Naher und Mittlerer Osten
14. Juni 2014
Von Uri Averny: Ein Staatsstreich? Unsinn!Das Vorhandensein einer Armee in einem wahrhaft demokratischen Staat stellt ein Paradox dar. Die Armee soll der gewählten Regierung gehorchen. Dieser Gehorsam ist bedingungslos. Aber die Armee (bestehend aus Land-, See- und Luftstreitkräften) ist die einzige mächtige bewaffnete Kraft in einem Land. Sie kann jederzeit einen Staatsstreich ausführen und die Macht übernehmen. Allein in den letzten Monaten haben Heeresführer in Ägypten und Thailand einen Staatsstreich durchgeführt und vielleicht auch noch anderswo. Von Uri Avnery. (mehr...) 12. Juni 2014 Grenzen auf dem Reißbrett - Der Erste Weltkrieg und seine Folgen im Nahen OstenNach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg legten die europäischen Siegermächte viele Grenzen im Nahen Osten machtpolitisch fest. Bereits 1916 definierte das Sykes-Picot-Abkommen britische und französische Einflusssphären in der Region. Die Grenzziehungen hatten weitreichende politische Folgen und sorgen bis heute für Konflikte. Von Katharina Lange. (mehr...) 07. Juni 2014 Uri Avnery: Gut für die Juden?Wie stellt ein Fußballklub sein Team zusammen? So, wie es gewöhnlich gemacht wird, ist es am einfachsten: Jede Seite hat ihren Trainer und der stellt das Team zusammen. Ganz einfach. Jetzt hat die israelische Regierung einen neuen Weg eingeschlagen: Unser Trainer ernennt sowohl unser als auch das gegnerische Team. Das vereinfacht die Sache. Von Uri Avnery. (mehr...) 31. Mai 2014 Uri Avnery: Patagonische TräumeBei seinem kurzen Israelbesuch legte Papst Franziskus einen Kranz auf Theodor Herzls Grab. Das war eine ungewöhnliche Geste. Ausländische Staatsoberhäupter sind verpflichtet, Jad Waschem zu besuchen, wie es der Papst auch getan hat, aber nicht Herzls Grab. Damit ist es ja nicht wie mit dem Grab des Unbekannten Soldaten in Paris. Warum also Herzls Grab? Von Uri Avnery. (mehr...) 24. Mai 2014 Uri Avnery: Im eigenen SaftEiner Pressemeldung zufolge hat Präsident Barack Obama beschlossen, Benjamin Netanjahu und Mahmoud Abbas "im eigenen Saft schmoren zu lassen". Das klingt, als wäre es fair. Die Vereinigten Staaten haben sich sehr darum bemüht, Frieden zwischen Israel und Palästina zu stiften. Der arme John Kerry hat fast seine gesamte beträchtliche Energie darauf verwendet, beide Seiten dazu zu bringen, sich zu treffen, zu reden und Kompromisse zu schließen. Am Ende von neun Monaten fand er heraus, dass es eine Scheinschwangerschaft gewesen war. Kein Baby, nicht einmal ein Fötus. Gar nichts. Von Uri Avnery. (mehr...) 17. Mai 2014 Uri Avnery: Lieber SalmanVor Jahren war ich einmal zu einer UN-Konferenz über palästinensische Flüchtlinge eingeladen. Ich sollte die Debatte als Israeli eröffnen, nachdem der Vertreter der Palästinenser, der Flüchtling aus einem Beduinenstamm im Negev Salman Abu Sitta, sie als Palästinenser eröffnet hatte. Vor der Debatte hatte man mich gewarnt, Abu Sitta sei der Extremste der Flüchtlinge, ein bekannter Hasser Israels. Von Uri Avnery. (mehr...) 10. Mai 2014 Uri Avnery: Ein NationalheldUnmittelbar vor Israels 66. Unabhängigkeitstag hat das Land einen neuen Nationalhelden bekommen. Es stimmt: Jede Nation bekommt den Nationalhelden, den sie verdient; es war ein ziemlich trauriges Schauspiel. Das Video, das David Adamow aus einem anonymen Soldaten zu einer nationalen Gestalt machte, wurde von einer palästinensischen Kamera in Hebron aufgenommen. Von Uri Avnery. (mehr...) 03. Mai 2014 Uri Avnery: Ein schmähliches KapitelWie würden die USA auf die Erklärung der Palästinenser reagieren, sie würden nicht mit einer israelischen Regierung verhandeln, in der halb-faschistische Parteien vertreten sind? Natürlich mit Entrüstung. Wie reagieren die USA auf eine israelische Äußerung, Israel werde nicht mit einer palästinensischen Regierung verhandeln, in der die Hamas vertreten ist? Natürlich mit vollkommener Zustimmung. Von Uri Avnery. (mehr...) 01. Mai 2014 Syrien: Entsorgung mit Hindernissen fast am ZielNach anfänglichen Schwierigkeiten darf die Abrüstung der chemischen Waffen Syriens als Erfolgsgeschichte gewertet werden. Der Abtransport der syrischen Chemiewaffen zur Vernichtung außer Landes ist auf der Zielgeraden: Bis Ende Juni soll die anspruchsvolle Mission abgeschlossen sein. So haben es der UNO-Sicherheitsrat und die Chemiewaffenorganisation OPCW beschlossen. Bis zum Donnerstag waren 92,5 Prozent oder rund 1139 Tonnen der Bestände geschafft, wie die OPCW in Den Haag mitteilte. "Zwei bis drei letzte Transporte" seien noch notwendig, sagte Generalsekretär Ahmet Üzümcü und sprach von einer "ermutigenden Beschleunigung" auf der syrischen Seite. Von Wolfgang Kötter. (mehr...) 26. April 2014 Uri Avnery: Worte, Worte, WorteStellen sie sich vor, ein Krieg zwischen Israel und Jordanien bräche aus. Innerhalb von zwei oder drei Tagen besetzte die israelische Armee das gesamte Gebiet des haschemitischen Königreichs. Was täte die Besatzungsbehörde als Erstes? Eine Siedlung in Petra errichten? Land in der Nähe Akabas enteignen? Von Uri Avnery. (mehr...) |
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