Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Zeitgeschichte

06. Mai 2020

Brahms: "Der 8. Mai steht für die deutsche Verantwortung für Frieden und Versöhnung"

Angesichts der deutschen Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg hat Deutschland nach Ansicht des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, eine besondere Verpflichtung, für Frieden und Versöhnung sowie für gewaltfreie Lösungen von Konflikten einzutreten und zu arbeiten. "Lernen aus der Geschichte heißt, 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, dass es einen gerechten Krieg nicht geben kann, sondern nur einen gerechten Frieden", so der EKD-Friedensbeauftragte in einer von ihm verfassten Predigt für Materialien der EKD zum 8. Mai. (mehr...)


06. Mai 2020

Gestapo Hausgefängnis

Als die Schlacht um Berlin tobt und die Rote Armee auf das Stadtzentrum vorrückt, werden durch das NS-Regime noch Hunderte von politischen Häftlingen umgebracht. Von Lutz Herden. (mehr...)


26. April 2020

Konstantin Wecker: Wir sollten das nie vergessen

Wir begehen in diesem Jahr den 75. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Noch immer sind Nazis und "Rechtspopulisten" gemeingefährlich, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes jedoch ist nicht mehr gemeinnützig. Sie haben richtig gelesen. Ende 2019 entzog das Finanzamt der Organisation die Gemeinnützigkeit mit der Folge, dass sie vor dem finanziellen Ruin steht und ihre wichtige Erinnerungsarbeit vielleicht bald nicht mehr leisten kann. Konstantin Wecker erinnert an die Geschichte des KZs Dachau bei München und ruft dazu auf, das Grauen niemals zu vergessen. Vor allem eines: "bleibt widerständig!" (mehr...)


11. März 2020

75 Jahre nach der Niederschlagung der Nazi-Diktatur unsere Verantwortung weiter wahrnehmen

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, war die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland von den alliierten Mächten endgültig besiegt worden. Bereits am 27. Januar 1945 hatte die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit, die Befreiung und Auflösung anderer Konzentrationslager folgten. Darauf geht Michael Schmid in seinem Einleitungsartikel für den neuen Lebenshaus-Rundbrief ausführlicher ein und schlägt dabei einen Bogen, der auch zu heutigen Orten der Erinnerung führt und bis hin zum Theater in Thüringen reicht. Außerdem geht er auf die Verbrechen der USA mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki vor ebenfalls 75 Jahren ein und stellt fest, dass die Weltuntergangsuhr dieses Jahr auf 100 Sekunden vor Mitternacht vorgestellt worden ist und damit symbolisch so nahe vor einem Weltuntergang steht, wie noch nie. (mehr...)


27. Februar 2020

Jenseits der Skrupel

Die richtige Antwort auf die Kündigung ökologischer und militärischer Verträge durch die USA ist die Kooperation von Umwelt- und Friedensbewegung. Die US-Administration zerstört ohne Skrupel eine Notbremse nach der anderen in Bereichen, in denen es um das Überleben der Menschheit geht: Das Pariser Klimaabkommen über den Versuch, die Erderwärmung auf einen vielleicht gerade noch irgendwie kontrollierbaren Zuwachs zu begrenzen, ist nicht das einzige internationale Vertragswerk, welches die USA durch einen einseitigen Ausstieg gebrochen haben. Trotz internationaler Ächtung darf das US-Militär seit Anfang Februar dieses Jahres wieder Landminen einsetzen. Eine dringend notwendige Gegenbewegung müsste Umwelt-Aspekte ebenso miteinbeziehen wie pazifistische Impulse. Die Bewegungen, die sich für eine menschlichere Zukunft einsetzen, dürfen sich nicht länger spalten lassen. Von Bernhard Trautvetter. (mehr...)


27. Januar 2020

Ein "Auschwitz-Appell" zum Holocaust-Gedenktag 2020

Am Holocaust-Gedenktag 2020 startet das Stuttgarter Bürgerprojekt "Die AnStifter" mit einem "Auschwitz-Appell" eine Aktion, die zum dauerhaften Unterhalt und Ausbau der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aufruft und beitragen soll. "Kein anderer Ort symbolisiert den Terror der Nationalsozialisten und den Holocaust so sehr wie das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau", heißt es in dem Aufruf, den "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." unterstützt. Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer und fremdenfeindlicher Übergriffe fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Öffentlichkeit und die Bundesregierung auf, alles zu tun, um dieses Mahnmal auf Dauer als Erbe der Menschheit zu erhalten. (mehr...)


31. Dezember 2019

Rudi Dutschke (1940-1979). Teil II: Eine Erinnerung

Im Prinzip ist und sollte man die theoretische Lebensleistung eines Menschen nicht von seiner Vita trennen. Doch bei Rudi Dutschke kommen einige besondere Dinge zusammen. Sein Leben währte nicht sehr lange, es gab diesen erzwungenen Bruch zwischen DDR- und West-Berlin-Erfahrung bei ihm, er war kein Reisender in Politikdingen und entfaltete lediglich eine zunächst nur lokale und regionale Wirkung. Wozu er aus heutiger Sicht politisch objektiv wurde, steht auf einem anderen historischen Blatt. Sein Leben beeinflusste nicht unmittelbar sein politisches Denken und Handeln und umgekehrt. Doch es erfuhr durch das heimtückische Attentat im April 1968 (siehe Teil I) selbst einen tiefgreifenden Einschnitt, der ihn jahrelang vom Weiterpolitisieren wie bis dahin abhielt, ja ihn zunächst völlig ins politische Abseits zwang und etwa bis Mitte der 70er Jahre wohl auch im Denken ein deutliches Innehalten und Um- und Neuorientierung bewirkte. Von Elmar Klink. (mehr...)


26. Dezember 2019

Rudi Dutschke (1940-1979) Teil I: Der Mensch

Es ist vielleicht kein reiner Zufall, dass zwei bedeutende Ereignisse in der deutschen Nachkriegsgeschichte von Menschen beeinflusst und bestimmt wurden, die aus der DDR kamen bzw. in der DDR gegen Ende ihres Bestehens auftraten. Gemeint ist die Person des westdeutschen Studentenführers Rudi Dutschke und sind die Bürger*innen und Bürgerrechtsbewegung, die 1989 die "friedliche Revolution" in der DDR initiierten und einleiteten. Es war der kleinere Teil Deutschlands, aus dem sie kamen, der von einem System und Regime des "realen Sozialismus" geprägt und beherrscht wurde. Erinnerung an einen deutschen Linken. Von Elmar Klink. (mehr...)


23. November 2019

Der Friedenseinsatz

Christoph Wonneberger ist der Erfinder der Friedensgebete, aus denen sich die Montagsdemos in der DDR entwickelten. Als Friedensaktivist und Demonstrationsorganisator in Leipzig war der evangelische Pastor einer der Protagonisten des Wendeherbstes 1989. Doch berühmt wurden andere. Kurz vor der Maueröffnung erlitt er einen Schlaganfall und nahm das große Ereignis nicht wahr. Mit viel Energie kämpfte er sich ins normale Leben zurück. Bis heute kritisiert er deutsche Rüstungsexporte und gewalttätige Außenpolitik. Im Interview berichtet Wonneberger über seinen Einsatz für Frieden vor und nach der Wende. "Wir haben 1989 nicht für die Einheit demonstriert, sondern für Demokratie und Abrüstung." (mehr...)


01. September 2019

EAK erinnert an Deserteure und Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat aus Anlass des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren an das Schicksal und die Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern, Kriegsgegnern und Deserteuren erinnert, die einer unnachgiebigen Verfolgung durch das NS-Regime ausgesetzt waren und ihren Widerstand oft mit dem Leben bezahlen mussten. "Nicht zuletzt aus diesen schlimmen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs erwächst die Verpflichtung, die Anerkennung und Durchsetzung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung international voranzubringen", betont Friedhelm Schneider, der Präsident des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO). (mehr...)