Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Zeitgeschichte

31. Dezember 2019

Rudi Dutschke (1940-1979). Teil II: Eine Erinnerung

Im Prinzip ist und sollte man die theoretische Lebensleistung eines Menschen nicht von seiner Vita trennen. Doch bei Rudi Dutschke kommen einige besondere Dinge zusammen. Sein Leben währte nicht sehr lange, es gab diesen erzwungenen Bruch zwischen DDR- und West-Berlin-Erfahrung bei ihm, er war kein Reisender in Politikdingen und entfaltete lediglich eine zunächst nur lokale und regionale Wirkung. Wozu er aus heutiger Sicht politisch objektiv wurde, steht auf einem anderen historischen Blatt. Sein Leben beeinflusste nicht unmittelbar sein politisches Denken und Handeln und umgekehrt. Doch es erfuhr durch das heimtückische Attentat im April 1968 (siehe Teil I) selbst einen tiefgreifenden Einschnitt, der ihn jahrelang vom Weiterpolitisieren wie bis dahin abhielt, ja ihn zunächst völlig ins politische Abseits zwang und etwa bis Mitte der 70er Jahre wohl auch im Denken ein deutliches Innehalten und Um- und Neuorientierung bewirkte. Von Elmar Klink. (mehr...)


26. Dezember 2019

Rudi Dutschke (1940-1979) Teil I: Der Mensch

Es ist vielleicht kein reiner Zufall, dass zwei bedeutende Ereignisse in der deutschen Nachkriegsgeschichte von Menschen beeinflusst und bestimmt wurden, die aus der DDR kamen bzw. in der DDR gegen Ende ihres Bestehens auftraten. Gemeint ist die Person des westdeutschen Studentenführers Rudi Dutschke und sind die Bürger*innen und Bürgerrechtsbewegung, die 1989 die "friedliche Revolution" in der DDR initiierten und einleiteten. Es war der kleinere Teil Deutschlands, aus dem sie kamen, der von einem System und Regime des "realen Sozialismus" geprägt und beherrscht wurde. Erinnerung an einen deutschen Linken. Von Elmar Klink. (mehr...)


23. November 2019

Der Friedenseinsatz

Christoph Wonneberger ist der Erfinder der Friedensgebete, aus denen sich die Montagsdemos in der DDR entwickelten. Als Friedensaktivist und Demonstrationsorganisator in Leipzig war der evangelische Pastor einer der Protagonisten des Wendeherbstes 1989. Doch berühmt wurden andere. Kurz vor der Maueröffnung erlitt er einen Schlaganfall und nahm das große Ereignis nicht wahr. Mit viel Energie kämpfte er sich ins normale Leben zurück. Bis heute kritisiert er deutsche Rüstungsexporte und gewalttätige Außenpolitik. Im Interview berichtet Wonneberger über seinen Einsatz für Frieden vor und nach der Wende. "Wir haben 1989 nicht für die Einheit demonstriert, sondern für Demokratie und Abrüstung." (mehr...)


01. September 2019

EAK erinnert an Deserteure und Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat aus Anlass des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren an das Schicksal und die Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern, Kriegsgegnern und Deserteuren erinnert, die einer unnachgiebigen Verfolgung durch das NS-Regime ausgesetzt waren und ihren Widerstand oft mit dem Leben bezahlen mussten. "Nicht zuletzt aus diesen schlimmen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs erwächst die Verpflichtung, die Anerkennung und Durchsetzung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung international voranzubringen", betont Friedhelm Schneider, der Präsident des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO). (mehr...)


29. Juni 2019

1969: Nie mehr schämen

In der New Yorker Szenebar "Stonewall Inn" gibt es eine Polizeirazzia gegen Schwule und Lesben. Widerstand flammt auf und führt zu einer historischen Wende. Von Konrad Ege. (mehr...)


11. März 2019

Ende einer Hoffnung

Studenten, Wissenschaftler und Intellektuelle wenden sich gegen Atomrüstung. Moskau entwirft einen Friedensvertrag. Doch der Kalte Krieg folgt seiner eigenen Logik. Von Rudolf Walther. (mehr...)


21. Februar 2019

Der zweite Tod der Rosa Luxemburg

Bis heute wird verschwiegen: Waffenbauer Emil G. Bührle hat als junger Offizier 1919 in Berlin die Ermordung indirekt ermöglicht. Von Wolfgang Hafner. (mehr...)


18. Januar 2019

Geschichte zu Ende bringen

Kernfrage: Was haben die Ideen von Rosa Luxemburg mit den international aufkeimenden Sozialismus-Vorstellungen heute noch zu tun? Von Daniela Dahn. (mehr...)


15. Januar 2019

Fall Liebknecht/Luxemburg: Erschlagen, erschossen

Wie in einer Dokumentation des Süddeutschen Rundfunks ein Offizierskomplott rekonstruiert wurde. Von Lutz Herden. (mehr...)


12. Januar 2019

"Die Uniform in die Jauchegrube geworfen"

Fahnenflucht ist in Deutschland bis heute nach § 16 Wehrstrafgesetz strafbar. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von der Nazi-Justiz über 30.000 Todesurteile gegen Deserteure gefällt. Davon wurden mindestens 23.000 vollstreckt. Bis zum Kriegsende im Mai 1945 wurden viele Männer, die sich durch Fahnenflucht der Beteiligung am befohlenen Massenmord entzogen, standrechtlich erschossen. Dieser Gefahr zum Trotz desertierten während des Zweiten Weltkriegs von den 18,2 Millionen Wehrmachtssoldaten bis zu 400.000. Einer dieser Deserteure war der spätere Lehrer Rainer Schepper. (mehr...)