Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Kirchen und Frieden

15. Oktober 2005

Lob des Wahnsinns von Bischof Luiz

Im Jahre 1975, an einem Gründonnerstag verschwand er aus dem Kloster in São Paulo. Drei Tage später wurde auf einem Seitenaltar der Kirche ein Brief von ihm gefunden, in dem er seine Entscheidung offenbarte, zu den Ärmsten der Armen zu gehen und ihnen im Namen des Evangeliums zu dienen. Er ging in seiner Mönchskutte und nahm nur das Evangelium mit. Er fuhr per Anhalter auf Lastwagen mit und kam zwei Monate später in Barra an, im Bundesstaat Bahia. In seiner Mönchskutte, Franziskanersandalen und mit dem Evangelium in der Hand predigte er in den kleinen Landgemeinden am Fluss. Als er entdeckt wurde, rief mich der Ordensprovinzial an und sagte: “Der Bruder Luiz ist wahnsinnig geworden, wir müssen ihn zurückholen”. Von Leonardo Boff. (mehr...)


15. Oktober 2005

Zum Ende des Hungerstreiks von Dom Luiz Flávio Cappio

Nach 11-tägigem Hungerstreik erklärte der brasilianische Bischof Frei Luiz Flavio Cappio am 6.10.2005 nach einer 5-stündigen Verhandlung mit einem persönlichen Vertreter von Präsident Lula die Aufhebung seines Fastens zu Gunsten des Lebens. Bereits am darauf folgenden Tag wurden Interviews im brasilianischen Fernsehen gezeigt, in denen Regierungsverantwortliche sagten, dass keineswegs Kompromisse und Abmachungen über die Einstellung des Projektes der Ableitung des Sao Francisco Flusses vereinbart wurden und dass die Baumaßnahmen im November beginnen werden. Daraufhin sagte Dom Frei Luiz, dass er im Falle einer Lüge der brasilianischen Regierung nach Cabrobó zurückgeht, den Hungerstreik fortführt, aber dieses Mal von Hunderten Menschen begleitet. Von Maria Oberhofer. (mehr...)


23. September 2005

Dorothy Day - radikal und katholisch

Nach dem Tod Dorothy Days 1980 im Alter von dreiundachtzig Jahren wurde bemerkt, daß sie "die einflußreichste, interessanteste und signifikanteste Figur" in der Geschichte des amerikanischen Katholizismus gewesen sei. Das war eine außergewöhnliche Aussage über jemanden, die keine offizielle Stellung in der Kirche inne gehabt hatte - tatsächlich wurden ihre Ideen fast universal abgelehnt während ihres ganzen Lebens. Von Robert Ellsberg. (mehr...)


26. August 2005

Leben um zu lieben

Am 16. August 2005 wurde Frère Roger Schutz während des Abendgebets in Taizé mit Messerstichen getötet. Die Botschaft und das Leben von Frère Roger haben einen starken Einfluss auf hunderttausende von Menschen gehabt. Sie haben auch mit zur Entstehung des Lebenshauses beigetragen. Wie so viele zieht es uns immer wieder nach Taizé, weil wir dort spirituelle Nahrung bekommen und daran erinnert und bestärkt werden, Engagement und Kontemplation als untrennbare Einheit zu leben. Angesichts des gewaltsamen Todes des 90-jährigen Gründers und Priors der Communauté de Taizé folgt ein persönlich gehaltener Artikel von Michael Schmid, in dem das Lebenswerk von Frère Roger gewürdigt wird. (mehr...)


23. Mai 2005

60 Jahre nach Kriegsende

Werner Dierlamm, evangelischer Pfarrer in Ruhestand und Initiator der Ökumenischen Aktion Ohne Rüstung Leben geht in einem Vortrag zunächst auf den Zweiten Weltkrieg sowie auf das Kriegsende vor 60 Jahren ein. In einem ersten Abschnitt berichtet er sehr persönlich die erschütternden eigenen Kriegserlebnisse und leidvollen Erfahrungen. Unter den 60 Millionen Opfern des Zweiten Weltkriegs befindet sich seine gesamte Familie ? Vater, Mutter und drei Geschwister. In einem zweiten und dritten Abschnitt geht er auf die Entstehung von Ohne Rüstung Leben ein und schließlich auf friedenspolitische Aktivitäten ab 2001 sowie seine Erwartungen insbesondere an Christen. (mehr...)


04. Mai 2005

Bausoldatenzeit führte zum Friedensengagement in DDR

Im vergangenen September trafen sich ehemalige DDR-Bausoldaten zu einem Kongress in Potsdam. Einer der Teilnehmer war Rudolf Albrecht. Er war in den 60er Jahren Bausoldat in der DDR. Mit einem NEIN zur Waffe ging er zum “Dienst” und kam mit einem JA zum Friedensengagement zurück. Dieses war so, dass es auch die Aufmerksamkeit der Stasi auf sich zog. Rudolf Albrecht, fand später heraus, dass er von der “Staatssicherheit” als OV (= Operativer Vorgang) “Pazifist” beäugt wurde und freut sich, dass diese sein Anliegen mit dem richtigen Begriff verschlüsselt hat. Rudolf Albrecht antwortet in diesem Interview auf die Fragen von Michael Schmid. (mehr...)


03. April 2005

Krieg ächten - Gewalt überwinden; Umgang mit Ohnmacht, Entdecken von geteilter Macht

Am 30. März 2005 ist Herbert Froehlich, unter anderem Geistlicher Beirat von pax christi und Vorsitzender von Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat, gestorben. Wir lassen Herbert Froehlich nochmals durch die Dokumentation eines Vortrags vom Mai 2004 zu Wort. Darin beschreibt er u.a. als eine wichtige Aufgabe die Entwicklung einer Kultur, in der es darum geht, nicht zu siegen. Zur Überwindung von Gewalt, für eine Kultur des Friedens, im Sinne von Toleranz und wechselseitiger Achtung der Kulturen, Völker, Religionen, steht diese Aufgabe vor uns. Damit unsre Stadt, unser Land, unsere Erde besteht. (mehr...)


28. März 2005

Gedenken an Oscar Romero und Rachel Corrie

Inzwischen befinden wir uns schon im dritten Jahr des Irakkriegs: Lasst uns Grenzen und Zäune überwinden, betreten wir Neuland, das wir nicht betreten sollen. Hören wir auf die gequälten Schreie der Verstümmelten und Ermordeten - in diesem schmutzigen, verrotteten Krieg. Lasst uns menschlich bleiben in den schlimmen Situationen, die uns noch bevorstehen. Und hoffen wir, dass noch mehr Menschen - so wie Bischof Romero - ihr Schweigen brechen und rufen: “Stoppt die Repression!” Hoffen wir, dass sie wie Rachel Corrie beharren: “Es muss aufhören!” Von Mark Chmiel. (mehr...)


26. März 2005

Die Zeit für schöpferischen Protest ist gekommen

Bei einem Protestmarsch in Birmingham wurde Martin Luther King an Karfreitag 1963 verhaftet. Er blieb acht Tage in Haft. Dort schrieb er seinen berühmt gewordenen “Brief aus dem Gefängnis von Birmingham” als Antwort an acht Geistliche aus Birmingham, welche die gewaltlosen Protestaktionen als “unklug und zeitlich ungünstig” verurteilt und sich dagegen ausgesprochen hatten, dass “Extremisten von auswärtes den Frieden in der Stadt störten”. King wies ihre Vorwürfe zurück und erklärte ihnen, warum eine gewaltlose Kampagne und Aktionen des zivilen Ungehorsams notwendig sei, um gegen das Unrecht der Rassentrennung anzugehen. Von Martin Luther King. (mehr...)


23. März 2005

Romero: Die politische Dimension des Glaubens

Am 24. März 1980 wurde Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador, am Altar erschossen. Er wurde zum Schweigen gebracht, weil er wirtschaftliche Ausbeutung, Rechtlosigkeit und Unterdrückung in El Salvador nicht hinnahm. Mit seiner Option für die Armen stellte er sich gegen das von den Herrschenden begangene Unrecht. Wir dokumentieren einen Vortrag von Oscar A. Romero, den er am 2. Februar 1980, also wenige Wochen vor seiner Ermordung, anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an ihn im belgischen Löwen hielt. (mehr...)