Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lateinamerika

06. März 2004

Kaffee und staatliche Autorität in Kolumbien

Der Konsum von Kaffee hat in den vergangenen 50 Jahren ernorm zugenommen. Doch während die einen profitierten, mussten die kleinen Kaffeebauern enorme Verluste hinnehmen. Gleichzeitig wird die Umweltzerstörung weiter vorangetrieben. Staaten haben außerdem ihre gesamte Exportindustrie aufgeben müssen, weil multinationale Konzerne die Gebiete nach den günstigsten Bohnen durchpflügten. Kein Staat hat die vernichtenden Auswirkungen dieser Veränderungen deutlicher zu spüren bekommen als Kolumbien. (mehr...)


03. März 2004

Fallen wir nicht auf Washingtons Haiti-Spin herein

Die Haiti-Krise ist ein neues Beispiel für die Unverfrorenheit, mit der die USA kleine, verarmte Länder manipulieren, ohne dass Journalisten die Wahrheit hinterfragen. Die Medien haben in der haitianischen Revolte fast einhellig die Linie vertreten, Präsident Jean-Bertrand Aristide als undemokratischen Führer darzustellen. Seine Wahlsiege hätte er sich "geklaut" und sich kompromisslos geweigert, die Belange der Opposition anzuerkennen. Folge: Aristide müsse sein Amt niederlegen. Das hat er jetzt getan - auf Druck der USA und Frankreichs. Jeffrey Sachs meint, diese Sicht sei absolut verzerrt. (mehr...)


22. Februar 2004

Schlechte Gewohnheiten - Unwürdigkeit, Amnesie, Resignation und Fatalismus bestimmen unser Denken und Handeln

Schlechte Gewohnheiten: Angst macht es uns schwer, sie zu ändern; Denkfaulheit macht es uns schwer, uns selbst ohne diese schlechten Gewohnheiten vorzustellen. Was würde aber geschehen, wenn sich die Länder des Südens einfach weigerten, auch nur eine einzige der Auflagen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank umzusetzen, wenigstens solange, bis diese Organisationen beginnen, die gleichen Auflagen gegenüber den Vereinigten Staaten, der größten Schuldnerin auf Erden anzuwenden? Dass die schlechten Gewohnheiten kein Schicksal sind, beweisen immer mehr Länder, die es satt haben, bei der großen universellen Farce, die Rolle von Doof zu spielen. Von Eduardo Galeano. (mehr...)


15. Februar 2004

Die Begnadigung der kolumbianischen Paramilitärs. Offensiven und Umkehrungen nach dem Referendum

Die paramilitärischen Mörder Kolumbiens sind im letzten November auf dramatische Weise im Fernsehen "begnadigt" worden und befinden sich nun mit der Regierung in "Verhandlungen" über ihre "Demobilisierung". In Wirklichkeit be- oder gar verhindern die Erfindungen "Demobilisierung" und "Verhandlungen" die Arbeit - die Morde und Massaker - der von der Armee unterstützten Paramilitärs jedoch nicht. Und der "erfolgreiche" Krieg der Regierung gegen die Guerillas ist eher ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Die dramatische Geste der paramilitärischen "Demobilisierung" hat auch nicht die mörderische Kampagne gegen die Sozialbewegungen gestoppt.
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11. Februar 2004

Das Kolonialdepartment

Der Generalsekretär der OAS (Organisation der Amerikanischen Staaten) Cesar Gaviria entschied sich zur Unterzeichnung eines Abkommens mit der kolumbianischen Regierung. Damit wird der "Friedensprozess" Präsident Uribes legitimiert, der bei keiner respektierten internationalen Organisation Unterstützung findet. Die Isolation erklärt sich dadurch, dass Uribes "Friedensprozess"-Leute völlig frei ausgehen lässt, die horrende Verbrechen verübten. So wird die Wahrheit über das, was geschehen ist, nie ans Licht kommen, der Gerechtigkeit wird nicht Genüge getan, und es wird auch keine Opferentschädigung geben. Denkbar, dass die USA eine wichtige Botschaft an ihre restlichen Kolonien in der Hemisphäre senden wollten: Zur Verteidigung unserer Interessen brauchen wir "Frieden" in der Hemisphäre. Kleinigkeiten wie Gerechtigkeit, Wahrheit, Entschädigung spielen da keine Rolle. (mehr...)


07. Januar 2004

Nicht Neokonservatismus - simple Raffgier

James Baker hat um den Erlass der irakischen Auslandsschulden gebeten. Als sie von dieser “noblen Mission” (Bush) hörte, musste Naomi Klein an jene Story denken, die ein im Dezember 2003 ein vom US-Außenministerium freigegebenes Dokument zu Tage förderte. Es enthält den Beweis, dass die USA die mörderische Kampagne der (argentinischen) Generäle wissentlich unterstützten, sowohl finanziell als auch in politischer Hinsicht. Und trotz der unleugbaren Komplizen-Rolle, die sie in der argentinischen Tragödie spielten, lehnen die USA konsequent jeden Versuch ab, die Schulden des Landes (Argentinien) zu canceln. Weshalb also zeigt sich Mr. Bush plötzlich so von seiner besorgten Seite? “Die Zukunft des irakischen Volks sollte nicht durch die enorme Schuldenlast verpfändet werden”. (mehr...)


20. Dezember 2003

Kampf gegen das ungerechte System - Eine andere Welt ist möglich

Im September 2003 hat der Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel, bis heute unermüdlicher Kämpfer für Gewaltfreiheit und Menschenrechte, in Dornbirn eine eindrucksvolle Rede gehalten. Darin berichtete er von den Grundlagen und Zusammenhängen dessen, was Gewaltfreiheit, Friede und Beziehung zwischen den Völkern eigentlich bedeuten. Er veranschaulichte, was die gewaltfreien Bewegungen in Lateinamerika zu realisieren versuchen, trotz der Gewalt und trotz aller herrschenden Konflikte. (mehr...)


31. Oktober 2003

Bolivien: Das Land, das existieren möchte

Eduardo Galeano meint, der Volksaufstand, der ganz Bolivien erschütterte und in dem Rücktritt von Präsident Sanchez de Lozada gipfelte, sei wie eine gigantische Gasexplosion gewesen. Das Erdgas sollte zu einem minimalen Preis nach Kalifornien verfrachtet werden. Die Menschen erhoben sich, weil sie sich weigerten mit dem Gas geschehen zu lassen, was zuvor schon mit dem Silber, Salpeter, Zinn und allem anderen geschehen war. Seit fünf Jahrhunderten sind die sagenhaften Reichtümer Boliviens ein Fluch für die Bevölkerung gewesen, die zu den Ärmsten der Ärmsten Südamerikas zählt. (mehr...)


21. September 2003

Freihandel ist Krieg

Die größten Feinde des Terrors sind die, die nicht aus den Augen verlieren, dass Gewalt wirtschaftlichen Interessen dient - und auch nicht, dass Kapitalismus selbst Gewalt ist. Das sollten wir begreifen, meint Naomi Klein. (mehr...)


17. September 2003

Notruf aus Kolumbien

Kolumbien ist eines der Länder, welche einige der begehrtesten Waren und die fruchtbarsten Böden der Welt besitzen. Und in Kolumbien wurden 1999 27 Lehrer ermordet, 2002 waren es schon 83. Dieses Jahr wurde bisher jede Woche ein Lehrer bzw. Dozent getötet. Fünfundneunzig Prozent dieser Anschläge werden von paramilitärischen Killertruppen aus der extremen Rechten ausgeübt, die nachgewiesene Kontakte zu den offiziellen Streitkräften und den Behörden haben. "Warum passiert das?" - "Weil sie wissen, dass sie damit durchkommen", erzählte ein Verwandter eines Opfers. Die Unterlassung der Strafverfolgung ist in Kolumbien die Norm. Von Nick Dearden. (mehr...)