Naher und Mittlerer Osten
03. Juli 2011
Uri Avnery: Die jüdischen AyatollasDer Erzbischof von New York verkündet, dass jeder Katholik, der eine Wohnung an einen Juden vermietet, eine tödliche Sünde begeht und die Exkommunikation riskiert. Ein protestantischer Pastor in Berlin erklärt, dass ein Christ, der einen Juden anstellt, aus seiner Gemeinde verbannt wird. Unmöglich? Tatsächlich. Außer in Israel - natürlich umgekehrt. Der Rabbiner von Safed, ein Regierungsangestellter, hat angeordnet, es sei streng verboten, Wohnungen an Araber zu vermieten. Von Uri Avnery. (mehr...) 02. Juli 2011 Gideon Levy: Israel ist eine Gesellschaft der Gewalt und Brutalität gewordenWoran sollen Israelis denken, wenn sie mit gruseligen Geschichten über die Flotilla gefüttert werden, wenn nicht an die Anwendung von Gewalt? Diese Aktivisten wollen die IDF-Soldaten töten? Wir werden uns erheben und sie zuerst töten. Von Gideon Levy. (mehr...) 29. Juni 2011 Desinformation und Diffamierung gegen die Gaza-Freedom-Flottille 2Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel weist die Vorwürfe gegen die Gaza-Freedom-Flottille 2 zurück, die auf der Webseite der israelischen Zeitungen Yedioth Ahronoth und Haaretz am 27.06.2011 veröffentlicht wurden. Demnach behaupten offizielle israelische Stellen, dass Aktivisten der Flottille chemische Substanzen mitführen, um sie gegen israelische Soldaten einzusetzen, und dass islamische Extremisten an der Flottille teilnehmen, die das "Blut von Soldaten der israelischen Armee vergießen" wollen. (mehr...) 27. Juni 2011 USA: Windiges aus TarnkappienDer Publizist Seymour Hersh schreibt im Magazin "New Yorker" über den immer wieder durch Fortsetzungen angereicherten Realkrimi: Gesucht werden Irans Atomwaffen. Von Konrad Ege. (mehr...) 26. Juni 2011 Uri Avnery: Heilige MantrasDie Palästinenser planen etwas Widerwärtiges: sie beabsichtigen sich an die UN-Vollversammlung zu wenden wegen eines eigenen Staates. Warum ekelhaft? Jeder israelische Sprecher (ganz zu schweigen von Sprecherinnen) wird euch prompt antworten: weil es ein "einseitiger" Schritt ist. Wie können sie es wagen, einseitig einen Staat auszurufen? Wie können sie es wagen, ohne die Zustimmung der anderen Partei des Konfliktes - also uns? Von Uri Avnery. (mehr...) 24. Juni 2011 Uri Avnery: Leugnen, LeugnenDieser Unsinn mit der Anerkennung Israels als "jüdischer Staat", das reicht mir jetzt. Er gründet sich auf eine Reihe hohler Phrasen und ungenauer Definitionen, ohne irgendeinen realen Inhalt. Er dient vielen verschiedenen Zwecken; fast alle sind böse. Von Uri Avnery. (mehr...) 12. Juni 2011 Uri Avnery: Ein rothaariger junger MannMein Held des Jahres ist (bis jetzt) ein junger rothaariger palästinensischer Flüchtling, der in Syrien lebt und Hassan Hejazi heißt. Er war einer von Hunderten von Flüchtlingen, die die Demonstration auf der syrischen Seite des Golan-Grenzzaunes zur Erinnerung an die Nakba ("Katastrophe") hielten - den Exodus von mehr als der Hälfte des palästinensischen Volkes aus dem von Israel im 1948er Krieg eroberten Gebiet. Von Uri Averny. (mehr...) 07. Juni 2011 Uri Avnery: RACHELIch hatte das unverdiente Glück, 58 Jahre lang mit Rachel Avnery zusammen zu leben. Am Samstag, den 21. Mai, nahm ich Abschied von ihr. Sie war im Tode genau so wunderbar, wie sie es im Leben war. Ich konnte meine Augen nicht von ihr wenden. Ich schreibe dies, um mir zu helfen, das Unannehmbare anzunehmen. Ich bitte um Nachsicht. Von Uri Avnery. (mehr...) 01. Juni 2011 Palästinenserproteste: Ein Einzelschicksal an der FrontlinieMunib Masri (22) wurde an der israelisch-libanesischen Grenze angeschossen. Munib ist Teil der arabischen Revolution, auch wenn er das nicht von sich behaupten würde. Von Robert Fisk. (mehr...) 27. Mai 2011 Uri Avnery: Bibi und die JojosEs war alles ziemlich ekelhaft. Sie waren dort, die Mitglieder der höchsten Legislative der größten Supermacht der Welt und sprangen auf und nieder wie so viele Jojos, applaudierten alle paar Minuten oder Sekunden wild zu den unverschämtesten Lügen und Verdrehungen von Binjamin Netanyahu. Es war schlimmer als im syrischen Parlament während einer Rede von Bashar Assad, wo jeder, der nicht applaudierte, sich im Gefängnis wiederfindet. Oder in Stalins Oberstem Sowjet: wenn man nicht genügend Respekt zeigte, konnte das den Tod bedeuten. (mehr...) |
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