USA - Nordamerika
14. Oktober 2005
Geber, Gönner, GläubigerUganda als dem viel beschworenen Musterland der “afrikanischen Wiedergeburt” wird eine Schlüsselrolle in der neuen Geopolitik auf dem Kontinent zugesprochen - sowohl im Konflikt zwischen Ruanda und Kongo als auch bei einer Befriedung des Sudan. Das ugandische Modell des Präsidenten Museveni hat einflussreiche Schirmherrn, die vorzugsweise in der US-Administration sitzen und es mit dem Souveränitätsbegriff nicht so genau nehmen. Von Rupprecht Podszun. (mehr...) 14. Oktober 2005 Nacht der langen MesserAm 17. August feierte das Land den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Was immer für Indonesien 1945 an Freiheit und Demokratie gewonnen wurde, erstickten Offiziere in der folgenschweren Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober 1965 in einem Blutbad, dem binnen sechs Monaten mindestens eine halbe Million Menschen zum Opfer fielen. Der Choreograph des Terrors war mit General Suharto ein von den USA protegierter Obrist, der am 11. März 1966 auch Staatsgründer Ahmed Sukarno als Präsident vom Sockel stieß. Von Rainer Werning. (mehr...) 12. Oktober 2005 Katrina, Rita und CindyKatrina hat New Orleans zerstört, Rita Houston verschont, Cindy Washington heimgesucht: Zusammen zerfledderte dieses Trio US-Präsident George W. Bushs “Mantel” als Beschützer der Nation, den er sich nach den Anschlägen des 11. September 2001 politisch so gewinnbringend umgehängt hatte. Cindy Sheehan war am letzten September-Wochenende in Washington, und mit ihr kamen weit mehr als 100.000 Menschen, die den umgehenden Abzug der US-Streitkräfte aus dem Irak forderten. Von Konrad Ege. (mehr...) 06. Oktober 2005 Krieg, Rassismus und globale ErwärmungDie dreitägigen Antikriegsaktionen in Washington DC am letzten September-Wochenende zeugten von der Stärke und der wachsenden politischen Kraft dieser Bewegung. Stellt sich die Frage, wie wird es weitergehen. Wenn sie sich in den nächsten Monate enger zusammenschließen und sich wechselseitig fördern haben die drei Bewegungen - Friedensbewegung, Antirassismusbewegung und Umweltbewegung - gemeinsam mit anderen das Potential, die politische Dynamik der amerikanischen Gesellschaft fundamental und langfristig zu verändern. Von Ted Glick. (mehr...) 04. Oktober 2005 Reuters-Chef Schlesinger: US-Streitkräfte im Irak "außer Kontrolle"Die Nachrichtenagentur Reuters gegenüber der US-Regierung: Die US-Kräfte im Irak geraten gegenüber Journalisten zunehmend “außer Kontrolle”. Außerdem würde verhindert, dass die Öffentlichkeit ein vollständiges Bild des Krieges bekomme. Journalisten würden verhaftet oder aus Versehen erschossen, was zu einer Einengung des journalistischen Spielraums führe, so David Schlesinger, der Reuters-Weltredakteur (global managing editor), in einem Brief an US-Senator John Warner, Vorsitzender des ‘Armed Services Comittee’. Von Julia Day. (mehr...) 02. Oktober 2005 Wettrüsten im Weltraum?In den USA verlangen Militärs und mit ihnen verbundene Denkfabriken immer aggressiver eine Stationierung von Waffen im Orbit. Der New York Times zufolge drängt die Luftwaffe Präsident Bush, den Kosmos als mögliches Kampffeld in seine neu zu formulierende Nationale Sicherheitsdoktrin einzubeziehen. Wer das Weltall beherrscht, bestimmt auch auf der Erde, so das Kalkül. Bildet also der Kosmos den Schauplatz künftiger Krieger? Das wird gegenwärtig von einer hypothetischen zur realen und unmittelbaren Gefahr. Darum steht die Verhinderung eines Wettrüstens im Weltall ganz oben auf der Agenda des für Abrüstung zuständigen UNO-Hauptausschusses, der am 29.09. in New York seine Arbeit begonnen hat. Von Wolfgang Kötter. (mehr...) 29. September 2005 Der Dissens nimmt zu - aber auch die ZensurIn den Straßen von Washington DC drängten sich an diesem Wochenende rund eine Viertelmillion Menschen - derweil sich Mr. Bush bemüßigt sah, das Hauptquartier des US Northern Command in Colorado Springs zu besuchen. Veteranen des aktuellen Irak-Debakels und Dutzende Soldaten-Angehörige (military families) verstärkten die langen Reihen derer, die gegen die Bush-Junta demonstrieren und ihrem Dissens Ausdruck verleihen wollten. Es gab an diesem Wochenende noch andere Veranstaltungen zum Irak, und in Colorado hatte Bush seinen Fotoauftritt. Von Dahr Jamail. (mehr...) 28. September 2005 Die Logik kolonialer HerrschaftInzwischen herrscht nahezu Universalkonsens: Die westliche Besatzung des Irak hat sich zum absoluten Desaster entwickelt - erstens, für das irakische Volk und zweitens für die Soldaten, die von schurkischen Politikern in ein fremdes Land geschickt wurden, um dort zu sterben. Die Sprache des Betrugs, die Bush, Blair und unterschiedliche neocon Rechtfertiger und neoliberale Apologisten verwendeten, um den Krieg zu rechtfertigen, hat alle Glaubwürdigkeit verloren. Trotz eingebetteter Journalisten und Nonstop-Propaganda - die blutigen Bilder lassen sich nicht verdrängen: Die einzig wirkliche Lösung wäre der sofortige Abzug aller ausländischen Soldaten. Von Tariq Ali. (mehr...) 24. September 2005 USA verweigern Robert Fisk die EinreiseRobert Fisk, international renommierter Journalist, der seit Jahrzehnten aus den War Zones dieser Welt berichtet, wurde die Einreise in die USA verweigert. Fisk hat sich vor allem durch seine bissige Berichterstattung aus dem Nahen und Mittleren Osten einen Namen gemacht. Bei seiner kritischen Berichterstattung über den britisch-amerikanischen Einmarsch im Irak bzw. die seitherige Besatzung stellte Fisk immer wieder Desinformationskampagnen der britischen und amerikanischen Regierung bloß. Von Doug Ireland. (mehr...) 22. September 2005 Die USA und die steigende Flut der Armut“Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer.” Dieser Satz wird sehr oft dafür benutzt, um die wirtschaftliche Not in unterentwickelten Ländern zu beschreiben. Aber letzte Woche wurde der Satz dazu verwendet, die Wirtschaft der einzigen Supermacht auf der Erde zu beschreiben: die Vereinigten Staaten von Amerika. Von William Fisher. (mehr...) |
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