Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Gewaltfreie Aktion

01. August 2006

Der Friede vor Gericht

Die USA waren im Februar 2003 dabei, ihre Vorbereitungen für 'Shock and Awe' (Irakinvasion) abzuschließen, als fünf Aktivisten in einen Flughafen-Hangar des Shannon-Airport einbrachen, den die Amerikaner zu diesem Zeitpunkt als "Boxenstopp" für ihre Flugzeuge auf dem Weg in die Kriegszone nutzten. Die Fünf nannten sich 'Boxenstopp-Pflugscharen'. In Anspielung auf das Bibelzitat 'Schwerter zu Pflugscharen'  schmiedeten sie mittels Hammer die Schnauze eines C48 U.S. Navy Supply Fliegers bis zur Unbrauchbarkeit um. Für diese Entwaffnung eines amerikanischen Kriegsflugzeugsstanden standen diese fünf Friedensaktivisten nun in Dublin vor Gericht. Von Kathy Kelly. (mehr...)


29. Juli 2006

Zwei Monate Haft für ein Flugblatt, das überall in Deutschland verbreitet werden darf

Im Juni 2004 verteilte eine fünfköpfige Gruppe von Friedensfreunden ein Flugblatt vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Südeifel. In diesem Flugblatt wurden die deutschen Soldaten aufgefordert, sich an Wartung und Einsatz der rund 20 dort gelagerten amerikanischen Atombomben nicht zu beteiligen.Die Staatsanwaltschaft Koblenz sah in der Verteilung dieses Flugblatts eine strafbare Handlung und brachte die Gruppe vor Gericht. Zwei Mitglieder der Gruppe haben auf ihrem Weg durch die Instanzen einen rechtskräftigen Freispruch errungen. Dennoch muss nun Wolfgang Sternstein für dieselbe Tat, für die alle anderen Angeklagten freigesprochen wurden, für zwei Monate ins Gefängnis. (mehr...)


12. Juli 2006

Gebet und Fasten für den Frieden

In dieser Woche werden 3.000 Menschen in den USA und weltweit mindestens einen Tag fasten. Die landesweite Fastenaktion nennt sich Troops Home Fast und ist ein Beitrag zur Beendigung des Irakkriegs. Auch ich beteilige mich daran. Seit dem Abend des 3. Juli habe ich nichts mehr gegessen und werde durchhalten bis zum Abend des 10. Juli. Und solange die Fastenaktion dauert, werde ich an jedem Montag keine Nahrung zu mir nehmen. Von Ted Glick. (mehr...)


24. Juni 2006

Pflugscharaktion gegen Massenvernichtungswaffen in North Dakota

Am Morgen des 20. Juni 2006 haben ein römisch-katholischer Priester und zwei US-Armeeveteranen damit begonnen, ein Minuteman III-Silo in North Dakota abzurüsten. Mit Hilfe eines Vorschlaghammers und einfachen Haushaltshämmern öffneten sie das Schloss des Personaleingangs zum Silo, der Zugang zum Sprengkopf gewährt. Sie bearbeiteten auch den Silodeckel, der die 300 Kilotonnen-Bombe abdeckt, die gefechtsbereit auf ein Ziel gerichtet ist. Die Aktivisten wurden verhaftet und in das Gefängnis von McLean County gebracht. Ihnen wird Hausfriedensbruch und kriminelles Verhalten vorgeworfen. (mehr...)


21. Februar 2006

Theodor Ebert: Mein Weg zur Friedensforschung

Die Anne-Frank-Oberschule in Berlin-Köpenick hat im Rahmen einer von Schülern organisierten Festwoche ein halbes Dutzend Wissenschaftler eingeladen, die über ihre Ausbildung und ihre Berufstätigkeit berichten sollten. Prof. Dr. Theodor Ebert zeichnete in einem Vortrag am 14. Febr. 2006 seinen Weg zum Friedensforscher nach.

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05. Januar 2006

Zwei konkurrierende Erfindungen: Die Atombombe und die Soziale Verteidigung

In der Zeit des Kalten Krieges stand die Politik im Banne der wechselseitigen Vernichtungsgarantie, die auf einer Mehrfachvernichtung menschlichen Lebens auf der Erde aufbauten. Durch diesen verrückten Weg einer prekären Stabilität zwischen dem östlichen und dem westlichen Paktsystem sahen sich Kritiker der atomaren Abschreckung herausgefordert, ein neues Sicherheitskonzept zu entwickeln, welches die traditionelle militärische Abschreckung durch die abhaltende Wirkung des vorbereiteten zivilen Widerstands zu ersetzen suchte. “Soziale Verteidigung” setzte sich als Begriff dafür durch. Die Studiengruppe “Soziale Verteidigung” in der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler wiederum leistete wichtige Beiträge zur Entwicklung des Konzeptes der Sozialen Verteidigung. Von Theodor Ebert. (mehr...)


23. Dezember 2005

Erinnerung an Rosa Parks

Mit Rosa Parks ist eine prägende Figur der gewaltfreien Bürgerrechtsbewegung in den USA der fünfziger und sechziger Jahre gestorben. Wir haben ihre herausragende Lebensleistung bereits in mehreren Beiträgen gewürdigt. Clayborne Carson, Herausgeber der Schriften von Martin Luther King und profunder Kenner der Bürgerrechtsbewegung, erinnert sich an seine erste persönliche Begegnung mit Rosa Parks und beschreibt ihren politischen Hintergrund. (mehr...)


21. Dezember 2005

Direkte Abrüstung in Niederlanden - Solidarität mit Turi Salvatore Vaccaro!

Von tiefer christlicher Symbolik begleitet, hat ein italienischer Friedensaktivist, Turi Salvatore Vaccaro, zwei niederländische Atombomber abgerüstet: er vollbrachte die Pflugschar-Aktion mit einem in der Geburtsstadt des Heiligen Franziskus gekauften Hammer. Vaccaro wurde bereits am 27.10.2005 erstinstanzlich zu sechs Monaten Haft verurteilt. Nach diesen sechs Monaten hat er 750.000 EUR Teil-Schadenersatz zu zahlen. Kann er dies nicht, muß er für ein weiteres Jahr hinter Gitter, wobei die Schadenersatzforderung natürlich nicht abgegolten ist. Turi Salvatore Vaccaro freut sich über Unterstützerbriefe. Von Wolfgang Kuhlmann. (mehr...)


05. Dezember 2005

5. Dezember 1955: Beginn des Busboykotts in Montgomery

Vor genau 50 Jahren, am 5. Dezember 1955, begannen schwarze Bürgerinnen und Bürger von Montgomery mit einem Busboykott. Der damals noch unbekannte Martin Luther King wurde zum Vorsitzenden der Montgomery Improvement Association (MIA) gewählt. Ab diesem Zeitpunkt gab er Ton und Tempo der Bewegung an. Innerhalb weniger Monate war er vom unbekannten Pfarrer zum anerkannten Führer und Symbol der schwarzen Bürgerrechtsbewegung aufgestiegen. Sein gewaltfreier Einsatz setzte die Rassisten ins Unrecht und gab schwarzen Menschen eine neue, bis dahin nicht gekannte Identität. Der Boykott wurde 381 Tage durchgeführt und endete mit einem Erfolg. Von Michael Schmid. (mehr...)


04. Dezember 2005

Nachdenken über das konstruktive Programm

Gandhis größte Hoffnung für Indien bestand im konstruktiven Programm. Es bedeutete, die Inder mit ihrer Akzeptanz von Abhängigkeit, Machtlosigkeit und Ausbeutung unter britischer Herrschaft zu konfrontieren und ihnen dabei zu helfen, stattdessen eine selbst entwickelte gerechte Gesellschaft zu entwerfen und aufzubauen. In der Kampagne für die Unabhängigkeit Indiens lagen hier seine Prioritäten. Dies war seine Vision. Diese Seite von Gandhis Arbeit wurde historisch vernachlässigt, vielleicht weil sie weniger dramatisch und energiegeladen erscheint als der organisierte öffentliche Widerstand. Doch erachtete Gandhi selbst das konstruktive Programm als weitaus wichtiger, grundlegender, nachhaltiger und eines größeren Anteils an Zeit und Energie wert als den Widerstand. Was können die Lehren von Gandhis konstruktivem Programm für uns heute sein? Von Janet Chisholm. (mehr...)