Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Neoliberale Globalisierung

22. Mai 2005

Heuschreckenparadies Deutschland

Die internationalen Heckenfonds sind der besonders perfide Ausdruck einer pervertierten Weltwirtschafts-Unordnung, in die dringend regulierend eingegriffen werden muss. Die Regierungen der westlichen Welt sowie internationale Institutionen wie IWF und Weltbank sind längst Teil der Plage. Was Münteferings Deutschland angeht, wie wäre es mit einem neuen Investionsgesetz, das Hedgefonds als Anlageform wieder verbietet? Von Andrea Noll. (mehr...)


21. Mai 2005

Wie kann man die Armut besiegen? Die Geschichte der Armut, und wie man erreichen kann, dass Armut Geschichte wird.

Wenn es uns wirklich ernst ist, die Armut zu bekämpfen, müssen wir uns ernsthaft daran machen, jene ungerechten und brutalen Systeme der Reichtumserzeugung zu beenden. Denn sie erzeugen Armut, indem sie die Armen ihrer Ressourcen, ihrer Existenz, ihres Einkommens berauben. Will man die Armut beenden, geht es darum, dass weniger genommen wird - und nicht sosehr darum, ein wenig mehr zu geben. Wer will, dass Armut Geschichte wird, muss die Geschichte der Armut richtig verstehen. Von Vandana Shiva. (mehr...)


28. April 2005

Zu den Hintergründen einer Katastrophe in Bangladesch: Wird Marktliberalisierung zur tödlichen Falle?

In Bangladesch stürzte am 11. April 2005 das neunstöckige Fabrikgebäude von SPECTRUM SWEATER Industries Ltd. ein. Bis zu 500 Menschen hatten in der Nacht in dieser Strickwarenfabrik gearbeitet, um termingerecht einen großen Exportauftrag nach USA oder Europa fertig zu stellen. Wenige Stunden vor dem Einsturz des Gebäudes gingen besorgte Beschäftigte zur Fabrikleitung und informierten über akute Risse und Veränderungen im Bauwerk. Das Management erklärte, für solche Sorgen sei keine Zeit, die Firma müsse eine Export-Deadline erreichen. Aus dieser Deadline wurde die Todesfalle. Von Uwe Wötzel. (mehr...)


19. April 2005

Billig, willig und fleissig

Ein menschenwürdiger Mindestlohn wird mit Sicherheit nicht als Wahlkampfgeschenk aus den Händen der politischen Klasse zu empfangen sein. Er kann nur durch eine soziale Bewegung erkämpft werden, die realen Druck ausübt und sich nicht auf symbolische Manifestationen beschränkt. Wenn die Gewerkschaften in diesem Sinne über ihren Schatten springen und zu mobilisieren wagen, könnte der Kampf für einen angemessenen Mindestlohn jene soziale Widerstandslinie gegen Massenverarmung und Entzivilisierung markieren, nach der bislang vergeblich gesucht wird. Von Robert Kurz. (mehr...)


28. Februar 2005

Oilfinger Bush und das Ölimperium

Wenn die Amerikaner wählen, dann nicht nur den US-Präsidenten, sondern das Oberhaupt des Planeten Erde. Die Erde ist also eine Geisel des US-amerikanischen Wählervolkes, des Machtkomplexes von Wallstreet, Medien, neokonservativen think tanks, der kalifornisch-texanischen Ölindustrie und eines fundamentalistischen Präsidenten, der in multilateraler, vielfältiger Welt eine Politik des Unilateralismus verfolgt. Kaum jemand lacht, wenn Bush in seiner Antrittsrede im Januar 2005 ankündigt, die Freiheit in alle Welt zu tragen und Terror und Schurkenstaaten auszulöschen. Von Elmar Altvater. (mehr...)


27. Februar 2005

Krieg bringt mehr Profit

Einigkeit im Zwist”, so könnte man die Stimmungslage auf der 41. Münchner Sicherheitskonferenz zusammenfassen. Denn zwei Ziele standen ganz oben auf der Tagesordnung: Erstens die verzweifelten Versuche, das stark beschädigte transatlantische Verhältnis zu kitten. Zweitens die Formulierung eines neues Paradigmas, das die militärische Absicherung neoliberaler Ausbeutungsverhältnisse zu einem sicherheitspolitischen Imperativ umdefiniert. Daneben wurden weitere “Highlights” durch die Großmachtambitionen der deutschen Vertreter gesetzt. Von Jürgen Wagner. (mehr...)


07. Februar 2005

Die ganze Wahrheit

Es ist ein großer Irrtum zu glauben, Hartz IV ziele auf die Erwerbslosen. Bei 5 Millionen Arbeitslosen und 268.300 gemeldeten offenen Stellen kann nicht einmal Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut an die Mär von “den faulen Arbeitslosen” glauben, ans “Fördern und Fordern”. Hartz IV ist vielmehr eine potente Waffe gegen die abhängig Beschäftigten. Arbeitslose und erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger werden nachhaltig gequält, um allen Nocharbeitsplatzbesitzenden zu signalisieren: Nehmt die zunehmende Deregulierung des Arbeitsmarktes gefälligst klaglos hin, oder ihr verliert eure Jobs und werdet im nächsten Jahr selber gehartzt. Von Andrea Noll. (mehr...)


29. Januar 2005

Ukraines "Orange Revolution" entlässt ihre Kinder

Der Blick auf die Schicksale von Bürgerbewegungen in der Tschechoslowakei und Ungarn lassen das Medienbild der “samtenen/orangen Revolution” in einem anderen Licht sehen. So sollen viele Monate vor der “Wende” von 1989 Ökonomen und Politiker aus West und Ost über eine möglichst unblutige “Wende” beratschlagt haben. Dabei sollten die Bürgerbewegungen das Risiko des Scheiterns tragen. Nach der erfolgreichen Wende müssten aber staatliche und ökonomische Institutionen möglichst bald dafür sorgen, dass sie die Macht wieder in ihre “altbewährten” Hände bekommen bzw. sie an geeignete Gehilfen delegieren. Von Matthias Reichl. (mehr...)


19. Januar 2005

"Der Tsunami hat deutlich gezeigt, wie teuer es wird"

Das Beben in Südostasien dient auch als Warnung vor den Folgen des globalen Klimawechsels: In Südostasien sind nicht nur die Flutwellen gegen die Küste geprallt, sondern es sind auch zwei Welten zusammengestoßen, die Welt von Kommerzialisierung und freier Vermarktung auf der einen Seite, und die Welt, die für eine globale Demokratie eintritt, auf der anderen. Die eine Welt setzt uns schutzlos und ohnmächtig Umweltkatastrophen aus, an denen sie selbst beteiligt ist - während die andere die Menschheit als Ganzes sieht, die dadurch auch in der Lage ist, das Leben neu auszurichten, um sich auf eine ungewisse Zukunft vorzubereiten. Von Vandana Shiva. (mehr...)


15. Januar 2005

Makroökonomie und Makrogesellschaft

Die makroökonomische Politik des Präsidenten Lula führte - innerhalb und außerhalb der brasilianischen Regierung - zu unleugbarer Bestürzung. Zwei Perspektiven prallen aufeinander - jede mit ihrer eigenen Logik und entsprechender Argumentation. Lula muss begreifen, was er stets predigt - dass der Kapitalismus nur gut ist für Kapitalisten aber nie für die Arbeiter. Die Arbeiter brauchen eine andere Wirtschaft - eine Wirtschaft, bei der sie nicht Almosenempfänger sondern Hauptakteure sind. Von Leonardo Boff. (mehr...)