Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Neoliberale Globalisierung

15. September 2003

WTO-Konferenz in Cancun geplatzt. In Zukunft haben die Industrieländer im Agrarbereich mit heftigem Gegenwind zu rechnen.

Die Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im mexikanischen Cancun ist am späten Sonntagabend (Ortszeit) geplatzt. Dieses Scheitern stellt eine Wende in der globalisierten Ökonomie. Die Wohlstandsstaaten können die Regeln nicht mehr allein diktieren. Die Schwellenländer haben genügend wirtschaftliche Kraft, um eine Anpassung der Handelsordnung an ihre Bedürfnisse zu fordern. Viele GlobalisierungskritikerInnen begrüßen und feiern dieses Scheitern. Einige Stellungnahmen. (mehr...)


20. Juli 2003

Gegenfeuer - in memoriam Pierre Bourdieu

Andrea Noll erinnert an den im vergangenen Jahr verstorbenen Pierre Bourdieu. Dieser sei sich bewusst gewesen: Um die Flamme des Neoliberalismus zu löschen, reicht alles Wasser des Rheins nicht, nicht das der Seine, und auch das der Donau nicht. Was hier gebraucht wird, ist ein echtes Gegenfeuer in Form einer europaweiten Sozialbewegung. Um das Niederbrennen der westeuropäischen Sozialstaaten und deren sozialer/demokratischer Errungenschaften aufzuhalten, sei es wichtig, Altes mit Neuem zu verbinden. (mehr...)


06. Juli 2003

Wofür Kriege gut sind - Bechtel und Blut für Wasser. Die Ausweitung der Herrschaft der Konzerne

Einen Monat nach Beginn des Krieges gegen den Irak taucht der wirkliche Sieger auf. Der US-Baukonzern Bechtel hat einen 680-Millionen-Dollar-Vertrag für den Wiederaufbau des Irak erhalten. In einer Periode sinkenden Wirtschaftswachstums und einer Verlangsamung des Molochs Globalisierung wird Krieg zur Ausrede für die Ausweitung der Herrschaft der Konzerne. Vandana Shiva sieht im Irak-Krieg einen Beleg dafür, dass Krieg als Fortsetzung der Globalisierung mit anderen Mitteln geführt wird. Die Menschen auf der ganzen Welt sind nun herausgefordert, die Kräfte der globalisierungskritischen Bewegung, der Friedensbewegung und der Bewegung für eine wahre Demokratie zusammenzubringen. (mehr...)


06. Juli 2003

Interview: Klassenkampf

Willie Baptist spricht über Armut in den USA. Er ist Mitglied der 'Gewerkschaft für Wohlfahrtsrechte in Kensington' (KWRU). Ihre Mitglieder sind arme und obdachlose Familien, einschließlich der 'working poor'. In Anknüpfung an Martin Luther Kings 'Poor People's Campaign' im Jahr 1968 ist für August 2003 ein Marsch durch die Südstaaten bis nach Washington D.C. geplant. Damit sollen die Menschen im reichsten Land der Welt auf die zunehmende Krise im Bereich Krankenversorgung, Wohnen, Versorgung mit Nahrung und Dingen des täglichen Bedarfs aufmerksam gemacht werden. (mehr...)


16. Juni 2003

Attac kritisiert Ergebnisse des Grünen-Parteitags: "Letzte Seile zur Herkunft aus sozialen Bewegungen gekappt"

Mit scharfer Kritik hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf die Zustimmung des Grünen-Parteitags zur Agenda 2010 reagiert. "Damit haben die Grünen die letzen Seile zu ihrer Herkunft aus sozialen Bewegungen gekappt und sind völlig zur FDP mit grünem Anstrich mutiert", kommentierte Peter Wahl vom
Attac-Koordinierungskreis die Entscheidung. "Wie Schafe, die mit den Wölfen heulen, beten die Grünen die neoliberalen Argumente nach." (mehr...)


11. Juni 2003

Deutschland am Scheideweg - zu faul, zu alt, zu krank? Nein, zu geschäftsfreundlich

Andrea Noll sieht Deutschland am Scheideweg. Unser Flächentarifsystem ist umkämpft, Macjobs und Zeitarbeit sind im Kommen, unser Sozialversicherungssystem wird gefährdet. Schröders ‘Agenda 2010’ hat alle Ingredienzien, um Konservative aufjubeln zu lassen. Nichts weniger als die Zerschlagung des Sozialstaats steht auf dem Programm - was einer Katastrophe historischen Ausmaßes gleichkäme. (mehr...)


11. Mai 2003

Staat der Wohlfahrt

Andrea Noll kommentiert die Fehlkonstruktion des Wohlfahrtsstaats und dessen Weg hinein in den frostigen Neoliberalismus. Sie hofft darauf, dass die Menschen aus ihrem Selbstbetrug aufwachen, die Realität wahrnehmen, richtig wütend werden, sich organisieren und endlich bereit sind “für echten Sozialismus und echte Demokratie zu kämpfen - für einen echten Staat der Wohlfahrt eben.” (mehr...)


20. September 2001

Um die Wahrheit über den Zustand unserer Welt zu verstehen, müssen wir auf jene Menschen schauen, die am Rande des globalen Kapitalismus stehen

Michael Schmid plädiert in seinem Artikel dafür, die Realität der Mehrheit der Menschen auf diesem Globus zur Kenntnis zu nehmen. Dann können wir mehr als genug Gründe sehen, die für eine Veränderung des herrschenden Systems sprechen. Ohne diesen Blick auf die Opfer - die Ausgegrenzten, Armen, Unterdrückten, Gefolterten - werden wir nicht vorwärts kommen. (mehr...)