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Vergrößert nicht die Zahl der Waisen, Verstümmelten und Witwen nur um eurer persönlichen und egoistischen Interessen willen!

Gemeinsame Erklärung von Verantwortlichen der christlichen Kirchen im Irak

ROM, 28. März 2003 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen in deutscher Übersetzung den Text einer gemeinsamen Erklärung von Verantwortlichen der christlichen Kirchen im Irak, den Weihbischof Shlemon Warduni vom Chaldäischen Patriarchat von Bagdad am Donnerstag dem italienischen Radiosender Teleradiopace diktiert hat.

“Wir, Verantwortliche der christlichen Kirchen im Irak, richten in diesen schwierigen und schrecklichen Tagen, die unser Land durchmacht, aus tiefstem Herzen und in Einheit mit allen Menschen guten Willens und allen, die den Frieden lieben, einen Appell an die Verantwortlichen:

Hört auf die Stimme Gottes, der seinen Kindern die Liebe, die Geschwisterlichkeit und die Vergebung gebietet! Werdet nicht zu Auslösern von Zerstörung und Blutvergießen! Vergrößert nicht die Zahl der Waisen, Verstümmelten und Witwen nur um eurer persönlichen und egoistischen Interessen willen!

Die Verantwortlichen dieser Aggression gegen das irakische Volk bitten
wir: Vernehmt das Weinen der Kinder, das Schreien der leidenden Mütter und Väter und die Verzweiflung der Mädchen und Frauen! Habt Mitleid mit den Leiden aller Iraker, denen Medikamente und alles Lebensnotwendige fehlt! Hört auf, Raketen und Bomben zu schicken und setzt euch stattdessen zum Dialog an einen Tisch! Bittet den Herrn um Erleuchtung, auf dass ihr den göttlichen Prinzipien, den Menschenrechten und den ethischen und menschlichen Werten folgt und - geleitet von der Vernunft - Wege findet, die ein sofortiges Ende des Krieges und den ersehnten und dauerhaften Frieden ermöglichen. Noch immer gibt es viele Mittel und Wege, um durch Dialog und Verständigung zu einer Lösung der weltweiten Probleme zu gelangen, damit alle in Ruhe und Frieden leben können.

Gemeinsam mit unseren muslimischen Geschwistern, mit denen wir seit hunderten von Jahren in geschwisterlicher Liebe und Verbundenheit in diesem friedlichen Land leben, danken wir, Verantwortliche der christlichen Kirchen im Irak, all jenen, die sich dafür einsetzen, die Aggression gegen uns aufzuhalten, besonders dem Heiligen Vater Johannes Paul II. Wir bitten darum, nicht nachzulassen im Gebet und im beharrlichen Versuch, jene zu bewegen, in deren Händen die Entscheidung für eine Beendigung dieser ungerechten Aggression gegen unser gequältes Volk liegt, die den Tod von Kindern, Alten, Frauen und Kranken mit sich bringt, während unsere jungen Männer an der Front ihr Vaterland verteidigen müssen.


Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der internationalen Nachrichtenagentur ZENIT ( www.zenit.org ).

Copyright (c) MISNA

Veröffentlicht am

29. März 2003

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