Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Friedensbewegung, Geschichte

09. Oktober 2021

40 Jahre Hofgarten-Demonstration: "Friedensbewegung hat Weg für Atomwaffenverbotsvertrag geebnet"

Es war die bis zu diesem Zeitpunkt größte Demonstration, die die Bundesrepublik Deutschland erlebt hatte. Am 10. Oktober 1981 kamen rund 300.000 Menschen im Bonner Hofgarten zusammen, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Sie stand unter dem Motto: "Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen". Veranstalter waren die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). "Diese Demonstration war ein großes Signal für den Frieden in einer Zeit, die viele Menschen bewegt hat und bis heute noch prägt", so Christine Busch, die AGDF-Vorsitzende. "Das war ein überzeugendes und wichtiges Zeichen, dass eine atomare Aufrüstung nicht gewollt und eine weitere Eskalation des Ost-West-Konflikts von den Menschen abgelehnt wurde", ist sie überzeugt. (mehr...)


09. August 2021

"In 76 Jahren atomarer Rüstung stand Weltgemeinschaft mehr als einmal vor der völligen Zerstörung"

Rund 35 Menschen nahmen am 6. August 2021 in Gammertingen an einer Kundgebung mit dem Titel "76 Jahre Hiroshima und Nagasaki mahnen: Unsere Stimme für das Atomwaffenverbot!" teil. Bei der Veranstaltung von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. spann Michael Schmid in einer Rede, die wir nachfolgend dokumentieren, den Bogen über einen Rückblick auf die Atomwaffenpolitik der vergangenen Jahrzehnte seit 1945, den damit verbundenen Gefahren der Vernichtung alles menschlichen Lebens, hin zur äußerst brisanten aktuellen Situation. (mehr...)


19. Juli 2021

Vorauseilende Gleichschaltung

Die Ablehnung des Inserates von Georg Friedrich Nicolais Schrift "Sechs Tatsachen als Grundlage zur Beurteilung der heutigen Machtpolitik" (1919) durch die Redaktion des Börsenblattes war begleitet von einer Hetze der Alldeutschen Blätter gegen den Freien Verlag und Hugo Ball, seinen literarischen Leiter. Nicht besser erging es einem weiteren bedeutenden Kritiker der kaiserlichen Kriegsverursachung und -politik, der ebenfalls 1919 ins Fadenkreuz der "Zentralstelle des deutschen Buchhandels" geriet. Es handelt sich um Richard Grelling, wie Nicolai eine herausragende Persönlichkeit im Kampf gegen das nationalistisch-militaristische Deutschland vor und während des Ersten Weltkrieges sowie in den Jahren danach. Grelling ist seit 1915 bis zu seinem Tode im Jahre 1929 der deutschland- und weltweit beste Kenner der Julikrise und Kriegsschuldfrage 1914 gewesen. Von Helmut Donat. (mehr...)


25. Februar 2021

"Widerstand gegen den Krieg – Kriegsdienste verweigern!"

Die 1921 in den Niederlanden gegründete War Resisters‘ International (WRI) feiert bald ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen e.V. (IDK) – eine deutsche Sektion der WRI – im März ein Heft mit Beiträgen zur Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus und Pazifismus. Vorab drucken wir einen Artikel Gernot Lennerts aus diesem Heft, der an die jüngere Geschichte der WRI erinnert. Außerdem berichtet er über die Erweiterung der Organisation in den letzten Jahrzehnten und ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte. (mehr...)


12. November 2020

Film: Die Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983

"Die Menschenkette ist geschlossen!" meldet der Südwestfunk am 22. Oktober 1983 um 13 Uhr. Man hört Jubel, die Stimmung ist euphorisch. 400 000 Menschen fassen sich an diesem strahlenden Herbsttag an den Händen. Zwischen Stuttgart und Neu-Ulm bilden sie die damals "längste Menschenkette aller Zeiten" und protestieren so gegen die geplante Stationierung nuklearer Mittelstreckenraketen in Neu-Ulm, Mutlangen und Heilbronn. Der Film von Katharina Prokopy stellt Menschen aus dem Südwesten vor, die damals trotz vieler Unwägbarkeiten und mit großem Enthusiasmus die Friedenskundgebung organisierten. (mehr...)


21. Oktober 2020

Thomas Felder: "Von Wegen, die nicht amtlich ausgeschildert sind"

In einem Vortrag bei der 8.Tagung des Lebenshauses Schwäbische Alb "'We shall overcome!'. Gewaltfrei für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht" am 17.10.2020 in Gammertingen ließ Thomas Felder die Anwesenden zunächst teilhaben an eigenen Schlüsselerlebnissen, die ihn noch heute motivieren, sich zu engagieren. Es waren dann zumeist regionale Bezüge, die ihn drängten, sich einzumischen, wie z.B. die atomaren Kurzstreckenraketen bei Großengstingen, der Truppenübungsplatz Münsingen, das Schicksal der in KZs ermordeten jüdischen Bevölkerung von Buttenhausen und vieles andere mehr. In seinem Beitrag mit dem Titel "Von Wegen, die nicht amtlich ausgeschildert sind" vermittelte er anschaulich, wie es ihm dabei immer wieder gelungen sei, seine musikalischen und künstlerischen Ambitionen mit dem jeweiligen politischen Anliegen zu verbinden. (mehr...)


13. Juni 2020

Erinnerung an Rosa Parks

Aus aktuellem Anlass erinnern wir mit einem Artikel von Clayborne Carson vom Dezember 2005 an Rosa Parks. Mit Rosa Parks ist am 24.10.2005 eine prägende Figur der gewaltfreien Bürgerrechtsbewegung in den USA der fünfziger und sechziger Jahre gestorben. Clayborne Carson, Herausgeber der Schriften von Martin Luther King und profunder Kenner der Bürgerrechtsbewegung, erinnert sich an seine erste persönliche Begegnung mit Rosa Parks und beschreibt ihren politischen Hintergrund. (mehr...)


12. Juni 2020

"Friedenshetzer" und Gegner des "Schwertglaubens", Europäer und Armenienfreund

Christliche Theologen und Pfarrer waren im 19. und 20. Jahrhundert oft tatkräftige Unterstützer von Militarismus und Nationalismus. Nicht so Otto Umfrid, ein Pazifist aus den Reihen der evangelischen Kirche, überzeugter Europäer und Armenien-Freund. Vor 100 Jahren starb der weitgehend vergessene Stuttgarter Stadtpfarrer. Von Helmut Donat. (mehr...)


25. Mai 2020

Otto Umfrid - als "Friedenshetzer" verspottet und verachtet

Otto Umfrid war zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein im In- und Ausland renommierter Pazifist und im Jahr 1914 sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der 1857 im württembergischen Nürtingen geborene evangelische Pfarrer widersetzte sich dem damaligen geistigen Klima der Aufrüstung vor dem Ersten Weltkrieg. Gedanken zum 100. Todestag am 23. Mai 2020. Von Michael Schmid. (mehr...)


25. Mai 2020

"Selig sind die Friedenstifter" - Zum 100. Todestag von Otto Umfrid am 23. Mai 2020

Otto Umfrid war Pfarrer an der Martinskirche und der Erlöserkirche in Stuttgart. Am 23. Mai 1920 ist er gestorben. Anlässlich seines 100. Todestages fand ein von Pfarrer i.R. Harald Wagner gestalteter Gedenkgottesdienst in der Erlöserkirche statt. In der Predigt wird Umfrids Friedenstheologie und Friedensarbeit thematisiert und gewürdigt. (mehr...)