Naher und Mittlerer Osten
16. Mai 2015
Uri Avnery: Die KriegsnarrenVor ein paar Tagen sendete der israelische Fernsehkanal 10 eine Untersuchung über den israelischen Angriff auf den Libanon 2006, der "Libanon-Krieg II" genannt wird. Die Sendung war zwar nicht sehr tiefgründig, aber sie bot doch ein gutes Bild dessen, was damals tatsächlich geschah. Die drei wichtigsten israelischen Protagonisten sprachen freimütig darüber. Das Bild war, gelinde gesagt, sehr verstörend. Man könnte sagen: Es war alarmierend. Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass alle unsere damaligen Führer offensichtlich unverantwortlich handelten und das mit Dummheit verbanden. Von Uri Avnery. (mehr...) 14. Mai 2015 Atom-Verhandlungen: Gegen die Koalitionen der UnwilligenWer immer die Nuklear-Diplomatie mit dem Iran scheitern lassen will, kann leicht den passenden Teufel im Detail finden. Doch dürfte das nicht der Grund dafür gewesen, dass die Sondierungen in Lausanne über den 31. März hinaus verlängert wurden und bei Redaktionsschluss noch andauerten. Schließlich sollten die zu vereinbarenden Grundsätze ein belastbares Fundament für ein überprüfbares Abkommen sein, das bis Ende Juni ansteht. Bis dahin wird die Zahl der Gegner einer solchen Vereinbarung mit Sicherheit nicht kleiner. Von Torsten Wöhlert. (mehr...) 09. Mai 2015 Tutu ruft Kirchentag zu Solidarität mit Palästina auf"Bitte schließt euch der ökumenischen Kairos-Bewegung an und fordert öffentlich und solidarisch Freiheit für Palästina, damit auch Israel frei sein kann" - so schließt Desmond Tutu, emeritierter anglikanischer Erzbischof von Kapstadt und Träger des Friedensnobelpreises, seinen Offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages, den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, und an den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). (mehr...) 09. Mai 2015 Uri Avnery: Ein Tag- und Nacht-AlbtraumBenjamin Netanjahu scheint inzwischen von allen verabscheut zu werden. Fast ebenso sehr wie seine sich ständig einmischende Ehefrau Sarah'le. Vor sechs Wochen noch war Netanjahu der große Sieger. Im Gegensatz zu den Meinungsumfragen errang er im letzten Augenblick einen Überraschungssieg, gewann 30 von den 120 Knesset-Sitzen und ließ die Arbeitspartei (umgenannt in "Zionistisches Lager") weit hinter sich. Die zusätzlichen Sitze kamen nicht von der Linken. Sie kamen von seinen nächsten Konkurrenten, den rechten Parteien. Von Uri Avnery. (mehr...) 07. Mai 2015 Jemen: Sturm der EntschlossenheitDer Konflikt mit den Huthi-Rebellen wirkt wie ein Vorspiel zum Schlagabtausch zwischen Riad und Teheran. Von Sabine Kebir. (mehr...) 02. Mai 2015 Uri Avnery: Ein Junge namens BibiEs gibt zwei unterschiedliche Meinungen über Benjamin Netanjahu. Kaum zu glauben, dass es sich dabei um dieselbe Person handelt. Eine Meinung ist, dass Netanjahu ein geistloser Politiker sei, der weder Ideen noch Überzeugungen habe und der einzig und allein von der Idee besessen sei, an der Macht zu bleiben. Der andere Netanjahu ist so gut wie das genaue Gegenteil. Er ist ein Patriot mit Prinzipien, ein ernsthafter Denker, ein Staatsmann, der die Gefahren hinter dem Horizont erkennt. Von Uri Avnery. (mehr...) 25. April 2015 Uri Avnery: Hunde und Katzen in einem SackEs ist ein ziemlich ekelhaftes Schauspiel. Die israelische Rechte hat einen umwerfenden Sieg errungen. (Bei näherer Betrachtung war der Sieg nicht ganz so umwerfend. Tatsächlich war es überhaupt kein Sieg. Der Likud hat seinen umwerfenden Sieg ausschließlich auf Kosten anderer rechter Parteien errungen.) Von Uri Avnery. (mehr...) 18. April 2015 Uri Avnery: "Es gibt noch Richter..."Diese Woche habe ich eine zweifelhafte Auszeichnung bekommen: Ein bahnbrechendes Urteil des Obersten Gerichtshofes wurde nach mir benannt. Es ist eine Ehre, auf die ich gerne verzichtet hätte. Von Uri Avnery. (mehr...) 17. April 2015 Einigung im Atomstreit mit dem Iran: Senat nimmt Obama ans GängelbandDer US-Senat hat eine weitere Hürde für ein Abkommen über das iranische Nuklearprogramm errichtet, das die USA und weitere Regierungen bis spätestens zum 30. Juni mit Iran vereinbaren wollen. Der Auswärtige Ausschuss des Senats beschloss in der Nacht zum Mittwoch einstimmig einen Gesetzentwurf, der dem Kongress Einspruchsmöglichkeiten gegen ein Abkommen einräumt. Die Regierung muss ein Abkommen mit Iran erst dem Kongress vorlegen. Erst dann können Sanktionen aufgehoben werden. Von Andreas Zumach. (mehr...) 12. April 2015 Kriegswaffenexporte in den Nahen Osten beendenIPPNW und pax christi protestieren gegen die beschlossene Exportgenehmigung eines weiteren U-Boots nach Israel. Nach Medienberichten handelt es sich um das fünfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel versprochen wurden. Sie werden zu einem Drittel mit deutschen Steuergeldern finanziert. Ein solcher Kriegswaffenexport ist kein sicherheitspolitisches Instrument. Er unterstützt einseitig eine israelische Politik, die mit einer jahrzehntelangen Besatzung internationales Recht verletzt. (mehr...) |
|