Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Kirchen und Frieden

28. August 2004

Sonntagspredigten - Montagsgebete - Montagsdemonstrationen

Werner Dierlamm wünscht sich, dass sich die ganze Kirche in einem Geist hinter die Montagsdemonstrationen in Deutschland stellen würde! Er meint “Altar und Straße”, “Kontemplation und Aktion” gehören zusammen. Christen kommen nicht darum herum, Partei zu ergreifen. Auch wenn sie alles, was sich in diesem Herbst 2004 noch abspielen mag, ignorieren und sich da ganz “heraushalten”, ergreifen sie Partei für das Nichtstun. Die Sonntagspredigten würden den Montagsdemonstrationen vorausgehen. Exemplarisch versucht Werner Dielamm in wenigen Gedanken zu den Predigttexten der kommenden vier Sonntage, einen Zusammenhang mit den zu erwartenden Montagsdemonstrationen herzustellen. (mehr...)


21. August 2004

Mit Gott für Kaiser und Vaterland? Der erste Weltkrieg, wie Christen ihn erlebt und gedeutet haben

Der Beginn des Ersten Weltkriegs jährt sich in diesem August zum 90. Mal. Die europäischen Nationen stürzten sich mit unvorstellbarer Begeisterung in den Kampf. Eine Art Taumel erfasste die Menschen. Und wie verhielten sich die Christen in England, Frankreich und Deutschland, in Russland und Österreich dazu? Markus Baum zeigt in seinem Rundfunkbeitrag: sie taumelten mit. Zigtausende bekennende Christen meldeten sich freiwillig zu den Waffen. Nur ganz wenige Christen haben sich dem patriotischen Fieber entziehen können. Und nur einzelne haben offen gegen die Verherrlichung des Krieges Stellung bezogen. (mehr...)


11. März 2004

Religion verursacht Zweifel an paraguayischer Truppenstationierung in den Irak

Die Aufforderung, paraguayische Truppen in den Irak zu schicken, bringt die Regierung angesichts des offenen Drucks der Vereinigten Staaten in eine unbequeme Situation. Präsident Nicanor Duarte Frutos zeigt sich unentschlossen. Ein Grund dürfte die Furcht wegen möglicher Todesopfer unter paraguayischen Soldaten in einer immer noch gefährlichen Region sein. Zudem spielt der religiöse Glauben des Präsidenten eine Rolle, welcher dadurch charakterisiert ist, dass er alle Formen der Gewalt und des Waffendienstes ablehnt. (mehr...)


02. Februar 2004

Diskussionsprozess zu CA 16 im Rahmen der Dekade "Gewalt überwinden"

Die CA 16 ist ein Teil der Lutherischen Bekenntnisschriften. In ihrer Wirkungsgeschichte hat sie zur Verfolgung von Pazifisten und Täufern durch die evangelischen Kirchen beigetragen und ist immer wieder benutzt worden, um in zweifelhafter Weise staatliche Gewalt theologisch zu legitimieren. In der Dekade zur Überwindung der Gewalt reflektieren die Kirchen auch ihre eigenen Verstrickungen in die Entstehung und Legitimation von Gewalt. Hier werden ein Aufruf des Internationalen Versöhnungsbundes - Deutscher Zweig zur Revision von CA 16 und weitere Vorschläge dokumentiert. (mehr...)


01. Februar 2004

Gewalt überwinden - Verdammung der Gewaltfreiheit beenden!

Der Katholik Thomas Nauerth entdeckt in einem protestantischen Gesangbuch als evangelischen Bekenntnistext die Aussage, “dass Christen ohne Sünde Übeltäter mit dem Schwert bestrafen, rechtmäßig Kriege führen und in ihnen mitstreiten können”, und weiter: “…Hiermit werden verdammt, die lehren, dass das oben Angezeigte unchristlich sei.” (CA 16). (mehr...)


23. Januar 2004

Wird Friede wirklich ernsthaft gewollt?

Politische Führer, die sich für den Krieg aussprechen, verkünden auf der anderen Seite oft ihre Sehnsucht nach Frieden. Sie sagen, daß sie leider dazu genötigt sind Krieg zu führen, weil sie keine anderen Alternativen mehr sehen. Können wir denen vertrauen, die rufen "Friede, Friede, aber zuerst müssen wir deswegen Krieg führen"? Ron Kraybill, US-Amerikaner, Jurist, Mediator und Mitglied der Mennoniten, beschreibt vier Möglichkeiten, mit denen sie unser Vertrauen gewinnen könnten. (mehr...)


10. Januar 2004

Annäherung an eine Kultur der Gewaltfreiheit durch Religion

In einem Vortrag bei der 20. Internationalen Sommerakademie des Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK), Burg Schlaining, im Sommer 2003 geht Hildegard Goss-Mayr im ersten Teil den Wurzeln, Konzepten und Kraftquellen des Religösen für Gewaltbewältigung und Friedenswirken in der Geschichte nach. Im 2. Teil kommt sie auf den Beitrag der Religionen zur Annäherung an eine Kultur der Gewaltfreiheit in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sprechen. (mehr...)


16. Dezember 2003

Die Weihnachtsbotschaft vom "Frieden auf Erden" will die Hoffnungslosigkeit und Resignation überwinden

Pfr. Dr. Konrad Raiser, der nach 11 Jahren als Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) Ende Dezember 2003 aus dem Amt scheidet, hat sich bereits zu Beginn dieses Jahres entschieden gegen die von den USA angeführte militärische Invasion des Irak und für eine friedliche Lösung dieses Konflikts gewandt. Gemeinsam mit dem ÖRK war und ist er überzeugt, dass "Kriege nicht gewonnen werden können, nur der Frieden".
Nun spricht der scheidende Generalsekretär in seiner Weihnachtsbotschaft davon, wie eng Frieden und Gerechtigkeit mit dem Evangelium verbunden sind, und er warnt vor der Bedrohung unserer Welt durch andere, weniger sichtbare Gefahren, insbesondere HIV/AIDS. (mehr...)


09. Dezember 2003

Friedliche Stimme der Vernunft? Nachtrag zu Stellungnahmen christlicher Kirchen zum Irak-Konflikt

Albert Fuchs setzt sich mit repräsentativen Stellungnahmen christlicher Kirchen zum Irak-Konflikt auseinander. Aus seiner Sicht wurde die Gelegenheit verpasst, einen gesetzlichen Gewissensschutz auch bei bedingter Militärdienstverweigerung einzufordern und (damit) größere friedenspolitische Unabhängigkeit von Staat und Regierungen zu praktizieren. Es wurde auch unterlassen, militärisches “Friedenschaffen” zumindest perspektivisch grundsätzlich zu problematisieren und Alternativen zu thematisieren. (mehr...)


03. Dezember 2003

Gewaltfreiheit als Voraussetzung für Frieden

Hildegard Goss-Mayr aus Wien hat - mit ihrem (inzwischen verstorbenen) Mann Jean - in ihren weltweiten Kontakten und Begegnungen mit den Opfern der Gewalt - aber auch mit Tätern - diese dazu gebracht, nicht zu resignieren sondern gemeinsam gewaltfreie Alternativen zu entwickeln und zu praktizieren. Vor 50 Jahren hat sie den “Österreichischen Versöhnungsbund” reaktiviert und jahrelang den IVB geleitet. Bei aller Betonung der Entscheidung des Einzelnen gegen Gewalt setzte sie sich schon 1968 - in ihrem ersten Buch - am Beispiel Lateinamerikas auch mit der strukturellen globalisierten Gewalt der Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Militär - im Kleinen wie auch global - auseinander. Strukturen der Macht, die auch heute noch ungebrochen erscheinen. (mehr...)