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Woche der Gewaltfreiheit im Irak eröffnet - Kinder und Jugendliche lernen Frieden und Gewaltfreiheit

Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, startet das Irakische Netzwerk für Gewaltfreiheit (LaOnf) wieder in allen Provinzen des Landes eine Woche der Gewaltfreiheit. In diesem Jahr werden Kinderrechte und gute, gewaltfreie Bildung sowie der Kampf gegen Kinderarbeit und Kriegsspielzeug Schwerpunktthema der Veranstaltungen sein. LaOnf hat es sich zum Ziel gesetzt, die Menschenrechte im Irak mit gewaltfreien Mitteln zu verteidigen. Der Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und die deutsche Sektion von pax christi, die LaOnf seit mehreren Jahren unterstützen, möchten die Aktivitäten hierzulande bekannter machen.

"Auf der Konferenz der irakischen Zivilgesellschaft im letzten Oktober in Erbil habe ich erfahren, wie schwierig das Leben der Kinder und Jugendlichen weiterhin ist", erklärt Stephan Brües, Vorstandsmitglied des BSV. pax christi-Generalsekretärin Christine Hoffmann betont: "Es ist wichtig, Partner im Irak zu kennen, die sich für gewaltfreie Konfliktbearbeitung stark machen. Die Situation der Menschen ist weiterhin von großen Herausforderungen geprägt. Die Zahl der Waisenkinder ist aufgrund der Kriege der vergangenen Jahrzehnte sehr hoch. Auch die Armut ist in vielen Regionen groß. Was Armut für Kinder bedeutet wissen wir alle."

Die AktivistInnen der lokalen LaOnf-Gruppen werden sich mit PolitikerInnen treffen, Waisenhäuser und Jugendgefängnisse besuchen und öffentlich Kriegsspielzeug gegen sinnvolles Spielzeug tauschen. Bereits heute findet in Erbil, der Hauptstadt des Kurdischen Gebietes, ein Lauf für Kinderrechte und Frieden statt, der das Startsignal für die Woche der Gewaltfreiheit sein wird.

Der BSV und pax christi halten den diesjährigen Schwerpunkt der Woche der Gewaltfreiheit für besonders wichtig: "Wer eine demokratische und friedliche Gesellschaft im Irak aufbauen will", so Hoffmann, " tut gut daran Kinder und Jugendliche beim Lernen gewaltloser Konfliktlösungsstrategien zu unterstützen."

Genau dazu einen Beitrag zu leisten, ist das Ziel eines Projektes, das der BSV für das kommende Jahr im Irak plant. "Wir wollen Jugendliche und Multiplikatoren in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, etwa der Streitschlichtung, ausbilden und dann die Erfahrungen, die sie in ihrem Umfeld mit den neuen Techniken machen, begleiten", erläutert Judith Conrads, Geschäftsführerin des BSV die Idee des Projektes.

LaOnf will am Ende eines jeden Tages der Woche der Gewaltfreiheit 2011 eine Zusammenfassung der Ereignisse an unterstützende Organisationen weitergeben. Über diese Aktivitäten werden BSV und pax christi auf ihren Homepages und/oder sonstigen Publikationen informieren. "Damit wollen wir zeigen, dass es im Irak viele Menschen gibt, die für Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit eintreten und unserer Solidarität bedürfen", informiert Stephan Brües.

Quelle: pax christi deutschland und Bund für Soziale Verteidigung - Pressemitteilung vom 09.12.2011.

Veröffentlicht am

10. Dezember 2011

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