Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Ihre Suche nach "Palästinensische Stimmen zum Nahostkonflikt" ergab 41 Treffer

18. Juni 2019 | Gesellschaft
Ökumenische Erklärung zur Diffamierung gewaltfreien Widerstandes gegen Völkerrechts-und Menschenrechtsverletzungen in Palästina/Israel durch den Deutschen Bundestag

Der Beschluss des Deutschen Bundestages vom 17. Mai 2019 "Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten - Antisemitismus bekämpfen" beruht auf der Unterstellung, dass die von der palästinensischen Zivilgesellschaft 2005 ins Leben gerufene und seither international von Universitäten, Schulen, Kirchen usw. unterstützte gewaltfreie völkerrechts- und menschenrechtsbasierte BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) antisemitisch sei. Wir dokumentieren einen Ökumenischen Aufruf gegen diesen Beschluss.

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01. Juni 2019 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Aufruf von Kairos Palästina an den Deutschen Bundestag, seine Resolution vom 17. Mai 2019 zurückzunehmen

Christen in Palästina sind traurig und verwirrt, von einer Stellungnahme des Deutschen Bundestages zu erfahren, die die internationale BDS-Bewegung verurteilt und sie dem Antisemitismus gleichstellt. Die palästinensische BDS-Bewegung ist Ausdruck der Logik von friedlichen Mitteln des Widerstandes gegen die weiter gehende Okkupation und die israelischen Menschenrechtsverletzungen und diskriminierenden Maßnahmen gegen unser Volk. Sie bedeutet, Israel zu Wegen zum Frieden einzuladen, sogar durch die Ausübung eines gewissen Drucks, um der Regierung zu helfen, ihre Augen zu öffnen und die Ungerechtigkeit zu sehen, die sie dem anderen Volk, den Palästinensern, zufügt.

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17. Mai 2019 | Gesellschaft
Brief von Botschafterin Dr. Daibes an die Fraktionsvorsitzenden wegen Antisemitismus-Antrag

Die Fraktionen der CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE wollen diesen Freitag (17.05.2019) im Bundestag einen gemeinsam eingebrachten Anti-BDS-Antrag beschließen. Nachfolgend veröffentlichen wir den Brief von Botschafterin Dr. Khouloud Daibes an die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, Bündnis90/Die Grünen, SPD und FDP anlässlich des fraktionsübergreifenden Antrages "Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten - Antisemitismus bekämpfen":

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02. Dezember 2012 | Internationales, Militär und Krieg
Willkommen Palästina - Reflektionen aus der Diaspora

Die UNO-Vollversammlung stimmte mehrheitlich der Anerkennung des Beobachterstatus von Palästina zu. Ein historischer Moment! Ja, die Weltgemeinschaft hat fast 65 Jahre für diesen Schritt gebraucht, wobei nicht zu vergessen ist, dass die UNO zahlreiche Resolutionen zu Palästina in der Zwischenzeit verabschiedet hat. Heute schafft es Palästina wieder einmal auf die ersten Seiten der Weltmedien. Von Viola Raheb (Wien).

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25. Dezember 2011 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Der Aufruf von Bethlehem: Hier stehen wir - steht uns bei

Mehr als 60 TeilnehmerInnen aus 15 Ländern folgten einem dringenden Ruf von Kairos Palästina. Von 4. bis 10. Dezember 2011 unterstützten sie die PalästinenserInnen in ihrem Kairos-Aufruf im Sinne einer globalen Begegnungskonferenz zum Thema Gerechtigkeit in Bethlehem. Dabei ging es u.a. darum, aus der palästinensischen Erfahrung die Dringlichkeit einer Kairos-Solidarität zu lernen und die Ungerechtigkeit zu beenden durch die Anwendung konkreter Aktionen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene.

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20. Mai 2011 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Offener Brief an Bundesregierung: Palästinensischen Staat unverzüglich nach Ausrufung anerkennen

Auf Initiative der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. und der Palästinensischen Gemeinde Deutschland - Hannover e.V.) richteten Dr. Yazid Shammout und Prof. Dr. Rolf Verleger am 11. Mai einen gemeinsamen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Dieser Offene Brief fand zahlreiche Unterstützer in jüdischen und palästinensischen Kreisen, aber auch bei all denen, die in der Anerkennung eines palästinensischen Staates Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Frieden finden. Jetzt werden alle Unterstützer unabhängig von Religion oder Herkunft aufgerufen, den Offenen Brief mit zu unterzeichnen.

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16. Dezember 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Aufruf palästinensischer Christen und Christinnen zur Beendigung der Besetzung

Eine Gruppe palästinensischer Christen und Christinnen aus mehreren Kirchen und kirchlichen Organisationen veröffentlicht einen leidenschaftlichen und vom Gebet erfüllten Aufruf zur Beendigung der Besetzung Palästinas durch Israel.

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31. Juli 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Gewaltfreie Akteure im palästinensischen Widerstand (I)

Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis ist durch den Teufelskreis von Gewalt, Feindseligkeit und Hass geprägt. Trotz all der Gewalt gibt es jedoch sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite Menschen, die sich ganz der Philosophie und den Prinzipien der Gewaltfreiheit verschrieben haben. Auf der palästinensischen Seite sind dies Menschen und Organisationen, die Gewaltfreiheit nutzen wollen, um nationale Selbstbestimmung zu erlangen und gleichzeitig auf diesem Wege die Gleichberechtigung, die Gerechtigkeit und Demokratie stärken möchten. Ihrer Meinung nach kann eine Strategie des gewaltfreien Widerstandes, unterstützt durch dritte Parteien, das asymmetrische Kräfteverhältnis in diesem Konflikt verändern und so den Weg für Verhandlungen ebnen. Annika Müller vermittelt aufgrund von Interviews ein umfassendes Bild der Aktivitäten und Konzepte von dezidiert gewaltfreien palästinensischen Akteuren.

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31. Juli 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Gewaltfreie Akteure im palästinensischen Widerstand (II)

Annika Müller vermittelt aufgrund von Interviews ein umfassendes Bild der Aktivitäten und Konzepte von dezidiert gewaltfreien palästinensischen Akteuren.

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28. Februar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Die einzige Palästinenserin in der Knesset

Das 18. Israelische Parlament hat seine Arbeit aufgenommen. In der neuen Knesset wird nur eine einzige arabische Frau vertreten sein. Haneen Zoubi hat Geschichte geschrieben. Zwar ist sie nicht die einzige Araberin, die je in der Knesset saß, aber die erste, die als Mitglied einer arabischen Partei in die Knesset gewählt wurde. Außer Zoubi wurden neun weitere (männliche) Kandidaten arabischer Parteien in die Knesset gewählt. Sie werden mit der feindseligsten Knesset aller Zeiten konfrontiert sein. Von Jonathan Cook.

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26. Januar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Das Haus schaukelte hin und her

Die Reise des Apotheker nach Gaza: Zuerst durfte Yafer Alsharafi nicht hinein, dann nicht mehr heraus. Von Marina Achenbach.

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24. Januar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Gaza 2009

"Woher soll ich ihm einen Vater nehmen? Woher soll ich ihm eine Mutter nehmen? Sagen Sie es mir!" Diese verzweifelten Worte äußerte Subhi Samouni gegenüber einem Al-Dschasierah-Korrespondenten. Subhi hat 17 enge Verwandte verloren - einschließlich der Eltern seines 7jährigen Enkels. Während ich dies schreibe, werden weitere Leichen der Familie Samouni unter den Trümmern geborgen - 15 Tage, nachdem die Israelischen Besatzungsstreitkräfte (IOF) deren beide Häuser mit Granaten beschossen. Es ist schockierend. Die IOF hatte 120 Mitglieder der Familie 12 Stunden lang in ein Haus gesperrt, bevor sie es mit Granaten beschoss. Von Haidar Eid.

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09. Januar 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Aufschrei von Noah Salameh zu den Verbrechen in Gaza

In einem Brief vom 7. Januar 2009 nimmt der Palästinenser Dr. Noah Salameh, Leiter des Zentrums für Konfliktlösung und Versöhnung in Bethlehem, Stellung zur aktuellen Situation in Gaza bzw. Israel/Palästina.

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14. Mai 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Erinnerung an 1948 und ein Blick in die Zukunft

Diesen Monat begeht Israel den 60. Geburtstag seiner Staatsgründung. Mitten in den Festlichkeiten - inklusive Besuchen von internationalen Prominenten und Politikern - herrscht ein sehr ungutes Gefühl. Israel hat Leichen im Keller, die es bemüht war und ist, zu verstecken. Und Israel hat Angst angesichts seiner ungewissen Zukunft. Viele Israelis fragen sich, ob der Staat seinen 80. Geburtstag noch begehen wird. Das offizielle Israel leugnet weiterhin absolut, dass der gefeierte Geburtstag unentrinnbar mit der beinahe vollständigen Zerstörung einer lebendigen palästinensischen Kultur und Gesellschaft verbunden war, die bis dahin existiert hatten. Von Ali Abunimah.

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08. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Warum verfolgt mich Israel?

Ich bin ein Palästinenser aus Nazareth, ein Bürger Israels, und war bis vor einem Monat Mitglied des israelischen Parlamentes. Aber jetzt klagt mich die Regierung Israels an, ich hätte dem Feind geholfen, während Israel im Krieg gegen den Libanon (Juli 2006) einen Fehlschlag erlitten habe. Anscheinend verdächtigt mich Israels Polizei, Informationen an einen ausländischen Agenten gegeben und dafür Geld erhalten zu haben. Nach israelischem Gesetz kann jeder - Journalist oder persönlicher Freund - als ausländischer Agent vom Israelischen Sicherheitsapparat bezeichnet werden. Solch eine Anklage kann zu lebenslänglicher Haft oder gar zur Todesstrafe führen. Von Azmi Bishara.

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29. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Ich habe mein Herz verloren

Von der israelischen Grenzpolizei wurde die elfjährige Abir erschossen. Ihr Vater ist ein Aktivist der “Kämpfer für den Frieden”, einer Organisation von Leuten von beiden Seiten, Israelis und Palästinensern, die sich entschieden haben, ihre Uniformen auszuziehen, ihre Waffen beiseite zu legen und über Frieden zu reden. Bassam Aramin - Abirs Vater - hat in den letzten Monaten an vielen Orten im ganzen Land gesprochen, in Wohnzimmern, in Schulen und Universitäten, von Hatzor Haglilit bis Kfa Sava. Nun gehört er auch zu den trauernden Vätern. Im Trauerzelt hielt er einen langen Monolog. So etwas hat man schon lange nicht mehr gehört. Von Gideon Levy.

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21. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Wahnsinn - oder Frieden, Zukunft und Sicherheit sind Fremdwörter in Palästina

Seit bald vierzig Jahren weiß niemand in Palästina wie Frieden aussieht. Man kennt nur das Leben unter Besatzung mit hunderten von Militärgesetzen und Straßensperren, die das tägliche Leben einschränken. Meine Kinder sind in der ersten und zweiten Intifada groß geworden. Wenn sie von Ihrer Kindheit erzählen würden, sie hätten nicht viele schöne Ereignisse zu berichten. Ihre Kindheit ist überschattet von Angst vor Soldaten, Panzern, Schüssen und Raketenangriffen. Angst um das eigene Leben hat ihr Leben geprägt. Weihnachtsbrief von Faten Mukarker aus Beit Jala/Palästina.

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12. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Ich möchte mit meiner Frau zusammenbleiben!

Israel hat bestimmt, dass meine Frau und ich nicht mehr zusammen leben können. Ich bin Palästinenser und sie ist Schweizerin. Wir haben vor 28 Jahren geheiratet. Man hat ihr jetzt noch zwei Wochen Zeit gegeben, um das besetzte palästinensische Gebiet zu verlassen. Das israelische Ministerium schrieb auf ihren Schweizer Pass: “Letzter Passierschein”. Wir haben seit 12 Jahren gemeinsam in Ramallah gelebt. Wir kamen 1994 nach dem Oslo-Abkommen, als wir von der Aussicht auf Frieden und Entwicklung ermutigt wurden. Von Ghassam Abdullah.

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12. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
“Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich die Hände”

Der Alleingang Israels, die Politik in der Region rücksichtslos zu bestimmen, eine Mauer zu bauen und sich mehr als die Hälfte der Westbank einzuverleiben und damit die Grundlage für Palästina zu zerstören, und das als Frieden zu deklarieren, hat die radikale und militante Entwicklung gefördert. Verzweiflung und Ohnmacht führen zu Fatalismus und Zerstörung. Weil ihr das Berichten über diese Entwicklung weh tut, konzentriert sich Sumaya Farhat-Naser in einem Brief auf ihre Arbeit und die Erlebnisse mit den Frauen und Jugendlichen, einfach um Stärke und Hoffnung zu pflegen.

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19. Juli 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Israels staatlich geförderter Terrorismus

Die israelische Regierung unter Premierminister Ehud Olmert hat die Gefangennahme des Armee-Korporals Gilad Shalit ausgebeutet, um die geringer werdende Abschreckungskraft Israels für militante palästinensische Cliquen wieder herzustellen, die gewählte Hamas-Regierung zu zerbrechen und der Westbank ihre unilaterale Gebietslösung aufzuzwingen. Die israelische Offensive gegen die besetzten Gebiete - und jetzt gegen den Libanon - hinterlässt eine Region mit noch mehr Zerstörung und Tod. Darum muss Israel, statt gegen seine Nachbarn auszuholen, den verwerflichen Kreis von Provokationen und Vergeltung beenden, und sinnvolle Verhandlungen führen, um die Besetzung zu beenden. Von Marwan Bishara.

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06. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Nachwirkungen des Schocks Das Ergebnis der Wahlen in Palästina mit Hamas als Gewinner der absoluten Mehrheit, war ein Schock für alle. Für Fateh war der Schock, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte seit ihrer Gründung 1964 die Macht und die ‘Autorität’ verloren hat. Mit nur 32% der Sitze im ‘Legislative Council’ ist die Fateh nun in der zweiten Reihe, etwas, was die Partei nicht kennt. Die kleinen Parteien waren ebenso geschockt entdecken zu müssen, wie klein sie wirklich sind mit nur 7% aller Stimmen verteilt auf vier Parteien. Wir sind jetzt aufgerufen, die alten und ineffektiven Strukturen abzulösen und in einem engagierten Prozess des Aufbaus zu ersetzen durch ein neues politisches Systems, welches modern, bedeutend und berechenbar ist. Von Mitri Raheb. (mehr...)
09. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Wahrheit, die man nicht hört Wie sieht die Situation vor Ort in Palästina aus? Die israelische Darstellungsform, die weiter die internationalen Medien beherrscht, präsentiert ein Bild, das nichts mit der Realität zu tun hat. Der Gazarückzug wurde als der Beginn eines Friedensprozesses propagiert; ein großer Rückzug durch General Sharon, der nun als Friedensmann porträtiert wurde. Doch wo ist hier der Friedensprozess: Gewöhnliche Palästinenser können nicht zur Arbeit gehen; hoch schwangere Frauen können zur Geburt nicht ins Krankenhaus gelangen; Patienten, die notwendig zur Dialyse müssen oder Herzanfälle haben, können zu Hause sterben, weil sie nicht in der Lage sind, ins nächste Krankenhaus zu kommen. Und die palästinensische Wirtschaft ist vollkommen gelähmt. Von Mustafa Barghouti. (mehr...)
01. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Gedanken zum Advent oder das Licht von Bethlehem Ich habe die ersten zwanzig Jahre in Deutschland verbracht. Werte von Menschenrechten und Menschenachtung waren in meiner Erziehung und Bildung etwas Selbstverständliches. Die Würde des Menschen ist unantastbar, lernte ich an deutschen Schulen über das Grundgesetz. Heute lebe ich seit dreißig Jahren in einem Land, wo die Würde eines Menschen antastbar ist, und ein Menschenleben keinen Wert hat. In einem Land, wo Kinder nicht wissen, ob sie erwachsen und Erwachsene nicht wissen, ob sie alt werden. Von Faten Mukarker. (mehr...)
04. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Ohne den Grund ihrer Verhaftung und ihrer Haft zu kennen Der palästinensische Pädagoge Adnan Naim Abdallah wird im Ketziot Militärgefängnis, Israel, gefangengehalten. Er erinnert daran, dass sich Hunderte in Israels Gefängnissen für einen großen Teil ihres kurzen und schwierigen Lebens befinden, ohne den Grund ihrer Verhaftung und ihrer Haft zu kennen - sie sind Verwaltungshäftlinge. Die meisten von ihnen wurden mitten in der Nacht von der Polizei oder dem Geheimdienst aus ihren Häusern geholt und konnten bis heute nicht zurückkehren. Weder sie noch ihre Familien wissen warum und wie lange. (mehr...)
03. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Gaza niederschmettern! In den letzten Tagen erwachte Gaza aus seinen Träumen der Befreiung: Ohrenbetäubende Explosionen, die unsern Himmel zerrissen, unsere Häuser erschütterten, unsere Fensterscheiben zersplitterten und uns alle in Panik trieben. Wir werden seit Freitag den 23. September Tag und Nacht bombardiert. Gewöhnlich zwischen 2 und 4 Uhr morgens, zwischen 6.30 und 8 Uhr, wenn die Kinder zur Schule gehen und am Nachmittag oder frühen Abend. - Wir sind fest davon überzeugt, dass die bösen Kräfte gestoppt werden können. Nur wenn Menschen voller Weisheit, und solche, die sich dem Frieden und der Gleichheit unter Menschen, auch gegenüber Gerechtigkeit und Liebe verpflichtet fühlen, und nur wenn Menschen zusammenhalten, sich der gute Wille durchsetzt. Von Eyad El-Sarraj. (mehr...)
15. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
“Helft uns Israels Mauer friedlich zu stoppen!” Nachdem israelische Gerichte unsere Forderungen, die Mauer zu verhindern, zurückwiesen, begannen wir, zusammen mit Israelis und Menschen aus der ganzen Welt, friedlich gegen die Beschlagnahme unseres Bodens zu protestieren. Seit Februar haben wir mehr als 50 gewaltfreie Demonstrationen durchgeführt. Wir haben unsere Häuser für die Israelis geöffnet, die uns begleiten. Sie sind unsere Partner im Kampf geworden. Zusammen senden wir eine starke Botschaft aus: dass wir in Frieden und Sicherheit gemeinsam leben können. Von Mohammed Khatib. (mehr...)
11. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Ein Abschiedsbrief, oder: Auf welcher Seite? Tief beeindruckt und betroffen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Tagesseminars “Chancen für den Frieden im Nah-Ost-Konflikt?” mit Faten Mukarker, Beit Jala bei Bethlehem. Die christliche Palästinenserin Faten Mukarker zog mit ihren Berichten über den Alltag unter Besatzungsbedingungen alle Anwesenden in ihren Bann. Sie machte deutlich, dass es auf das Engagement der vielen einzelnen Menschen in Israel und Palästina ebenso wie hierzulande ankomme, wenn der Frieden in Nahost eine Chance haben soll. Wir veröffentlichen einen Brief von Faten Mukarker vom 11.07.2005, den sie anlässlich ihres bevorstehenden Abschieds aus Deutschland schrieb. (mehr...)
04. Juli 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Die neuen palästinensischen Gandhi-Anhänger - erfolgreiche gewaltfreie Erfahrungen Die Leute des kleinen palästinensischen Dorfes Bil’in bei Ramallah mit 1500 Einwohnern haben unglaubliche Kreativität gezeigt, indem sie sich gewaltfreie Methoden des Protestes ausgedacht haben. Die Nachrichten darüber wurden in der ganzen israelischen Gesellschaft vernommen. Das hat eine bemerkenswerte Wirkung auf die Soldaten, die ihr Gewaltpotential angesichts der gewaltfreien Demonstrationen, an denen immer mehr ihrer Landsleute teilnehmen, reduziert haben. Von Mohammed Daragmeh. (mehr...)
21. April 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Gaza: Erinnerung und Verzweiflung Auch Kassim besitzt die amerikanische Staatsbürgerschaft. Wenn er will, kann er Gaza jederzeit den Rücken kehren. Aber er hat sich zum Bleiben entschlossen. “Wenn wir alle gehen - wer wird bleiben und die Geschichte erzählen?” fragt er mit ernster Stimme. In Gaza zu leben bereitet Schmerzen. Das war schon immer so. Selbst die nicht weniger leidgeprüften Bewohner der Westbank bedauerten uns Gazaer. Der Gazastreifen gilt als das “größte Freiluftgefängnis der Welt” - das zum einen - und mein altes Viertel war lange bekannt als das “Hungertod-Lager”. Von Ramzy Baroud. (mehr...)
17. April 2005 | Internationales, Militär und Krieg
“Ich bin es leid, über Trauer und Elend zu berichten.” Ein Brief aus Palästina Es schmerzt, wenn so viele Menschen in der Welt sich für uns freuen und wir diese Freude nicht voll teilen können. Sie denken, es sei schon Frieden bei uns, denn Israel habe mehr Ruhe. Fragt jemand, ob die Palästinenser auch Ruhe haben? Die Gewalt der Besatzung entscheidet über unser Leben, bestimmt unsere Zukunft und diktiert das Geschehen. Das Schöne, worüber ich heute berichten möchte: Es ist meine Liebe und Verbundenheit mit der Natur und mit den Menschen, es ist die Friedens- und Erziehungsarbeit mit den Jugendlichen in Palästina. Von Sumaya Farhat-Naser. (mehr...)
20. Februar 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Wieder einmal definiert Israel die Friedensbedingungen neu Der angeblich “erfolgreiche” Gipfel von Sharm el-Sheikh/Ägypten, der am 8. Februar stattfand, war für die Palästinenser (die okkupierte Seite) und für wirklich friedliebende Israelis alles andere als ein Triumph. Der Ausblick, der sich an diesem Badeort am Roten Meer bot, war spektakulär. Herzergreifende Reden wurden gehalten. Die Medien priesen anschließend das Ganze. Davon abgesehen sieht die Perspektive für die kommenden Wochen und Monate düster aus: Nach einer gewissen Zeit der relativen Ruhe wird es erneut zur Gewalt kommen - zu jener typisch einseitigen Gewalt, wie sie die Region seit Jahren kennt. Von Ramzy Baroud. (mehr...)
21. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der Fall Mustafa Barghouti Könnten alle wahlberechtigten Palästinenser ohne Einschüchterungen abstimmen, wer in Zukunft ihre Belange vertreten soll, könnte Mustafa Barghouti dank seines Programms des gewaltfreien Widerstands gegen die Unterwerfung und dank seiner persönlichen Integrität die Abstimmung am 9. Januar gewinnen. Er wäre ein Präsident, der die Gesellschaft und ihre seit Jahrzehnten unerfüllten politischen Ambitionen glaubhaft repräsentiert. Die Selbstmordattentate würden aufhören, weil sich die Bevölkerung von der eigenen Führung respektiert wüsste und in gewaltfreier Form ihre Forderungen artikuliert. Von Sophia Deeg. (mehr...)
15. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
“Eine neue Ära beginnt …” - Jahresbrief 2004 aus Palästina Wie am Ende jedes Jahres schreibt die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser einen Jahresbrief, in dem sie sich für Unterstützung und Begleitung, für das Mitragen ihrer Sorgen sowie für die Mitsorge für einen wahren Frieden für die Menschen in Israel und Palästina bedankt. Gleichzeitig gibt sie einen Einblick in das Leben in Palästina, liefert eine politische Einschätzung und berichtet über ihr ganz persönliches Leben sowie über ihre Bildungs- und Friedensarbeit. (mehr...)
14. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Präsidentschaftskandidat von israelischem Militär angegriffen Dr. Mustafa Barghouti, prominenter demokratischer Kandidat bei den kommenden palästinensischen Präsidentschaftswahlen, wurde am Abend des 8. Dezember im Krankenhaus Sheik Zayad in Ramallah ärztlich versorgt, nachdem er von israelischen Soldaten am Checkpoint außerhalb von Jenin zusammengeschlagen wurde. Die Vorfälle zeigen Israels offenkundigen Versuch, die demokratischen palästinensischen Wahlen zu blockieren. Wenn sogar die Präsidentschaftskandidaten selbst gezwungen sind, solche Gewalt und Demütigungen über sich ergehen zu lassen, ist es unwahrscheinlich, dass der übrigen palästinensischen Bevölkerung, die dies täglich erlebt, die notwendige Freiheit bei der Wahl gewährt wird. (mehr...)
06. Dezember 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Der eine Barghouti verzichtet, der andere kandidiert Uri Avnery setzt sich dafür ein, dass der neue PLO-Chef Abu Mazen möglichst mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten der Palistensischen Autonomiebehörde gewählt wird. Im Gegensatz zu Avnery, dessen Arbeit sie im Übrigen sehr respektiert, befindet sich Sophia Deeg, die weder auf Abu Mazen noch auf den inhaftierten Fatah-Politiker Marwan Barghouti, sondern auf Mustafa Barghouti setzt. (mehr...)
29. Oktober 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Iman al-Hams - und wieder wird in Rafah ein Kind exekutiert Iman al-Hams ist der Name eines 13jährigen Schulmädchens aus einem der Flüchtlingslager, das von einem israelischen Platoon-Führer zunächst verwundet und dann exekutiert wurde; es starb im traurigen Sand Rafahs. Israelische Soldaten der Kompanie des Täters sagten dem israelischen Massenblatt Yedioth Ahronoth: Der Soldat auf dem Wachturm habe Iman identifiziert und dem Kommandeur beschwichtigend zugerufen: “Nicht schießen. Es ist ein kleines Mädchen”. Aber der Kommandeur, so die Soldaten, “ging auf sie zu und schoss zwei Kugeln in (ihren Kopf), schaltete seine Waffe auf Automatik und leerte das ganze Magazin in sie hinein”. Von Omar Barghouti. (mehr...)
19. September 2004 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Leben zwischen Grenzen - Palästinenserin Faten Mukarker auf Vortragsreise in Deutschland Sie macht sich immer wieder auf den äußerst beschwerlichen und gefährlichen Weg von Palästina nach Deutschland, um uns Menschen hier auf das Los ihres Volkes aufmerksam zu machen. Faten Mukarker aus Palästina berichtet in einer Weise vom alltäglichen Leben zwischen Grenzen inmitten von Gewalt, die tief beeindruckt und sehr nachdenklich macht. So erlebten es auch die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Veranstaltung am 16.09.2004 in Gammertingen. (mehr...)
29. Juli 2004 | Internationales, Militär und Krieg
“… unsere Menschlichkeit bewahren” - Ein Brief aus Palästina Ohnmacht, Angst und Verzweiflung drohen, Palästinenserinnen und Palästinensern zu erdrücken. Gefühle ausgestoßen, ausgeliefert zu sein, Verluste, Demütigung und Entbehrung greifen ihr Selbstwertgefühl an. Sie schlagen oft um in Wut, Zorn, Radikalismus und Fanatismus. Sumaya Farhat-Naser berichtet über das Leben von Palästinenserinnen und Palästinensern, über ihre Nöte, aber auch über die Kraft und Kreativität, die sie dadurch erlangen, dass sie überleben wollen. (mehr...)
09. Juni 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Wider das Zerrbild des Terrorismus Es ist für den Frieden im Nahen Osten ungeheuer wichtig, aber dennoch hier zu Lande kaum bekannt: Auch in der palästinensischen Gesellschaft gibt es eine breite Diskussion über die gewalttätige Politik der Regierung Scharon. Die Antwort der radikalen Gruppen wie Hamas, Islamischer Dschihad und Al-Aqsa-Brigaden ist bekannt: Gewalt und Terror als Antwort auf israelische Gewalt und israelischen Gegenterror. Von Ludwig Watzal. (mehr...)
04. Juni 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Das Leben feiern - in Rafah Rafah, Dschenin, Khan Yunis, Zeitun: fremdartig klingende Namen aus einer Wirklichkeit, die fern ist und irritierend. Wir wissen über diese Orte nur, was die Medien beschließen uns mitzuteilen - selektiv - das heißt, falls uns die Story überhaupt interessiert. Das Flüchtlingslager Rafah war Ziel des ruchlosesten israelischen Angriffs seit Jahren. Zwischen dem 17. und 20. Mai wurden hier 43 Palästinenser getötet, überwiegend Zivilisten, darunter 9 Kinder. Von Ramzy Baroud. (mehr...)
16. Februar 2004 | Internationales, Militär und Krieg
Hölle auf Erden - Israel säubert Rafah “ethnisch” Im Rahmen seiner Besatzung Palästinas hat Israel eine ganze Litanei an Gräueln begangen. Dabei zählen die Verbrechen, die täglich an unschuldigen Zivilisten in Rafah verübt werden, zu den abscheulichsten. Selbst auf dem breitgefächerten Hintergrund der Besatzung insgesamt stellt sich die Situation in Rafah als besonders tragisch dar; den Einwohnern werden immer katastrophalere Bedingungen zugemutet. Es besteht kein Zweifel, die israelische Politik in Rafah kommt einem Prozess der “ethnischen Säuberung” gleich. Und wie so oft in der Geschichte lässt man der humanitären Katastrophe einfach ihren Lauf. Die Welt legt die Hände in den Schoß. Von Mustafa Barghouti. (mehr...)