Naher und Mittlerer Osten
25. Oktober 2014
Uri Avnery: Muhammad, wo bist du?Es klingt wie ein Witz, aber es ist keiner. Am Vorabend des jüdischen Neujahrfestes vor einem Monat veröffentlichte das Statistikamt der Regierung eine Reihe interessanter Punkte über die Bevölkerung des Staates. Es sollte ein Geschenk für die Bürger sein. Die Bevölkerung wächst, sie wird reicher und ist zufrieden. Einer der Punkte führt die beliebtesten Namen auf, die den Neugeborenen im letzten Jahr gegeben worden sind. Als die Statistiker die Ergebnisse sahen, waren sie verblüfft. Es stellte sich heraus, dass der Name, der den ersten Platz auf der Liste belegte, Muhammad war. Von Uri Avnery. (mehr...) 23. Oktober 2014 Anti-Terror-Kriege: Die NATO und der innere FeindDie Spannungen zwischen der Türkei und den restlichen Staaten des Nordatlantikpakts zeigt vor allem eines: Das Bündnis hat sich überlebt. Von Lutz Herden. (mehr...) 20. Oktober 2014 Internationale Diplomatie: UN-Truppen gegen IS?Westliche Regierungen erklären eine Einigung mit Russland und China über ein UN-Mandat für aussichtslos. Das könnte eine Fehleinschätzung sein. Von Andreas Zumach. (mehr...) 18. Oktober 2014 Aufruf an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Heben Sie bitte das PKK-Verbot auf!"Heben Sie bitte das PKK-Verbot auf!" - Anlässlich des drohenden Völkermordes an der kurdischen Bevölkerung in Kubane haben Eckart Spoo, Mohssen Massarrat, Laura von Wimmersperg, Norman Paech, Reiner Braun, Andreas Buro, Ulrich Gottstein, Werner Ruf und Peter Strutynski mit dieser Forderung einen Aufruf an Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst. Die Initiatoren sammeln für diese Petition Unterschriften. (mehr...) 18. Oktober 2014 Uri Avnery: Angemessener RespektWenn das britische Parlament eine Resolution zugunsten der israelischen Besetzung des Westjordanlandes angenommen hätte, wäre die Reaktion in unseren Medien die folgende gewesen: "In einer Atmosphäre großer Begeisterung nahm das britische Parlament mit riesiger Mehrheit (274 dafür und nur 12 dagegen) einen pro-israelischen Antrag an ... Mehr als die übliche Hälfte der Sitze war besetzt ... die Gegner Israels versteckten sich und wagten es nicht, dagegen zu stimmen ..." Nur leider stimmte das britische Parlament in dieser Woche über eine pro-palästinensische Resolution ab. Von Uri Avnery. (mehr...) 17. Oktober 2014 Bischof Algermissen: Den nicht-militärischen Kampf ernster nehmenAufruf des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, zur Ökumenischen FriedensDekade vom 9. bis 19. November 2014. (mehr...) 14. Oktober 2014 Andreas Buro: Die zynische Politik Ankaras im Kampf um KobaneFür die sunnitischen Kurden in Kobane wird anscheinend ein Völkermord vorbereitet und niemand kommt wirklich zu Hilfe. Kobane ist die Stadt, auf die sunnitische Kämpfer des IS einstürmen, in der Kurden sich verzweifelt wehren, US-Bomber Raketen abschießen, türkische Panzer in Habt-acht-Stellung an der Grenze postiert sind und wo es um eine grundsätzliche Orientierung der Türkei zu der kurdischen Bevölkerung im eigenen Lande und darüber hinaus geht. Kobane ist eine wichtige Stadt in der Kette der kurdischen Siedlungsgebiete in Syrien an der türkischen Grenze. Sie bilden zusammen das autonome Rojava, das sich als ein multikulturelles, demokratisches Gebiet innerhalb Syriens versteht. Kommentar von Andreas Buro. (mehr...) 11. Oktober 2014 Uri Avnery: Kreuzfahrer und ZionistenNeuerdings treten die Wörter "Kreuzfahrer" und "Zionisten" immer häufiger als Zwillinge auf. In einer Dokumentation über ISIS, die ich eben gesehen habe, tauchten sie in fast jedem Satz auf, der von islamistischen Kämpfern, darunter auch Jugendlichen, geäußert wurde. Vor ungefähr sechzig Jahren habe ich einen Artikel mit eben diesem Titel geschrieben: "Kreuzfahrer und Zionisten". Vielleicht war er überhaupt der erste über dieses Thema. Von Uri Avnery. (mehr...) 10. Oktober 2014 Gaza öffnen!Die Nahost-Kommission der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi - Deutsche Sektion sieht bei Erhalt des Status Quo eine Friedenslösung für Israel und Palästina gefährdet und fordert die Bundesregierung und die Parteien im Deutschen Bundestag auf, sich nachdrücklich für einen dauerhaften Waffenstillstand und für eine Öffnung des Gazastreifens einzusetzen. (mehr...) 04. Oktober 2014 Uri Avnery: Zwei RedenWenn ich zwischen den beiden Redner-Gladiatoren wählen könnte, wäre es mir lieber, wenn Mahmoud Abbas Israel und Netanjahu die andere Seite vertreten würde. Abbas stand fast bewegungslos und verlas seine Rede (in Arabisch) mit ruhiger Würde. Keine Kunstgriffe. Netanyahu wandte alle Tricks an, die in Anfängerkursen für Reden in der Öffentlichkeit gelehrt werden. Er drehte seinen Kopf nach allen Regeln der Kunst von links nach rechts und zurück, streckte die Arme aus und hob und senkte die Stimme auf überzeugende Weise. An einer Stelle brachte er die obligatorische visuelle Überraschung. Von Uri Avnery. (mehr...) |
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