Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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ZeugInnen der Gewaltfreiheit

29. September 2005

An das Gewissen von Soldaten darf appelliert werden!

Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hat die Freisprüche von Atomwaffengegnern durch das Landgericht (LG) Koblenz bestätigt. Er verwarf den Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft als unbegründet. Die Musikerin Hanna Jaskolski aus Erftstadt und der Heidelberger Sozialpädagoge Hermann Theisen hatten am Fliegerhorst in Büchel einen Aufruf an die Soldaten verteilt, der diese aufforderte, sich nicht an der völker- und grundgesetzwidrigen Bereitstellung und Instandhaltung von Atomwaffen zu beteiligen. Von Elke Steven. (mehr...)


23. September 2005

Dorothy Day - radikal und katholisch

Nach dem Tod Dorothy Days 1980 im Alter von dreiundachtzig Jahren wurde bemerkt, daß sie "die einflußreichste, interessanteste und signifikanteste Figur" in der Geschichte des amerikanischen Katholizismus gewesen sei. Das war eine außergewöhnliche Aussage über jemanden, die keine offizielle Stellung in der Kirche inne gehabt hatte - tatsächlich wurden ihre Ideen fast universal abgelehnt während ihres ganzen Lebens. Von Robert Ellsberg. (mehr...)


01. September 2005

Krieg kann nicht humanisiert, Krieg kann nur abgeschafft werden

Vor 66 Jahren, am 1. September 1939, überfielen nationalsozialistische deutsche Truppen Polen. Damit wurde ein Krieg begonnen, der später als der 2. Weltkrieg in die Geschichtsbücher einging. Ein Krieg, der erst 6 Jahre später, also vor 60 Jahren, zu Ende gebracht wurde. Ein grausamer, brutaler, verbrecherischer Krieg, der über 55 Millionen Menschen den Tod brachte. An diesem Jahrestag sollten wir uns erneut klar machen: Krieg ist keine Lösung! Jeder Tote ist ein Toter zu viel! Es gilt u.a. Kleinwaffen zu ächten, einen Iran-Krieg zu verhindern und die EU zu entmilitarisieren. Redemanuskript von Michael Schmid für die Mahnwache am Antikriegstag in Gammertingen (Kreis Sigmaringen). (mehr...)


31. August 2005

"Warum musste mein Sohn im Irak sterben?"

Cindy Sheehan, die im vergangenen Jahr ihren Sohn Casey im Irakkrieg verloren hat, ist es mit ihrer Mahnwache vor Bushs Urlaubs-Ranch gelungen, große Aufmerksamkeit und Solidarität zu bewirken. Inzwischen hat die Antikriegsbewegung in den USA durch ihren Protest neuen Aufschwung bekommen. Der Präsident dagegen kommt mit seiner Kriegspolitik zunehmend unter Druck. Cindy Sheehan macht deutlich, dass es nicht immer erst ganz vieler Menschen bedarf, um überhaupt handeln zu können. Von Michael Schmid. (mehr...)


26. August 2005

Leben um zu lieben

Am 16. August 2005 wurde Frère Roger Schutz während des Abendgebets in Taizé mit Messerstichen getötet. Die Botschaft und das Leben von Frère Roger haben einen starken Einfluss auf hunderttausende von Menschen gehabt. Sie haben auch mit zur Entstehung des Lebenshauses beigetragen. Wie so viele zieht es uns immer wieder nach Taizé, weil wir dort spirituelle Nahrung bekommen und daran erinnert und bestärkt werden, Engagement und Kontemplation als untrennbare Einheit zu leben. Angesichts des gewaltsamen Todes des 90-jährigen Gründers und Priors der Communauté de Taizé folgt ein persönlich gehaltener Artikel von Michael Schmid, in dem das Lebenswerk von Frère Roger gewürdigt wird. (mehr...)


14. August 2005

Cindy Sheehans Taktik

Indem sich Cindy Sheehan am helllichten Tag vor die Ranch des urlaubenden US-Präsidenten stellt, greift sie auf eine Strategie der Gewaltlosigkeit zurück - eine radikal-konfrontative Taktik. Sheehan erzeugt Spannung, sie erzeugt Reibung. Sie greift zum Mittel der Provokation. Sie sagt: “Wir werden ihn (den Präsidenten) dazu zwingen, uns zu antworten”. Das Ausbleiben einer Präsidentenantwort - vor den Augen der Welt - sagt natürlich ebenso viel aus. Von Jerry Fresia. (mehr...)


11. August 2005

Die Armee gewaltloser Soldaten: Abdul Ghaffar Khan und seine "Rothemden"

Heute fast vergessen oder zumindest tief im Schatten des indischen Vorkämpfers für Gewaltlosigkeit und Selbstbestimmung Gandhi stehend, sind die Leistungen eines Mannes nicht minder außergewöhnlich: Abdul Ghaffa Khan und seiner Armee der “Rothemden.” In gewalttätig geprägter Umgebung gelang es, eine absolut gewaltlose Widerstandsbewegung gegen ein repressives Regime aufzubauen. Aus heutiger Sicht ist dies umso bemerkenswerter, da hierdurch dem derzeit medial vermittelten Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt ein musterhaftes Gegenbeispiel entgegengehalten werden kann. Von Sebastian Niesar. (mehr...)


25. Juli 2005

Bericht einer Gerichtsverhandlung in Israel: Tali Fahima

Ein aktueller Bericht zum Stand der noch andauernden Schikanen gegenüber Tali Fahima, einer israelischen Friedenaktivistin, die den Mut hatte, die Kriminalität der israelischen mörderischen Praktiken gegenüber den Palästinensern aufzudecken und die rassistische Entmenschlichung der Palästinenser in allen Teilen des unterdrückerischen Besatzungssystems zu kritisieren. Von Jakob Katriel. (mehr...)


15. Juli 2005

Schwester Simone - Danksagung an eine Heldin

“Dank sei Gott und Schwester Simone” - diesen Satz bekam ich immer wieder zu hören, als ich in Martissant Vergewaltigungs-Überlebende interviewte. Es waren Frauen, die mit den schrecklichen emotionalen und häufig auch körperlichen Folgen der Prügel und Vergewaltigungen zu kämpfen hatten, die sie in der Zeit des Staatsstreichs zwischen 1991 und 1994 erlitten. Die Täter waren Soldaten und Paramilitärs. Wenn ich die Frauen fragte: “Woher nehmen Sie die Kraft um weiterzumachen?” fiel häufig ein Name: Marie Simone Alexandre. Von Beverly Bell. (mehr...)


20. Juni 2005

Ich werde niemals mehr schweigen

Vor fünf Jahren hatten wir, eine kleine Gruppe von zornigen, redseligen und törichten Frauen, es fertig gebracht, Ehud Barak den Weg aus dem Libanon zu zeigen. An jenem Tag erlebte ich zu meinem Erstaunen, dass sogar ich eine Veränderung bewirken kann. An jenem Tag entschied ich mich, nie wieder still zu sein und vor Ungerechtigkeit und Dummheit still zu stehen, die nur Leiden und Tod über andere Menschen bringen. Manuela Dviri in einer Rede, als sie den Peres-Preis für Frieden und Versöhnung für ein Projekt erhielt, das palästinensische Kinder in israelischen Krankenhäusern heilt. (mehr...)