USA - Nordamerika
23. November 2008
Blickwinkel SüdamerikaMorales ist der erste indigene Präsident Boliviens. Bolivien ist das ärmste Land in Südamerika. Morales ist seit Januar 2006 im Amt. Gegen enorme innenpolitische Widerstände verstaatlichte er die bolivianischen Erdgas-Felder und brachte dem Land wirtschaftliche Stabilität. Interessanterweise profitierte auch jene Elite, die sein Handeln ursprünglich kritisierte und wurde noch reicher. Im September 2007 erreichte der Backlash (gegen Morales) einen Höhepunkt. In einem Interview sagte er diese Woche: "Die Opposition, die rechten Parteien... entschlossen sich zu einem gewalttätigen Staatsstreich... Sie haben es nicht geschafft". Von Amy Goodman. (mehr...) 19. November 2008 USA-Raketenabwehr: Moskau hat allen Grund, beunruhigt zu seinDas Raketenabwehrprogramm der USA sorgte in den vergangenen Jahren für allerlei politische Divergenzen insbesondere mit Russland. Auch nachdem die Stationierungsabkommen mit Polen und Tschechien klar sind, bleibt der Unmut gegen diese neue Spirale des Wettrüstens groß. Zumal inzwischen neue technische Entwicklungen bekannt wurden. Das Pentagon lässt Abfangsysteme mit Streumunition entwickeln und verschiebt so das Kräftegewicht. Von Otfried Nassauer. (mehr...) 18. November 2008 Paradigmenwechsel: Ein neues, großes JaWenn die Linke so antiamerikanisch wäre, wie immer behauptet wird, hätte sie sich dann so für Obama begeistern können? Von Marina Achenbach. (mehr...) 13. November 2008 Regierungsbildung: Hier reformiert das EstablishmentBei Obamas "Übergangsteam" ist schwer auszumachen, worin das "Wagnis der Hoffnung" bestehen soll. Und was vor ein paar Monaten nur schwer vorstellbar war: Bei der Diskussion über Obama und seine Regierung kommen Außen- und Militärpolitik kaum vor. Die in Aussicht stehenden Mitglieder des neuen außen- und militärpolitischen Stabes werden die schlimmsten Auswüchse der Bush-Politik rückgängig machen. Aber sonst wird sich wohl nicht so viel verändern. Von Konrad Ege. (mehr...) 10. November 2008 Obama siegt!Seit der Geburt der USA kämpften die Bürger für mehr Demokratie für alle. Es ging langsam voran. Zuerst setzten sie sich für das Wahlrecht ein, dann kam die Zeit der Bürgerrechtsbewegung und die Bürgerrechtsgesetzgebung. Die Kämpfe um ein Wahlrecht für alle, darum, dass jede abgegebene Stimme zählt, dauern selbst heute noch an. Doch jetzt öffnet sich ein neues Fenster der Möglichkeiten. Was viele vor einigen Jahren noch für unmöglich gehalten hätten, ist heute Realität. Ein afrikanischer Amerikaner wird die Vereinigten Staaten lenken. Doch diese Tatsache allein gewährleistet noch nicht die Gleichheit. Es muss weiter mobilisiert werden - nicht nur, weil Obama oder die Abgeordneten vom Kurs abweichen könnten, sondern auch, um Tag für Tag mehr an der Demokratie beteiligt zu werden. Von Michael Fox. (mehr...) 09. November 2008 Ja, Du kannst es!Im Juli 2004 stand der Parteitag der Demokratischen Partei an, auf dem John Kerry zum nächsten Präsidentschaftskandidaten gekürt werden sollte. Das Organisationskomitee musste entscheiden, wer die Schlüsselrede halten sollte. Nach der amerikanischen Tradition gibt diese Rede den Grundton für den gesamten Parteitag an. "Vielleicht sollten wir dieses Mal einen schwarzen Redner haben?", fragte jemand. "Eine gute Idee", antwortete der Vorsitzende. "Aber wen?" Mit zögerlicher Stimme sagte jemand, er habe neulich in Chicago einen jungen Burschen mit einem komischen Namen getroffen: "Er ist schwarz und ein ausgezeichneter Redner. Vielleicht sollten wir es mit ihm versuchen?" Von Uri Avnery. (mehr...) 08. November 2008 "Die Rassisten sind nicht mehr in der Mehrheit"Michael Moore kommentiert in einem persönlichen Brief den Wahlsieg von Barack Obama. (mehr...) 06. November 2008 Barack Obama: Vorsicht vor allzu großen Hoffnungen!Unbestreitbar haben die letzten acht Jahre unter der Präsidentschaft George W. Bushs den USA aber auch dem Rest der Welt schweren Schaden zugefügt. Darüber hinaus ist es begrüßenswert, dass mit Obama erstmals ein Afro-Amerikaner zum US-Präsidenten gewählt wurde. Auch setzt sich sein innenpolitisches Programm deutlich von dem seines unterlegenen Herausforderers John McCain ab. Angesichts des offensichtlich kritischen Gesundheitszustandes McCains war allein schon die Aussicht, dass im Falle seines Todes Sarah Palin als dessen Nachfolgerin ins Präsidentenamt aufsteigen würde, schlichtweg gruselig. Trotz alledem sollte man jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass vieles darauf hindeutet, dass bzgl. der an Obama gerichteten friedenspolitischen Erwartungen der große Katzenjammer droht. Von Jürgen Wagner. (mehr...) 05. November 2008 US-Wahlen: Yes, he canMit Barack Obama stehen die USA am Beginn einer Zeitenwende. Von Konrad Ege. (mehr...) 04. November 2008 Uri Avnery: Unser ObamaEs scheint, dass das Unglaubliche geschehen wird: Im wichtigsten "weißen" Staat der Welt wird ein schwarzer Präsident gewählt werden. 143 Jahre nach dem Mord an Abraham Lincoln, der die Sklaven befreite, und 40 Jahre nach dem Mord an Martin Luther King, der den Traum träumte ("I have a dream..."), wird eine schwarze Familie ins Weiße Haus einziehen. Das wird enorme Auswirkungen in die verschiedensten Richtungen haben. Eine davon ist eine elektrisierende Botschaft an einen weltweiten Orden, dem ich angehöre: Der Orden der Optimisten. Von Uri Avnery. (mehr...) |
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