Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Friedensarbeit

04. Juni 2015

Werner Dierlamm: Offener Brief an Landesbischof July

Heute sind alle Voraussetzungen für einen Dritten Weltkrieg oder Weltbürgerkrieg, ja für den Untergang der Menschheit, auch durch kriegerische Gewalt, gegeben. Es ist vermessen, diese ständig drohende Möglichkeit zu ignorieren. Bei der Eröffnung des Kirchentags in Stuttgart hat die evangelische Kirche ihren Auftrag verfehlt. Sie soll ihre politische Verantwortung im Gegenüber zu den staatlichen Mächten wahrnehmen. Nicht die Huldigung an die Staatsmacht, sondern die dringende Warnung, einen verhängnisvollen Weg fortzusetzen, ist das Gebot der Stunde. Von Werner Dierlamm. (mehr...)


12. Mai 2015

EAK: Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat zum "Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung" (15. Mai) die Bedeutung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung betont. "Auch wenn in Deutschland mittlerweile die Wehrpflicht ausgesetzt ist, bleibt das Thema nach wie vor hochaktuell", unterstreicht der EAK-Bundesvorsitzende Dr. Christoph Münchow. (mehr...)


04. Mai 2015

Wolfgang Borchert: Dann gibt es nur eins !

Dann gibt es nur eins! ist einer der bekanntesten Prosatexte des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert. Er entstand als seine letzte Arbeit wenige Wochen vor seinem Tod am 20. November 1947 und wurde an Borcherts Todestag das erste Mal im Rundfunk vorgetragen. Der nachgelassene Text gilt als Borcherts Vermächtnis, in dem der Schriftsteller noch einmal den Krieg als beherrschendes Motiv seines Werkes thematisierte und seine Mitmenschen in der Form eines Manifests aufforderte, die Teilnahme an künftigen Kriegen zu verweigern. (mehr...)


05. April 2015

Clemens Ronnefeldt: "Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation - Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden"

Clemens Ronnefeldt setzt sich in seiner Rede beim Münchner Ostermarsch zunächst mit grundlegenden Fragen auseinander: Wie wollen wir auf diesem einen Planeten mit begrenzten Ressourcen so leben, dass die Grundbedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können? Und wie können wir gemeinsam das kapitalistische Wirtschaftssystem überwinden, das mit seinem Postulat des unbegrenzten Wirtschaftswachstums und seinem Zins-System offenbar zwangsläufig zu Ungerechtigkeit, Gewalt und Krieg führt? Im zweiten Teil seiner Rede geht es um "Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation". Dabei setzt er sich mit dem Ukraine-Konflikt, den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten auseinander und für die Notwendigkeit aus, der wachsenden Militarisierung in Deutschland entgegen zu treten und aktiv Frieden zu gestalten. (mehr...)


21. März 2015

"70 Jahre danach: Massenmorde an Zwangsarbeitern im Sauerland"

Insgesamt 208 unschuldige Menschen aus der Sowjetunion und Polen wurden zwischen dem 20. und 22 März im Raum Meschede/Warstein von deutschen Soldaten ermordet. Die willkürlich ausgewählten Opfer waren weibliche und männliche Zwangsarbeiter sowie zwei Kleinkinder. Zu diesem Kriegsendphase-Verbrechen im Sauerland ist jetzt in der Internetreihe des Christine-Koch-Archivs am Museum Eslohe eine 216 Seiten starke Publikation erschienen. Diese Gemeinschaftsarbeit kann jeder kostenlos im Netz abrufen. (mehr...)


12. März 2015

Lebenshaus Schwäbische Alb: Verbindung zwischen globaler Sichtweise und konkretem Handeln vor Ort wichtig

Michael Schmid geht in der Einleitung des Lebenshaus-Rundbriefs Nr. 84 unter anderem auf die Abwehrhaltung gegenüber Flüchtlingen und das erschreckend hohe Ausmaß an flüchtlingsfeindlicher Hetze und Gewalt ein. Und auf die andere Tatsache, nämlich dass in sehr vielen Orten Flüchtlinge willkommen geheißen werden. Ebenfalls thematisiert wird das neue atomare Wettrüsten sowie der Klimawandel, die das Leben auf der Erde in einem neuen Ausmaß bedrohen. (mehr...)


06. März 2015

"Politik: Das Leben zum Guten wenden"

Im neoliberalistischen Kriegszeitalter hat man der jungen Generation eingeimpft, Pazifisten wären passive "Weicheier" und sentimentale Träumer. Seit geraumer Zeit versucht Peter Bürger, über heimatgeschichtliche Beiträge für den nahen Raum wieder andere Zugänge zu den Friedensarbeiterinnen und Friedensarbeitern freizulegen (global-lokal). Hier zeigt sich, dass pazifistische Nonkonformisten schon zu Beginn der Weimarer Republik als einsam dastehende Realisten vor der braunen Gefahr, dem Rassenhass und einem neuen Krieg gewarnt haben. Während sich dann eine große Mehrheit 1933 feige den Mitläufern (und Tätern) zugesellte, bewiesen insbesondere viele Pazifisten Standvermögen und Mut. Gar nicht untypisch ist auch die nachfolgend von Peter Bürger vorgestellte Biographie der streitbaren katholischen Pazifistin Irmgard Rode (1911-1989), die jetzt im Internet erschienen ist. (mehr...)


21. Februar 2015

Militär: Entwürdigung als System

Das Militär dient meist destruktiven Zwecken, etwa der Profitmaximierung oder Machtinteressen; zum "Ausgleich" bedient es sich destruktiver Mittel: der Demütigung von Soldaten. Um das Töten der "Feinde" zu perfektionieren, tötet man in den "Freunden", also den eignen Leuten, Mitgefühl, Würde und geistige Eigenständigkeit systematisch ab. Vielleicht, weil gebrochene Menschen auch im Zivilleben die gewünschten Bürgertugenden mitbringen. Dieser Aspekt der disziplinierenden und deformierenden Wirkung des Militärs nach innen wird in Diskussionen um Krieg und Frieden zu wenig gesehen. Von Roland Rottenfußer. (mehr...)


11. Februar 2015

Verwaltungsgericht Koblenz betont die Bedeutung des Grundrechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit

Mit deutlichen Worten stärkt das Verwaltungsgericht Koblenz das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und erklärt das Verbot eines atomwaffenkritischen Flugblattes für rechtswidrig. Hintergrund der Entscheidung ist ein Flugblatt des Heidelberger Atomwaffengegners Hermann Theisen, womit dieser die Bundeswehrsoldaten des Atomwaffenlagers Büchel im vergangenen Jahr während einer angemeldeten Kundgebung aufgefordert hatte, die Öffentlichkeit über die geplante Modernisierung von Atomwaffen zu informieren. Die Kreisverwaltung Cochem-Zell verbot die Verteilung des Flugblattes, weil die Soldaten damit zum Geheimnisverrat aufgefordert worden seien. (mehr...)


08. Februar 2015

Charlie Hebdo, der Westen und alle Übrigen

Die Tötungen beim Charlie-Hebdo-Magazin und die damit verbundenen Todesfälle in einem jüdischen Supermarkt in Paris waren für alle Beteiligten eine Tragödie. Niemand hat verdient, wegen seines säkularen oder religiösen Glaubens getötet zu werden. Es überrascht nicht, dass es in Frankreich und an vielen anderen Orten in aller Welt eine derartige Welle des Abscheus und Widerwillens und der Unterstützung der freien Meinungsäußerung gegeben hat. Wir sagen, es überrascht nicht, dass es eine derartige Reaktion gab. Dann sollten uns aber auch muslimische und arabische Reaktionen auf ähnliche Tötungen nicht überraschen, Tötungen, die der Westen, besonders die USA und manchmal Britannien, regelmäßig durch Drohnenangriffe und auf andere Weise, nämlich in den neuesten Kriegen, durchführt. Von Rob Fairmichael. (mehr...)