USA - Nordamerika
27. Mai 2005
Das Imperium schlägt zu!Aboltion 2000, eine Koalition von mehr als 2000 Gruppen aus 90 Ländern, beschuldigt die USA und andere Atomwaffenstaaten, dabei versagt zu haben, das globale Nichtverbreitungssystem in den vier Wochen der Atomwaffenkonferenz bei den UN zu stärken. Sie machen die USA für das Scheitern der Atomwaffenkonferenz in New York verantwortlich. Abolition 2000, Mayors for Peace und andere NGOs kündigen an, dass ihren Einsatz für Abschaffung der Atomwaffen nicht aufgeben. (mehr...) 24. Mai 2005 Mythen der AlliiertenZwiespältige Motive: Für Roosevelt und Churchill war das Nazi-Regime nicht von Anbeginn das absolute Böse und die Befreiung nicht Zweck, sondern Folge des Krieges. Von Ekkehart Krippendorff. (mehr...) 23. Mai 2005 50 Jahre Wehrpflicht und kein EndeKein Staat, keine nationale Telegrafenagentur hat das Recht, über das Leben derer zu verfügen, die sich nicht freiwillig darbieten”, so geißelte Deutschlands scharfzüngigster Militärkritiker Kurt Tucholsky einst regierungsamtlich verordneten Waffendienst. Doch unerschütterlich und inbrünstig legt die große Koalition wehrpolitischer Betonköpfe in diesem Lande ein ums andere Mal ihr quasi-religiöses Bekenntnis zur Allgemeinen Wehrpflicht ab - als ob deren Ableistung einem Gottesdienst gleichkäme. Von Jürgen Rose. (mehr...) 22. Mai 2005 Eine Willkommensparade aus brodelndem Zorn und BlutDie überwiegende Mehrzahl der Menschen im Irak ist heute vehement gegen die andauernde Besatzung. Die Iraker, die ich heute bei der ‘Between the Two Rivers Trucking Company’ (‘Transportunternehmen im Zweistromland’) traf, waren nicht minder wütend über die Okkupation. Es waren Trucker aus Bagdad, aus Baquba, Sadr City, Falludschah, Ramadi und Basra - schiitische und sunnitische Lastwagenfahrer gleichermaßen, die sich im Großraumbüro der Generaldirektion des Unternehmens in Amman trafen. Bei heißem Tee machten sie ihrer Frustration reihum Luft. Von Dahr Jamail. (mehr...) 04. Mai 2005 30 Jahre danachAll jenen, die sich fragen, ob sich der Kampf lohnt, ob es einen Grund gibt, daran zu glauben, dass wir unsere Gesellschaft je von Grund auf umgestalten können, sei gesagt, heute ist der Tag, der diese Hoffnung aufs Neue bestätigt. Denn heute vor genau 30 Jahren schlossen die USA den Abzug ihrer Truppen aus Vietnam ab - in aller Eile, die Unabhängigkeitsbewegung rückte bereits ein und übernahm die Kontrolle über Saigon, das anschließend in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt wurde. Von Ted Glick. (mehr...) 03. Mai 2005 Noch ein Aufruf zum BoykottAls israelischer Jude plädiert der Anwalt Shamai Leibowitz dafür, dass amerikanische Institutionen sich bei einem selektiven Boykott gegenüber Israel engagieren. Nach Jahren fehlgeschlagener politischer Bemühungen durch die israelische und internationale Menschenrechtsgemeinschaft, um die Besatzung zu beenden, sei es Zeit für amerikanische zivile Institutionen, eine vielseitige Kampagne strategischer, selektiver Sanktionen gegen Israel zu unterstützen, bis die Besatzung beendet ist. (mehr...) 03. Mai 2005 Die Narbe aufreissenWenn es nicht diesen Jahrestag gäbe - den Fall von Saigon am 30. April 1975 und damit das Ende eines fast 30-jährigen Welt-Krieges in diesem uns so fernen südostasiatischen Lande - würde sich derzeit kaum jemand noch für Vietnam interessieren. Und selbst dieser Jahrestag steht im Schatten der Erinnerungen an den 8. Mai 1945 und wird Mühe haben, wahrgenommen zu werden. Von Ekkehart Krippendorff. (mehr...) 01. Mai 2005 "Außergewöhnlichste Katastrophe in der modernen Militärgeschichte"Harald Neuber im Gespräch mit Noam Chomsky. Über die Propaganda der Bush-Regierung, die (ausbleibenden) Massenproteste gegen den Irak-Feldzug und die Parallele zum Widerstand gegen den Vietnam-Krieg in den sechziger Jahren. (mehr...) 23. April 2005 Weltbürger, Weltzerstörer? Der Fall Albert EinsteinEs muss den Weltbürger Albert Einstein zutiefst getroffen haben, dass das Magazin TIME im Juli 1946 ihn als “Weltzerstörer” bezeichnet hat und als “Mann, der alles in Gang gebracht” habe. Es fiel ihm nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 sehr schwer, sich gegen den perfiden Vorwurf zu wehren, er sei ein “Weltzerstörer” und Massenmörder. Dabei war sein Anteil an der Fertigung der Bombe tatsächlich minimal - sieht man einmal davon ab, dass er 1905 “die Beziehung zwischen Masse und Energie feststellte, eine Wahrheit über die physikalische Welt von sehr allgemeiner Natur”, wie er seinen Kritikern zu bedenken gab. Von Frank Niess. (mehr...) 15. April 2005 Der Tiger springtAm 30. April 2005 jährt sich zum 30. Mal das Ende des Vietnam-Krieges. Die ersten beiden Teile der deshalb in der Wochenzeitung FREITAG publizierten Textfolge galten den Jahren von der Teilung Vietnams 1955 bis zur legendären Tet-Offensive der Nationalen Befreiungsfront (FLN) Anfang 1968. Zu diesem Zeitpunkt bombardierte die US-Luftwaffe bereits das vierte Jahr über die Demokratische Republik Vietnam im Norden. Zugleich führten mehr als 600.000 GIs in Südvietnam einen Dschungelkrieg, der nicht zu gewinnen war. Ein Ausweg schien sich mit den Verhandlungen anzubieten, die ab Mai 1968 in Paris zwischen den USA und Südvietnam auf der einen, Nordvietnam und der FLN auf der anderen Seite geführt wurden. Von Lutz Herden. (mehr...) |
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