Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lateinamerika

24. März 2005

"Wir wissen, dass niemand für immer stirbt"

Vor 25 Jahren, am 24. März 1980, wurde Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador, am Altar erschossen. Unermüdlich und unerschrocken prangerte er die Unterdrückung, Gewalt und Ausbeutung durch das salvadorianische Terrorregime an, zuletzt am 23. März 1980, als er in einer Sonntagspredigt über den katholischen Rundfunk Polizei und Nationalgarde landesweit aufforderte, das Töten einzustellen. Romero: “Kein Soldat ist verpflichtet, einem Befehl zu gehorchen, der wider das Gesetz Gottes gerichtet ist.” Am darauffolgenden Tag fiel er selbst dem Mordanschlag zum Opfer. Wir dokumentieren hier seine letzte Predigt. (mehr...)


23. März 2005

Romero: Die politische Dimension des Glaubens

Am 24. März 1980 wurde Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador, am Altar erschossen. Er wurde zum Schweigen gebracht, weil er wirtschaftliche Ausbeutung, Rechtlosigkeit und Unterdrückung in El Salvador nicht hinnahm. Mit seiner Option für die Armen stellte er sich gegen das von den Herrschenden begangene Unrecht. Wir dokumentieren einen Vortrag von Oscar A. Romero, den er am 2. Februar 1980, also wenige Wochen vor seiner Ermordung, anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an ihn im belgischen Löwen hielt. (mehr...)


22. März 2005

Oscar Romero - Zeichen des Widerspruchs

Auch 25 Jahre nach seiner Ermordung scheiden sich an Erzbischof Oscar Romero die Geister. Fragt man einfache Menschen in EI Salvador nach ihm, so weist die Antwort immer in dieselbe Richtung: “Er hat die Wahrheit gesagt, er hat uns verteidigt, und deswegen haben sie ihn umgebracht.” Von Martin Maier. (mehr...)


22. März 2005

In Ciudad Bolívar stirbt man paarweise

Nora Jiménez betreut eine von sieben Armenküchen der Organización Femenina Popular (OFP) und kommt fast beiläufig auf die Morde in ihrer Gegend zu sprechen. “Bei uns sind erst vor ein paar Tagen zwei Jugendliche von Paramilitärs erschossen worden. In der Siedlung nebenan waren es jüngst vier.” Sie lacht auf. “Bei uns stirbt man nicht allein, sondern paarweise.” Die Frauen von der OFP, einer der wichtigsten humanitären Organisationen Kolumbiens, glauben, dass die ultrarechten Todesschwadronen inzwischen wahllos töten. Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hat die ultrarechten Paramilitärs rehabilitiert und denkt über eine zweite Amtszeit nach. Von Raul Zelik. (mehr...)


21. März 2005

Romero-Gedenktag 2005: Todesschwadronen machen erneut von sich reden

25 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Romero machen Todesschwadronen erneut von sich reden - Straflosigkeit für politische und soziale Morde begünstigen ein Klima der Angst und weitere Einschüchterungen - Organisationen und Personen aus Deutschland und der Schweiz fordern die rückhaltlose Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen. (mehr...)


20. März 2005

25. Todestag von Oscar A. Romero

Vor 25 Jahren, am 24. März 1980 wurde in El Salvador Erzbischof Oscar Arnulfo Romero am Altar erschossen. Das war ein politischer Mord. Romero war zur Stimme der Stimmlosen geworden, deren Rechte er gegen die Reichen und Mächtigen seines Landes verteidigte. Darum wurde er zum Schweigen gebracht. 25 Jahre haben El Salvador verändert und auch die Welt sieht anders aus. Dennoch ist Romero für viele Menschen jemand geblieben, auf den sie sich weiter beziehen. Von Jon Sobrino. (mehr...)


19. März 2005

Gesetz des Dschungels

“Wenn sie mich bisher noch nicht erwischt haben, warum sollten sie es dann jetzt noch tun?”, schrieb die 74-jährige Dorothy Stang, eine Nonne aus den USA mit brasilianischem Pass, ihrer Kirchengemeinde noch im Januar. Sie war zu diesem Zeitpunkt seit über 38 Jahren in Brasilien und sah sich zuletzt fast täglich Todesdrohungen ausgesetzt. Die Killer kamen schließlich am Vormittag des 12. Februar. Dorothy Stang muss geahnt haben, was geschehen würde. Sie war unterwegs zu einem Treffen mit armen Bauern. Statt zu flüchten, nahm sie die Bibel und las, als sie von sechs Schüssen getroffen wurde. Von Jeroen Kuiper. (mehr...)


15. Januar 2005

Makroökonomie und Makrogesellschaft

Die makroökonomische Politik des Präsidenten Lula führte - innerhalb und außerhalb der brasilianischen Regierung - zu unleugbarer Bestürzung. Zwei Perspektiven prallen aufeinander - jede mit ihrer eigenen Logik und entsprechender Argumentation. Lula muss begreifen, was er stets predigt - dass der Kapitalismus nur gut ist für Kapitalisten aber nie für die Arbeiter. Die Arbeiter brauchen eine andere Wirtschaft - eine Wirtschaft, bei der sie nicht Almosenempfänger sondern Hauptakteure sind. Von Leonardo Boff. (mehr...)


05. November 2004

Antiterrorkrieg im Hinterhof

Offizielle Dokumente deuten darauf hin, dass die US-Militärstrategen der Bush-Regierung im “weltweiten Kampf gegen den Terror” einen Paradigmenwechsel für die Durchsetzung ihrer Interessen in Lateinamerika eingeleitet haben. Doch die aktuelle Entwicklung liegt durchaus im Trend der 1990er Jahre. Sie erhielt durch den Antiterrorkampf lediglich eine neue Legitimationsgrundlage. Von Johannes Plotzki. (mehr...)


31. Oktober 2004

"Null Hunger"-Mobilisierung in Brasilien. Präsident Lulas Sozialpolitik

Der brasilianische Dominikanermönch und weltweit bekannte Befreiungstheologe Frei Betto ist Sonderberater in der Regierung Lula für das Programm “Fome Zero” (“Null Hunger”), durch das bis Ende 2006 alle Armen drei Mahlzeiten täglich erhalten sollen. Am 8. Oktober stellt er in Wien in einem Vortrag vor, weshalb Präsident Lula beschlossen hat, dem Kampf gegen den Hunger höchste Priorität einzuräumen. (mehr...)