas international, beschreibt die Lage im Land. (mehr...)
27. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg ist keine Lösung - Alternativen sind möglich Nach den Terroranschlägen in Spanien plädieren zahlreiche Regierungen und Medien für ein schärferes ­auch militärisches ­Vorgehen gegen mutmaßliche Terroristen. Clemens Ronnefeldt liefert Anregungen und Argumente zur Frage, wie statt dem Führen von “Krieg gegen Terror” das Leid von Terroropfern als auch das Leid von Opfern in Ländern wie Afghanistan oder Irak vermieden werden kann. (mehr...)
24. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Leichen werden “ausgeblockt”. Preis für ein Imperium Gefallene US-Soldaten kehren aus dem Irak unter Ausschluss der Öffentlichkeit zurück. Wie viele verwundet aus dem Irak heimgekommen sind, ist nicht bekannt. Das Verteidigungsministerium hüllt sich in Schweigen und veröffentlicht verwirrende Zahlen. Die Namen der Verwundeten werden nie genannt, nur die der Toten. Von Konrad Ege. (mehr...)
23. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Alt-Amerika - Neu-Europa Vor einem Jahr begann der Irak-Krieg - Die Demokratie wurde zum Werbegeschenk imperialen Managements degradiert. Von Wolfgang Ullmann. (mehr...)
21. März 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Reden zum Jahrestag der Irak-Invasion: “Wir müssen Nein sagen zum Krieg! Nur Frieden wird Frieden hervorbringen” Am 20. März 2004, dem ersten Jahrestag des Beginns der Irak-Invasion, protestierten weltweit Millionen Menschen gegen Krieg. Wir dokumentieren Reden, die beim Internationalen Friedens-Aktionstag an der US-Air-Base und dem Atomwaffenlager in Ramstein und in Landstuhl gehalten wurden und zwar von Bischof Thomas J. Gumbleton (USA), Mike McCally (USA), Markus Pflüger, Horst-Eberhard Richter und Franz Alt. (mehr...)
20. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Jahrestag des Irak-Krieges: alle angeblichen Gründe für den Angriff waren Lügen und Propaganda Am 20. März 2003 begann eine durch die USA geführte Invasion in den Irak. Zig Millionen von Menschen hatten weltweit protestiert, verbunden mit der Hoffnung, diesen Krieg verhindern zu können. Heute wissen wir: alle angeblichen Gründe für den Angriff auf den Irak waren Lügen und Propaganda. Dieser Angriffskrieg wurde wegen macht- und wirtschaftspolitischen Interessen geführt. Die andauernden gewaltsamen Auseinandersetzungen fordern weiter ihre Opfer. Doch der amerikanische Präsident möchte seinen “Krieg gegen den Terror” fortsetzen. (mehr...)
20. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Im Jahr eins nach Saddam Hussein: Latenter Krieg und verschwundene Waffen im Irak Präsident Bush hat den Krieg gegen Irak als eine wichtige Station seines Anti-Terror-Krieges bezeichnet. Im Sinne einer self-fullfilling prophecy droht der Irak tatsächlich zu einem Schauplatz für Gewalt und Terror zu werden. Dabei war der Spektakel-Krieg am Golf keine Reaktion auf die Anschläge vom 11. September, wie Bush stets der US-Öffentlichkeit suggeriert hatte. Bereits in den ersten Tagen nach Antritt der Regierung Bush im Januar 2001, so plauderte es des Präsidenten ehemaliger Finanzminister Paul O’Neill aus, sei es nur noch um das “Wie” und nicht um das “Ob” eines Angriffs auf den Irak gegangen. Von Eric Chauvistré. (mehr...)
18. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Einmal “Front” und zurück. Reise durch die moralischen Niederungen des amerikanischen Konzern-Staats-Medien-Universums Paul Street aus Chicago beschreibt seine kleine Reise durch die Kanäle der amerikanischen Konzern-Staats-Fernsehmedien des Mainstreams. Außer einem kleinen Glimmer wie einen Bericht über den Irak-Krieg entdeckt er in diesem Konzern-Staats-Kommunikations-Universum nichts außer langweilig-monotoner Gedankenkontrolle im Sinne der Mächtigen und Privilegierten. Das spektakulär Empörende kommt routinemäßig nüchtern und langweilig daher und das Nüchtern-Langweilige wird in empörender Weise spektakularisiert. (mehr...)
10. März 2004 | Zukunftsfähige Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit
Siemens - Profiteur des Irak-Kriegs Lasst uns zwei wichtige Unternehmen auswählen, die von der Zerstörung Iraks profitieren, rief die indische Schriftstellerin Arundhati Roy den Teilnehmern des Weltsozialforums im Januar 2004 in Bombay zu, und sorgen wir dafür, dass sie nicht weiter an Zerstörung und Krieg profitieren. Lebte die Autorin von Welt-Bestsellern in Deutschland, würde sie sagen: Lasst uns damit anfangen, den Siemens-Konzern zu boykottieren! Denn der größte Münchner Konzern, mit seinen über 400.000 Beschäftigten in aller Welt, ist der deutsche Global Player mit den größten Aufträgen im kriegszerstörten Irak. (mehr...)
08. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Kundgebung zum Internationalen Frauentag in Bagdad - Aktivistinnen droht Lebensgefahr Der Tübinger Friedensaktivist Jürgen Hahnel befindet sich derzeit für einige Wochen in Bagdad. Von dort hat er einen Bericht zum heutigen internationalen Frauentag (8. März 2004) sowie einen weiteren Bericht mit verschiedenen anderen Eindrücken geschickt, die er zum Teil als chaotische Situation und spannungsgeladenen Zustand empfindet. (mehr...)
18. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Demokratie in einem arabischen Staat Für unsere großen Führer ist der Irak derzeit ein so heißes Pflaster, dass sie alles opfern, nur um sich selbst zu retten. Die BBC, die CIA, der britische Geheimdienst - und sämtliche Journalisten, die es wagen, mit dem Finger auf die Lügen zu zeigen, die uns in den Krieg trieben -, sie alle werden mit weiteren Lügen bombardiert. Keine Massenvernichtungswaffen, keine Verbindung zwischen Saddam und dem 11. September. Und keine Demokratie. Gebt der Presse die Schuld, den Panikmachern - nur nicht Bush und Blair und auf keinen Fall den amerikanischen Neokonservativen. Von Robert Fisk. (mehr...)
16. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Ja, Herr Minister! - Über die Geheimdienste Uri Avnery setzt sich mit drei derzeit parallel laufenden Untersuchungskommissionen auseinander, einer amerikanischen, einer britischen und einer israelischen. Von allen drei erwartet man, dass sie herausfinden, warum die Geheimdienste die Regierungen mit falschen Informationen über Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen versorgt haben. Natürlich sind diese Kommissionen in Wirklichkeit nicht notwendig, um die Wahrheit zu finden. Sie sind nötig, um die Regierung zu entlasten. (mehr...)
15. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensaktivistin berichtet über eine Reise nach Palästina und Bagdad Waltraud Schauer aus Wien berichtet über eine Reise nach Palästina und Bagdad. Sie wundert sich, mit welcher Engelsgeduld Palästinenser Schikanen, Erniedrigungen und Demütigungen ertragen. In Bagdad trifft sie ehemalige Humanshields, die jetzt ein Straßenkinderprojekt auf die Beine stellen. Sie sieht viel Zerstörung durch den Krieg und viel soziales Elend. (mehr...)
12. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Blairs neue Waffe der Massenirreführung Im Gefolge des Hutton-Fiaskos bleibt eine Wahrheit unangreifbar: Tony Blair befahl die grundlose Invasion eines anderen Landes unter einem vollkommen falschen Vorwand und Lügen und Täuschungen, die in London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten. Von John Pilger. (mehr...)
11. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Jahrestag eines historischen Ereignisses: weltweite Demonstrationen am 15. Februar Am 15. Februar jährt sich ein weltgeschichtliches 15.2.03.New.York.jpg Ereignis ersten Ranges: vor einem Jahr, am 15. Februar 2003, war ein Aktionstag gegen den Krieg, wie ihn die Welt bisher noch nie gesehen hat. International gab es Friedens- und Antikriegsdemonstrationen in einem Ausmaß, dass sich die New York Times dazu hinreißen ließ, von einer zweiten Supermacht zu schreiben. Um sich die Dynamik der weltweiten Bewegung vor einem Jahr ins Gedächtnis zu rufen, lohnt ein Blick in die Zusammenstellung in unserer Website von damals. (mehr...)
08. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Lächeln im Angesicht der Totennamen. Überlegungen zu einer grinsenden, blutgetränkten Präsidentschaft Jemand sollte endlich dieses stumpfsinnige, shitfressende Grinsen aus dem Gesicht des Präsidenten wischen, meint Paul Street. Ein Foto der New York Times zeigt Bush, wie er lächelnd in seinem Oval-Office sitzt, zuversichtlich wirkt und entspannt - in seinem feinen Nadelstreifenanzug. Nur Zentimeter über Bushs lächelndem Gesicht findet sich eine kleine rechteckige Box mit der Überschrift: “Die Namen der Toten”. Und weiter: “Das Verteidigungsministerium hat (bisher) 512 amerikanische Militärangehörige identifiziert, die seit Beginn des Irakkriegs starben.” (mehr...)
31. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die USA bitten die Vereinten Nationen um Rückendeckung im Irak - Talking Points Die USA sind bemüht, die UN in den Irak zurückzuholen. Die Vereinten Nationen sollen die US-Besatzung politisch decken. Nach diesem Meinungsumschwung der Bush-Administration gibt Phyllis Bennis Antworten auf Fragen wie: Warum ist die Bush-Administration überhaupt so versessen auf eine “Machtübergabe an die Iraker” bis zum 30. Juni? Warum hat die Bush-Administration ihre Haltung gegenüber der UNO geändert? Was hat Kofi Annan eigentlich entschieden? Warum ist Ayatollah al-Sistani so auf Wahlen aus, und warum sucht er die Unterstützung der UN? Worin liegt das Risiko der UN - falls sie sich weigert, unter US-Bedingungen in den Irak zurückzukehren / falls sie mit diesen Bedingungen einverstanden ist? Was sind unsere Forderungen? (mehr...)
28. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
“Das ist unser Leben …” - Ein Bericht über eine Reise in den Irak Dr. Eva-Maria Hobiger, Fachärztin für Strahlentherapie in Wien, ist zum wiederholten Mal im Auftrag des Projektes “Aladins Wunderlampe - Hilfe für krebskranke Kinder in Basra” in den Irak gereist. Sie berichtet über ihre Reise im November 2003. Ihr Fazit: Man kann die Ablösung der Gewaltherrschaft eines diktatorischen Systems mit militärischen Mitteln bewerkstelligen, was man aber bestimmt nicht mit militärischen Mitteln erreichen kann, ist der schwierige Wiederaufbau eines Landes und einer Gesellschaft, die in allen ihren Schichten ge- und zerstört ist. Die Iraker sehen keinen Ausweg aus dem Dilemma und ihre Reaktionen reichen vom Fatalismus bis zur abgrundtiefen Depression. (mehr...)
11. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Tod in britischem Gewahrsam im Irak Der 14. September ist der Tag, an dem Polizeioberstleutnant Daoud Mousa von der irakischen Polizei seinen Sohn Baha zuletzt lebend sah. An dem Tag führten britische Soldaten in dem Basraer Hotel, in dem der junge Mann an der Rezeption arbeitete, eine Razzia durch. “Drei Tage später sah ich die Leiche meines Sohnes”, so der Oberstleutnant. Seine Nase war gebrochen. Über seinem Mund war Blut zu erkennen. Ich konnte blaue Flecken an seinen Rippen und Oberschenkeln sehen. An den Handgelenken, dort wo die Handschellen saßen, war die Haut abgeschält”. Robert Fisk berichtet vom brutalen Tod eines jungen Mannes in britischem Gewahrsam in Basra, Irak. (mehr...)
07. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Nicht Neokonservatismus - simple Raffgier James Baker hat um den Erlass der irakischen Auslandsschulden gebeten. Als sie von dieser “noblen Mission” (Bush) hörte, musste Naomi Klein an jene Story denken, die ein im Dezember 2003 ein vom US-Außenministerium freigegebenes Dokument zu Tage förderte. Es enthält den Beweis, dass die USA die mörderische Kampagne der (argentinischen) Generäle wissentlich unterstützten, sowohl finanziell als auch in politischer Hinsicht. Und trotz der unleugbaren Komplizen-Rolle, die sie in der argentinischen Tragödie spielten, lehnen die USA konsequent jeden Versuch ab, die Schulden des Landes (Argentinien) zu canceln. Weshalb also zeigt sich Mr. Bush plötzlich so von seiner besorgten Seite? “Die Zukunft des irakischen Volks sollte nicht durch die enorme Schuldenlast verpfändet werden”. (mehr...)
01. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: den Widerstand im Blut ertränken Gerhard Wendebourg thematisiert die erschreckenden “neuen”, “alten Methoden” der USA im Irak und deren Skrupellosigkeit. Zum Ausdruck kamen diese neuen “Methoden” u.a. mit der Erschießung von 16 unbewaffneten Demonstranten, von denen nicht wenige bei der Flucht in den Rücken geschossen wurden. Insider aus US-Army und Geheimdienst vergleichen die Vorgänge mit der “Operation Phoenix”, die aus dem Vietnamkrieg bekannt wurde. Diese führten zur Ermordung und Folter von mindestens 50.000 Menschen, meist Zivilisten. Das Ausbilden und Beauftragen von Killerkommandos ist dabei (historisch) nicht als Einzelfall zu betrachten, sondern hatte ihre Vorläufer und Nachfolger. (mehr...)
25. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der lebende Saddam leistet dem Empire gute Dienste Der gefangene Saddam Hussein funktioniert weiter wie über weite Strecken seiner tödlichen Karriere: als Werkzeug der US-Imperialstrategie. Nun, da der gefangene Ex-Diktator also in Haft ist, wird er den USA zusätzlich Gelegenheit geben, weiter an der Fiktion zu stricken, die USA seien der größte Freund von Freiheit und Demokratie in und außerhalb des Nahen/Mittleren Ostens. (mehr...)
24. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Selektives Erinnerungsvermögen und falsche Doktrinen Noam Chomsky spricht sich für eine faire Verhandlung gegen Saddam Hussein vor einem internationalen Tribunal aus. Eine Anklage von Saddams Gräueltaten würde nicht nur seine Abschlachtung und Vergasung von KurdInnen im Jahr 1988 betreffen, sondern auch sein Massaker an den schiitischen Rebellen, welche ihn 1991 umstürzen hätten können. Zu diesem Zeitpunkt waren Washington und dessen Verbündete der bemerkenswert einstimmigen Auffassung, dass der irakische Führer dem Westen und der Region eine bessere Hoffnung für die Stabilität seines Landes bietet als jene, welche unter seiner Unterdrückung leiden. (mehr...)
21. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Saddam nach Den Haag! Uri Avnery übt nachhaltige Kritik an der Inszenierung der Festnahme Saddams als großes Spektakel. Falls es überhaupt möglich sei, mit einem Mann wie Saddam, Mitleid zu wecken, dann hätten die Amerikaner dies erreicht. Die öffentliche Demütigung eines arabischen Führers wecke die tiefsten Gefühle der Beleidigung und des Zornes unter Zehn Millionen Arabern. Diese Gefühle würden eines Tages ihren Ausdruck in Gewalt finden. (mehr...)
19. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Saddams Festnahme wird den Krieg nicht beenden Robert Fisk macht deutlich, dass die von Downing Street und Weißem Haus verbreitete Hoffnung auf Kollaps des irakischen Widerstands nach Saddams Festnahme vergebens sein dürfte. Saddam war weder geistiger noch politischer Führer jenes Aufstands, der momentan im Irak soviele Menschenleben kostet. So glücklich die Herren Bush und Blair über die Gefangennahme Saddams auch sein mögen - der Krieg geht weiter. Es gibt massenhaft Gruppen im Irak, die Saddam zwar nie mochten, die Amerikaner aber dennoch mit Enthusiasmus angreifen. (mehr...)
19. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Den Bruch mit den USA riskieren Oberstleutnant Jürgen Rose führt aus, warum die Europäer an einem Scheitern der Amerikaner im Irak interessiert sein sollten. Aus Sicht der EU könne es nur darum gehen, dem Trend zu einer ökonomischen Kolonialisierung des Planeten mit militärischen Mitteln - und darum gehe es im Kern - unter allen Umständen entgegenzuwirken. Eine erfolgreiche Unterwerfung des Irak würde einer globalen Hegemonie der USA weiteren Vorschub leisten und den (Präventiv-)Krieg als völkerrechtskonformes Instrument der Außenpolitik legitimieren. Darüber hinaus berge jede Beihilfe zu diesem kolonialen Abenteuer, wie der Blutzoll unter den “willigen Koalitionären” bezeuge, auch andere, nicht unerhebliche Gefahren. (mehr...)
16. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wir haben endlich unseren Frankenstein und er befand sich in einem Erdloch Michael Moore: Saddam befindet sich Gott sei Dank wieder in amerikanischen Händen! Er muss uns wirklich vermisst haben. Mann, der sah aber auch schlecht aus! Aber er hat heute wenigstens eine Zahnbehandlung umsonst bekommen. So etwas erhalten die meisten Amerikaner nicht. Einst liebte Amerika Saddam. Wir finanzierten ihn, Wir bewaffneten ihn. Wir halfen ihm bei der Vergasung iranischer Truppen. Aber dann baute er Mist. Er marschierte bei den Diktatoren in Kuwait ein und beging den schlimmsten vorstellbaren Fehler - er bedrohte einen unserer noch BESSEREN Freunde, die Diktatur Saudi Arabiens und seine riesigen Ölvorkommen. Die Familie Bush und die saudische Königsfamilie sind enge Handelspartner; und damals 1990 beging Saddam einen königlichen Fehler, als er sich ihren reichen Besitztümern ein wenig zu sehr näherte. Von diesem Zeitpunkt an ging es mit Saddam bergab. (mehr...)
16. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Nach der Festnahme: Mythos Saddam In seinem Kommentar nach der Ergreifung des Dikators zeigt Karl Grobe die verschiedenen Mythen, die Saddam Hussein angehängt werden. Und solche, die im Zusammenhang mit Saddam noch entstehen könnten. Er meint, die Ergreifung Saddams wird nichts Entscheidendes daran ändern, dass die ungewählten Mitglieder der Übergangsverwaltung verachtet und die Besatzungstruppen dort verhasst sind, wo sie die Überhebung des Siegers herausgekehrt haben. (mehr...)
16. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Porträt von Saddam: Gewaltpolitiker Karl Grobe zeichnet in diesem Artikel den Weg von Saddam Hussein nach, der aus der Dorfarmut von al-Auja nahe der Provinzstadt Tikrit stammte. Die Bagdader Militärakademie nahm Saddam nicht auf: Der Bewerber scheiterte, weil er auf dem Dorf zu wenig Bildung erworben hatte. Die Ablehnung wegen mangelnder Qualifikation ebnete den Weg zum Gewaltpolitiker, der es mit brutaler Gewalt an die Spitze des Staates schaffte. Er überzog - zur Freude der USA - den Nachbarstaat Iran mit Krieg. Donald Rumsfeld fädelte als Sonderboterschafter von US-Präsident Reagan allerlei ersprießliche Geschäfte mit Saddam ein. (mehr...)
12. Dezember 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Widerstand Ja - aber gewaltfrei! Reaktionen auf eine PANORAMA-Sendung Die Friedensbewegung unterstütze den Terror, behauptet das Fernsehmagazin PANORAMA in seiner Sendung vom 11.12.2003. Als Beleg dafür dienten Personen, die in Deutschland Geld sammeln, um angeblich Waffenkäufe im Irak zu finanzieren und um den militärischen Widerstand dort zu stärken. In einer ersten Stellungnahme hat Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), geäußert: “Wer Geld für Waffen sammelt und das Abschießen von Soldaten gutheißt, ist weder Pazifist noch Humanist und stellt sich damit selbst außerhalb der Friedensbewegung.” Inzwischen liegen auch weitere Stellungnahmen von Personen vor, die PANORAMA in seinem Bericht als angebliche Zeugen für die mutmaßliche Unterstützung des bewaffneten Widerstands im Irak durch die hiesige Friedensbewegung anführte. (mehr...)
03. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wenn Bush den “Krieg” umdefiniert Von einem Konflikt zwischen Staaten oder Völkern kann bei den Anschlägen der Terroristen, die Bush einen “Krieg gegen die Zivilisation” nennt, offenbar nicht die Rede sein. Deshalb wurde auf Terror oder was man dafür hielt mit anderen Maßnahmen als mit Krieg reagiert. Thomas Rothschild meint, daß Bush sich eines semantischen Tricks bedient, indem er den Begriff “Krieg” neu definiert und Anschläge wie die vom 11. September oder von Istanbul als Krieg kategorisiert werden. Vor diesem Hintergrund erscheine ein Krieg im konventionellen Sinne als adäquate Reaktion. Mit der gleichen Berechtigung aber, mit der man die Massenmorde von terroristischen Vereinigungen oder Einzeltätern als Krieg definiere, könne man verkünden: Krieg herrsche, wo Staaten oder Völker den vermeidbaren Tod von Hunderttausenden Menschen zulassen. Nach dieser Definition hätten die reichen Völker schon lange einen Krieg begonnen, auf den der Terror weniger subtil, aber mit gleicher Wirkung antworte. (mehr...)
02. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Sie haben Lügen für ihre Propaganda benutzt In einem Interview geht der Journalist und Dokumentarfilmer John Pilger auf die Lügen ein, die Bush und Blair benutzten, um ihren Krieg gegen den Irak zu führen. Er erklärt, warum die USA in diesen Krieg zogen und warum sich die Besatzer in der Krise befinden. Er meint, es ging natürlich ums Öl und die direkte Kontrolle des Nahen Ostens. Der Antikriegsbewegung rät er zu direkten Massenaktionen auf unterster Ebene. In jeder kleinen Stadt sollten Stimmen gehört werden und Leute bereit sein, alle Risiken des zivilen Ungehorsams auf sich zunehmen. Und in den USA soll das gemacht werden, was die Menschen in Bolivien kürzlich in ihrem kleinen veramten Land gemacht haben, wo sie den Präsidenten stürzten. (mehr...)
02. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Das zweite Vietnam Zwischen Vietnam und dem Irak gibt es große kulturelle, politische und geografische Unterschiede, die nicht zu unterschätzen sind. Die USA ermunterten und unterstützten Saddam Hussein in seinem Krieg gegen den Iran in den 80er-Jahren, weil sie die Dominanz militanter Schiiten über die Golfregion befürchteten. Das tun sie noch heute. Aber die USA ignorierten viele der Lektionen ihrer traumatischen Erfahrungen in Vietnam und wiederholen heute im Irak viele ihrer Fehler, die zu ihrer Niederlage in Vietnam geführt haben. Von Gabriel Kolko. (mehr...)
27. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Warum sie uns hassen Paul Street setzt sich mit dem in der amerikanischen Öffentlichkeit üblichen Unterscheiden zwischen der angeblich effizienten und sauberen Militäroperation im März, die den Regimewechsel (im Irak) erzwang und dem Fehlplanungs-Chaos plus hohem Blutzoll danach in der Okkupation auseinander. Er kritisiert, dass offensichtlich überhaupt nicht die hohe Zahl ermordeter oder verstümmelter Irakis während ihrer “Befreiung” beachtet werde. Die amerikanischen Medien würden viel sensibler über das schlimme emotionale Leid derer berichten, die Irakis töten als über das Leid von Irakis, die von Amerikanern getötet oder das Leid von Irakis, deren Angehörige getötet werden. (mehr...)
12. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Gesundheitsstatus der Iraker verschlechtert sich - Zahl der Toten steigt weiter Ein internationales Team von Ärzten und Wissenschaftlern der IPPNW hat unter Federführung der britischen IPPNW-Sektion, Medact, in den vergangenen Monaten sämtliche zur Verfügung stehenden Informationen über die Gesundheits- und Umweltfolgen des Irakkrieges zusammengetragen und ausgewertet. Ihr Ergebnis: Bis heute hat der Irakkrieg mindestens 20.000 irakische Tote gekostet. Mindestens 40.000 Iraker sind verletzt worden. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt weiter an. Durch Streubomben wurden insgesamt 340.000 kleine Sprengsätze auf den Irak abgeworfen. Seit dem Krieg sind 1.000 Kinder durch Munitionsreste, vor allem Sprengsätze, verletzt worden. (mehr...)
11. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak-Krieg ist nicht zu Ende Vor einem halben Jahr hat Präsident Bush den Krieg gegen Irak für gewonnen erklärt und sich als Sieger inszeniert. Weltweit wurde seither vom beendeten Krieg geredet. Inzwischen wird es immer klarer, dass der Krieg weitergegangen ist und wir uns aktuell in einer neuen Phase des alten Krieges befinden. Dabei wurde bereits viel Hohn über die weltweite Antikriegsbewegung ausgeschüttet, weil die Zahl der Toten angeblich entgegen den Befürchtungen überschaubar geblieben sei. Von Michael Schmid. (mehr...)
08. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak - 5 Monate nach “Kriegsende”. Frieden ist nicht in Sicht Prof. Dr.med. Ulrich Gottstein erinnert in einem Vortrag zunächst daran, was dem US-Angriffskrieg gegen den Irak vorausgegangen war. Damit wird verständlich, warum die US-Truppen nicht als Befreier, sondern als Feinde und Besetzer von der Mehrheit der irakischen Bevölkerung gesehen werden. Die US-Regierung wird gehasst, weil sie die bestimmende Macht in den Vereinten Nationen ist, die das irakische Volk 13 Jahre lang unter dem Embargo hat leiden lassen und die jahrelangen Bombardements im Süden Iraks mit Hunderten getöteter Zivilisten nicht unterbunden hatte. Und weil nun die US-Armee sich gegenüber dem irakischen Volk benimmt, wie die israelische Armee gegenüber den Palästinensern, so sagen sie. (mehr...)
08. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
UN-Sicherheitsrat stimmt einer US-Besatzung zu Die US-amerikanische Nahost-Expertin Phyllis Bennis meint, die von den Vereinigten Staaten hervorgebrachte Resolution, welche vom UN-Sicherheitsrat bewilligt wurde, stelle nur ein internationales Feigenblatt für Washingtons Besetzung dar. Die Besetzung bleibt illegal und verletzt die UN Charta. Die neue Resolution wird nichts dazu beitragen, um die fundamentalen Probleme einer US-Besatzung im Irak zu ändern ? die Unrechtmäßigkeit dieser Besetzung, ihren Unilateralismus und ihre Verantwortung für so viel Zerstörung im Irak und die andauernde Krise der Gewalt im Land. Von Phyllis Bennis. (mehr...)
04. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Eins, zwei, drei und vier / Warum sind unsre Truppen hier? Robert Fisk meint, das größte Problem für die US-Streitkräfte im Irak ist nicht der bewaffnete Widerstand, sondern eine Krise der Truppenmoral. Hauptverantwortlich hierfür sieht er jene Ideologen der Rechten in Washington, die auf diesen Krieg gedrängt haben. Sie haben einen Traum mit “Massenvernichtungswaffen” und umjubelten amerikanischen Truppen gesponnen, die zur “Befreiung” der Irakis kommen. Unfähig, ihre Fiktion mit irgendwelchen Fakten auszuschmücken, gestehen sie heute lediglich ein, dass die Soldaten, die sie in das größte Rattennest im Mittleren Osten geschickt haben, nun “eine Menge Arbeit vor sich haben” und dass sie “an der Front im Krieg gegen den Terror kämpfen” - wovon vor und während der Invasion nie die Rede war. (mehr...)
28. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
15:0 für George W. Bush Reinhard Mutz im Gespräch mit FREITAG über die UN-Resolution zum Irak, der er für überflüssig oder gar für schädlich hält und die das geschehene Unrecht nicht heilen wird. Er meint, über die Rolle der UNO im Irak sollte man sich keine Illusionen machen. Würden die amerikanischen Streitkräfte morgen abziehen und UN-Truppen ihren Platz einnehmen, wäre die Lage noch um keinen Deut besser. (mehr...)
28. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein besetztes Land Für Howard Zinn ist der Irak kein befreites Land sondern ein besetztes. Der Irak ist von Saddam Hussein befreit - nicht aber von den USA. Aber noch verhängnisvoller als die hässliche Okkupation des Irak ist die der Vereinigten Staaten. Der sogenannte “Krieg gegen den Terrorismus” ist auch ein Krieg gegen das Volk der Vereinigten Staaten. Es ist ein Krieg gegen unsere Freiheitsrechte und unseren Lebensstandard. Der Reichtum dieses Landes wird dem Volk weggestohlen und an die Superreichen verteilt. Dagegen müssen wir zu jeder Aktion greifen, die uns geeignet scheint. Keine Aktion ist zu kleindimensioniert oder zu kühn. (mehr...)
26. Oktober 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Interessantes Video mit Arundhati Roy in New York Die indische Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy zählt zu den entschiedensten GegnerInnen der US-Politik. Am 13. Mai 2003 hielt sie in der Riverside Church in New York eine lange Rede zur unheilvollen Verflechtung von Politik und Wirtschaft, etc. Weil es diese Rede wert ist, weiter zur Kenntnis genommen zu werden, hat sie der Sender “Democracy Now!” am 24. Oktober 2003 dokumentiert. Der Text findet sich in deutscher Übersetzung auf der Lebenshaus-Website. (mehr...)
25. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bushs Vietnam Die “Terroristen”, die nun die amerikanischen Besatzungskräfte im Irak belagern, repräsentieren einen bewaffneten Widerstand, der mit ziemlicher Sicherheit von der Mehrheit der Iraker unterstützt wird. Das zweite Geheimnis sind die auftauchenden Beweise für das wahre Ausmaß der Todesopfer durch die anglo-amerikanische Invasion, die auf das Blutbad hinweisen, das Bush und Blair immer abgestritten haben. Von John Pilger. (mehr...)
20. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bushs Verwundbarkeit für Glaubwürdigkeit, Krieg und Wirtschaft wächst Senator Edward M. Kennedy überraschte letzte Woche seine Senatskollegen, indem er dem Bush-Team vorwarf, den Krieg im Irak nur aus innenpolitischen Gründen zu führen, und die amerikanische Öffentlichkeit bewusst zu betrügen. “Es gab keine bevorstehende Gefahr. Das wurde alles in Texas erfunden, und im Januar wurde an die republikanische Regierung verkündet, dass der Krieg stattfinden wird und dass er politisch vertretbar sei. Die ganze Sache war ein Schwindel”, sagte Kennedy. (mehr...)
20. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Den Gegenpol besetzen - Chancen für eine multilaterale Weltordnung Trotz des Desasters im Irak bleiben die USA absehbar ökonomisch und erst recht militärisch mächtig genug, ihren Unilateralismus mit Hilfe einer Allianz der Willigen quer über den Globus für Jahre in der jetzigen oder in abgeschwächter Form fortzusetzen. Nicht zuletzt der Verlauf der Debatte um eine neue Irak-Resolution zeugt davon. Für eine multilaterale Ordnung besteht nur dann eine reale Chance, wenn in Amerika selbst die politische Legitimation des Unilateralismus zu bröckeln beginnt und die Argumente des Multilateralismus überzeugen. Von Mohssen Massarrat. (mehr...)
14. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Jetzt ist die Zeit! Appell für die Opfer von Halabja Vor 15 Jahren, am frühen Morgen des 16. März 1988, flogen irakische Kampfflugzeuge die kurdische Stadt Halabja im Nord-Irak an. Sie trugen eine tödliche Fracht: Kampfgas, das mit deutscher Hilfe in den Chemiefabriken des Irak hergestellt wurde. “Insektenvernichtungsmittel” - wie es offiziell hieß. Die Piloten plazierten das Gift ins Zentrum der Stadt. 5000 Männer, Frauen und Kinder starben an diesem Tag einen grauenhaften Tod im Lungenkrampf. Über 10000 Menschen wurden lebensgefährlich verletzt und leiden bis heute an den chronischen Folgen des Gaseinsatzes. Bis heute wartet die kurdische Bevölkerung auf ein Zeichen aus Deutschland gegenüber den Opfern. medico international erinnert heute an diese “Offene Wunde” im deutsch-kurdischen Verhältnis. Die Bundesregierung ist aufgefordert, der deutschen Verantwortung entsprechend tätig zu werden. Alle anderen Menschen in unserem Lande sind es auch. (mehr...)
12. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Öl, Krieg und ein wachsendes Panikgefühl in den USA Robert Fisk meint, in der Natur der neuen Macht Amerikas im Irak liege eine wirkliche Ironie. Die US-Öllagerstätten gehen zunehmend zur Neige und spätestens 2025 werden die Ölimporte 70 Prozent der inländischen Nachfrage ausmachen. Die USA müssen die Weltreserven kontrollieren und momentan kontrollieren Sie vielleicht 25 Prozent der Weltreserven. Aber sie sind nicht in der Lage, das Öl zum Fliessen zu bringen. Die Kosten dafür würden in den USA zu einer ökonomischen Krise führen. Und das ist der Grund für die wachsende Panik der Bush Administration und nicht der, dass täglich junge amerikanische Soldaten sterben. Washington hat den Zugriff auf die größte Schatztruhe der Welt, kann aber den Deckel nicht öffnen. (mehr...)
04. Oktober 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Immer weitere Tote und Verletzte im Irak - Nicht jeder verhallte Protest ist sinnlos! Ansprache von Michael Schmid bei einer Mahnwache am 1. Oktober 2003 in Gammertingen. Er wirft dabei einen Blick auf die Situation im Irak, in dem das Morden weiter in vollem Gange ist und Tag für Tag viele Menschen ihr Leben verlieren. Zum anderen geht er auf das Thema Zivilcourage ein, die sowohl Voraussetzung für Demokratie ist als auch wichtig für die Überwindung von Gewalt. (mehr...)
28. September 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die abweichende Meinung eines Soldaten: Wir blicken dem Tod grundlos ins Auge Tom Predmore war als Angehöriger der US-Streitkräfte in den letzten sechs Monaten an dem beteiligt, was in seinen Augen die größte moderne Lüge darstellt: Operation Iraqi Freedom. Einst glaubte er für eine gute Sache zu dienen. Auf der Grundlage von Halbwahrheiten und dreisten Lügen kann er seinen Dienst nicht länger rechtfertigen. Er meint, ohne jeglichen Grund und ohne jegliche Rechtfertigung dem Tod ins Auge geschaut zu haben und fragt eindringlich: Wie viele Tränen müssen noch vergossen werden, bevor die Amerikaner erwachen und die Rückkehr der Männer und Frauen verlangen, deren Beruf es ist, sie zu schützen und nicht die Interessen ihrer Führer? (mehr...)
22. September 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Interview - Nacht für Nacht ein Gemetzel am irakischen Volk Juan Gonzalez interviewt für den “War and Peace Report” des unabhängigen nordamerikanischen Senders Democracy Now! den Reporter des Londoner Indepentdent Robert Fisk zum Thema Zivilopfer im Irak. Es geht um die Zahl ziviler Opfer, Menschen, die Tag für Tag im Irak als Resultat der Besatzung ihr Leben verlieren. Seit April sind tausende irakischer Zivilisten durch Gewehrfeuer und andere Formen der Gewalt umgekommen. Schuld ist das Chaos, das nach der ‘Befreiung’ Bagdads (auf das Land) losgelassen wurde. Und die Amerikaner interessieren sich nicht wirklich für die Iraker. Das ist genau das Krebsgeschwür, das sich momentan in die irakische Gesellschaft hineinfrisst. (mehr...)
21. September 2003 | Zukunftsfähige Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit
Freihandel ist Krieg Die größten Feinde des Terrors sind die, die nicht aus den Augen verlieren, dass Gewalt wirtschaftlichen Interessen dient - und auch nicht, dass Kapitalismus selbst Gewalt ist. Das sollten wir begreifen, meint Naomi Klein. (mehr...)
02. September 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Warum wir am 25. Oktober 2003 nach Washington marschieren Unter Federführung von Act Now to Stop War & End Racism (A.N.S.W.E.R.) und United for Peace and Justice (UFPJ) hat die US-amerikanische Antikriegs- und Friedensbewegung für 25. Oktober 2003 zu einem internationalen Marsch nach Washington aufgerufen. Zentrale Forderung ist die Beendigung der kriminellen Besatzung des Irak. Die Resonanz auf den Aufruf lässt auf Potential schließen, dass dieser Marsch weit über einen symbolischen Protest hinausgehen könnte. Mehr als 2.000 Organisationen und Einzelpersonen unterstützen ihn bereits. Für die deutsche und europäische Friedensbewegung könnte dies ein Datum sein, in Solidarität mit unseren amerikanischen FreundInnen ebenfalls Aktionen durchzuführen. Die deutsche Übersetzung des Aufrufs bzw. der Begründung für den Marsch nach Washington findet sich auf der Lebenshaus-Website. (mehr...)
01. September 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Die Welt darf kein Kriegsspiel nach den Regeln der Starken sein

Michael Schmid erinnerte in einer Rede am Antikriegstag 2003 an den Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939, geht ein auf die Entwicklung in Deutschland von einer Ablehnung des Militärs über die Errichtung der Bundeswehr hin zu deren weltweiten Einsätzen und wirft einen Blick auf den Irak-Krieg. Er träumt von einer "Realpolitik", welche das reale Schicksal und das wirkliche Leben, die Not und die Probleme der Völker und des einzelnen Menschen zum Ausgangspunkt ihrer Politik macht und nicht die wirtschaftlichen Vorteile nur des eigenen Staates.

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01. September 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Iraks doppelter Schutt In schwärmerischen Momenten haben die verantwortlichen Herren in Washington sich die Zukunft Iraks so vorgestellt: Ein befreiungsfreudig jubelndes Land, das zur Demokratie aufbricht; eine dynamische Gesellschaft in einem dynamischen Staat, der aus den eigenen Ölreichtümern Wohlstand für alle schafft; ein leuchtendes Beispiel für das westliche Drittel Asiens. Die Despoten würden zittern, die Völker aber sich zu sämtlichen Werten der freien Welt bekennen, die im Zweistromland Realität und Vorbild werden. Das war naive Selbsttäuschung. Oder es war der Zynismus falscher Propheten, die andere Ziele hinter einem Rauchvorhang weihrauchgesättigter Phrasen zu verbergen suchten. Von Karl Grobe. (mehr...)
25. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Kollaps des Irak Als die UN-Inspektoren keine Massenvernichtungswaffen im Irak fanden und der UN-Sicherheitsrat der (geplanten) amerikanisch-britischen Invasion nicht zustimmte, verhehlte Präsident Bush seinen Spott für die Vereinten Nationen nicht. Nun ist er seinerseits nicht einmal in der Lage, das Leben von UN-Angehörigen im Irak zu schützen. Wer wird unter diesen Umständen im Irak noch investieren wollen - und wer sein Geld auf eine künftige “Demokratie” im Irak verwetten? Robert Fisk über den Kollaps des Irak. (mehr...)
22. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Gulliver ruft, die Zwerge folgen Die NATO, Afghanistan und der Irak: Das “alte Europa” soll der neuen amerikanischen Kolonialherrschaft dienen. Ein Beitrag von Oberstleutnant Jürgen Rose. (mehr...)
18. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Präventivkrieg - das ‘schlimmste Verbrechen’ Der Amerikaner Noam Chomsky stellt die neue nationale Sicherheitsstrategie dar und kommt zum Ergebnis, dass Präventivkrieg das ‘schlimmste Verbrechen’ und die Invasion in den Irak etwas ist, was man als infam bezeichnen wird. (mehr...)
17. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Aufstieg zur Chaosmacht Den Blitzkrieg gegen die irakische “Barfuß”-Armee haben die anglo-amerikanischen Truppen erwartungsgemäß schnell gewonnen. Der Frieden danach misslingt den High-Tech-Kriegern. Der Eindruck liegt nahe, dass Friedensstiftung kein essentieller Auftrag der US-Streitkräfte ist, sondern sie einzig und allein dem Zweck dienen, effizient und siegreich Krieg zu führen. Von Jürgen Rose. (mehr...)
17. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Kosten des Irakkrieges Krieg geht jede/n an, nicht nur die, die direkt ins Kriegsgeschehen eingebunden sind. Die amerikanische Webseite “Cost of the War in Iraq” ist ein einfacher Versuch, die in Zahlen umsetzbaren Auswirkungen des Krieges zu demonstrieren: Die finanzielle Belastung, die er SteuerzahlerInnen auferlegt. Es wird ein laufend aktualisierter Kontostand jenes Geldbetrages dargestellt, den die US-Regierung für die Finanzierung des Irakkrieges ausgegeben hat und ausgibt. (mehr...)
06. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak funktioniert nicht Der britische Journalist und exzellente Nah/Mittel-Ost-Kenner Robert Fisk stellt die Frage, wann die Besatzungsbehörden endlich begreifen, dass man sich den Irak nicht “zurechtspinnen” kann. Seiner Meinung nach durchlebt dieses Land eine Tragödie epischen Ausmaßes. Nach dem Absturz Iraks in Saddams Hölle gingen die Menschen des Irak einem neuen Abschnitt ihres Leidenswegs entgegen und wir einer neuen Kolonialismus-Demütigung, die auch die Karrieren von Bush und Blair kosten könnte. Aber am Entscheidendsten: Es könnte noch vielen, vielen unschuldigen Menschen das Leben kosten! (mehr...)
02. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
US-Trupp verwandelt verpfuschte Saddam-Razzia in Massaker Versessen, Saddam zu fangen, haben US-Soldaten gestern eine verpfuschte Razzia auf ein Haus im Bagdader Mansur-Distrikt in ein Blutbad verwandelt. Auf einer belebten Straße eröffneten sie das Feuer auf Dutzende irakische Zivilisten. Falsche Informanten, schlechtausgebildete US-Soldaten, die anscheinend keine Feuer-Kontrolle praktizieren und mangelnde militärische Planung haben hier erneut zu einer Tragödie für jenes Volk geführt, das die Amerikaner noch vor 15 Wochen behaupteten, “befreien” zu wollen - von Saddam Hussein. Ein Bericht von Robert Fisk. (mehr...)
29. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Traumtänzer im Krieg. George W. Bush auf der Suche nach Saddams Waffenarsenalen und glücklichen Irakern Mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen ist der Krieg gegen Irak begründet worden. Die Propaganda hatte Erfolg. Anfang 2003 waren 81 Prozent der US-AmerikanInnen der Ansicht, Irak bedrohe die USA. Bisher wurden im Irak aber keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Trotz der bisherigen Pleite bei der Waffensuche lassen die maßgebenden Männer in Washington keine Zweifel zu an ihrem Glaubensbekenntnis. Wer kritisiert, wird als “revisionistischer” Besserwisser abgetan. Die Waffen müssten doch irgendwo sein. Konrad Ege beschreibt, wie sich die Stimmung in den USA nun wandelt. (mehr...)
27. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein fragwürdiger Erfolg Karl Grobe stellt in seinem Kommentar dar, dass der Krieg gegen Irak nicht an dem Tage beendet worden ist, an dem Präsident George W. Bush bei seiner spektakulären Flugzeuglandung auf einem Flugzeugträger vor der Westküste der USA den Sieg ausrief. Er ist nur in eine andere Gestalt geschlüpft, und die beginnt allmählich einem vietnamesischen Wiedergänger zu ähneln. (mehr...)
27. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak & Unrecht: die Konzentrationslager der USA Robert Fisk beschreibt die häßliche Wahrheit über das amerikanische Camp Cropper im Irak - eine Story über ein amerikanisches Konzentrationslager in Bagdad. (mehr...)
19. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Erst Bomben, dann kaufen. Ein Interview mit Naomi Klein Scott Harris von ‘Between the Lines’ sprach mit der Autorin und Kolumnistin Naomi Klein. Sie vetritt die Ansicht, die Wirtschaftspläne der Bush-Administration für den Irak stellten lediglich ein Element innerhalb einer sehr viel breiter angelegten Strategie dar, die darauf abzielt, den multinationalen Konzernen Amerikas zu Macht und Reichtum rund um den Globus zu verhelfen. (mehr...)
16. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Vize-Königreich Irak Der erste öffentliche Auftritt des irakischen Regierungsrates war eine Pressekonferenz exklusiv für Ausländer. Das Symbol für den versprochenen demokratischen Aufbruch im besetzten, von der Baath-Diktatur befreiten Land präsentierte sich in der einzig zutreffenden Verkleidung. Aus einem demokratischen Prozess ist es gleichwohl hervorgegangen: der demokratischen Auseinandersetzung zwischen zwei Ministerien und einem Geheimdienst in Washington. Nach ihrem gemeinsamen Bild erfand der dafür nach Bagdad entsandte Vizekönig die Vertretung, die eher die verschiedenen Phasen der jüngeren irakischen Geschichte widerspiegelt als in die Zukunft weist. (mehr...)
08. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Zum Verständnis des Krieges gegen den Terrorismus: “Pax Americana” und Präventivschlag Bob Aldridge hat sechzehn Jahre als Entwicklungsingenieur für die Lockheed Company (USA) gearbeitet. Am Bau der strategischen Atomraketen Polaris, Poseidon und Trident war er in leitender Stellung beteiligt. Weil er seine Arbeit nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, hat Aldridge 1973 den Rüstungskonzern verlassen. In seinem Dokument “‘Pax Americana’ und Präventivschlag” hat er einige einschlägige Informationen zusammenzutragen, mit denen er aufzeigt, wie die Bush-Administration aus dem “Krieg gegen den Terrorismus” einen Vorteil zieht, um den Plan zur Schaffung einer militärischen und wirtschaftlichen Übermacht voranzutreiben, an dem schon seit über einem Jahrzehnt gearbeitet wird. (mehr...)
06. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wofür Kriege gut sind - Bechtel und Blut für Wasser. Die Ausweitung der Herrschaft der Konzerne Einen Monat nach Beginn des Krieges gegen den Irak taucht der wirkliche Sieger auf. Der US-Baukonzern Bechtel hat einen 680-Millionen-Dollar-Vertrag für den Wiederaufbau des Irak erhalten. In einer Periode sinkenden Wirtschaftswachstums und einer Verlangsamung des Molochs Globalisierung wird Krieg zur Ausrede für die Ausweitung der Herrschaft der Konzerne. Vandana Shiva sieht im Irak-Krieg einen Beleg dafür, dass Krieg als Fortsetzung der Globalisierung mit anderen Mitteln geführt wird. Die Menschen auf der ganzen Welt sind nun herausgefordert, die Kräfte der globalisierungskritischen Bewegung, der Friedensbewegung und der Bewegung für eine wahre Demokratie zusammenzubringen. (mehr...)
16. Juni 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Instantmischung für Imperiale Demokratie (Zwei zum Preis von einer)” Am 13. Mai 2003 hielt die indische Schriftstellerin Arundhati Roy in der New Arundhati-Roy4.jpg Yorker Riverside Church eine Rede, in der sie nach dem offiziellen Ende des Irak-Kriegs mitten im Herzen des US-Imperiums mutig unbequeme Gedanken über Geld, Krieg, Rassismus und Demokratie aussprach. Als kleinen Schritt im Kampf gegen das Imperium empfiehlt sie, jedem Konzern, dem ein Aufbauvertrag im Nachkriegsirak zugesprochen wurde, die Sanktionen der Bevölkerung aufzuerlegen: namentlich nennen, bloßstellen und boykottieren. (mehr...)
16. Juni 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Pressezensur - für Iraker nichts Neues Robert Fisk schildert, wie sich die anglo-amerikanischen Behörden im Irak nur zwei Monate nach der “Befreiung” Iraks dazu entschlossen haben, die freie neue irakische Presse zu kontrollieren. Zeitungen, die “wilde Stories” verbreiten, also Material, das provokativ oder dazu geeignet ist, ethnische Gewalt heraufzubeschwören, werden verwarnt oder geschlossen - zum Besten des irakischen Volks, natürlich. Kontrollierte Presse gleich verantwortungsvolle Presse. Genau das hat auch Saddam Hussein über die Schundblätter gesagt, die sein Regime hervorbrachte. (mehr...)
01. Juni 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Globalisierung des Rechts Der Züricher Rechtsanwalt Martin Jäggi setzt sich in diesem Artikel damit auseinander, dass Bush, Blair, Cheney, Rumsfeld usw. wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt gehörten. Es müsste sich allerdings ein Gericht finden, das solche Klagen entgegennimmt. Er ist auch der Meinung, dass sich vor unseren Augen Revolutionäres ereigne. Das internationale Recht, das Völkerrecht habe einen Quantensprung getan. Es entstehe eine Rechtsordnung, die global gelte, und wo, zunehmend, nicht mehr nur die Kleinen gehenkt werden. (mehr...)
01. Juni 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Irak-Krieg - Erfahrungen und Einsichten Michael Schmid setzt sich in diesem Artikel mit dem Verbrechen “Irak-Krieg” auseinander, ruft nochmals die phantastischen Aktionen der weltweiten Friedensbewegung in Erinnerung und ermutigt dazu, sich bei der Friedensarbeit nicht völlig von der Frage des Erfolgs abhängig zu machen. (mehr...)
31. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak - Ein Land im Schock und Ausnahmezustand Die Ärztin Angelika Claußen berichtet über die aktuelle Situation im Irak, wie sie eine kleine Delegation der IPPNW während einer Reise im Mai 2003 vorgefunden hat. Sie beendet ihren Bericht mit Hinweisen, was angesichts der verwirrenden Lage für IPPNW und Friedensbewegung zu tun ist. (mehr...)
29. Mai 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Den Menschen im Irak eine Stimme in der Welt geben Jürgen Hahnel war vor und teilweise während des Feldzugs der anglo-amerikanischen Truppen als menschliches Schutzschild im Irak. Er wollte auch den Menschen im Irak eine Stimme geben. In dem Artikel von Frank Bärmann wird beschrieben, was ihn dazu motivierte, wie sein Weg dorthin verlief und welche Erfahrungen er bis zu seiner Ausweisung durch irakische Behörden machte. (mehr...)
27. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die UNO hat kapituliert Tariq Ali schreibt über die Kapitulation der UNO. Die Bagdad-Expedition war geplant als erstes Feilen an einer neuen imperialen Haltung. Und wie könnte man diesen Wechsel zu einer mehr offensiven Strategie besser unter Beweis stellen als mit Irak als Paradebeispiel? Schließlich gab es nicht einen Grund, den Irak als Ziel zu wählen. Der UN-Sicherheitsrat erkennt die Besatzung des Irak und dessen Rekolonialisierung durch die USA bzw. durch deren schamroten britischen Adjutanten an. Die UN haben im Nachhinein einen Präventiv-Krieg abgesegnet. (mehr...)
27. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Sieg der Dummheit Der Angriff auf den Irak war völkerrechtswidrig. Klaus-Jürgen Gantzel beschreibt, dass die USA schon oft Völkerrecht benutzt oder abgelehnt haben, wie es ihnen gerade passte - nun soll die UNO mehr denn je an den Rand gedrängt werden. In einer historischen Epoche, in der die Globalisierung immer weiter um sich greift und immer tiefer in die nationalen Gesellschaften hinein wirkt, kehren die USA zu einer nationalistisch-imperialistischen Politik zurück, beschönigend »präventive Strategie« genannt. Die Lernkapazität des politischen Systems der USA ist höchst begrenzt - es produziert Verdummung, gefährliche Verdummung, mit Todesfolge für viele, viele Menschen. (mehr...)
24. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Jederzeit ein Regime ausschalten können Jürgen Rose, Oberstleutnant der Bundeswehr, führt aus, dass sich der internationale Terrorismus durch die “revolutionäre Kriegführung” der USA im Irak in seiner “asymmetrischen Kriegführung” weltweit bestätigt fühlt. (mehr...)
20. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Kinderärzte für Baghdad Vor 11 Tagen hatte Cap Anamur in einem Aufruf Kinderärzte für Baghdad gesucht. Dieser wurde auch auf dieser Website veröffentlicht. Es freut uns, nun berichten zu können, dass dieser Aufruf Früchte trägt. (mehr...)
14. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Mein Land: die Welt Howard Zinn beklagt die Opfer der Irakinvasion, Opfer einer rücksichtslosen amerikanischen Regierung. er empfiehlt, alle Kinder dieser Welt so zu sehen, als wären sie amerikanische Kinder. Weil der moderne Krieg immer einen Angriff auf Kinder darstellt, müsste der menschliche Verstand müsste nach neuen Lösungswegen suchen statt Krieg zu führen. (mehr...)
11. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Das Geschäft mit dem Schwarzen Gold Als Grund für den Irak-Krieg konnte je nach Tagesaktualität aus verschiedenen Schlagworten ausgewählt werden: Entwaffnung, Tyrannensturz, Demokratie, Hegemonie und anderen. Karl Grobe führt in seinem Beitrag aus, dass ein wichtiger Grund unauffällig weggeschafft worden war: “Petroleum”. Von Karl Grobe (mehr...)
09. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg vorbei? Robert Fisk zweifelt die Aussage von George Bush über das Ende des Irak-Kriegs an und sagt voraus, daß die Fortsetzung als “nächste Stufe im Krieg gegen den Terror” nicht lange auf sich warten lassen wird. (mehr...)
03. Mai 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
“Nicht in unserem Namen! Dieser Krieg war und ist ein Verbrechen an der Menschheit!” Michael Schmid setzt sich in seiner Rede beim 8. Heidenheimer Friedenstag am 3. Mai 2003, der unter dem Motto “Nicht in unserem Namen” begangen wurde, mit der Begründung, den Opfern und Folgen der Irakinvasion auseinander. Er beleuchtet Hintergründe und zieht einige Schlussfolgerungen für die Friedensarbeit. (mehr...)
02. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Dieser Krieg war barbarisch und dieser Krieg hat mit Abrüstung nun wirklich gar nichts zu tun!” Rede von Tobias Pflüger, Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. beim internationalen Ostermarsch in Konstanz, Bodensee am 19.04.2003 (mehr...)
02. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Feierlichkeiten auf den Straßen des Iraks Humeira Iqtidar setzt sich mit der Entmutigung vieler Kriegsgegner auseinander, weil wir kontinuierlich mit Bildern von amerikanischen und britischen Truppen, die Saddam-Statuen niederreißen und Irakern, die darauf tanzen, bombardiert werden und uns mitgeteilt wird, dass die Haltung der Koalition gerechtfertigt war und diese Bilder die Realität im Irak widerspiegeln. Doch er sieht eine andere Realität. (mehr...)
01. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die wahre Plünderung Patrick Cockburn schreibt über die wahre Plünderung im Irak bzw. darüber, daß Bush und Blair in der jetzigen Stimmung noch nicht zu realisieren scheinen, in welchen Morast sie sich begeben haben. (mehr...)
28. April 2003 | Ökologie
Billiges Erdöl fordert einen hohen Preis US-Präsident Jimmy Carter hatte die vollständige Umstellung der US-Wirtschaft auf Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 angestrebt. Seine Nachfolger setzten diesen Kurs jedoch nicht fort. Mit fatalen Folgen. Denn die Erdölinteressen der USA münden unter anderem im aktuellen Irak-Krieg. Dies belegt Hermann Scheer in seinem Beitrag. (mehr...)
27. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bush und Straw entlarven sich selbst Franz Alt kommentiert die übereinstimmenden Äußerungen von des amerikanischen Präsidenten Bush und des britischen Außenministers Straw, dass die angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen als Begründung für den Krieg wahrscheinlich falsch, aber der Krieg dennoch gerechtfertigt war. (mehr...)
25. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Das Totschlagsargument Wenn es gilt, diesen Irak-Krieg zu verteidigen, ist Hitler ‘die Mutter aller Argumente’: “Wie wollt ihr mit eurer Friedensbewegung einen Diktator stoppen! Hitler konnte nur gestoppt werden, weil ihn damals die Alliierten besiegten und das deutsche Volk befreiten”. Andrea Noll entkräftet diese Begründung aus deutscher Sicht und mit den Erfahrungen ihrer schwäbischen Heimat. (mehr...)
25. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Wiedergänger Kaum ein anderer Politiker ist so häufig mit Adolf Hitler verglichen und gleichgesetzt worden wie Iraks Diktator Saddam Hussein. Warum dies so ist und welche politischen Strategien - gerade zur Rechtfertigung eines Krieges in Irak - damit verfolgt werden, hat der Freiburger Historiker Wolfram Wette untersucht. (mehr...)
21. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Aktiv gegen Kriegsgewinnler! Hussein, Bush und Blair vor internationalen Strafgerichtshof! Rede von Jürgen Grässlin zum Ostermarsch am 19. März 2003 in Stuttgart (mehr...)
21. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensmacht Europa Während in Irak noch die Bomben fallen, wird parallel schon über die Nachkriegsordnung im Nahen und Mittleren Osten diskutiert. Mohssen Massarrat unterbreitet dazu den Vorschlag einer “Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO)”. Sie könnte zugleich den Einfluss der Europäer gegen das Weltmachtstreben der USA stärken. (mehr...)
21. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Frieden auf Sand gebaut Sind die Argumente gegen einen Krieg falsch nachdem er geführt und scheinbar gewonnen wurde? Franz Alt stellt in seinem Artikel fest: eine Regierung, die 1000-mal mehr Geld und Waffen hat als ihr Gegner, kann militärisch leicht gewinnen, moralisch hat sie mit dem ersten Toten verloren. Dieser Krieg war keine Heldentat. (mehr...)
20. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Gewinnler des Imperiums Öl, Rüstung, Wiederaufbau im Irak: Seit dem Marshall-Plan für Europa dürfte es kein solches Projekt mehr gegeben haben - Bushs Freunde sind dabei. Von Konrad Ege. (mehr...)
20. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ich bewundere Sie, Herr Bush! Die iranische Schriftstellerin Fahimeh Farsaie schreibt in einem offenen Brief an Bush und drückt ironisch ihre “Bewunderung” aus. (mehr...)
17. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Würde Präsident Assad eine Cruise Missile in seinen Palast einladen? Jetzt ist also Syrien in der Sichtweite amerikanischer Gewehre. Zuerst ist es der Irak, Israels mächtigster Feind, der im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist, von denen bisher aber keine gefunden wurden. Jetzt ist es Syrien, Israels zweitmächtigster Feind, der ebenfalls Massenvernichtungswaffen besitzt, so jedenfalls erzählt es uns George Bush Junior… Von Robert Fisk. (mehr...)
17. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wurzeln der Plünderung Patrick Cockburn sieht ein Versagen der US-Armee, die Plünderungen im Irak zu stoppen. Das Sichern der Ölfelder war wichtiger. die Ursache der ethnischen Gewalt im Irak sieht er in Armut und Verzweiflung. (mehr...)
17. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wut und Zorn erfüllen die Menschen im Irak Ein Schreiben irakischer Intellektueller, Akademiker und Schriftsteller aus der Bundesrepublik Deutschland an Kofi Annan. (mehr...)
16. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wiederaufbau des Iraks? Naomi Klein schreibt über den angeblichen Wiederaufbau des Iraks, dass die amerikanischen Pläne über die Zukunft der irakischen Wirtschaft darüber hinaus gehen. Vielmehr wird das Land als leere Tafel betrachtet, auf der die ideolologischen Verfechter des Neoliberalismus in Washington ihre Traumwirtschaft planen können: vollkommen privatisiert, im Besitz ausländischer Unternehmen und offen für den Handel. (mehr...)
15. April 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bei den Ostermärschen fordern Friedensorganisationen Konsequenzen aus dem Irak-Krieg Erklärung des Netzwerk Friedenskooperative zu den diesjährigen Ostermärschen, wo Friedensorganisationen Konsequenzen aus dem Irak-Krieg fordern werden. (mehr...)
14. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Krieg im Irak ist noch lange nicht vorbei und schon kommt Syrien ins amerikanische Fadenkreuz Michael Schmid geht darauf ein, dass der Krieg entgegen dem teilweise entstehenden Eindruck noch längst nicht abgeschlossen sei. Wahrscheinlich ist damit zu rechnen, dass er noch sehr vielen Menschen das Leben kosten wird. Zudem ist zu befürchten, dass die amerikanische Regierung ihre Kriegsstrategie in anderen Ländern fortsetzen möchte. Syrien ist nun plötzlich ins Fadenkreuz gekommen. Deshalb ist die weltweite Friedensbewegung noch längst nicht fertig mit ihrem Engagement. (mehr...)
14. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Dies ist erst der Anfang Uri Avnery geht darauf ein, daß sich die Militärmacht USA auspielt wie eine klassische Kolonialmacht. Der Irak ist im Begriff, eine amerikanische Kolonie zu werden und dies lange Zeit zu bleiben. Bezüglich Saddam Husseins hat sich für ihn herausgestellt, dass er nicht nur ein brutaler und grausamer Diktator war, sondern obendrein auch noch eine dummer. Und für gedemütigte junge Araber könnte die Ohnmacht der letzten arabischen Armee gegenüber der amerikanischen Macht gezeigt haben, dass nur noch die Alternative eines Guerillakrieges und von Terrorattacken bleibt. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Abschlachten kolonialen Ausmaßes Konrad Ege, Journalist aus Washington, führt aus, warum für die US-Administration die Nachkriegszeit, die Zeit nach dem Krieg im Irak, wohl zur Vorkriegszeit, zur Vorbereitungszeit auf den nächsten Waffengang wird. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Leichenfeld Irak Lutz Herden meint, wer jetzt zur Tagesordnung übergeht, kapituliert vor dem nächsten Krieg. Amerikaner und Briten haben die Barbarei mit archaischer Wucht vorgeführt. Bestürzend findet er, wie viel in Deutschland bereits öffentlich über die irakische Nachkriegordnung und den eigenen Part dabei nachgedacht wird und wie wenig über den Umgang mit dem Kolossalverbrechen dieses Feldzuges, der mit der geballten Entladung militärischen Vernichtungswahns und imperialen Hochmuts seinesgleichen sucht. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der letzte Beweis: Krieg ist das Ende der Menschlichkeit Der englische Journalist Robert Fisk beschreibt den Krieg aus der Opferperspektive, bei dem das grausame Gesicht dieses Verbrechens jenseits militärischer Triumphmeldungen sichtbar wird. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Nacht danach Uri Avnery sieht die Welt nach den Feindseligkeiten im Irak mit zwei entscheidenden Tatsachen konfrontiert werden: Erstens, die ungeheure Überlegenheit der amerikanischen Waffen kann jedes Volk der Welt schlagen. Zweitens, die kleine Gruppe, die den Krieg angefangen hat, kann von jetzt an Washington fast grenzenlos kontrollieren. Diese beiden Fakten zusammengenommen stellen für die Welt eine Gefahr dar, weil diese Allianz der Feind friedlicher Lösungen ist, der Feind der arabischen Regierungen, der Feind des palästinensischen Volkes und besonders der Feind des israelischen Friedenslagers. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Neuordnungspläne der USA gegen Friedenshoffnungen Nach Irak nehmen die USA Iran ins Visier. Und die Hardliner in Washington denken noch weiter. Davor warnt der US-amerikanische Politologe Gabriel Kolko (70), der sich in einem Buch mit dem »Jahrhundert der Kriege« beschäftigt. Mit Kolko, der heute in Amsterdam lebt, sprach für ND René Gralla. (mehr...)
10. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der “Sieg” der Alliierten Werner Dierlamm geht in seinem Beitrag darauf ein, daß sich Bagdad wider Erwarten ohne schweren Häuserkampf ergeben habe. Dennoch sei das bisher Geschehene schrecklich - mit vielen Opfern. Präsident Bush habe viel Anlass zum Triumphieren. Die Friedensbewegung könne sich eingestehen, eine Niederlage erlitten zu haben. Das Wichtigste sei nicht zu vergessen, wie dieser Krieg unter Bruch des Völkerrechts zustande gekommen sei. (mehr...)
10. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Herber Rückschlag im Kampf gegen die weltweite Armut Reinhard Hermle und Peter Runge sehen durch den Irak-Krieg einen herben Rückschlag im Kampf gegen die weltweite Armut. Der Krieg verschlingt Unsummen, von denen die Entwicklungspolitik schon bislang nicht zu träumen wagte. (mehr...)
10. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Will das US-Militär Journalisten töten? Zuerst killten die Amerikaner den Al-Dschasira-Korrespondenten, sein Kameramann wurde verletzt. Das war gestern. Nur 4 Stunden später griffen sie das Reuters TV-Büro in Bagdad an. Ein Reuters-Kameramann sowie ein Kameramann des spanischen Senders ‘Tele 5’ wurden getötet und vier weitere Reuters-Mitarbeiter verletzt. Robert Fisk geht der Frage nach, ob man ernsthaft glauben soll, das alles seien Unfälle gewesen. Lautet das richtige Wort für diese Tötungen nicht vielmehr ‘Mord’? (mehr...)
10. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die verbrecherische Invasion kennt nicht nur “Sieger”, sondern auch Opfer! Der Krieg ist nicht vorbei. Was die Amerikaner und Briten angerichtet haben, wird Folgen nach sich ziehen, auch wenn angeblich die Massen auf den Straßen vor Freude über ihre “Befreiung” jubeln. Die Invasion hat Opfer gefordert und wird weitere Opfer fordern. Berichte und Bilder zur Dokumentation. (mehr...)
09. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Warum mussten sie sterben? Werner Dierlamm stellt Fragen, warum bis zur Stunde im Irakkrieg zigtausende von Menschen sterben mußten. (mehr...)
09. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wir sehen zu viel, wir wissen zu viel. Das ist unsere beste Verteidigungswaffe John Pilger verdeutlicht, daß die brutale angloamerikanische Invasion im Irak, welche völlig zynisch Menschen zu Opfer macht, die Art Welt demonstrieren soll, welche die USA planen, mit Gewalt zu beherrschen. Dabei wird zur am meisten verbotenen Wahrheit, dass diese nachweislich militaristische britische Regierung und die drohend aufgerichtete Supermacht, der sie dient, die wahren Feinde unserer Sicherheit sind. Dieser Drohung können wir begegnen, indem wir uns unserer eigenen Stärke bewusst zu werden. Denn Amerika sieht sich einem “beharrlichen neuen Gegner” (New York Times) gegenüber - der Öffentlichkeit. (mehr...)
09. April 2003 | Flucht, Migration und Asyl
Bundesbeauftragter für Asylangelegenheiten hält Klage gegen die Anerkennung eines schwer gefolterten Irakers aufrecht Pro Asyl prangert an, dass ein Flüchtling aus dem Irak, der dort schwer gefoltert wurde, nicht in Deutschland bleiben soll. Das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge habe ihn bereits als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt, doch der Bundesbeauftragte für Asylangelegenheiten halte an einer Klage gegen diesen Bescheid fest. Der durch Folter stark gezeichnete 34-jährige Iraker muss nun erneut um seine Anerkennung bangen. (mehr...)
09. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Mesopotamien. Babylon. Euphrat und Tigris Arundhati Roy prangert die blutige Invasion an. Für sie ist es offensichtlich, dass es im Krieg gegen Terror nicht wirklich um Terror geht und im Krieg gegen Irak nicht nur um Öl. Es geht um den selbstzerstörerischen Drang einer Supermacht nach Weltherrschaft, Würgegriff, globaler Hegemonie. (mehr...)
08. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wimmernde Kinder, Tote, Verletzte Waren es amerikanische oder waren es britische Flugzeuge, die diese irakischen Dörfer mit einer der tödlichsten Waffen der modernen Kriegsführung überzogen? Die 61 Toten, die seit Samstagnacht im Krankenhaus von Hillah ankamen, geben darüber keine Auskunft - ebensowenig die Überlebenden. Robert Fisk berichtet über Kriegsverbrechen im Irakkrieg. (mehr...)
03. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Kollateralschaden”: Konzerte in Syrien wegen Krieg abgesagt Der Liedermacher Thomas Felder berichtet in einer Pressemitteilung von einem “Kollateralschaden” der verbrecherischen Invasion in den Irak bzw. der US-Kriegspolitik, bei dem man hierzulande nicht einfach drauf kommen würde, daß es einen solchen gibt. Und daß auch noch ein Schwabe so unmittelbar von der Auswirkungen der kriegerischen Politik der Bush-Regierung betroffen ist… (mehr...)
02. April 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Boykott - Die große Macht der kleinen Leute boycott.bush1.gifMit Wirtschaftsboykotten kann Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen genommen werden. Es gibt verschiedene Boykott-Aufrufe und -Kampagnen gegen den verbrecherischen Irakkrieg. (mehr...)
01. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad, Blut und Verbände Im Al-Noor-Hospital spielten sich gestern Morgen entsetzliche Szenen ab - Szenen der Agonie und des Leids. Robert Fisk berichtet von den Opfern angloamerikanischer Angriffe im Irak. (mehr...)
31. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak-Krieg tötet vor allem Kinder Während die Medien vor allem über die benutzten Waffen und die Militärstrategie des von der US-Regierung geführten Krieges berichten, möchte die Ärztin Angelika Claussen den Blick auf die Menschen im Irak richten. Vor Ort hat sie erschütternde Beobachtungen gemacht. (mehr...)
31. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wenn die Todesmaschine einmal in Gang gesetzt ist, dann ist es schwierig, sie einfach wieder zu stoppen Michael Schmid geht in einer Rede bei einer kleinen Protestversammlung am 31.03.2003 in Gammertingen auf die aktuelle Invasion im Irak ein. (mehr...)
29. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“It’s over for Bush! He does’t know it tonight, but it’s so over for him!” “Es ist vorbei für Bush! Er weiß es heute abend noch nicht, aber es ist aus und vorbei für ihn!”, sagt der Dokumentarfilmemacher Michael Moore dem Weißen Haus über sein Handy vor Tausenden von jubelnden Anhängern auf einer Veranstaltung in der vollbesetzen Riverside Church in New York City am Donnerstag, den 27. März. Uta Veneman zieht Parallelen zu ML Kings Rede gegen den ebenfalls verbrecherischen Vietnamkrieg in derselben Kirche. (mehr...)
29. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Das NEIN zum Krieg jetzt ist nicht genug! Klaus Vack, Wolf-Dieter Narr und Roland Roth unterstreichen in ihrer Stellungnahme, daß ein NEIN zum Krieg gegen Irak wichtig ist, aber nicht ausreicht. Vielmehr gilt es in langfristiger Perspektive die Voraussetzungen für einen künftigen Frieden zu schaffen! Dafür ist täglich Arbeit für Frieden erforderlich. (mehr...)
29. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Vergrößert nicht die Zahl der Waisen, Verstümmelten und Witwen nur um eurer persönlichen und egoistischen Interessen willen! Wir veröffentlichen in deutscher Übersetzung den Text einer gemeinsamen Erklärung von Verantwortlichen der christlichen Kirchen im Irak, den Weihbischof Shlemon Warduni vom Chaldäischen Patriarchat von Bagdad am 27. März 2003 dem italienischen Radiosender Teleradiopace diktiert hat. (mehr...)
27. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Boykottieren wir die Kriegstreiber - Boykottieren wir ESS0 ! Der frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen, Eckhard Stratmann-Mertens, ruft in einer Rede bei einer Friedenskundgebung am 22.3.2003 zum Boykott von Esso auf. Es soll eine bundesweite Initiative entstehen unter dem Motto: “Boykottieren wir die Kriegstreiber - Boykottieren wir ESS0 !” (mehr...)
26. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Tiger im Panzer Die Bush-Regierung behauptet, bei dem Feldzug gegen den Irak gehe es in erster Linie um die Beseitigung von Massenvernichtungswaffen. Greenpeace stellt in einer Studie fest, daß das Hauptmotiv für eine Entmachtung Saddam Husseins jedoch das Interesse an einer gesicherten Versorgung mit billigem Erdöl ist. Denn die USA müssen einen immensen Bedarf decken. Dabei kann ein Unternehmen zu Recht für sich in Anspruch nehmen, die Abhängigkeit der USA vom Erdöl am eifrigsten forciert zu haben: ExxonMobil, in Deutschland und Europa als Esso bekannt. (mehr...)
25. März 2003 | Flucht, Migration und Asyl
Sicherer Aufenthaltsstatus für irakische Flüchtlinge (Aufenthaltsbefugnis) gefordert PRO ASYL sieht in der Invasion gegen Irak einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und damit einen eklatanten Bruch des Völkerrechts. Die Flüchtlingsorganisation appelliert an die Regierungschefs der EU, unverzüglich konkrete Maßnahmen zum Schutz der irakischen Flüchtlinge einzuleiten. (mehr...)
25. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Michael Moore an George W. Bush: Sie müssen gehen, damit die Dinge sich verbessern können Der Schriftsteller und Filmemacher Michael Moore (“Stupid White Men”, “Bowling for Columbine”) hat sich am Vorabend des Irak-Kriegs in einem offenen Brief an seinen Präsidenten gewandt. Bekanntlich hat er inzwischen durch seinen Redebeitrag anläßlich der Oscar-Preisverleihung (“Wir sind gegen diesen Krieg, Mr. Bush. Schämen Sie sich, Mr. Bush. Schande über Sie!”) weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Hier der Brief des Oscar-Meuterers vom 17.03.2003 an den Präsidenten. (mehr...)
24. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die letzten Tage Nach der Zerstörung der Symbole seiner Macht steht Saddam Hussein vor dem Ende seiner gewalttätigen Karriere. (mehr...)
24. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Konfrontieren wir unsere Ängste, um das Empire zu konfrontieren Robert Jensen, amerikanischer Professor für Journalistik und Friedensaktivist, spricht über seine Ängste angesichts der ungebremsten Macht der USA, vor allem aber, wegen der Waffen die sie in ihrem Arsenal hat. Gleichzeitig ermutigt er, sich seine Ängste zuzugestehen und diese gemeinsam mit anderen Menschen in der Friedensbewegung zu bekämpfen. Wenn wir es mit unseren Ängsten aufnehmen, so meint er, werden wir es schließlich auch mit dem Empire aufnehmen. (mehr...)
24. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein immenses Blutbad ist vorprogrammiert Hatten in den ersten Tagen die amerikanischen und britischen “Erfolgsmeldungen” dominiert, die einen “schnellen” und “sauberen” Sieg im Blitzkrieg suggerierten, so wurde am gestrigen Sonntag erstmals militärischer Widerstand der Irakis sichtbar. Überraschend kommt dieser nicht. Der Wiener Leo Gabriel hat wenige Tage vor Beginn der amerikanisch-britischen Invasion in den Irak von Bagdad aus vor dieser gewarnt. Dies sei ein wahnsinniges Vorhaben, Bush und Blair müssten mit einem Vietnam II rechnen, ein immenses Blutbad sei vorprogrammiert. (mehr...)
24. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Heckler & Koch: Beihilfe zum Massenmord!” Jürgen Grässlin verbindet in seiner Rede bei der Demonstration am 22. März 2003 in Oberndorf/Neckar sein Nein zum Irakkrieg zu einem Nein von Rüstungsexporten, wie sie vom Rüstungsproduzenten Heckler & Koch in alle Welt gemacht werden. Auch im aktuellen Irakkrieg wird mit Waffen aus Oberndorf gemordet. (mehr...)
23. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Das Unrecht des Stärkeren Der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat am 21. März 2003 in einer Dankrede bei der Entgegennahme des ersten Halle-Preises den USA das “Das Unrecht des Stärkeren” vorgeworfen. (mehr...)
21. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
“Der befürchtete Tag X hat ein konkretes Datum bekommen…” Rede von Michael Schmid bei einer gut besuchten Protestversammlung am Abend des 20. März 2003 in der Kleinstadt Gammertingen. In den frühen Morgenstunden dieses Tages haben die USA und ihre Willfährigen mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Irak begonnen. (mehr...)
21. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Ansichten Seiner Heiligkeit des Dalai Lama zum Krieg im Allgemeinen und zum Irak-Konflikt Der Dalai Lama hat am 11. März im indischen Dharamsala seinen buddhistischen Anhängern seine Ansichten zum Krieg im Allgemeinen und zum Irak-Konflikt mitgeteilt. Hier die deutsche Übersetzung. (mehr...)
20. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irakkrieg ist ein Kampf um schwindende Ressourcen Wie kein anderes Land der Welt sind die USA abhängig von Öllieferungen aus anderen Teilen der Erde. Denn die US-Amerikaner verbrauchen im Schnitt pro Kopf doppelt so viel Energie wie die Europäer. Ganz praktisch würden die Vereinigten Staaten mit einem Sieg im Irak in einer der energiepolitisch bedeutenden Regionen der Welt - Zentralasien - weiter Fuß fassen. Mit dem Krieg könnte sich die US-Regierung den direkten Einfluss auf die zweitgrößten Ölreserven der Welt sichern. Von Greenpeace. (mehr...)
20. März 2003 | News
Irakische Gesichter - Bilder aus Irak Jan Oberg stellt seine im Januar 2003 im Irak gemachten Bilder zur Verfügung, um zu zeigen, dass Irak nicht nur Saddam Hussein, Waffen und Krieg ist. Die gleiche Absicht verfolgt die “Baghdad Snapshot Action”. (mehr...)
20. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Protestiert. Steht auf. Für Freiheit und Gerechtigkeit. In einem Text an das Theaterpublikum ruft die AnStiftung zum Protest gegen de Irakkrieg auf. (mehr...)
20. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Im Wortlaut: Bushs Kriegsrede Nur zwei Stunden nach Ablauf des Ultimatums an Saddam Hussein haben die USA und ihre Verbündeten mit der Bombardierung Iraks begonnen. US-Präsident George Walker Bush hat am frühen Donnerstagmorgen (MEZ) in einer vierminütigen Fernsehansprache den Beginn der Militärinvasion gegen den Irak bekannt gegeben. Damit ist der “Tag X” eingetreten, den zu verhindern weltweit so viele Menschen versuchten. Die Rede des Kriegstreibers Bush im Wortlaut. (mehr...)
19. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg verhängnisvolles Signal und Ende des Völkerrechts Das Gandhi-Informations-Zentrum stellt in einer Presseerklärung die NÜRNBERGER PRINZIPIEN dar und bezieht diese auf die gravierenden Rechtsbrüche des unmittelbar drohenden Angriffskrieges gegen Irak. (mehr...)
18. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensorganisationen fordern UN-Resolution gegen Angriffskrieg - Bundeswehr soll abgezogen werden Angesichts der Kriegsgefahr im Irak fordern der Versöhnungsbund und der Bund für Soziale Verteidigung von der Bundesregierung die Einbringung einer neuen Resolution in den UN-Sicherheitsrat. Die durch die Kriegsdrohung der Regierungen Großbritanniens und der USA abgebrochenen Inspektionen sollen wieder aufgenommen werden, da sie sich als geeignetes und erfolgreiches Mittel zur Abrüstung des Irak erwiesen haben. Darüber hinaus sei es nun geboten, diesem rechtswidrigen Krieg jegliche deutsche Unterstützung zu entziehen, d.h. alle Bundeswehreinheiten aus der Region zurück zu rufen und den britischen und amerikanischen Streitkräften Überflugs- und Nutzungsrechte zu verweigern. (mehr...)
18. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Die Bomber kommen - und wir sind ohne jeden Schutz !” Elias Bierdel von der Hilfsorganisation Cap Anamur beschreibt die dramatische Lage für die Bevölkerung im südlichen Irak, die angesichts der Militärinvasion noch verheerende ist, also ohnehin schon all die Jahre seit dem Golfkrieg von 1991. (mehr...)
16. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Ein Krieg gegen Irak wäre eindeutig völkerrechtswidrig” Richard Meng führt ein Interview mit Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth über die rechtlichen Folgen eines “verfassungswidrigen Angriffskrieges” gegen Irak. (mehr...)
16. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Vorm Krieg, im Krieg, nach dem Krieg - Zur aktuellen Situation der Friedensbewegung Klaus Vack, Jahrgang 1935, ist seit Mitte der fünfziger Jahre in der deutschen Friedensbewegung aktiv. Er gilt als Initiator und Ideengeber, als Koordinator verschiedener Strömungen in der Friedensbewegung und als unermüdlicher Organisator ebenso an der Basis wie bei den großen zentralen Antikriegskampagnen. In einem Interview mit dem Landesvorsitzenden der hessischen Naturfreunde macht Klaus Vack sowohl einen Rückblick in die Geschichte der Friedensbewegung und ermutigt zu entschiedenem und fortdauerndem Engagement gegen die Kriegspolitik. (mehr...)
15. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Nein zum Krieg gegen den Irak!” Jürgen Grässlin stellt in einer Rede fest, dass US-Präsident George Walker Bush den Krieg gezielt vorbereitet hat. Jeder Zeit kann die US-Army, die stärkste Armee der Welt, vernichtend zuschlagen. Im Falle eines Krieges würde der Irak mit neuen, extrem zerstörerischen Massenvernichtungswaffen ins Mittelalter zurückgebombt, Hunderttausende von Menschen würden ermordet und eine vergleichbare Zahl Unschuldiger verstümmelt werden. Um Bush zu stoppen. fordert Grässling, daß wir mit einem weltweiten Aufruf Mandela, Carter, den Dalai Lama und den Papst eindringlich bitten sollten, schnellst möglich in den Irak zu fliegen! (mehr...)
14. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Drei Motive der USA einen Krieg zu führen DASS in der Auseinandersetzung um den Irakkrieg etwas Grundsätzliches auf dem Spiel steht, ist mit Händen zu greifen. In der internationalen Architektur knirscht es an allen Ecken und Enden, die UNO ist zerrissen, die Europäische Union entzweit, die Nato zerstritten. Am 15. Februar 2003 gingen weltweit 10 Millionen Menschen auf die Straße, um gegen den bevorstehenden Krieg zu protestieren. Sie wollen nicht, dass in der internationalen Politik abermals extreme Gewalt, Leidenschaft und Hass dominieren. (mehr...)
14. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Die Sünden der USA” Warum US-Bürger zur Zielscheibe der Terroristen wurden. Brief eines US-Bischofs an seinen Präsidenten - von Robert Bowman. Der Autor ist Erzbischof der Vereinigten Katholischen Kirche in Melbourne Beach, Florida. Er war Armee Oberst und flog im Vietnamkrieg 101 Einsätze. (mehr...)
14. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Flüchtlingskatastrophe droht Engagement der Bundesregierung darf nicht an der deutschen Grenze enden PRO ASYL ruft zu Protestaktionen gegen Krieg auf. Presseerklärung vom 12.03.2003. (mehr...)
13. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Es gibt nicht nur die Alternativen Krieg oder einfach weiter die Duldung der Diktatur Saddam Husseins Michael Schmid beschreibt die Situation am Rande einer Militärinvasion in den Irak. Dies sei eine schwere Zeit und gleichzeitig wegen der millionenfachen weltweiten Proteste eine sehr hoffnungsvolle. Sollte es zum Krieg kommen, gerade dann wären weiterhin Proteste und Widerstand wichtig. Vor allem gelte es, sich für die notwendigen tief greifenden Veränderungen in langfristigem Engagement einzusetzen, sie auch möglichst im eigenen Leben zu praktizieren. (mehr...)
13. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Minimum an Geschick, ein Maximum an Deeskalation Marc James Crumley legt im Irak-Konflikt einen Vorschlag vor, mit dem er die beiden unvereinbar erscheinenden Stoßrichtungen - Demokratie durch Krieg versus Demokratie ohne Krieg - so zusammenbringen möchte, daß Demokratie im Irak in einem langfristigen Prozess möglich werden soll. Wir veröffentlichen diesen Vorschlag zur Anregung und Diskussion. (mehr...)
13. März 2003 | Flucht, Migration und Asyl
Großzügige Hilfe für Flüchtlinge im Falle eines Irak-Krieges gefordert pax christi-Asylkommission fordert großzügige Hilfe für Flüchtlinge im Falle eines Irak-Krieges (mehr...)
13. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wenn die mächtigsten Nationen der Welt beschließen würden, die USA mit Gewalt zu Fall zu bringen… Jim Winkler, US-Amerikaner und Generalsekretär des Friedensausschusses der weltweiten Methodistenkirche (General Board Of Church and Society), hat die Berliner Erklärung der Kirchen mitinitiiert und jetzt in den USA auch die Europ. Kirchenführern in den USA empfangen und gemanaged. Er hat sich am 26. Februar 2003 in einer eindrucksvollen Erklärung erneut zu einem möglichen Krieg im Irak zu Wort gemeldet. Die methodistische Kirche ist übrigens die Kirche Bushs. (mehr...)
13. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Schwarze Flaggen Uri Avnery warnt davor, daß die Aufmerksamkeit der Welt durch die amerikanische Schlacht im Irak gefesselt sein wird. In den arabischen Ländern kann Chaos die Oberhand gewinnen, das die Aufmerksamkeit von den palästinensischen Gebieten ablenkt. Die israelische Öffentlichkeit, voller Angst vor Saddams chemischen und biologischen Waffen, wird gegenüber dem Kampf der Palästinenser noch weniger sensibel sein. Was kann geschehen? (mehr...)
12. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Kings wirklicher Geburtstag Am 4. April 2003 jährt sich der Todestag von Martin Luther King zum 35. Mal. in einer Zeit der Kriegstreiberei der amerikanischen Regierung wird der Verlust dieses Mannes besonders schmerzlich deutlich, der sich so nachhaltig für Gewaltfreiheit engagiert hat. Der Amerikaner Jim Douglass führt in seinem Artikel aus, daß King ermordet wurde, weil er durch sein Engagement gegen den Vietnamkrieg und gegen die Armut in Amerika zu einer Bedrohung für die US-Regierung und die amerikanische Rüstungsindustrie geworden war. Bezogen auf die aktuelle Situation zieht er den Schluss, es gelte jetzt auf die Drohung mit einem Krieg im Irak so zu reagieren, wie King es tun würde, nämlich mit verstärktem gewaltfreiem Widerstand. (mehr...)
11. März 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Demokratie steht im Wörterbuch

Ein Realitätsschock war es für viele professionelle Deuter des politischen Geschehens, als sie am 15. Februar aus den Fernsehnachrichten oder aus Meldungen der Nachrichtenagenturen zur Kenntnis nehmen mußten, daß weltweit Millionen von Menschen auf den Straßen waren, um Nein zu sagen zu dem Militärschlag, den der US-amerikanische Präsident und seine Verbündeten vorbereiten. Hatte es nicht seit Jahren geheißen, die Friedensbewegung sei, abgesehen von einem altmodischen Restbestand, längst abgestorben, und das ein für allemal? Von Arno Klönne/Klaus Vack.

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11. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bush lügt bis zum Geht-nicht-mehr Robert Scheer setzt sich in einem Artikel in der “Los Angeles Times” vom 4.3.2003 mit den Lügen von Präsident Bush im Zusammenhang mit Irak auseinander. (mehr...)
09. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Krieg heißt Big News - davon will jeder profitieren” Peter Arnett, während des Golfkrieges 1991 weltweit als aus Bagdad berichtender CNN-Reporter bekannt geworden, über den Patriotismus der US-Medien. (mehr...)
09. März 2003 | Ökologie
Aufruf: Frieden durch Sonnenenergie Die amerikanische Regierung steuert auf einen Krieg gegen den Irak zu. Den Konflikt mit dem Irak würde es nicht geben, wenn es nicht das Land mit dem weltweit zweitgrößten Ölvorkommen wäre - in einer Region, in der insgesamt zwei Drittel der weltweiten Ölreserven liegen. Ein Aufruf von EUROSOLAR, der in Wochen- und Tageszeitungen publiziert werden soll, mit der Unterschrift der Bürgerinnen und Bürger, die ihn unterstützen und mitfinanzieren. (mehr...)
05. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Guardian Interview: Die Anti-Kriegsbewegung Die [Friedens-] Demonstrationen waren nur ein weiterer Hinweis auf ein bemerkenswertes Phänomen. Überall auf der Welt und in den Vereinigten Staaten gibt es Widerstand gegen den aufziehenden Krieg. Umfang und Anziehungskraft der Widerstandsbewegung auf unterschiedliche Bevölkerungsteile sind dabei in der europäischen und amerikanischen Geschichte vollkommen beispiellos. (mehr...)
05. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Naiv sind eher die Kritiker des 15.2. An der Demonstration vom 15. Februar ist teilweise heftige Kritik geübt worden. Es wurde vorgeworfen, die Friedensbewegung enthalte naive oder böswillige Elemente des Antiamerikanismus und Antisemitismus. Victor Grossmann, Amerikaner und Jude, der selber an der Demonstration vom 15. Februar teilnahm, setzt sich damit auseinander. (mehr...)
05. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Immer wieder das Idiom der dreißiger Jahre Wolfgang Ullmann setzt sich mit dem Vorwurf auseinander, offensichtlich würde uns Deutschen das richtige Bedrohungsgefühl fehlen, weshalb wir uns mit deutlicher Mehrheit gegen den Irak-Krieg aussprächen. Er betont, dass er sich allerdings bedroht fühle von Leuten, die Hitler verharmlosen indem sie Saddam einfach mit diesem gleichsetzen. (mehr...)
05. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Cities for Peace” - “Städte für den Frieden” Die weltweite Antikriegsbewegung ist zu einem wichtigen Faktor bei der Entscheidung über eine Militärinvasion in den Irak angewachsen. In den USA gibt es eine Bewegung “Cities for Peace”, also jener zunehmenden Zahl von Städte, welche sich gegen einen Krieg aussprechen. Dieser Bewegung haben sich nun Berlin, München und die baden-württembergische Stadt Fellbach angeschlossen. Entsteht auch in Deutschland und Europa eine Bewegung “Städte für den Frieden”? Wünschenswert wäre es! (mehr...)
04. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Irak-Krieg ist unmoralisch Seit 35 Jahren ist Tom Gumbleton Weihbischof der römisch-katholischen Kirche und Gumbleton.jpg steht der Innenstadtgemeinde St. Leo in Detroit vor - Beförderung aussichtslos. Seine Aktivitäten werden nicht nur vom Vatikan, sondern auch von seinen meisten Kollegen der US-amerikanischen Bischofskonferenz nicht gern gesehen. Bei diversen Demonstrationen wurde er sogar kurzzeitig verhaftet. Er spricht Präsident Bush ab, christliche Motive für seine Irak-Politik beanspruchen zu können. Er ist überzeugt, dass seine Regierung sich nicht an der Botschaft Jesu orientiert und nicht christlich handelt. (mehr...)
04. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wir wollen weder den schlimmen Diktator, noch den fürchterlichen Befreiungskrieg der USA! Den unmittelbaren Anstoß zu dem Interview, das Michael Schmid mit dem Exil-Iraker Nizar Rahak führte, lieferten die Auftritte von einer Reihe von Exil-Irakern im deutschen Fernsehen und in Zeitungen, die sich für eine Militärinvasion der USA in den Irak aussprechen und sich bei dieser Forderung auf die irakische Bevölkerung beziehen, die dies angeblich in ihrer ganz großen Mehrheit auch so wolle. In dem Interview geht es um diese Frage, aber auch um die in sich aufgesplitterte, teilweise gespaltene irakische Opposition insgesamt. (mehr...)
04. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Vergessene Resolutionen Der Beitrag von Clemens Ronnefeldt, wie die grundlegende UN-Resolution 687 in etlichen Passagen kaum zur Kenntnis genommen wird - und wie wichtig ihre vollständige Beachtung wäre. (mehr...)
03. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Friedensbitte Thich Nhat Hanhs: Die Stärke Amerikas (mehr...)
02. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Die Überwachung reicht bis nach Deutschland” Ein Iraker und ein US-Amerikaner, die beide in Deutschland leben, diskutieren über den drohenden Krieg - und entdecken viele Gemeinsamkeiten. Vor allem eint sie die Ablehnung einer Militärinvasion der USA in den Irak. (mehr...)
01. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Planspiele für die Dekade danach Ernsthafte Szenarien, wilde Spekulationen: Die amerikanische Diskussion um einen Regimewechsel in Irak und ihre Vorgeschichte (mehr...)
01. März 2003 | Internationales, Militär und Krieg
US-Diplomat hat genug: Wir verraten das amerikanische Volk! Der 45jährige US-Diplomat John Kiesling hat genug von der Irak-Politik seiner Regierung. Am Montag, 24.02.2003, faxte der in Griechenland stationierte Staatsbeamte sein Rücktrittsschreiben an Außenminister Colin Powell. Sein Schreiben, in welchem er die Politik von George W. Bush und seiner Regierung scharf kritisiert, wurde in der “New York Times” veröffentlicht. Hier ist es in deutscher Sprache. (mehr...)
28. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
15. Februar: An tausend Orten demonstrieren heute Menschen gegen die verzerrten, grinsenden, zynischen Fratzen der Kriegstreiber In einer sehr eindrucksvollen Rede zeigt Wolfram Frommelt die Folgen von Kriegen - bewaffneten ebenso wie mit struktureller Gewalt geführte - ebenso auf wie die Interessen amerikanischer Politik und Wirtschaft. Er wendet sich gegen den Vernichtungsbegriff “Antiamerikanismus” und unterstreicht die Solidarität der Antikriegsbewegung mit dem amerikanischen Volk. (mehr...)
27. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Cap Anamur bereitet Flüchtlingshilfe an der irakischen Grenze vor Auch wenn Millionen Menschen in aller Welt gegen einen neuen Krieg um den Irak demonstriert haben: Alle Anzeichen deuten nun darauf hin, daß der Angriff nicht mehr zu verhindern ist. Auch Cap Anamur hat sich öffentlich bei jeder Gelegenheit der Logik der Gewalt widersetzt und sich für eine zivile Lösung des Konflikts ausgesprochen. Wir fürchten nun, daß es dazu zu spät ist. Die Strategen aus Politik und Militär werden die Verantwortung für die Kriegsfolgen tragen müssen. (mehr...)
26. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak - Menschenrechte und Krieg amnesty international wendet sich gegen die Instrumentalisierung von Menschenrechtsverletzungen im Irak zur Kriegsrechtfertigung. ai weist auf sowohl auf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter der irakischen Diktatur hin, aber ebenfalls auf die zu befürchtenden bei einem möglichen militärischen Angriff. (mehr...)
24. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der “liberale Imperialismus” der USA ist eine eklatante Verletzung des Völkerrechts Eine deutliche Stellungnahme gegen den drohenden Irakkrieg hat der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) 11. Februar 2003 verabschiedet. Wir dokumentieren diese hier im Wortlaut. (mehr...)
23. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Der Geruch des Krieges” von Uri Avneri Uri Avneri ist Der israelische Knesset-Abgeordnete und Schriftsteller Uri Avneri zeigt auf, daß der geplante Irak-Krieg kein Krieg gegen Terrorismus ist, kein Krieg um Massenvernichtungswaffen, kein Krieg um Demokratie im Irak. In diesem Krieg geht es um etwas ganz anderes. (mehr...)
23. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Nein zum Angriffskrieg! Gegen Krieg und Diktatur Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK, hat in einer Rede bei der Demonstration am 22.02.2003 in Mannheim, die mit mehr als 5000 Teilnehmern die größte Friedensdemo war, die jemals in Mannheim stattfand, eindrucksvoll sein NEIN zu Krieg und Diktatur deutlich gemacht. (mehr...)
23. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Bagdad-Connection In den achtziger Jahren verdiente die deutsche Industrie gut an der Aufrüstung des Irak. Um das Geschäft wieder aufnehmen zu können, fordert ihr Lobbyverband BDI politische Unterstützung. (mehr...)
21. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Nachdenken über den UN-Sicherheitsrat

Seit Monaten hängt die Welt wie Charly Chaplins Hütte im "Goldrausch" über dem Abgrund eines neuen Krieges, eines Krieges gegen den Irak und das Regime von Saddam Hussein, … Von Klaus Vack.

(mehr...)
21. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Friedensbewegung: “Druck von unten gegen Beihilfe zum Krieg” Mit zahlreichen Demonstrationen und Kundgebungen, u.a. einer Menschenkette in Köln und einer Blockade der US-Airbaise in Frankfurt, setzt die Friedensbewegung am Wochenende ihre Aktionen gegen den drohenden Irakkrieg fort. Nach der Berliner Großdemonstration und den globalen Protesten vom letzten Wochenende sehen die Friedensgruppen die vehemente Ablehnung des Krieges in den westlichen Gesellschaften als ernst zu nehmenden Faktor, der ein Festhalten am Kriegskurs z.B. in Großbritannien bereits zunehmend erschwert. (mehr...)
20. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
amnesty international und die Irak-Krise amnesty international hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf weitreichende Menschenrechtsverletzungen im Irak aufmerksam gemacht. Dies geschieht auch in diesem Länderbericht Irak wieder. (mehr...)
20. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Hier fand eine Globalisierung durch das Volk statt Am 15. Februar war der größte Protest in der gesamten Menschheitsgeschichte. Eine Einschätzung von Judy Rebick - ZNet 17.02.2003. (mehr...)
19. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Ist die Friedensbewegung antiamerikanisch? Der Friedensbewegung wurde während und nach der Berliner Großdemonstration vom 15.2.03 vorgeworfen, sie sei antiamerikanisch und antisemitisch. Ein diesbezüglicher “Offener Brief” wird hier ebenso dokumentiert wie zwei Stellungnahmen und eine weitere Auseinandersetzung mit dem “Antiamerikanismus”-Vorwurf. (mehr...)
18. Februar 2003 | Ökologie
Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne? Die Bush-Krieger hängen am Tropf der Ölwirtschaft wie ein Junkie an der Nadel. Die Droge Öl ist das Verhängnis der modernen Industriegesellschaften, nicht nur der USA. Sowohl Kohle, Gas und Öl, aber auch Uran zum Betreiben von AKWs, sind endlich. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Wellen- und Strömungsenergie der Ozeane oder auch Gezeitenkraft sind unendlich. Um Öl wurden und werden Kriege geführt. Um Sonne oder Wind Kriege führen zu wollen, wäre absurd, ja unmöglich. Sie scheint für alle: für George W. Bush, für Bin Laden, für Saddam Hussein, für dich und mich, auf jedes Dach und an die meisten Wände. (mehr...)
18. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg gegen Irak? Zum Frieden gibt es keine vernünftige Alternative Die USA haben den Tyrannen und Aggressor Saddam Hussein während des Golfkriegs von 1980 bis 1988 mit Waffen versorgt. Die Interessen der amerikanischen Weltmacht ließen in der US-Administration damals keine Skrupel daran aufkommen, dem “Schlächter von Bagdad” beizustehen, obwohl er seine eigene Bevölkerung mit Folter und Henkermethoden terrorisierte… (mehr...)
18. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Gegen Krieg und Menschenrechtsverletzungen Zur Frage der Instrumentalisierung von Anti-Kriegs-Aktivitäten durch Saddam Hussein und sein Regime. Einige Anmerkungen sowie eine Stellungnahme verschiedener irakischer Oppositionsgruppen zur Berliner Demo. (mehr...)
17. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Klaus Vack: Fange nie an aufzuhören! Höre nie auf anzufangen! Der seit den 50er Jahren aktive Klaus Vack, unter anderem Mitglied beim Lebenshaus Schwäbische Alb, hat einen schönen Bericht über sein Berliner Demo-Erleben geschrieben, den wir hier gerne veröffentlichen. (mehr...)
16. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
15. Februar: Die Welt will diesen Krieg nicht! Bereits im Vorfeld des 15. Februars 2003 hatte sich abgezeichnet, daß dies ein weltweiter Protesttag werden könnte, wie ihn die Geschichte bisher noch nicht gekannt hat. Und in der Tat: alle Erwartungen wurden noch übertroffen. Weltweit haben an diesem Tag zig Millionen Menschen gegen die drohende Militärinvasion in den Irak mit ihren verheerenden Folgen protestiert. (mehr...)
16. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Janelle Flory: Rede zur US-amerikanischen Friedensbewegung Die US-amerikanische Staatsbürgerin Janelle Flory war Rednerin bei der Berliner Großdemonstration. In ihrer Rede, in der sie Millionen von Menschen in den USA vertritt, die für Frieden sind, sagt sie, daß es keinen gerechten Krieg gibt. Sie protestiert gegen einen Angriffskrieg gegen den Irak und fordert die Beendigung des Embargos, durch das schon rund eine Millionen Menschen im Irak gestorben sind. (mehr...)
16. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Abschlusserklärung Berlin: Der Krieg gegen den Irak kann verhindert werden! Abschlusserklärung des Aktionsbündnisses “15. Februar” bei der Kundgebung am 15. Februar 2003 in Berlin. (mehr...)
14. Februar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Frieden - so heisst unser neuer Generationenvertrag Unser Lebenshaus-Mitglied Klaus Vack, seit der Remilitarisierung Westdeutschlands Mitte der 50er Jahre immer in vorderster Front in der Friedensbewegung engagiert, plädiert in einem Leserbrief in der Frankfurter Rundschau vom 14.02.2003 dafür, den Schröders und Fischers noch mehr Druck zu machen, damit diese den eingeschlagenen Weg konsequent und auf einem unverwechselbaren Antikriegskurs weiter gehen. (mehr...)
14. Februar 2003 | News
Phantastisch: Weltweiter Anti-Kriegsprotest für 15. Februar geplant! Am 15. Februar wird es weltweite Anti-Kriegsproteste gegen den geplanten Irak-Krieg geben. Dieser Tag wird wahrscheinlich der größte Protesttag der Weltgeschichte überhaupt sein! United for Peace (USA) führt eine Liste mit allen bisher dort bekannten Veranstaltungen. Diese kann und soll noch ergänzt werden. (mehr...)
13. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Finanzielle Kosten des Irak-Krieges Es gibt unterschiedliche Zahlenangaben darüber, was ein Irak-Krieg kosten wird. Aber die Zahlen machen den Wahnsinn dieser Kriegspolitik deutlich. Dabei könnte mit einem Bruchteil dieser Finanzmittel sowohl eine von Saddam Hussein nach außen hin möglicherweise ausgehende Gefahr eingedämmt und es könnten viele große Probleme der Menschheit konstruktiv bearbeitet werden. (mehr...)
11. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Deutsche Außenpolitik: Hoffnungslose Stümperei Die handwerkliche Stümperei und der Opportunismus der rot-grünen Außenpolitik haben in den letzten 72 Stunden einen traurigen Höhepunkt erreicht. Das Tragische dabei ist: Durch Opportunimus und Stümperei ist auch das in der Sache völlig richtige und weiterhin dringend notwendige Nein Deutschlands zu einem Irakkrieg diskreditiert worden. Kommentar von Andreas Zumach in der taz vom 11.2.2003. (mehr...)
11. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Kein Öl, kein Krieg Die deutschen Ökoverbände können von der Umweltbewegung der USA lernen: Die Energiewende ist eine Strategie zur Kriegsvermeidung. Öl muss ein knappes Gut werden. Von Rasmus Grobe/Felix Kolb in taz vom 11.2.2003. (mehr...)
10. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Den begonnenen Irak-Krieg beenden - seine Ausweitung verhindern (Teil 1) Dieser Artikel von Clemens Ronnefeldt wurde als resist-Hintergrundbroschüre zum Irak-Konflikt veröffentlicht. Wegen der Schwierigkeit, welchen Quellen in der derzeitigen Propagandaschlacht vertraut werden kann, ist dieser Artikel bewusst als sparsam kommentierte Presse- und Zeitschriftenartikel-Materialsammlung angelegt. Dies ermöglicht Leserinnen und Lesern eine bessere eigene Abschätzung der Glaubwürdigkeit der zitierten Quellen. In Teil 1 werden politische und wirtschaftliche Interessen dargestellt, in Teil 2 zivile Alternativen sowie Möglichkeiten des Protests. (mehr...)
10. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Den begonnenen Irak-Krieg beenden - seine Ausweitung verhindern (Teil 2) Dieser Artikel von Clemens Ronnefeldt wurde als resist-Hintergrundbroschüre zum Irak-Konflikt veröffentlicht. Wegen der Schwierigkeit, welchen Quellen in der derzeitigen Propagandaschlacht vertraut werden kann, ist dieser Artikel bewusst als sparsam kommentierte Presse- und Zeitschriftenartikel-Materialsammlung angelegt. Dies ermöglicht Leserinnen und Lesern eine bessere eigene Abschätzung der Glaubwürdigkeit der zitierten Quellen. In Teil 1 werden politische und wirtschaftliche Interessen dargestellt, in Teil 2 zivile Alternativen sowie Möglichkeiten des Protests. (mehr...)
10. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bushs Kirche gegen Krieg Wie schon im vergangenen Jahr hat der Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirchen, deren Mitglied George W. Bush ist, erneut einen Brief an den Präsidenten verfasst, in dem klar und deutlich Position gegen den Krieg bezogen wird. Der Bischofsrat glaubt, dass Krieg mit der Lehre und dem Beispiel Christi unvereinbar ist. Er verwirft deshalb den Krieg als Instrument der Politik. (mehr...)
10. Februar 2003 | Flucht, Migration und Asyl
Im Falle eines Irakkrieges droht eine humanitäre Katastrophe Frankfurt/M., 06.02.2003: PRO ASYL fordert die Bundesregierung angesichts der drohenden Kriegsgefahr auf, den beschönigenden Irak-Lagebericht des Auswärtigen Amtes zu korrigieren und den Flüchtlingen aus dem Irak endlich den Schutz zukommen zu lassen, der ihnen zusteht. Im letzten Jahr wurden irakische Flüchtlinge durch das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge reihenweise abgelehnt. (mehr...)
09. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Todd findet es gut, dass Deutschland gegen den Krieg ist Am 18. Januar trafen sich in Washington D. C. hunderttausende zur größten Friedensdemonstration seit dem Vietnamkrieg. Felix Kolb, bis zum Sommer 2001 Pressesprecher von Attac Deutschland, war dabei. (mehr...)
06. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg ist auch Umweltzerstörung Ein Irak-Krieg bedeutet nicht nur den Tod von vielen Tausend Menschen, er bedeutet auch zusätzlich Klimabelastung und Umweltzerstörung. Schon der Aufmarsch von hunderttausenden Soldaten mit ihren Fahrzeugen und ihrem Kriegsmaterial setzt große Mengen an CO2-Treibhausgasen frei. Vielen Menschen sind noch die monatelang brennenden Ölfelder des letzten Golfkrieges in Erinnerung. Damals wurden 340.000 Menschen ermordet. Von Franz Alt (mehr...)
05. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Verantwortliche der Kirchen vereint gegen einen Krieg im Irak Kirchenführer aus Europa, den USA und dem Nahen Osten haben sich am Mittwoch, den 5. Februar, bei einem Treffen in Berlin in einer Resolution für eine friedliche Lösung der Irak-Krise ausgesprochen. Nachdrücklich fordern sie, den UN-Inspektoren ausreichend Zeit für ihre Arbeit zu lassen. Die Ziele, die zur Begründung eines Krieges gegen den Irak angeführt würden, seien nicht akzeptabel. (mehr...)
05. Februar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Not In Our Name - der Aufruf aus den USA zum Widerstand gegen die Bush-Politik Berühmte AmerikanerInnen, darunter Oliver Stone, Martin Luther King III. und Gore Vidal, haben im Sommer ihre Landsleute zum Widerstand gegen die Bush-Regierung aufgerufen. Seit seinem ersten Erscheinen im Guardian (London) am 14. Juni 2002 ist der Aufruf NOT IN OUR NAME zum bedeutendsten Schriftstück der Opposition gegen die kriegerische Außenpolitik und die innere Repression der Bush-Regierung geworden. Er erscheint in immer mehr Zeitungen sowie anderen Medien sowohl in den USA als auch weltweit. (mehr...)
31. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Dies ist ein Moment der Wahrheit und der Entscheidung Auszüge aus Beiträgen von Dave Robinson, National Coordinator von Pax Christi USA, zum Irakkonflikt. Eindringliche Appelle zu einem moralisch-ethischen Aufstand. (mehr...)
31. Januar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Drohendes Massensterben der Kinder im Irak Berlin, 31.1.2003: Die heute veröffentlichte Studie einer Internationalen Untersuchungsgruppe der Ärzteorganisation IPPNW belegt einen dermaßen schlechten Gesundheitszustand unter irakischen Kindern, dass im Falle eines Krieges gegen den Irak mit einem Massensterben in dieser Gruppe zu rechnen ist. (mehr...)
30. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Deserteure im Irak Daß Saddam Hussein ein grausamer Diktator ist, wird im Umgang mit irakischen Deserteuren deutlich. Das rechtfertigt aber gerade keinen Krieg, denn gerade GegnerInnen des Regimes werden daran mit am meisten zu leiden haben. Der Artikel stellt die Situation von Deserteuren im Irak eindringlich dar. (mehr...)
30. Januar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
“Sind wir denn Tiere, daß man uns hier einfach abknallen darf ?” Köln, 30.1.03: Elias Bierdel, Mitarbeiter von Cap Anamur, berichtet von den Erfahrungen einer Reise in den Irak. Die irakische Bevölkerung hat unter den Folgen des Embargos zu leiden. Und gleichzeitig leidet sie unter Kriegsangst. (mehr...)
29. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
USA: 500 republikanische Geschäftsleute fordern angesichts von Kriegspolitik: “Wir fühlen uns betrogen. Wir wollen unser Geld zurück!” In der US-Öffentlichkeit gibt es großen Widerstand. Ein Beispiel ist eine Annonce von 500 republikanischen (!) Geschäftsleuten und hohen Offizieren im Ruhestand im Wall Street Journal vom 13.1.2003. (mehr...)
27. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Jeden Tag wird der Krieg wahrscheinlicher - aber zunehmender Protest könnte ihn noch verhindern Jeden Tag wird der Krieg wahrscheinlicher. Jeden Tag, an dem der weltweite Protest zunimmt, wächst aber die kleine Chance, ihn noch zu verhindern. Rede von Michael Schmid bei einer Protestversammlung “No War on Iraq! NEIN zum Krieg gegen den Irak!” am 27.01.03 in Gammertingen. (mehr...)
27. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Kinder müssen sterben, weil sie die Kinder des Feindes sind Die Fachärztin für Radioonkologie (Strahlentherapie) in Wien war während der vergangenen zwei Jahre mehrmals in Irak, zuletzt im September 2002. Sie beschreibt in einem erschütternden Bericht das Schicksal todkranker Kinder, die wegen des Embargos gegen Irak nicht medizinisch behandelt werden können. (mehr...)
26. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Die Freude, für den Frieden zu frieren

David McReynolds (73), pensionierter Mitarbeiter der War Resister League, New York, und US-Präsidentschaftskandidat der Socialist Party 2000, gibt seine Eindrücke über die Großdemonstration vom 18.01.2003 in Washington, D.C., wider. Sichtlich berührt schildert er "als ein Veteran von Demonstrationen seine Beobachtungen über eine der größten Demonstrationen war, bei der er je gewesen ist.

(mehr...)
25. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
“Wir wollen weder den schlimmen Diktator, noch den fürchterlichen Befreiungskrieg!” Nizar Rahak, der gemeinsam mit seiner Frau zehn Jahre im Widerstand gegen das Regime Saddam Husseins war, hat bei einer Rede in Schwäbisch Gmünd deutlich gemacht, daß sein Volk weder den Diktator Saddam Hussein noch den fürchterlichen “Befreiungskrieg” durch die Amerikaner will. Eindringlich bittet er um Solidarität mit dem irakischen Volk, insbesondere mit den Frauen und Kindern. (mehr...)
25. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Eine US-Invasion des Irak ist noch zu stoppen Der Krieg gegen Irak rückt näher. Der US-amerikanische Politikprofessor Stephen Zunes sieht allerdings Grund zu der Annahme, daß eine US-Invasion des Irak doch noch gestoppt werden kann. Das hängt seiner Einschätzung nach vor allem mit einer überaus machtvollen Antikriegs-Bewegung in den USA, aber auch in anderen Ländern zusammen. (mehr...)
24. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Den begonnenen Krieg beenden - seine Eskalation verhindern Der Beitrag zum Thema Irak von Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, enthält drei Abschnitte: A) Gründe für den Krieg, B) Chancen zur Beendigung und Verhinderung der Eskalation, C) Möglichkeiten zu Protest und Widerstand. (mehr...)
22. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Es geht um Öl Robert Fisk zeigt nachdrücklich auf, daß es bei dem sich abzeichnenden Krieg gegen Irak nicht um chemische Sprengköpfe oder Menschenrechte geht: Es geht um Öl. (mehr...)
21. Januar 2003 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
God’s own country Die Trennung zwischen den USA und Europa liegt auch in der Religion begründet, betont Peter Steinacker. Woraus sich die unterschiedlichen Denkweisen speisen, hat er in einem Beitrag analysiert. (mehr...)
15. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Fünf Gründe gegen den Krieg Die Zeitschrift Publik-Forum hat im Januar ein Dossier “Krieg ist keine Antwort” heruasgebracht. Der Beitrag “Fünf Gründe gegen den Krieg” ist diesem insgesamt lesenswerten Dossier entnommen. (mehr...)
13. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Es ist Mord! US-Veteranen rufen aktive Soldaten zur Kriegsdienstverweigerung auf US-amerikanische Kriegs-Veteranen, Teilnehmer an verschiedenen Kriege der vergangenen Jahrzehnte, rufen in einem bewegenden Appell aktive Militärtruppen und Reservisten zur Kriegsdienstverweigerung auf: Ihr werdet ausgesandt, um ein Volk zu überfallen, das - wie ihr und ich - nichts anderes versucht, als sein Leben zu leben und seine Kinder großzuziehen. Es stellt für die USA keine Bedrohung dar. (mehr...)
02. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Ramsey Clark appelliert an die Vereinten Nationen, den Irak-Krieg aufzuhalten Der frühere amerikanische Justizminister Ramsey Clark appelliert in einem Brief an Kofi Annan und die Vereinten Nationen, den Irak-Krieg aufzuhalten. (mehr...)
26. Dezember 2002 | Internationales, Militär und Krieg
Auswahl kirchlicher Stimmen gegen den Krieg Verschiedene Kirchenführer haben in ihren Weihnachtsbotschaften Krieg verurteilt und ihre Hoffnung auf Frieden betont. Eine kleine Auswahl. (mehr...)
05. Dezember 2002 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Widerstand gegen einen Irak-Krieg Unser Lebenshaus-Mitglied Klaus Vack, seit der Remilitarisierung Westdeutschlands Mitte der 50er Jahre immer in vorderster Front in der Friedensbewegung engagiert, stellt die gefährliche Lage der geplanten US-Aggression dar und unterstützt die Aufrufe zu Protest und Widerstand. (mehr...)
29. November 2002 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Friedensdelegation des Versöhnungsbundes in Bagdad Minden, 29.11.2002: Im Verlauf des Wochenendes trifft eine Friedensdelegation des Internationalen Versöhnungsbundes in Bagdad ein. Die Gruppe ist auf Einladung des Mittel-Östlichen Rates der Kirchen (MECC) in Bagdad und wird dort mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Moscheen sprechen, Krankenhäuser besuchen und sich über die humanitäre Situation erkundigen. (mehr...)
25. November 2002 | Internationales, Militär und Krieg
Die Zeit für eine Irak-Kriegsverhinderung läuft ab - oder: Lehren aus der UNSCOM-Mission Im Zentrum dieses Beitrages steht ein Interview mit Scott Ritter und seinen Erfahrungen als UN-Inspekteur inden Jahren 1991-1998. Seine Ausführungen können Warnhinweise geben, mit welchen Möglichkeiten die UNMOVIC-Mission zum Scheitern gebracht werden kann. (mehr...)
31. Oktober 2002 | Internationales, Militär und Krieg
“Wir sind mit dem anderen Amerika verbündet” Rede von Dorothee Sölle bei der Demonstration gegen den drohenden Irakkrieg am 26.10.02 in Hamburg. (mehr...)
24. Oktober 2002 | Internationales, Militär und Krieg
Wer zahlt den Preis für einen Irakkrieg? Tina Ellis, deutsche Ehefrau eines britischen Golfkriegsteilnehmers, schreibt einen erschütternden und beeindrucken Brief an die Redaktionen deutscher Zeitungen. (mehr...)
09. September 2002 | Internationales, Militär und Krieg
Zivile Konfliktbearbeitung und gewaltfreie Aktion statt Krieg. Ein Jahr nach den Anschlägen vom 11. September Michael Schmid hält am ersten Jahrestag der schrecklichen Terroranschläge in den USA sowohl Rückblick auf die Reaktionen und die Politik, die es danach gab. Gleichzeitig geht er der Frage nach einer Perspektive der zivilen Konfliktbearbeitung nach. (mehr...)
19. März 2002 | Internationales, Militär und Krieg
Ist ein US-Feldzug gegen den Irak noch vermeidbar? Clemens Ronnefeldt, Versöhnungsbund-Referent, beleuchtet die vielfältigen Facetten der Entscheidung für oder gegen einen drohenden Irak-Krieg näher. Außer der Analyse legt er am Ende des Artikels besonderes Gewicht auf die Möglichkeiten zum Engagement für eine Verhinderung des Krieges. (mehr...)