USA - Nordamerika
29. Mai 2010
Uri Avnery: Ein Tag im NovemberRahm Emanuel ist anscheinend der von israelischen Führern am meisten gehasste Amerikaner. Er wird als der gefährlichste Gegner der Netanyahu-Regierung im Weißen Haus angesehen. Hinter geschlossenen Türen überschütten sie ihn - wenn man den Medien glauben soll - mit antisemitischen Schimpfwörtern. "Judenjunge" ist eines davon. Nach zionistischem Jargon ist er ein "selbsthassender Jude". Und siehe da, hier bummelt er in kurzen Hosen in Galiläa herum. (mehr...) 28. Mai 2010 Sanktionen spalten SicherheitsratIm New Yorker UN-Sitz steht eine vierte Sanktionsresolution gegen den Iran zur Abstimmung. Aber nicht alle Mitglieder halten das für eine gute Idee. Aus ihrer Sicht gibt es eine bessere Alternative: Den von Brasilien und der Türkei vermittelt Deal vom 17. Mai über die Auslagerung der umstrittenen iranischen Urananreicherung. Ist das nun ein Durchbruch zu einer umfassenden Streitbeilegung oder nur ein cleveres Manöver um drohende Sanktionen abzuwenden? - die Meinungen sind gespalten. Zwar beteuert Teheran unermüdlich, dass es sein Atomprogramm ausschließlich zu friedlichen Zwecken nutzt. Im Westen aber wird befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen entwickelt. Von Wolfgang Kötter. (mehr...) 26. Mai 2010 Noam Chomsky erhielt den Erich-Fromm-Preis 2010 in Stuttgart"Für sein Lebenswerk als Wissenschaftler, vor allem aber für sein unbeirrtes Eintreten für ein humanistisches und demokratisches Denken" verlieh die Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft den von ungenannten Spendern mit 10.000 Euro dotierten Erich-Fromm-Preis 2010 an Noam Chomsky. (mehr...) 24. Mai 2010 Einreise verweigert: Israel hindert Noam Chomsky an der Einreise in die WestbankAm Sonntagnachmittag (16.5.) wurde Noam Chomsky von israelischen Wachposten die Einreise in die Westbank verweigert. Von Jordanien aus wollte er am Grenzübergang bei der Allenby-Brücke ins Westjordanland einreisen. Nachdem sie ihn mehr als drei Stunden verhört hatten, stempelten die Israelis in Chomskys Pass den Vermerk: 'Einreise verweigert'. Geplant waren Vorträge an der Bir-Zeit-Universität (nahe Ramallah). Außerdem wollte sich Chomsky mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad treffen. Noam Chomsky im Gespräch mit Democracy Now! (mehr...) 18. Mai 2010 Vertreibung aus dem IrakDie Zahl 202 ist eine der beschämendsten dieses Jahrzehnts. Sie benennt die Gesamtzahl der Flüchtlinge aus dem Irak, die von den USA bis Ende 2006 ins Land gelassen worden sind. Die Regeln, die Paragrafen über die Zulassung irakischer Flüchtlinge waren unerbittlich, auch in anderen Staaten aus der "Koalition der Willigen", die zusammen mit den USA seit März 2003 Krieg gegen den Irak führten. Von Karl Grobe. (mehr...) 13. Mai 2010 Washington bleibt gut geöltKurz vor der Katastrophe im Golf von Mexiko hatte Präsident Obama bestimmte küstennahe Gewässer für Ölbohrungen freigegeben. Begründung: die Plattformen seien sicher. Von Konrad Ege. (mehr...) 11. Mai 2010 Interview mit der afghanischen Friedensaktivistin Malalai Dschoja (Joya)Malalai Dschoja, die afghanische Aktivistin und ehemalige Abgeordnete des Afghanischen Parlamentes nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie zählt zu den lautesten Gegnern des Krieges der USA und der Nato in Afghanistan. In einem aktuellen Artikel forderte sie die USA auf: "Hört auf, meine Leute zu töten". Vor nahezu drei Jahren wurde Dschoja aus dem Afghanischen Parlament ausgeschlossen, weil sie die Herrschaft der Warlords angeprangert hatte. Seither muss sie um ihr Leben fürchten. In der vergangenen Woche setzte das TIME Magazine Dschoja auf seine Liste der 100 einflussreichsten Personen des Jahres 2010, unterschlägt aber ihre Botschaft. Von Sonali Kolhatkar. (mehr...) 16. April 2010 Wenig Abrüstung, viel ModernisierungDie Zukunft der atomaren Waffen, die nukleare Abrüstung und Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt beherrschten die Schlagzeilen der vergangenen Woche. Analysiert man den neuen Start-Vertrag und Obamas Konzept für die Nuklearpolitik seiner Regierung, den Nuclear Posture Review (NPR), so zeigt sich: Barack Obama zahlt einen hohen Preis, um erste Trippelschritte zu einer atomwaffenfreien Welt durchsetzen zu können. Die Innenpolitik diktiert seinen Handlungsspielraum. Von Otfried Nassauer (mehr...) 11. April 2010 "Russland und die USA tricksen beim Zählen"Seit drei Tagen gibt es eine neue US-Atomstrategie, seit gestern einen neuen Start-Abrüstungsvertrag. Dennoch ist der Sicherheitsexperte Otfried Nassauer vom Informationszentrum Bits in Berlin nur mäßig begeistert. (mehr...) 11. April 2010 Daniel Berrigan: Ein Blick zurück in DankbarkeitDaniel Berrigan ist Jesuit, der durch die spektakulären Aktionen gegen den Vietnamkrieg bekannt wurde. Am 17. Mai 1968 hat er zusammen mit seinem Bruder Philip Einberufungsbescheide für das Militär verbrannt. Seitdem kämpft er gegen Armut und Gewalt, schreibt Bücher, unterrichtet an Universitäten und organisiert Seminare. Er ist innerhalb der katholischen Kirche in den USA eine der wichtigsten pazifistischen Stimmen. George M. Anderson, S.J. hat sich mit Daniel Berrigan über dessen Leben unterhalten. |
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