Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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ZeugInnen der Gewaltfreiheit

14. August 2005

Cindy Sheehans Taktik

Indem sich Cindy Sheehan am helllichten Tag vor die Ranch des urlaubenden US-Präsidenten stellt, greift sie auf eine Strategie der Gewaltlosigkeit zurück - eine radikal-konfrontative Taktik. Sheehan erzeugt Spannung, sie erzeugt Reibung. Sie greift zum Mittel der Provokation. Sie sagt: “Wir werden ihn (den Präsidenten) dazu zwingen, uns zu antworten”. Das Ausbleiben einer Präsidentenantwort - vor den Augen der Welt - sagt natürlich ebenso viel aus. Von Jerry Fresia. (mehr...)


11. August 2005

Die Armee gewaltloser Soldaten: Abdul Ghaffar Khan und seine "Rothemden"

Heute fast vergessen oder zumindest tief im Schatten des indischen Vorkämpfers für Gewaltlosigkeit und Selbstbestimmung Gandhi stehend, sind die Leistungen eines Mannes nicht minder außergewöhnlich: Abdul Ghaffa Khan und seiner Armee der “Rothemden.” In gewalttätig geprägter Umgebung gelang es, eine absolut gewaltlose Widerstandsbewegung gegen ein repressives Regime aufzubauen. Aus heutiger Sicht ist dies umso bemerkenswerter, da hierdurch dem derzeit medial vermittelten Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt ein musterhaftes Gegenbeispiel entgegengehalten werden kann. Von Sebastian Niesar. (mehr...)


25. Juli 2005

Bericht einer Gerichtsverhandlung in Israel: Tali Fahima

Ein aktueller Bericht zum Stand der noch andauernden Schikanen gegenüber Tali Fahima, einer israelischen Friedenaktivistin, die den Mut hatte, die Kriminalität der israelischen mörderischen Praktiken gegenüber den Palästinensern aufzudecken und die rassistische Entmenschlichung der Palästinenser in allen Teilen des unterdrückerischen Besatzungssystems zu kritisieren. Von Jakob Katriel. (mehr...)


15. Juli 2005

Schwester Simone - Danksagung an eine Heldin

“Dank sei Gott und Schwester Simone” - diesen Satz bekam ich immer wieder zu hören, als ich in Martissant Vergewaltigungs-Überlebende interviewte. Es waren Frauen, die mit den schrecklichen emotionalen und häufig auch körperlichen Folgen der Prügel und Vergewaltigungen zu kämpfen hatten, die sie in der Zeit des Staatsstreichs zwischen 1991 und 1994 erlitten. Die Täter waren Soldaten und Paramilitärs. Wenn ich die Frauen fragte: “Woher nehmen Sie die Kraft um weiterzumachen?” fiel häufig ein Name: Marie Simone Alexandre. Von Beverly Bell. (mehr...)


20. Juni 2005

Ich werde niemals mehr schweigen

Vor fünf Jahren hatten wir, eine kleine Gruppe von zornigen, redseligen und törichten Frauen, es fertig gebracht, Ehud Barak den Weg aus dem Libanon zu zeigen. An jenem Tag erlebte ich zu meinem Erstaunen, dass sogar ich eine Veränderung bewirken kann. An jenem Tag entschied ich mich, nie wieder still zu sein und vor Ungerechtigkeit und Dummheit still zu stehen, die nur Leiden und Tod über andere Menschen bringen. Manuela Dviri in einer Rede, als sie den Peres-Preis für Frieden und Versöhnung für ein Projekt erhielt, das palästinensische Kinder in israelischen Krankenhäusern heilt. (mehr...)


07. Juni 2005

50 Jahre Bus-Boykott von Montgomery: Der aufrechte Gang

1955 wurde in Montgomery in den Südstaaten der USA ein Busboykott begonnen, der über ein Jahr dauern sollte, bevor er erfolgreich beendet wurde. Diese Aktion wird mit M.L. King in Verbindung gebracht. Aber obwohl King eine entscheidende Rolle dabei spielte, den lokalen Boykott in eine Bewegung für soziale Gerechtigkeit von internationaler Bedeutung zu transformieren, wurde auch er selbst durch eine Bewegung verwandelt, die er nicht initiiert hatte. Im Gegensatz zu King waren fast alle wichtigen OrganisatorInnen des Boykotts langjährige BewohnerInnen, die sich unentwegt und selbständig in einer Organisation für den Fortschritt farbiger Menschen engagiert hatten. Von Clayborne Carson. (mehr...)


03. April 2005

Krieg ächten - Gewalt überwinden; Umgang mit Ohnmacht, Entdecken von geteilter Macht

Am 30. März 2005 ist Herbert Froehlich, unter anderem Geistlicher Beirat von pax christi und Vorsitzender von Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat, gestorben. Wir lassen Herbert Froehlich nochmals durch die Dokumentation eines Vortrags vom Mai 2004 zu Wort. Darin beschreibt er u.a. als eine wichtige Aufgabe die Entwicklung einer Kultur, in der es darum geht, nicht zu siegen. Zur Überwindung von Gewalt, für eine Kultur des Friedens, im Sinne von Toleranz und wechselseitiger Achtung der Kulturen, Völker, Religionen, steht diese Aufgabe vor uns. Damit unsre Stadt, unser Land, unsere Erde besteht. (mehr...)


01. April 2005

Ein Leben im Dienst des Friedens - Zum Tod von Herbert Froehlich

Am 30. März 2005 ist Herbert Froehlich gestorben. Die pax christi-Bewegung, aber auch die Friedensbewegung insgesamt, verliert mit Herbert Froehlich eines ihrer profiliertesten Mitglieder. Aus den Erfahrungen des Kriegs lernen und Frieden stiften im Kleinen als Grundlage für einen andauernden Frieden, das war Herbert Froehlich Programm und Auftrag zugleich. Friedensarbeit war für ihn immer Dienst am Frieden und in diesem Sinne Dienst am Menschen. Ein Nachruf für Herbert Froehlich von Johannes Schnettler, dem Vorsitzenden des Geschäftsführenden Vorstandes von pax christi. (mehr...)


29. März 2005

"Nukleare Teilhabe" Deutschlands könnte rechtswidrig sein

Die vorsitzende Richterin Wild-Völpel am Landgericht Koblenz hob am 29.3.2005 zwei Urteile des Amtsgerichts Cochem auf und sprach die Angeklagten - Johanna Jaskolski (Erftstadt) und Hermann Theisen (Heidelberg) - frei. Der “Aufruf an alle Bundeswehrsoldaten des Jagdbombergeschwaders 33 (Büchel)” (Rheinland-Pfalz) sei nicht rechtswidrig. Im Gegenteil argumentierte Richterin Wild-Völpel in der mündlichen Urteilsbegründung, es sei eine “respektable und diskutable” Rechtsauffassung, dass die Lagerung von und Drohung mit Atomwaffen, die nukleare Teilhabe, verfassungs- und völkerrechtswidrig sei. Von Elke Steven. (mehr...)


28. März 2005

Gedenken an Oscar Romero und Rachel Corrie

Inzwischen befinden wir uns schon im dritten Jahr des Irakkriegs: Lasst uns Grenzen und Zäune überwinden, betreten wir Neuland, das wir nicht betreten sollen. Hören wir auf die gequälten Schreie der Verstümmelten und Ermordeten - in diesem schmutzigen, verrotteten Krieg. Lasst uns menschlich bleiben in den schlimmen Situationen, die uns noch bevorstehen. Und hoffen wir, dass noch mehr Menschen - so wie Bischof Romero - ihr Schweigen brechen und rufen: “Stoppt die Repression!” Hoffen wir, dass sie wie Rachel Corrie beharren: “Es muss aufhören!” Von Mark Chmiel. (mehr...)