Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Ihre Suche nach "Robert Fisk" ergab 78 Treffer

04. November 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Das geraubte Land

Vor einem Vierteljahrhundert sah ich dabei zu, wie sich Israel das Land der palästinensischen Familie Khatib aneignete. Gemeinsam mit einem britischen Filmregisseur filmten wir die Bulldozer dabei, wie sie der Gartenmauer des Hauses von Mohamed und Saida Khatib und deren Sohn immer näher kamen - ihrem kleinen Olivenhain und ihrem Obstgarten mit Feigen, Aprikosen und Mandeln, daneben Saidas alter Hühnerstall. "Es gehört mir - es gehörte meinem Vater und dem Vater meines Vaters", sagte mir der verkrüppelte alte Mohamed. "Was erwartet Ihr denn von mir?" Von Robert Fisk.

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01. September 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Schach mit Arafat

Uri Avnery, einer der ersten Israelis, die sich für einen palästinensischen Staat aussprachen, ist tot. Robert Fisk, der ihn persönlich kannte, schreibt von seinen Begegnungen mit diesem streitbaren, unermüdlichen, mutigen israelischen Linken - ein Nachruf, der keiner sein soll.

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18. April 2018 | Internationales, Militär und Krieg
Gab es einen Gasangriff in Duma? Eine Reporterlegende hat da Zweifel

Der vermeintliche Gasangriff von Duma musste bereits am letzten Samstag als Begründung für den völkerrechtswidrigen Angriff von USA, Großbritannien und Frankreich herhalten. Das ist auch deshalb bemerkenswert, da sogar der amerikanische Verteidigungsminister Mattis offen zugibt, dass es gar keine "soliden Beweise" für einen Giftgasangriff gibt. Zweifel hat auch die mehrfach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Reporterlegende Robert Fisk, der seit 1976 als Nahostkorrespondent tätig ist - zur Zeit für den angesehenen britischen Independent. Fisk war in Duma vor Ort und fand interessanterweise niemanden, der sich an einen Gasangriff erinnern konnte. Dafür sprach er mit einem Oberarzt, der eine ganz andere Version zu berichten weiß und die Zweifel an der "Gas-Geschichte" verstärkt. Beachten Sie dabei bitte, dass auch Fisk sich nicht vollkommen sicher ist und diese Variante auch nur eine mögliche Version der Geschehnisse schildert. Wichtig ist jedoch, dass Fisk mit der Interpretation aufräumt, die auch die Bundesregierung übernommen hat, und nach der es keine Zweifel gibt. Denn Zweifel gibt es … und zwar begründete.

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01. Juni 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Palästinenserproteste: Ein Einzelschicksal an der Frontlinie

Munib Masri (22) wurde an der israelisch-libanesischen Grenze angeschossen. Munib ist Teil der arabischen Revolution, auch wenn er das nicht von sich behaupten würde. Von Robert Fisk.

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08. Mai 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Pakistan wusste die ganze Zeit, wo Osama bin Laden sich versteckt hielt

Der Journalist Robert Fisk (The Independent) hat Osama bin Laden insgesamt dreimal interviewt. Er hält ihn für gänzlich irrelevant. Millionen Araber, die "Freiheit, Liberalität und Demokratie" forderten, seien die wahre, neue Bewegung.

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16. Februar 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Wird die Armee Ägypten noch stärker an die Kandare nehmen?

Die Diskrepanz zwischen dem, was die jungen Männer und Frauen, die das Mubarak-Regime gestürzt haben, fordern und den Konzessionen (falls es wirklich Konzessionen sind), zu denen das Militär ihnen gegenüber anscheinend bereit ist, wird zunehmend deutlich. Von Robert Fisk.

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11. Februar 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk über die Diskrepanz zwischen der Rhetorik der USA und deren Taten, was den Aufstand in Ägypten angeht

Die große Tragödie ist, dass Obama den Demokraten (Demonstranten) im entscheidenden Augenblick nicht die Hand gereicht hat, dass er nicht gesagt hat: "Wir unterstützen euch - und Mubarak muss gehen". Als er von einem ordnungsgemäßen Übergang sprach, hat er im Grunde die Entscheidung getroffen, Mubarak zu unterstützen. Robert Fisk im Interview mit Amy Goodman.

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06. Februar 2011 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Obama-Administration verhält sich kraftlos und feige gegenüber dem Mubarak-Regime

Robert Fisk berichtet live aus Kairo.

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13. November 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Nur Gerechtigkeit kann Licht in diese düstere Region bringen

Das aktuelle Problem ist, dass Al Kaida versucht, diese Regime - und den Westen - zu unterminieren. Daher greift Al Kaida im Irak an. Wir hingegen fliegen weiter Drohnenangriffe in Pakistan und bombardieren Unschuldige in Afghanistan. Wir tolerieren die Folterregime in der arabischen Welt und erlauben es Israel, mit dem Landraub an den Palästinensern fortzufahren. Tut mir leid, es ist immer dieselbe alte Geschichte: Gerechtigkeit bringt Frieden - nicht der Krieg der Geheimdienste gegen den "globalen Terror". Doch unsere Regierungen geben das immer noch nicht zu. Von Robert Fisk.

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29. Oktober 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Amerika in Schande: Zu den WikiLeaks-Veröffentlichungen über den Irakkrieg

Die Araber wussten, wie üblich, Bescheid. Nur wir konnten so tun, als wüssten wir nicht Bescheid. Nur wir, im Westen, konnten allen Behauptungen, allen Anschuldigungen, gegen die Amerikaner und Briten, mit Hilfe von respektablen Generälen entgegentreten. Ich nehme an, dass diese Lawine an Material über den Irakkrieg ernste Folgen für die Journalisten und für die Armeen haben wird. Von Robert Fisk.

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05. August 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Israel hat sich in die EU eingeschlichen, und keiner hat’s gemerkt

Der Tod von fünf israelischen Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz in Rumänien in dieser Woche war kaum irgendwo eine Schlagzeile wert. Es ist während eines gemeinsamen Manövers von Nato und Israel passiert. Nun, dann ist ja alles in Ordnung. Stellen Sie sich vor, fünf Kämpfer der Hamas wären diese Woche bei einem Hubschrauberabsturz in Rumänien ums Leben gekommen. Wir wären immer noch am Recherchieren - so ein außergewöhnliches Phänomen. Von Robert Fisk.

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17. März 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Truppenaufstockung in Afghanistan: Die Strategie ist nicht neu - der Erfolg gleich null

An dem heutigen historischen Tag - während sich Barack Obama immer tiefer ins Chaos stürzt -, sollten wir an den Rückzug der Briten aus Kabul denken und an die Zerstörung dieser Stadt. Es geschah im Jahr 1842. Von Robert Fisk.

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20. Juli 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Die Geschichte von Baha Mousa (mehr...)
08. Juni 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Obama in Kairo - das Volk und die Armen wurden verbannt

Ich erhaschte nur einen kurzen Blick auf POTUS - auf eine sehnige, athletische Gestalt neben einer pummeligen, kleinen, alten Lady. Von Robert Fisk.

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22. März 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Warum Avigdor Lieberman das Schlimmste ist, was dem Nahen Osten zustoßen kann

Vor einigen Tagen heulten die Araber vor Wut, als es der Israellobby gelang, Charles Freeman, der kein Blatt vor den Mund nimmt, von seinem Geheimdienst-Job für Präsident Obama, für den er vorgeschlagen war, wegzuscheuchen. Heute müssen sie sich (vielleicht) mit einem israelischen Außenminister abfinden, der es - um es offen zu sagen -, mit rassistischen Kommentaren über Loyalitätstests für Palästinenser ins neue Kabinett von Benjamin Netanjahu geschafft hat. Lieberman ist einer der unangenehmsten Politiker des Nahen Ostens. Von Robert Fisk.

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24. Februar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Obama nicht von Bibis Friedenswillen überzeugt

Es heißt, Barack Obama sei nicht gut mit Bibi Netanjahu ausgekommen, als sich beide vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl in Jerusalem getroffen hatten. Mr. Obama hatte den Nahen Osten ziemlich schnell durchschaut. Er fand Bibi arrogant und seinen professionellen Friedenswillen gegenüber den Palästinensern unglaubwürdig. Es ist nicht bekannt, wie Mr. Netanjahu über Obama dachte. Netanjahu dürfte kaum versucht haben, seine Wahlkampflinie zu verhehlen, die lautete: Sicherheit für Israel, aber kein Palästinenserstaat. Von Robert Fisk.

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21. Januar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Robert Fisk: Gelächter und Posieren - während die Opfer in Gaza verrotten

Die Titelseite der Beiruter Tageszeitung As-Safir brachte es gestern auf den Punkt. Über die obere Hälfte der Seite zog sich ein schreckliches Foto. Es zeigte den aufgequollenen Leichnam eines Palästinensers, der soeben in den Trümmern seines Hauses gefunden worden war. Zwei männliche Mitglieder seiner Familie schreien und brüllen ihre Trauer hinaus. Darunter war ein etwa halb so großes Foto abgebildet. Es zeigte westliche Führer in Israel, die mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert scherzten. Olmert brüllte vor Lachen. Silvio Berlusconi hatte seine Arme von hinten um Olmerts Schultern gelegt. Auch er scherzte und brüllte - vor Lachen, nicht vor Trauer.

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07. Januar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Warum hassen sie den Westen so, fragen wir uns

Wieder einmal hat Israel den Palästinensern das Tor zur Hölle aufgerissen. 40 Zivilisten - Flüchtlinge - wurden in einer Schule der Vereinten Nationen getötet, drei weitere starben in einer zweiten UN-Schule. Nicht schlecht für eine einzige Nachtschicht in Gaza. Es ist die Arbeit einer israelischen Armee, die an die "Reinheit der Waffen" glaubt. Warum sollten wir uns wundern? Von Robert Fisk.

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26. November 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Kabul vor 30 Jahren, Kabul heute: Haben wir nichts dazu gelernt?

Ich sitze auf dem Dach des alten Central Hotel. Der Aufzug des Hotels ist mit pharaonischer Pracht dekoriert, der Apfelsaft ist unglaublich, der Grüne Tee erstklassig. Am vorderen Hoteleingang stehen tadschikische Wachen. Ich sitze hier auf dem Dach und sehe in das verrauchte Rot eines Kabuler Abends. In der Dämmerung schimmert das Fort Bala Hissar - seine massigen Portale, die enormen Ausmaße. An diesen Ort hätte die Britische Armee 1841 ihre Männer bringen sollen. Stattdessen entschied man sich, den König im Fort residieren zu lassen und baute bescheiden ein Militärcamp auf der ungeschützten Ebene. Das führte zu einer "Signalkatastrophe". Von Robert Fisk.

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24. August 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Eine Stimme aus der bitteren armenischen Vergangenheit

Das Buch ist dünn und hat nur 116 Seiten, aber die Wahrheit, die es enthält, ist monumental. Es ist ein neues Signal, dass 1,5 Millionen tote Armenier nicht verschwinden. Der Titel lautet: ‘My Grandmother: a Memoir’. Die Autorin heißt Fethiye Cetin. Das Buch öffnet Gräber. Als Fethiye in der türkischen Stadt Marden aufwuchs, galt ihre Großmutter Seher als respektable muslimische Hausfrau. In Wirklichkeit war Seher eine christliche Armenierin. Von Robert Fisk.

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08. August 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Obama ist ein neuer Akteur auf derselben alten Bühne

Als Obama seine theatralische Reise durch den Nahen/Mittleren Osten unternahm, war ich im Studio von Al Dschasiera. Als wir auf Sendung waren, sprach ich von einem "Theater". Der Redakteur versuchte verzweifelt, aus dem ganzen lächerlichen Tanz eine gewisse Hoffnung für die Araber zu filtern. Keine Chance, sagte ich. Für die Araber wird es nicht den geringsten Unterschied machen, ob McCain gewählt wird oder Obama. Falls Obama gewählt wird, muss er sich in der Nahost-Tragödie auf eine Seite stellen - auf die israelische natürlich. Von Robert Fisk.

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23. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Heute Despot, morgen Staatsmann

Wie kommt es, dass Mächtige stürzen? Oder drehen wir die Frage um, wie kommt es, dass manche Gestürzten erneut mächtig werden? Denken wir an einen gewissen Moammar Ghaddafi (Ghazzafi) - den “tollwütigen Hund des Mittleren Ostens”, wie Ronald Reagans dumpfes Klischee lautete. Ghaddafi sei ein “Sponsor von Terroristen”, hieß es einst, er schrecke nicht einmal vor Schiffslieferungen mit Waffen an die IRA zurück. Von Robert Fisk.

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11. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Waffe der westlichen Selbsttäuschung

Wieder einmal schmeicheln die Großen und Guten der US-Demokratie den Israellobbyisten des AIPAC und katzbuckeln vor ihnen. Wiederholt machen sie sich gemein mit der Sache eines Landes, das weiterhin arabisches Land stiehlt. Wird es je enden? Selbst Barack Obama - “Mr. Baracka”, wie ihn ein irischer Freund kürzlich so naiv wie treffend nannte -, fand Zeit, seinem jüdischen Publikum zu verkünden, Jerusalem sei die ungeteilte Hauptstadt Israels. Von Robert Fisk.

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25. Mai 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Libanon: Wo wird der Wahnsinn enden?

Ich bin mir nicht sicher, was diese Woche schlimmer war - im Libanon zu leben oder die Worte George Bushs lesen zu müssen? Immer wieder stellte ich mir die Frage: Haben Worte ihre Bedeutung verloren? Von Robert Fisk.

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07. Januar 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Pakistan: Sie geben Musharraf die Schuld, nicht Al Kaida

Seltsam, wie schnell uns die Geschichte präsentiert wurde. Benazir Bhutto - die mutige Führerin der Pakistanischen Volkspartei (PPP) - wurde in Rawalpindi Opfer eines Attentats. Rawalpindi grenzt an die Hauptstadt Islamabad, wo Ex-General Pervez Musharraf lebt. George Bush sagt uns, die Mörder seien "Extremisten" und "Terroristen". Niemand wird dies bestreiten. Allerdings wollte Bush mit seinem Kommentar suggerieren, Islamisten steckten hinter dem Attentat. Wieder einmal die Verrückten der Al Kaida. Die Al-Kaida-Spinne habe die einsame, tapfere Frau niedergestreckt, die es wagte, Demokratie für ihr Land zu fordern. Angesichts der kindischen Berichterstattung über diese abscheulichen Tragödie verwundert es nicht, dass der "Gut-versus-Böse"-Esel vorgeführt werden kann, um das Schreckliche in Rawalpindi zu erklären. Von Robert Fisk.

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20. Juni 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Willkommen in ‘Palästina’

Nichts als Ärger machen die Muslime im Nahen Osten. Wir verlangen, dass die Palästinenser sich an demokratische Spielregeln halten und dann wählen sie die falsche Partei - Hamas. Zusätzlich gewinnt die Hamas einen Mini-Bürgerkrieg und beherrscht den Gaza Streifen. Aber wir, der Westen, beharren immer noch darauf, mit dem diskreditierten Präsidenten Mahmoud Abbas zu verhandeln. Heutzutage hat “Palästina” - lasst uns die Anführungsstriche beibehalten - zwei Premierminister. Willkommen im Nahen Osten. Von Robert Fisk.

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26. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Tragödie Libanon: Ein Platz in der ersten Reihe

In gewisser Weise ist es obszön, die Belagerung von Nahr el-Bared zu beobachten. Das alte Palästinenserlager beherbergt 30.000 verlorene Seelen, die nie mehr in die “Heimat” zurückkehren werden. Die Soldaten der Libanesischen Armee haben ihre Stellungen auf der Hauptstraße Richtung Norden wieder eingenommen. Müßig verbringen sie ihre Zeit in ihren alten Truppentransportern. Und wir - die Repräsentanten der Weltpresse - warten nicht weniger passiv auf dem Dach eines halbfertigen Wohnblocks. Plötzlich Gewehrfeuer - krack-krack - Kugelhagel aus dem Camp. Als Reaktion feuert ein libanesischer Armeepanzer eine Granate ab. Wie viele Tote gibt es im Lager? Von Robert Fisk.

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26. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Das erste Opfer wird der Libanon sein

Erstaunlich, wie leicht die Funken des amerikanisch-israelischen Feuers im Nahen/Mittleren Osten überspringen. Der Funkenflug jeder undurchsichtigen Äußerung, jeder Drohung aus Washington oder Teheran brennt ein Stück Libanon weg. Es ist kein Zufall, dass den UNO-Truppen im Südlibanon immer heftigeres Misstrauen vonseiten der schiitischen Bevölkerung entgegenschlägt. Es ist kein Zufall, dass Israel zornig wettert, die Hisbollah sei heute mächtiger als vor dem Juli-Krieg 2006. Und es ist kein Zufall, dass Hisbollah-Führer Sayed Hassan Nasrallah äußert, er habe weitere Raketen in den Libanon geholt. Von Robert Fisk.

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03. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Banalitäten und glatte Lügen - Reaktionen auf Jimmy Carters neues Buch über Nahost

Das neue Buch von Jimmy Carter trägt den Titel: ‘Palestine. Peace Not Apartheid’. Es ist ein gutes, starkes Buch. Ex-Präsident Carter listet die empörende Behandlung der Palästinenser auf, die israelische Besatzung, die Enteignung palästinensischen Landes durch Israel - all die Brutalitäten, die dieser entwürdigten, unterjochten Bevölkerung zugemutet werden. Carter spricht von “einem System der Apartheid; zwei Völker sitzen auf demselben Land, jedoch komplett separiert voneinander. Die total dominanten Israelis wenden unterdrückerische Gewalt an, indem sie die Palästinenser ihrer menschlichen Grundrechte berauben”. Von Robert Fisk.

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23. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die US-Panzer werden aus dem Irak rollen - auf einem mit Ausreden gepflasterten Weg

Es wird noch schlimmer kommen im Mittleren Osten - selbst, wenn die USA in zwei Jahren mit einem Demokratischen (demokratischen) Präsidenten gesegnet sein sollten. Die katastrophalen Philosophen, die hinter dem irakischen Blutbad stecken, waschen ihre Hände in Unschuld und wollen mit dem Schlamassel nichts zu tun haben. “Nicht wir!” rufen sie. Derweil bereiten die “Experten” des amerikanischen Ostküsten-Presse-Mainstreams den Boden für den Rückzug aus dem Irak: einfach alles den gierigen, blutrünstigen, anarchischen, verderbten, kompromisslosen Irakern in die Schuhe schieben. Von Robert Fisk.

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19. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Berichterstattung über den Nahen Osten oberflächlich und verzerrt

Journalisten im “Westen” sollten sich großer Schuld bewusst sein, weil vieles, was sich im Nahen Osten abspielt, mit ihrer Leichtgläubigkeit zu tun hat, die als fiktive Version der Ereignisse verkauft wird. Ihren ständigen Hinweis auf einen “Zaun” anstelle eine Mauer, auf Siedlungen oder Wohngegenden anstelle von (jüdischen) Kolonien, ihre Beschreibung der Westbank als “umstrittenes” statt besetztes Gebiet, hat eine oberflächliche Art des Berichtes über den israelisch.-palästinensischen Konflikt hervorgebracht. Von Robert Fisk.

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03. November 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Rätsel um geheime israelische Uranbombe

Hat Israel bei seinen 34tägigen Angriffen im Sommer 2006 im Südlibanon eine geheime neue Uranwaffe eingesetzt? Wir wissen, dass die Israelis bei ihren Angriffen auf die Hisbollah-Hauptquartiere in Beirut amerikanische “bunkerbrechende” Bomben zum Einsatz brachten. Wir wissen, dass die Israelis in den letzten 72 Stunden des Libanonkriegs den Südlibanon mit Clusterbomben durchtränkten. Und es hat sich auch bestätigt, dass die israelische Armee Phosphorbomben einsetzte.Wissenschaftliche Ergebnisse aus mindestens zwei Bombenkratern lassen vermuten, dass israelische Waffen Uranmunition enthielten. Von Robert Fisk.

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07. August 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Wie können wir einfach nur abwarten und zulassen, dass es so weitergeht?

Die Hisbollah hat diesen Krieg angefangen - mit ihrem provokativen, illegalen Überfall jenseits der Grenze. Doch die Brutalität der Israelis gegenüber der Zivilbevölkerung ist nicht nur für die westlichen Diplomaten, die in Beirut blieben, zutiefst schockierend. Sie schockt auch Hunderte humanitärer Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der anderen großen Hilfsorganisationen. Von Robert Fisk.

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18. Juli 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Von meinem Haus aus sah ich, was “Krieg gegen Terror” bedeutet

Die ganze Nacht über hörte ich die Jets, die hoch über dem Mittelmeer wisperten. Sie waren wie die kleinen Glühwürmchen, die Beirut beobachteten, vielleicht auf die Morgendämmerung wartend, denn dann fielen sie auf die Stadt nieder. Von Robert Fisk.

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02. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Tod ist Leben, Niederlage Sieg In Bezug auf den Mittleren Osten “überarbeitet” so ziemlich jeder die Geschichte. Dennoch hat es wohl noch nie eine US-Administration gegeben, die so bewusst unredlich und rücksichtslos Tragödie zu Erfolg, Niederlage zu Sieg und Tod zu Leben umdeklariert hat. Dabei fühle ich mich weniger an Vietnam erinnert, vielmehr an jene französischen und britischen Kommandeure im Ersten Weltkrieg, die immer wieder die Lügenmär vom möglichen Militärsieg über den deutschen Kaiser verbreiteten, während sie Hunderttausende ihrer Männer durch das Schlachthaus Somme, Verdun und Gallipoli trieben. Im Unterschied dazu treiben wir heute Hunderttausende Araber durch das Schlachthaus - es interessiert uns nicht einmal. Von Robert Fisk. (mehr...)
07. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Das Problem mit der Demokratie Samstag, 28. Januar 2006: Horror über Horror, die Palästinenser haben die falsche Partei an die Macht gewählt! Dabei hatte man ihnen erwartet, dass sie ihre Stimme der freundlichen, korrupten, prowestlichen und absolut proamerikanischen Fatah geben, die versprochen hatte, die Palästinenser zu “kontrollieren” - jedenfalls sollten sie ihre Stimme nicht der Hamas geben, die versprach, die Palästinenser zu repräsentieren. Bingo - wieder die Falschen gewählt. Von Robert Fisk. (mehr...)
21. November 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die betrogenen Mütter Amerikas Sue verlor ihren Sohn Seth am 3. Februar 2004. Er war nahe Iskanderiya, südlich von Bagdad, auf der Suche nach “improvisierten Explosivvorrichtungen” (die berüchtigten IED). IEDs sind jene Straßenrandbomben, die bereits Hunderten von Amerikanern das Leben gekostet haben. Plötzlich ging neben Seth eine versteckte Bombe hoch. “Er wurde nicht getötet, er wurde ermordet - von der amerikanischen Regierung. Er war da draußen und suchte nach IEDs. Er fand so ein Ding, stoppte seinen Konvoi - und flog in die Luft. Für mich war das ein Selbstmordkommando”. Von Robert Fisk. (mehr...)
24. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
USA verweigern Robert Fisk die Einreise Robert Fisk, international renommierter Journalist, der seit Jahrzehnten aus den War Zones dieser Welt berichtet, wurde die Einreise in die USA verweigert. Fisk hat sich vor allem durch seine bissige Berichterstattung aus dem Nahen und Mittleren Osten einen Namen gemacht. Bei seiner kritischen Berichterstattung über den britisch-amerikanischen Einmarsch im Irak bzw. die seitherige Besatzung stellte Fisk immer wieder Desinformationskampagnen der britischen und amerikanischen Regierung bloß. Von Doug Ireland. (mehr...)
30. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wir haben uns schnell mit den Bomben und den Toten im Irak abgefunden Ich stand an der Bushaltestelle an-Nahda in Bagdad, nachdem dort letzte Woche eine Bombe 43 Zivilisten in Stücke gerissen hatte. Diese Menschen waren nicht weniger unschuldig wie die Londoner und ihr Leben auch nicht weniger wert. Mir wird klar, dass wir viel zu vieles einfach hinnehmen. Es ist Tatsache, dass jene 43 Iraker noch am Leben (und nicht von drei Bomben pulverisiert worden) wären, hätten “wir” 2003 keine Irak-Invasion gestartet. Ebenso ist es eine Tatsache, dass ohne die Irak-Invasion am 7. Juli in London keine Bomben explodiert wären (ich ignoriere Lord Blairs Geschwätz von den “üblen Ideologien”). Und in diesem Falle hätte der neue Papst den deutschen Muslimen letzte Woche auch keine Moralpredigt über “Terrorismus” gehalten. Von Robert Fisk. (mehr...)
23. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Was bedeutet, Demokratie im Nahen/Mittleren Osten? Was immer der Westen darunter versteht Seit einer Woche befahre ich die Straßen Bagdads - gefährliche, stinkende Straßen, heiß wie ein Backofen, Straßen, auf denen es zunehmend von Aufständischen und deren Informanten wimmelt beziehungsweise von amerikanischen Soldaten, die verschreckt über Verkehrsinseln preschen. Wenn wir den Amerikanern näher als 50 m rücken, zielen sie mit ihren Waffen auf jeden von uns. Auftritt Condoleezza Rice: Dies alles sei Teil der “Straße zur Demokratie”, auf der der Mittlere Osten nun wandle. Von Robert Fisk. (mehr...)
23. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Themenpark Tod George Bush pries jene geldgierigen, sektiererischen Politiker des Irak, die völlig unfähig sind, sie hätten sich heroische Verdienste um die “Demokratie” erworben. Zur selben Zeit werden Menschen entführt, manche werden auch ermordet. Dann steht mir, dem Mann aus dem Westen, ein besonders schwerer Gang bevor - ich muss in die Familien und mein Beileid aussprechen. Ich, der Westler, betrete das Heim von Menschen, die dem Westen die Schuld für das Chaos geben, dem ihre Angehörigen zum Opfer fielen, um ihnen mein Beileid auszusprechen. Mein Freund hat überlebt - knapp. Von Robert Fisk. (mehr...)
15. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Siegen die USA? Ein Autobombenwrack, in dem sieben Amerikaner starben, liegt an der Ecke der Straße, daneben ein Schaufensterladen für Telefonzubehör. Der Besitzer hatte Bilder von Saddam auf einem Esel reitend auf seinen Mobiltelefonen. Vor drei Tagen wurde er erschossen. Es war heiß, als wir gestern aus Bagdads Stadtteil al-Jamia abfuhren. Al-Jamia - Ort der Aufständischen und der Amerikaner, Ort der Rache und der Trauer. Ich starre auf das verkohlte Autowrack, das noch immer an der Straße liegt, und mir wird klar, dass es ein kleines Widerstandssymbol ist. Wie, so frage ich mich wieder einmal, wollen die Amerikaner hier je siegen? Von Robert Fisk. (mehr...)
10. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bombardiert wurde die Allianz Blairs mit Bush “Wenn ihr unsere Städte bombardiert, werden wir eure bombardieren”, sprach Osama bin Laden kürzlich auf einem Video. Es war seit Premierminister Tony Blairs Entscheidung sich Präsident Bushs “Krieg gegen den Terror” und seiner Invasion des Iraks anzuschließen klar, daß Großbritannien ein Angriffsziel sein werde. Wir wurden, wie sie sagten, gewarnt. Der G-8 Gipfel war offensichtlich schon lange im Voraus als Angriffstag gewählt worden. Von Robert Fisk. (mehr...)
12. März 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die andere Zeder Es war eine Warnung. Viele Zehntausende waren gekommen - Schiiten-Familien aus dem Libanon mit ihren Kindern vorneweg, die Babys auf dem Arm. So marschierten sie an meiner Beiruter Wohnung vorbei. Die Menschen erinnerten mich an die vielen Schiiten im Irak, die mit ihren Familien zur Wahl gingen - trotz Schüssen und Selbstmordbombern. Die Schiiten hier kamen aus dem Südlibanon und dem Bekaa-Tal -um deutlich zu machen, wir sind gegen die amerikanischen Pläne im Libanon, und wir wollen wissen - das behaupten sie wenigstens - wer am 14. Februar Ex-Premier Rafik Hariri ermordet hat. Von Robert Fisk. (mehr...)
12. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Frieden ohne Gerechtigkeit Endlich beenden die Palästinenser ihre Besatzung Israels. Keine palästinensischen Panzer mehr, die in Haifa und Tel Aviv eindringen, keine palästinensischen F-18-Bomber mehr, die bevölkerungsreiche israelische Zentren bombardieren, und die palästinensischen Apache- Helikopter stellen die “gezielte Tötung” (sprich ‘Mord’) hochrangiger israelischer Militärs ein. Die Palästinenser versprechen, alle “Akte der Gewalt” gegen Israelis einzustellen. Israel verspricht, alle “militärischen Aktivitäten” gegen die Palästinenser einzustellen. Das ist es. So sieht Frieden heute aus. Von Robert Fisk. (mehr...)
01. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wahlen im Irak: Triumph und Tragödie Überall in Bagdad der gleiche Anblick: Ganze Familien, die geschlossen zum Wahllokal marschieren, während rundherum die Explosionen donnern. Schon kurz nach Eröffnung der Wahllokale waren in der Stadt 30 Explosionen zu hören - in weniger als zwei Minuten. Dennoch strömten die Menschen wie beim Familienausflugstag. Schiiten sagten, sie gingen auch deshalb zur Wahl, um die Amerikaner aus dem Irak zu entfernen - und nicht etwa, um deren Anwesenheit zu legitimieren. Dies ist eine Botschaft, die, falls von Amerikanern und Briten ignoriert, deren Untergang bedeutet. Von Robert Fisk. (mehr...)
25. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die Wahl verursacht eine Spaltung, zu der selbst Saddam nicht in der Lage war Sonntag, der 30. Januar ist der Tag, an dem der Mythos mit der Realität konfrontiert wird, wobei es buchstäblich zum Knall kommen wird. Zweifellos wird jener magische Tag, an dem der Irak sich angeblich zur Demokratie wandelt, als ein weiterer Meilenstein begrüßt werden - ein Meilenstein des amerikanischen Abenteuers. Selbstverständlich wird Blair in keinem Wahllokal in die Luft gesprengt oder auf dem Nachhauseweg Opfer eines Selbstmordattentäters. Solche Toten wird man “Märtyrer der Demokratie” nennen, Iraker, die sich für eine Wahl entschieden, die ein so großes physisches Risiko darstellt, daß die internationalen Beobachter sie lieber von Amman aus “beobachten”. Von Robert Fisk. (mehr...)
21. Januar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad: Wahlen und die Angst In der Welt des Journalismus regiert das Klischee. In diesem Falle allerdings stimmt das Klischee, das einem als erstes in den Sinn kommt - Bagdad ist wirklich eine Stadt der Angst. Die Iraker fürchten sich, die Männer der Milizen, die amerikanischen Soldaten, die Journalisten, alle fürchten sich. Der 30. Januar rückt näher - jener Tag, an dem die Segnungen der Demokratie auf uns niederregnen sollen. Er naht mit der Sicherheit und Geschwindigkeit eines ‘Doomsday’. Von Robert Fisk. (mehr...)
02. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Je schlimmer die Situation im Irak, desto dreister belügt uns Tony Blair Wir befinden uns in der ‘größten Krise’ - das heißt, seit der letzten größten Krise. Auf diese Art führen wir den Irakkrieg - beziehungsweise den Zweiten Irakkrieg, wie uns Blair weismachen will. ‘Zweiter Irakkrieg’. Wieviel Schwachsinn dieser Art müssen wir noch schlucken? Glaubt man Blair, kämpfen wir uns gerade durch die “Feuerprobe des globalen Terrorismus”. Was soll der Unsinn? Hat er uns, bevor er mithalf, den Ersten Irakkrieg zu starten, etwa gesagt, es wird noch einen Zweiten geben? Von Robert Fisk. (mehr...)
07. August 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der Irak explodiert Robert Fisk: Der Krieg ist ein Betrug. Ich rede hier nicht von den Massenvernichtungswaffen, die nicht existieren, auch nicht von der angeblichen Verbindung Saddam Husseins zur Al Kaida, die nicht existiert bzw. von allen anderen Lügen, für die wir in den Krieg zogen. Nein, ich spreche von den neuen Lügen. Sieht Blair nicht, dass das Land kurz vor der Explosion steht? Oder Bush? (mehr...)
26. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Informationskrise Wie in Afghanistan so im Irak. Die Luftangriffe der USA werden “unberichtbar”, da in beiden Ländern immer mehr Highways infolge zunehmender Aufstände zu gefährlich sind für die ausländischen Korrespondenten. Erfahrene US-Journalisten behaupten, Washington sei sehr zufrieden mit dieser Situation; Hochzeitsfeiern bombardieren und hinterher behaupten, die Opfer seien Terroristen - dreimal in einem einzigen Jahr - macht einfach keine guten Schlagzeilen. Von Robert Fisk. (mehr...)
10. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der neue, freie Irak Nachdem sie mit ihrem Versuch fertig waren, dem “neuen” Irak einen ideologischen US-Stempel aufzudrücken, haben sich die meisten Mitarbeiter der amerikanischen Zivilverwaltung nach Washington aufgemacht, um im Wahlkampf von Bush mitzuarbeiten. Aber die amerikanische Besatzung im Irak geht in vieler Hinsicht weiter. Die 146.000 US-Soldaten sind weiterhin unübersehbar im Irak. Die Aufträge für den Wiederaufbau, die Mr. Bremer an US-Firmen vergab, stellen sicher, dass irakisches Geld weiterhin an amerikanische Firmen geht. Von Robert Fisk. (mehr...)
07. Mai 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die “guten Jungs” können kein Unrecht begehen Wir nannten Saddam den Hitler des Irak. Aber war Hitler nicht einer von “uns”? Einer aus dem Westen, Bürger “unserer” Kultur? Wenn er damals 6 Millionen Juden töten konnte - und er tat es -, ist es da so überraschend, dass “wir” Irakis wie Tiere behandeln? Letzte Woche sahen wir die Beweisfotos - wir sind dazu in der Lage. Von Robert Fisk. (mehr...)
29. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Israel kritisieren? Mary Robinson, Ex-Präsidentin von Irland, Ex-Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat Israel kritisiert und gesagt, die “grundlegende Ursache des arabisch-israelischen Konflikts ist die Okkupation”. Robert Fisk setzt sich mit den Anschuldigungen und Reaktionen auseinander, Kritik an israelischer Politik sei antiisraelisch. (mehr...)
16. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Irak: Dutzende Tote In den vergangenen 8 Tagen starben im Irak mindestens 80 ausländische Söldner - aus Europa, den USA oder Südafrika angeheuerte Sicherheitsleute, die für amerikanische Firmen tätig waren. Generalleutnant Mark Kimmitt gab am Dienstag zwar zu, dass seit dem 1. April beim Aufstand im Irak “rund 70” Amerikaner und Soldaten aus anderen westlichen Ländern starben. Die Söldner blieben unerwähnt. Von Robert Fisk und Patrick Cockburn. (mehr...)
13. April 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die simple Wahrheit dieses Kriegs: Die Irakis wollen uns nicht Ein Krieg, der auf Illusionen, Lügen und rechter Ideologie beruht, - dass dieser Krieg in Blut und Feuer untergehen wird, war klar. Das Blutbad im Irak weitet sich immer mehr aus. Aber US-General Sanchez sprach noch gestern vom “restlosen Vertrauen”, das er in seine Truppen setze, “eine neue Morgendämmerung rückt näher”. Exakt das sagten uns auf den Tag genau vor einem Jahr die US-Kommandeure. Damals fuhren US-Truppen in Iraks Hauptstadt ein, und Washington brüstete sich mit dem Sieg über das “Biest von Bagdad”. Von Robert Fisk. (mehr...)
05. April 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Vanunu Alle Israelis, die sich am 16. Februar die Ausgabe der Tageszeitung Yedioth Ahronoth kauften, müssen glauben, da wird ein wirklich schlimmer Mann aus dem Gefängnis Aschkelon entlassen. Dieser Mann feiere, sobald sich ein Selbstmordattentäter in die Luft jagt. Aber ist es nicht seltsam, dass genau dieser Gefangene eine Reihe Auszeichnungen von europäischen Friedensgruppen erhalten hat und für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde? Von Robert Fisk. (mehr...)
23. März 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Die Tötung Scheikh Jassins. Besorgniserregende Auswirkungen einer staatlichen Tötung Man braucht nicht viel Mut, um einen Querschnittsgelähmten im Rollstuhl zu ermorden. Auf der anderen Seite muss man nicht lang überlegen, um sich die Implikationen des Attentats auf Scheikh Jassin klarzumachen. Ein neuer finsterer Präzedenzfall für unsere ‘tapfere neue Welt’, wurde geschaffen. Von Robert Fisk. (mehr...)
18. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Demokratie in einem arabischen Staat Für unsere großen Führer ist der Irak derzeit ein so heißes Pflaster, dass sie alles opfern, nur um sich selbst zu retten. Die BBC, die CIA, der britische Geheimdienst - und sämtliche Journalisten, die es wagen, mit dem Finger auf die Lügen zu zeigen, die uns in den Krieg trieben -, sie alle werden mit weiteren Lügen bombardiert. Keine Massenvernichtungswaffen, keine Verbindung zwischen Saddam und dem 11. September. Und keine Demokratie. Gebt der Presse die Schuld, den Panikmachern - nur nicht Bush und Blair und auf keinen Fall den amerikanischen Neokonservativen. Von Robert Fisk. (mehr...)
11. Januar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Tod in britischem Gewahrsam im Irak Der 14. September ist der Tag, an dem Polizeioberstleutnant Daoud Mousa von der irakischen Polizei seinen Sohn Baha zuletzt lebend sah. An dem Tag führten britische Soldaten in dem Basraer Hotel, in dem der junge Mann an der Rezeption arbeitete, eine Razzia durch. “Drei Tage später sah ich die Leiche meines Sohnes”, so der Oberstleutnant. Seine Nase war gebrochen. Über seinem Mund war Blut zu erkennen. Ich konnte blaue Flecken an seinen Rippen und Oberschenkeln sehen. An den Handgelenken, dort wo die Handschellen saßen, war die Haut abgeschält”. Robert Fisk berichtet vom brutalen Tod eines jungen Mannes in britischem Gewahrsam in Basra, Irak. (mehr...)
19. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Saddams Festnahme wird den Krieg nicht beenden Robert Fisk macht deutlich, dass die von Downing Street und Weißem Haus verbreitete Hoffnung auf Kollaps des irakischen Widerstands nach Saddams Festnahme vergebens sein dürfte. Saddam war weder geistiger noch politischer Führer jenes Aufstands, der momentan im Irak soviele Menschenleben kostet. So glücklich die Herren Bush und Blair über die Gefangennahme Saddams auch sein mögen - der Krieg geht weiter. Es gibt massenhaft Gruppen im Irak, die Saddam zwar nie mochten, die Amerikaner aber dennoch mit Enthusiasmus angreifen. (mehr...)
09. Dezember 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Preis der freien Meinungsäußerung bezüglich Irak-Krieg Das Pentagon hat angeordnet, dass amerikanische TV-Sender keine Särge von aus dem Irak heimgekehrten jungen Amerikanern zeigen dürfen. Die Sender haben dies akzeptiert. Die Toten dürfen heimkehren - aber sie tun es praktisch im Verborgenen. Armeeangehörige in Amerika, die einem Journalisten erzählen, dass sie mit dem nicht einverstanden sind, was im Irak geschieht, werden verurteilt und degradiert. Die amerikanische Presse berichtet auch nicht über die hohe Zahl schwerverletzter Soldaten, die aus dem Irak in die USA heimgeholt wurden. Über all diese Fakten würde die Presse “der Kleinstadt Amerika” nicht berichten, so Robert Fisk, wo jeder, der die Wahrheit über Irak sagen will, sofort angegriffen werde. (mehr...)
28. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wohin führt unser Weg? Der “Krieg gegen den Terror” und seine Folgen Der britische Journalist Robert Fisk geht nach den Bombenanschlägen in der Türkei auf die Zusammenhänge und Hintergründe des Terrors ein. In den Anschlägen sieht er den Preis, den die Verbündeten dafür zahlen, dass sie bei George Bushs “Krieg gegen den Terror” und dessen infantilen Versuch mitmachen, den Nahen/Mittleren Osten im Interesse Israels neu zu ordnen. (mehr...)
04. November 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Eins, zwei, drei und vier / Warum sind unsre Truppen hier? Robert Fisk meint, das größte Problem für die US-Streitkräfte im Irak ist nicht der bewaffnete Widerstand, sondern eine Krise der Truppenmoral. Hauptverantwortlich hierfür sieht er jene Ideologen der Rechten in Washington, die auf diesen Krieg gedrängt haben. Sie haben einen Traum mit “Massenvernichtungswaffen” und umjubelten amerikanischen Truppen gesponnen, die zur “Befreiung” der Irakis kommen. Unfähig, ihre Fiktion mit irgendwelchen Fakten auszuschmücken, gestehen sie heute lediglich ein, dass die Soldaten, die sie in das größte Rattennest im Mittleren Osten geschickt haben, nun “eine Menge Arbeit vor sich haben” und dass sie “an der Front im Krieg gegen den Terror kämpfen” - wovon vor und während der Invasion nie die Rede war. (mehr...)
12. Oktober 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Öl, Krieg und ein wachsendes Panikgefühl in den USA Robert Fisk meint, in der Natur der neuen Macht Amerikas im Irak liege eine wirkliche Ironie. Die US-Öllagerstätten gehen zunehmend zur Neige und spätestens 2025 werden die Ölimporte 70 Prozent der inländischen Nachfrage ausmachen. Die USA müssen die Weltreserven kontrollieren und momentan kontrollieren Sie vielleicht 25 Prozent der Weltreserven. Aber sie sind nicht in der Lage, das Öl zum Fliessen zu bringen. Die Kosten dafür würden in den USA zu einer ökonomischen Krise führen. Und das ist der Grund für die wachsende Panik der Bush Administration und nicht der, dass täglich junge amerikanische Soldaten sterben. Washington hat den Zugriff auf die größte Schatztruhe der Welt, kann aber den Deckel nicht öffnen. (mehr...)
22. September 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Interview - Nacht für Nacht ein Gemetzel am irakischen Volk Juan Gonzalez interviewt für den “War and Peace Report” des unabhängigen nordamerikanischen Senders Democracy Now! den Reporter des Londoner Indepentdent Robert Fisk zum Thema Zivilopfer im Irak. Es geht um die Zahl ziviler Opfer, Menschen, die Tag für Tag im Irak als Resultat der Besatzung ihr Leben verlieren. Seit April sind tausende irakischer Zivilisten durch Gewehrfeuer und andere Formen der Gewalt umgekommen. Schuld ist das Chaos, das nach der ‘Befreiung’ Bagdads (auf das Land) losgelassen wurde. Und die Amerikaner interessieren sich nicht wirklich für die Iraker. Das ist genau das Krebsgeschwür, das sich momentan in die irakische Gesellschaft hineinfrisst. (mehr...)
25. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der Kollaps des Irak Als die UN-Inspektoren keine Massenvernichtungswaffen im Irak fanden und der UN-Sicherheitsrat der (geplanten) amerikanisch-britischen Invasion nicht zustimmte, verhehlte Präsident Bush seinen Spott für die Vereinten Nationen nicht. Nun ist er seinerseits nicht einmal in der Lage, das Leben von UN-Angehörigen im Irak zu schützen. Wer wird unter diesen Umständen im Irak noch investieren wollen - und wer sein Geld auf eine künftige “Demokratie” im Irak verwetten? Robert Fisk über den Kollaps des Irak. (mehr...)
06. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak funktioniert nicht Der britische Journalist und exzellente Nah/Mittel-Ost-Kenner Robert Fisk stellt die Frage, wann die Besatzungsbehörden endlich begreifen, dass man sich den Irak nicht “zurechtspinnen” kann. Seiner Meinung nach durchlebt dieses Land eine Tragödie epischen Ausmaßes. Nach dem Absturz Iraks in Saddams Hölle gingen die Menschen des Irak einem neuen Abschnitt ihres Leidenswegs entgegen und wir einer neuen Kolonialismus-Demütigung, die auch die Karrieren von Bush und Blair kosten könnte. Aber am Entscheidendsten: Es könnte noch vielen, vielen unschuldigen Menschen das Leben kosten! (mehr...)
02. August 2003 | Internationales, Militär und Krieg
US-Trupp verwandelt verpfuschte Saddam-Razzia in Massaker Versessen, Saddam zu fangen, haben US-Soldaten gestern eine verpfuschte Razzia auf ein Haus im Bagdader Mansur-Distrikt in ein Blutbad verwandelt. Auf einer belebten Straße eröffneten sie das Feuer auf Dutzende irakische Zivilisten. Falsche Informanten, schlechtausgebildete US-Soldaten, die anscheinend keine Feuer-Kontrolle praktizieren und mangelnde militärische Planung haben hier erneut zu einer Tragödie für jenes Volk geführt, das die Amerikaner noch vor 15 Wochen behaupteten, “befreien” zu wollen - von Saddam Hussein. Ein Bericht von Robert Fisk. (mehr...)
27. Juli 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Irak & Unrecht: die Konzentrationslager der USA Robert Fisk beschreibt die häßliche Wahrheit über das amerikanische Camp Cropper im Irak - eine Story über ein amerikanisches Konzentrationslager in Bagdad. (mehr...)
16. Juni 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Pressezensur - für Iraker nichts Neues Robert Fisk schildert, wie sich die anglo-amerikanischen Behörden im Irak nur zwei Monate nach der “Befreiung” Iraks dazu entschlossen haben, die freie neue irakische Presse zu kontrollieren. Zeitungen, die “wilde Stories” verbreiten, also Material, das provokativ oder dazu geeignet ist, ethnische Gewalt heraufzubeschwören, werden verwarnt oder geschlossen - zum Besten des irakischen Volks, natürlich. Kontrollierte Presse gleich verantwortungsvolle Presse. Genau das hat auch Saddam Hussein über die Schundblätter gesagt, die sein Regime hervorbrachte. (mehr...)
09. Mai 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg vorbei? Robert Fisk zweifelt die Aussage von George Bush über das Ende des Irak-Kriegs an und sagt voraus, daß die Fortsetzung als “nächste Stufe im Krieg gegen den Terror” nicht lange auf sich warten lassen wird. (mehr...)
17. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Würde Präsident Assad eine Cruise Missile in seinen Palast einladen? Jetzt ist also Syrien in der Sichtweite amerikanischer Gewehre. Zuerst ist es der Irak, Israels mächtigster Feind, der im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist, von denen bisher aber keine gefunden wurden. Jetzt ist es Syrien, Israels zweitmächtigster Feind, der ebenfalls Massenvernichtungswaffen besitzt, so jedenfalls erzählt es uns George Bush Junior… Von Robert Fisk. (mehr...)
12. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Der letzte Beweis: Krieg ist das Ende der Menschlichkeit Der englische Journalist Robert Fisk beschreibt den Krieg aus der Opferperspektive, bei dem das grausame Gesicht dieses Verbrechens jenseits militärischer Triumphmeldungen sichtbar wird. (mehr...)
10. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Will das US-Militär Journalisten töten? Zuerst killten die Amerikaner den Al-Dschasira-Korrespondenten, sein Kameramann wurde verletzt. Das war gestern. Nur 4 Stunden später griffen sie das Reuters TV-Büro in Bagdad an. Ein Reuters-Kameramann sowie ein Kameramann des spanischen Senders ‘Tele 5’ wurden getötet und vier weitere Reuters-Mitarbeiter verletzt. Robert Fisk geht der Frage nach, ob man ernsthaft glauben soll, das alles seien Unfälle gewesen. Lautet das richtige Wort für diese Tötungen nicht vielmehr ‘Mord’? (mehr...)
08. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Wimmernde Kinder, Tote, Verletzte Waren es amerikanische oder waren es britische Flugzeuge, die diese irakischen Dörfer mit einer der tödlichsten Waffen der modernen Kriegsführung überzogen? Die 61 Toten, die seit Samstagnacht im Krankenhaus von Hillah ankamen, geben darüber keine Auskunft - ebensowenig die Überlebenden. Robert Fisk berichtet über Kriegsverbrechen im Irakkrieg. (mehr...)
01. April 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Bagdad, Blut und Verbände Im Al-Noor-Hospital spielten sich gestern Morgen entsetzliche Szenen ab - Szenen der Agonie und des Leids. Robert Fisk berichtet von den Opfern angloamerikanischer Angriffe im Irak. (mehr...)
22. Januar 2003 | Internationales, Militär und Krieg
Es geht um Öl Robert Fisk zeigt nachdrücklich auf, daß es bei dem sich abzeichnenden Krieg gegen Irak nicht um chemische Sprengköpfe oder Menschenrechte geht: Es geht um Öl. (mehr...)