Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lateinamerika

21. Februar 2006

Wie Bolivien zum zweitenmal gegründet wird

‘Bolivien’ schien nichts als ein Pseudonym für jene, die das Land beherrschten, die es ausbeuteten - selbst während sie die Nationalhymne sangen. Die Demütigung der Indianer wurde alltäglich, sie schien schicksalhaft. In allerletzter Zeit, in den vergangenen Monaten und Jahren, erlebte das Land jedoch einen permanenten Zustand des Volksaufstands. Die kontinuierliche Rebellion, deren Pfad gepflastert war mit Leichen, kulminierte in einen Gaskrieg. Eigentlich hat dieser Prozess schon vor langem begonnen, lange vor den jüngsten Aufständen, und er ging danach weiter - bis, gegen alle Widrigkeiten, Evo gewählt wurde. Von Eduardo Galeano. (mehr...)


31. Januar 2006

Amerikas neuer Feind im Aufstieg

Während die Welt auf Iran und Syrien blickt und die nächste Bush-Attacke dort vermutet, wissen die Venezuelaner genau, sie könnten die nächsten sein. Am 17. März berichtete die Washington Post, daß Feliz Rodriguez, “ein ehemaliger CIA Agent mit guten Verbindungen zur Bush-Familie” an dem Plan zum Mordanschlag gegen den Präsidenten von Venezuela beteiligt war. Am 16. September sagte Chavez, “ich habe Beweise, daß es Pläne zur Invasion von Venezuela gibt. Des weiteren haben wir Dokumente: wie viele Bombenflugzeuge am Tag der Invasion Venezuela überfliegen werden.” Seitdem haben interne Dokumente des Pentagon, die den Medien zugespielt wurden, Venezuela als eine “post-Irak Drohung” identifiziert, die Planung “im vollen Ausmaß” erfordere. Von John Pilger. (mehr...)


04. Januar 2006

Nach dem Hungerstreik von Bischof Fr. Luiz: Regierung lässt Projekt nicht Infragestellen

Am 15 Dezember 2005 fand in Brasília ein Gespräch zwischen dem Präsidenten Lula und dem Bischof Fr. Luiz Flavio Cappio statt. Außerdem waren VertreterInnen der Regierung, der Basisorganisationen und der Kirche anwesend. Die Basisorganisationen hatten vorher drei Dokumente ausgearbeitet, die ein umweltgerechtes Entwicklungskonzept für das Einzugsgebiet des Rio Sao Francisco und für die semi-aride Region Brasiliens als Ganzes aufzeigen und erklären, warum sie gegen die Ableitung eines Teiles des Wassers vom Rio Sao Francisco sind. Informationen zur Situation des von der brasilianischen Regierung geplanten Projektes zur Ableitung des Franciscoflusses nach dem Hungerstreik von Bischof Fr. Luiz. Von Maria Oberhofer und Harald Schistek. (mehr...)


15. Dezember 2005

Wettlauf der Besessenen

Auf dem lateinamerikanischen Subkontinent ist neoliberale, exportorientierte Entwicklungsmodell gescheitert. Das Modell der Marktöffnung geriet schon in den neunziger Jahren schwer ins Schlingern. Die damaligen Finanzkrisen in Mexiko, Brasilien, später Argentinien, haben jeweils zwischen 20 und 60 Prozent des Sozialprodukts gekostet - zum Nutzen der global operierenden Banken und Fonds. Ohnehin blieben Exportorientierung und Marktöffnung immer asymmetrisch, weil die Arbeitsmärkte ausgeklammert waren. Lateinamerika auf der Suche nach einer Strategie gegen das Freihandelsdiktat der Bush-Regierung. Von Birgit Mahnkopf / Elmar Altvater. (mehr...)


13. Dezember 2005

Mörder von Schwester Dorothy verurteilt

Die Mörder der als Urwald-Nonne bekannt gewordenen Amerikanerin Dorothy Stang sind von einem Gericht in Belém zu 27 bzw. 17 Jahren Haft verurteilt worden. Stang war im Februar von gedungenen Mördern in Amazonien erschossen worden. Jahrelang hatte sie sich zuvor für die Rechte der Landlosen eingesetzt und war dabei einigen einflussreichen Männern in die Quere gekommen. Die Auftraggeber der Mörder müssen jedoch erst noch abgeurteilt werden. Von Helge Holler. (mehr...)


03. Oktober 2005

Mein Lied ist ein freies Lied - zum Gedenken an Victor Jara

“Mein Lied endet in Stille und in Schreien”, klagte der legendäre chilenische Volkssänger Victor Jara in seinem letzten Gedicht. Er schrieb es unter Schmerzen, als Gefangener im Stadion von Santiago de Chile. Nach tagelanger Folter wurde Jara vom chilenischen Militär exekutiert - auf den Tag genau vor 32 Jahren. Am 11. September 1973 hatte ein Staatsstreich die demokratisch gewählte Regierung Präsident Salvador Allendes gestürzt. Die Diktatur des Augusto Pinochet nahm ihren Anfang. Aber was die Pinochet-Diktatur auch unternahm, Jaras Musik und die Erinnerung an ihn überlebten - und leben heute in der demokratischen Gegenwart Chiles fort. Von Gabriel San Roman. (mehr...)


22. Juli 2005

Staatsterrorismus löst Gewalt in der Welt aus

SERVICIO PAZ Y JUSTICIA (SERPAJ) und ihr Sprecher Adolfo Pérez Esquivel (Argentinien) verurteilen die Attentate von London sowie den Staatsterror und die Kriege. In einer Erklärung heißt es, dass mit allem Nachdruck jede Art des Terrorismus angeklagt und zurückgewiesen wird, von wo er auch kommen möge. (mehr...)


15. Juni 2005

Bolivien knapp am Bürgerkrieg vorbei

Die Demonstranten in Bolivien beschuldigen ihre nationalen Führer des Ausverkaufs der nationalen Öl- und Gasreserven. Der Reichtum gehe an internationale Konzerne. Und die Demonstranten zeigen auch mit dem Finger auf den Internationalen Währungsfonds - der Bolivien seit 1985 drängt, Wirtschaftsreformen zu Lasten der Armen im Land durchzuführen. Jetzt konnte der drohende Bürgerkrieg mit knapper Not abgewendet werden. Aber der Kampf um die Rechte der indigenen Bevölkerung und um die Naturressourcen geht weiter. Von Jason Tockman. (mehr...)


15. Juni 2005

Bolivien: Der Versuch, die Flut zurückzudrängen

In den 90gern wurde Bolivien als Musterschüler des Internationalen Währungsfonds gepriesen. Die bolivianische Regierung hatte die neoliberalen Reformen voll und ganz unterstützt. Womit man nicht gerechnet hatte, war der Backlash - der verarmten, überwiegend indigenen Bevölkerungsmehrheit. Seit 2003 gehen die Menschen Boliviens immer häufiger auf die Straße, stürzen Regierungen und treiben die Multis aus dem Land. Von Nick Buxton. (mehr...)


28. März 2005

Gedenken an Oscar Romero und Rachel Corrie

Inzwischen befinden wir uns schon im dritten Jahr des Irakkriegs: Lasst uns Grenzen und Zäune überwinden, betreten wir Neuland, das wir nicht betreten sollen. Hören wir auf die gequälten Schreie der Verstümmelten und Ermordeten - in diesem schmutzigen, verrotteten Krieg. Lasst uns menschlich bleiben in den schlimmen Situationen, die uns noch bevorstehen. Und hoffen wir, dass noch mehr Menschen - so wie Bischof Romero - ihr Schweigen brechen und rufen: “Stoppt die Repression!” Hoffen wir, dass sie wie Rachel Corrie beharren: “Es muss aufhören!” Von Mark Chmiel. (mehr...)