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Bushs Kirche gegen Krieg

US-Präsident Bush ist ebenso wie sein Vizepräsident Mitglied der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Schon im vergangenen Jahr hatte der EmK-Bischofsrat einen Brief an Bush verfasst, in dem klar und deutlich Position gegen den Krieg bezogen wurde. Der Bischofsrat glaubt, dass Krieg mit der Lehre und dem Beispiel Christi unvereinbar ist. Er verwirft deshalb den Krieg als Instrument der Politik.

Eine Delegation wollte Bush diesen Brief persönlich übergeben, doch dieser verweigerte sich. Bischöfin Sharon A Brown Christopher, Vorsitzende des Bischofsrates der Evang.-meth. Kirche, beschreibt im Internet die Umstände der Briefübergabe:
“Eine Delegation von methodistischen Bischöfen wollte Präsident George W. Busch am 11. Oktober treffen. Der Zweck der Besprechung war, die Kriegsposition der Kirche zu erörtern, Sorgen auszudrücken und für den Präsidenten zu beten. Das Weiße Haus lehnte die Bitte der Bischöfe um eine Besprechung ab und bot ein Treffen mit einer Stabsperson an. Die Bischöfe fanden dies unannehmbar. Sie versammelten sich später an diesem Tag, um mit der Presse zu sprechen, gaben eine Kopie des Textes am Eingang des Weißen Hauses ab und schlossen mit einem Gebet für den Präsidenten, die Nation und die Opfer des Krieges.”

Jetzt hat der EmK-Bischofsrat erneut einen Brief an Präsident Bush geschrieben. In der Zusammenfassung des deutschen EmK-Bischofs Dr. Walter Klaiber heißt es wie folgt:

Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church) ruft Bush erneut zu friedlicher Lösung des Irak-Konflikts auf

In einem Brief an Präsident Bush hat die Vorsitzende des Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche, Bischöfin Sharon A. Brown Christopher, im Auftrag des Bischofsrates den Präsidenten noch einmal eindringlich gebeten, eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts zu suchen. In Anerkennung der Bedrohung, die von Saddam Hussein und seiner Politik ausgeht, plädiert der Bischofsrat nachdrücklich dafür, dass alle Anstrengungen unternommen werden, verborgene Arsenale verbotener Waffen aufzudecken und diese auf friedliche Weise zu beseitigen. Bischöfin Christopher weist weiter mahnend auf das Leid und die Entbehrungen von Kindern und Kranken im Irak hin, die schon jetzt auf Grund der UN-Sanktionen entstanden sind, und betont, dass das Leiden Unschuldiger durch einen Krieg um ein Vielfaches vermehrt werden wird. Der Brief wurde am 6.2.2003 im Weißen Haus übergeben und kann im englischen Original auch auf Web-Site der United
Methodist Church
abgerufen werden.

Im Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church) sind mehr als 60 Bischöfe aus den USA, Afrika, Europa und den Philippinen vertreten.

Mehr dazu auf der Website der Evangelisch- methodistischen Kirche - Gerechtigkeit Frieden und Bewahrung der Schöpfung ( GFS ).

Veröffentlicht am

10. Februar 2003

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