Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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USA - Nordamerika

19. Dezember 2003

Den Bruch mit den USA riskieren

Oberstleutnant Jürgen Rose führt aus, warum die Europäer an einem Scheitern der Amerikaner im Irak interessiert sein sollten. Aus Sicht der EU könne es nur darum gehen, dem Trend zu einer ökonomischen Kolonialisierung des Planeten mit militärischen Mitteln - und darum gehe es im Kern - unter allen Umständen entgegenzuwirken. Eine erfolgreiche Unterwerfung des Irak würde einer globalen Hegemonie der USA weiteren Vorschub leisten und den (Präventiv-)Krieg als völkerrechtskonformes Instrument der Außenpolitik legitimieren. Darüber hinaus berge jede Beihilfe zu diesem kolonialen Abenteuer, wie der Blutzoll unter den “willigen Koalitionären” bezeuge, auch andere, nicht unerhebliche Gefahren. (mehr...)


16. Dezember 2003

Wir haben endlich unseren Frankenstein und er befand sich in einem Erdloch

Michael Moore: Saddam befindet sich Gott sei Dank wieder in amerikanischen Händen! Er muss uns wirklich vermisst haben. Mann, der sah aber auch schlecht aus! Aber er hat heute wenigstens eine Zahnbehandlung umsonst bekommen. So etwas erhalten die meisten Amerikaner nicht. Einst liebte Amerika Saddam. Wir finanzierten ihn, Wir bewaffneten ihn. Wir halfen ihm bei der Vergasung iranischer Truppen. Aber dann baute er Mist. Er marschierte bei den Diktatoren in Kuwait ein und beging den schlimmsten vorstellbaren Fehler - er bedrohte einen unserer noch BESSEREN Freunde, die Diktatur Saudi Arabiens und seine riesigen Ölvorkommen. Die Familie Bush und die saudische Königsfamilie sind enge Handelspartner; und damals 1990 beging Saddam einen königlichen Fehler, als er sich ihren reichen Besitztümern ein wenig zu sehr näherte. Von diesem Zeitpunkt an ging es mit Saddam bergab. (mehr...)


09. Dezember 2003

Der Preis der freien Meinungsäußerung bezüglich Irak-Krieg

Das Pentagon hat angeordnet, dass amerikanische TV-Sender keine Särge von aus dem Irak heimgekehrten jungen Amerikanern zeigen dürfen. Die Sender haben dies akzeptiert. Die Toten dürfen heimkehren - aber sie tun es praktisch im Verborgenen. Armeeangehörige in Amerika, die einem Journalisten erzählen, dass sie mit dem nicht einverstanden sind, was im Irak geschieht, werden verurteilt und degradiert. Die amerikanische Presse berichtet auch nicht über die hohe Zahl schwerverletzter Soldaten, die aus dem Irak in die USA heimgeholt wurden. Über all diese Fakten würde die Presse “der Kleinstadt Amerika” nicht berichten, so Robert Fisk, wo jeder, der die Wahrheit über Irak sagen will, sofort angegriffen werde. (mehr...)


03. Dezember 2003

Wenn Bush den "Krieg" umdefiniert

Von einem Konflikt zwischen Staaten oder Völkern kann bei den Anschlägen der Terroristen, die Bush einen “Krieg gegen die Zivilisation” nennt, offenbar nicht die Rede sein. Deshalb wurde auf Terror oder was man dafür hielt mit anderen Maßnahmen als mit Krieg reagiert. Thomas Rothschild meint, daß Bush sich eines semantischen Tricks bedient, indem er den Begriff “Krieg” neu definiert und Anschläge wie die vom 11. September oder von Istanbul als Krieg kategorisiert werden. Vor diesem Hintergrund erscheine ein Krieg im konventionellen Sinne als adäquate Reaktion. Mit der gleichen Berechtigung aber, mit der man die Massenmorde von terroristischen Vereinigungen oder Einzeltätern als Krieg definiere, könne man verkünden: Krieg herrsche, wo Staaten oder Völker den vermeidbaren Tod von Hunderttausenden Menschen zulassen. Nach dieser Definition hätten die reichen Völker schon lange einen Krieg begonnen, auf den der Terror weniger subtil, aber mit gleicher Wirkung antworte. (mehr...)


02. Dezember 2003

Sie haben Lügen für ihre Propaganda benutzt

In einem Interview geht der Journalist und Dokumentarfilmer John Pilger auf die Lügen ein, die Bush und Blair benutzten, um ihren Krieg gegen den Irak zu führen. Er erklärt, warum die USA in diesen Krieg zogen und warum sich die Besatzer in der Krise befinden. Er meint, es ging natürlich ums Öl und die direkte Kontrolle des Nahen Ostens. Der Antikriegsbewegung rät er zu direkten Massenaktionen auf unterster Ebene. In jeder kleinen Stadt sollten Stimmen gehört werden und Leute bereit sein, alle Risiken des zivilen Ungehorsams auf sich zunehmen. Und in den USA soll das gemacht werden, was die Menschen in Bolivien kürzlich in ihrem kleinen veramten Land gemacht haben, wo sie den Präsidenten stürzten. (mehr...)


02. Dezember 2003

Das zweite Vietnam

Zwischen Vietnam und dem Irak gibt es große kulturelle, politische und geografische Unterschiede, die nicht zu unterschätzen sind. Die USA ermunterten und unterstützten Saddam Hussein in seinem Krieg gegen den Iran in den 80er-Jahren, weil sie die Dominanz militanter Schiiten über die Golfregion befürchteten. Das tun sie noch heute. Aber die USA ignorierten viele der Lektionen ihrer traumatischen Erfahrungen in Vietnam und wiederholen heute im Irak viele ihrer Fehler, die zu ihrer Niederlage in Vietnam geführt haben. Von Gabriel Kolko. (mehr...)


28. November 2003

Wohin führt unser Weg? Der "Krieg gegen den Terror" und seine Folgen

Der britische Journalist Robert Fisk geht nach den Bombenanschlägen in der Türkei auf die Zusammenhänge und Hintergründe des Terrors ein. In den Anschlägen sieht er den Preis, den die Verbündeten dafür zahlen, dass sie bei George Bushs “Krieg gegen den Terror” und dessen infantilen Versuch mitmachen, den Nahen/Mittleren Osten im Interesse Israels neu zu ordnen. (mehr...)


27. November 2003

Warum sie uns hassen

Paul Street setzt sich mit dem in der amerikanischen Öffentlichkeit üblichen Unterscheiden zwischen der angeblich effizienten und sauberen Militäroperation im März, die den Regimewechsel (im Irak) erzwang und dem Fehlplanungs-Chaos plus hohem Blutzoll danach in der Okkupation auseinander. Er kritisiert, dass offensichtlich überhaupt nicht die hohe Zahl ermordeter oder verstümmelter Irakis während ihrer “Befreiung” beachtet werde. Die amerikanischen Medien würden viel sensibler über das schlimme emotionale Leid derer berichten, die Irakis töten als über das Leid von Irakis, die von Amerikanern getötet oder das Leid von Irakis, deren Angehörige getötet werden. (mehr...)


11. November 2003

Der Irak-Krieg ist nicht zu Ende

Vor einem halben Jahr hat Präsident Bush den Krieg gegen Irak für gewonnen erklärt und sich als Sieger inszeniert. Weltweit wurde seither vom beendeten Krieg geredet. Inzwischen wird es immer klarer, dass der Krieg weitergegangen ist und wir uns aktuell in einer neuen Phase des alten Krieges befinden. Dabei wurde bereits viel Hohn über die weltweite Antikriegsbewegung ausgeschüttet, weil die Zahl der Toten angeblich entgegen den Befürchtungen überschaubar geblieben sei. Von Michael Schmid. (mehr...)


08. November 2003

Irak - 5 Monate nach "Kriegsende". Frieden ist nicht in Sicht

Prof. Dr.med. Ulrich Gottstein erinnert in einem Vortrag zunächst daran, was dem US-Angriffskrieg gegen den Irak vorausgegangen war. Damit wird verständlich, warum die US-Truppen nicht als Befreier, sondern als Feinde und Besetzer von der Mehrheit der irakischen Bevölkerung gesehen werden. Die US-Regierung wird gehasst, weil sie die bestimmende Macht in den Vereinten Nationen ist, die das irakische Volk 13 Jahre lang unter dem Embargo hat leiden lassen und die jahrelangen Bombardements im Süden Iraks mit Hunderten getöteter Zivilisten nicht unterbunden hatte. Und weil nun die US-Armee sich gegenüber dem irakischen Volk benimmt, wie die israelische Armee gegenüber den Palästinensern, so sagen sie. (mehr...)