Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Gewaltfreie Aktion

01. Juni 2019

Aufruf von Kairos Palästina an den Deutschen Bundestag, seine Resolution vom 17. Mai 2019 zurückzunehmen

Christen in Palästina sind traurig und verwirrt, von einer Stellungnahme des Deutschen Bundestages zu erfahren, die die internationale BDS-Bewegung verurteilt und sie dem Antisemitismus gleichstellt. Die palästinensische BDS-Bewegung ist Ausdruck der Logik von friedlichen Mitteln des Widerstandes gegen die weiter gehende Okkupation und die israelischen Menschenrechtsverletzungen und diskriminierenden Maßnahmen gegen unser Volk. Sie bedeutet, Israel zu Wegen zum Frieden einzuladen, sogar durch die Ausübung eines gewissen Drucks, um der Regierung zu helfen, ihre Augen zu öffnen und die Ungerechtigkeit zu sehen, die sie dem anderen Volk, den Palästinensern, zufügt. (mehr...)


23. Mai 2019

Lernen aus dem Leid: Atomwaffen-Stützpunkt Büchel blockiert!

Neun Mitglieder des bundesweiten Pazifik-Netzwerkes e.V. machten am gestrigen Mittwoch, den 22. Mai, und heute früh insgesamt drei Mal die Hauptzufahrt des Bundeswehr-Luftwaffen-Stützpunktes Büchel dicht. Morgens wurden die Militärangehörigen beim Dienstantritt gehindert und nachmittags zum Dienstende. (mehr...)


10. Mai 2019

Ungehorsam

Schülerinnen und Schüler streiken freitags für ihre Zukunft. Sie setzen sich für den Erhalt der menschlichen Lebensbedingungen ein und fordern ein Handeln gegen die menschengemachte Klimakatastrophe. Man könnte meinen, das sei auch für Politikerinnen und Politiker der Partei Bündnis 90/Die Grünen eine gute Nachricht. Immerhin hat die Partei eine Geschichte, in der ökologische Belange von verschiedenen sozialen Bewegungen politisiert wurden. Aber dem ist nicht so. Von Oskar Lubin. (mehr...)


08. April 2019

Die letzte Chance

Endlich erhebt sich spürbarer Widerstand gegen die Unterwerfung und Ausbeutung von Mensch und Natur. Zweifellos steht unsere Zivilisation vor einem Wendepunkt. Im Zeichen des ungezügelten Kapitalismus haben Umweltverschmutzung und Ressourcenerschöpfung ein Niveau erreicht, das den Fortbestand der Menschheit bedroht. Die britische Aktivistengruppe Extinction Rebellion hat jetzt den Kampf gegen diese Entwicklung aufgenommen. Ihre Mittel sind gewaltloser ziviler Ungehorsam und die Mobilisierung der Massen. Der Pulitzer-Preisträger Chris Hedges ist auf ihrer Seite. (mehr...)


06. April 2019

Die Khudai-Khidmatgar-(Diener Gottes)Bewegung: Badshah Khan und die Nordwestgrenzprovinz Britisch Indiens (1933-1937)

1929 machte die von Khan Abdul Ghaffar Khan geführte Khudai-Khidmatgar-(Diener-Gottes-)Bewegung gewaltfrei mobil und trat den Briten in der Nordwestgrenzprovinz Britisch Indiens entgegen. Ghaffar Khan und die Khudai-Khidmatgar-Bewegung inspirierten Tausende Paschtunen (auch Pathanen genannt), die als leidenschaftliche Krieger bekannt waren, und andere dazu, ihre Waffen niederzulegen und zivilen Widerstand gegen die britische Herrschaft zu leisten. Zunächst hatte Ghaffar Khan sich um Sozialreformen bemüht, später trat er mit Gandhi und dem Indischen Nationalkongress (INC) in Verbindung. Er und seine Khudai Khidmatgar wurden während der Kampagne zivilen Ungehorsams 1930/32 des INC zu einer starken Kraft und trugen dazu bei, dass der INC 1937 die Wahlen in der Provinz gewann. Von Lester Kurtz. (mehr...)


29. März 2019

Dr. Kings Auferstehung

Leben, Tod und Lehren Martin Luther Kings stehen im Mittelpunkt gewaltfreier Bewegungen, die in den letzten 50 Jahren große Fortschritte in Richtung Frieden und Gerechtigkeit gemacht haben. Von John Dear. (mehr...)


21. März 2019

Gewaltfreie Revolution gegen den Kapitalismus

Jürgen Bruhn ist ein Fan des gewaltfreien Widerstands. Dieser habe eine Wichtigkeit, Bedeutung und "historische Tradition, die untrennbar mit der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Demokratie und des Rechtsstaates verbunden ist". Aus diesem Grund besteht sein Buch zum größten Teil aus einem geschichtlichen Abriss, einer Ahnengalerie des zivilen Ungehorsams (Kapitel 1 bis 8): Henry David Thoreau, Mahatma Gandhi, Bertrand Russell, Albert "Chief" Luthuli, Martin Luther King Jr., die Friedensbewegung, die NGOs ab den 1970er Jahren, der indigene gewaltfreie Widerstand. Dabei verwendet Bruhn die Begriffe "gewaltfreier Widerstand" und "ziviler Ungehorsam" mehr oder weniger synonym. Es sei der "gewaltfreie Widerstand, der als Begriff und Aktion den zivilen Ungehorsam" einschließe. Buchbesprechung von Peter Oehler. (mehr...)


20. März 2019

Ins Gefängnis für eine atomwaffenfreie Welt

Am 21. März 2019 wird Clara Tempel von JunepA für eine Woche eine Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Hildesheim antreten. Wider§pruch freut sich über zahlreiche Unterstützung sowohl vor dem Gefängnis in Hildesheim als auch von Zuhause aus. Hintergrundinfos von Wider§pruch: "2016 haben wir die Startbahn des Atomwaffenlagers Büchel besetzt. Es folgten einige Gerichtsverhandlungen und schließlich wurden einige von uns in dritter Instanz rechtskräftig wegen Hausfriedensbruch zu 30 Tagessätzen verurteilt. Einen Teil der Tagessätze haben wir "verkauft" - sie wurden also von Unterstützer_innen übernommen. Doch den letzten Rest der Tagessätze (7 Stück) möchte Clara nicht bezahlen (lassen), sondern im Gefängnis, in einer sogenannten Ersatzfreiheitsstrafe absitzen." (mehr...)


20. März 2019

Indien: So weit die Füße tragen

Wenn in diesem Jahr die indische Landrechtbewegung Ekta Parishad ihren zehntausend Kilometer langen und zwölf Monate dauernden Fußmarsch von Delhi nach Genf zum Sitz der UNO beginnt, dann werden die Menschen in Europa wahrscheinlich wegen dieser außergewöhnlichen Protestform aufhorchen. Der Landraub großer Konzerne hat in den letzten Jahrzehnten dramatische Ausmaße angenommen und zu einer Massenverelendung unter den etwa 200 Millionen Adivasis (UreinwohnerInnen) und Dalits ("Unberührbare") in Indien geführt. Von Horst Blume. (mehr...)


09. März 2019

Unnötiger Aufruhr

Die im Zusammenhang mit der Göttinger Friedenspreisverleihung erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe gehen ins Leere. Kritik an der Wahl des diesjährigen Preisträgers, der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" basiert, wie Holdger Platta in sehr kenntnisreich und differenziert formuliertem Artikel ausführt, vor allem auf zwei Missverständnissen: die "Jüdische Stimme" sei gleichzusetzen mit der Boykottbewegung BDS - und diese wiederum sei gleichzusetzen mit der furchtbaren Nazi-Aktion des Jahres 1933: "Deutsche, kauft nicht bei Juden". Die Erinnerung daran, der Abscheu davor ist berechtigt - ein vertieftes Nachdenken darüber zeigt aber: heutige Bemühungen, um des Friedens und der Menschlichkeit willen Druck auf die israelische Regierung auszuüben, damit zu vergleichen, stellt eher eine Bagatellisierung der Nazi-Verbrechen dar. Und es ist oftmals ein unfairer Versuch, Kritik an deren Palästina-Politik zu delegitimieren. (mehr...)