Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Asien - Ozeanien

16. April 2005

Asiens Kraftfelder

Streit, Konflikt, Krieg erregen Aufsehen. Friedliche Annäherungen großer Mächte werden hingegen eher beiläufig, freundlich, auch freudig zur Kenntnis genommen. Das sich anbahnende neue Verständnis Indiens für China - und umgekehrt - ist ein Beispiel. Es gab Nachrichtenstoff für einen Tag her. Aber es enthält ein weltweit wirkendes Potential zur Veränderung, selbst wenn nicht alle Träume vom Zusammenwirken der beiden asiatischen Großstaaten wahr werden. Von Karl Grobe. (mehr...)


15. April 2005

Der Tiger springt

Am 30. April 2005 jährt sich zum 30. Mal das Ende des Vietnam-Krieges. Die ersten beiden Teile der deshalb in der Wochenzeitung FREITAG publizierten Textfolge galten den Jahren von der Teilung Vietnams 1955 bis zur legendären Tet-Offensive der Nationalen Befreiungsfront (FLN) Anfang 1968. Zu diesem Zeitpunkt bombardierte die US-Luftwaffe bereits das vierte Jahr über die Demokratische Republik Vietnam im Norden. Zugleich führten mehr als 600.000 GIs in Südvietnam einen Dschungelkrieg, der nicht zu gewinnen war. Ein Ausweg schien sich mit den Verhandlungen anzubieten, die ab Mai 1968 in Paris zwischen den USA und Südvietnam auf der einen, Nordvietnam und der FLN auf der anderen Seite geführt wurden. Von Lutz Herden. (mehr...)


12. April 2005

Indien und China legen Grenzstreit bei

Indien und China haben eine weitreichende strategische Zusammenarbeit vereinbart. Am 11.04.2005 unterzeichneten sie einen Grenzvertrag. In Indien und China lebt ein Drittel der Weltbevölkerung. Beide sind Atommächte. In beiden Staaten wächst die wirtschaftliche Kraft. Beide sind in den vergangenen vier Jahrzehnten aber stets Rivalen gewesen. 1962 führten sie sogar Krieg gegeneinander wegen der Grenzen am Himalaja, die sie aus dem kolonialen Zeitalter geerbt hatten. Der Grenzvertrag vom Montag legt nun die vermeintliche Konstante der chinesisch-indischen Gegnerschaft wohl zu den Akten. Von Karl Grobe. (mehr...)


01. April 2005

Das Jahr des Affen

Am 30. April 2005 jährt sich zum 30. Mal das Ende des Vietnam-Krieges. “Feindliche Übergriffe auf unsere Schiffe im Golf von Tonking haben mich veranlasst, den Streitkräften der Vereinigten Staaten den Befehl zu geben, sofort zurückzuschlagen”, erklärt Präsident Lyndon B. Johnson in einer Rede an die Nation am 4. August 1964. Eine Irreführung durch die Regierung in Washington. “Wir werden die Kommunisten in die Steinzeit zurückbomben”, gibt Luftwaffengeneral Curtis Le May zu verstehen, als er nach dem Ziel der Operation Rolling Thunder (Rollender Donner) gefragt wird. Der Vietnam-Krieg, Teil II, 1964-1968. Von Lutz Herden. (mehr...)


18. März 2005

Madame Nhu sprach von Barbecue

Am 30. April 2005 jähren sich zum 30. Mal das Ende des Vietnam-Krieges und der Niederlage der USA in Indochina. Daran zu erinnern, heißt auch, nach Parallelen zur US-Intervention im Irak zu fragen, auch wenn bei Vergleichen Vorsicht geboten ist. In Vietnam wurde vor dem Hintergrund einer bipolaren Weltordnung gekämpft. Die Wochenzeitung FREITAG hat mit einer Folge von Artikeln begonnen, die bis zum 30. April den Verlauf des Krieges und dessen Folgen in Erinnerung rufen sollen. Teil I beschäftigt sich mit den Jahren 1955 ? 1963. Von Lutz Herden. (mehr...)


14. März 2005

75. Jahrestag des berühmten Salzmarsches in Indien

Am 12. März 2005 haben sich hunderte von Anhängerinnen und Anhänger Mahatma Gandhis im indischen Ahmedabad versammelt, um sich von dort aus auf den Weg des Salzmarsches zu begeben. Am 12. März 1930 hatte Mahatma Gandhi gemeinsam mit einer Gruppe von 78 ausgesuchten Freiwilligen in Ahmedabad den berühmt gewordenen Salzmarsch begonnen. Am 6. April 1930 las Gandhi einen Klumpen Salz am Strand bei Dandi auf und brach damit gezielt das Salzgesetz, laut dem nur der Staat Salz herstellen durfte. Von Michael Schmid. (mehr...)


23. Februar 2005

Ende eines kalten Friedens

Außenministerin Rice verlieh der Volksrepublik Nordkorea den wenig schmeichelhaften Titel “Vorposten der Tyrannei” und deutete damit an, die USA seien weiterhin dazu entschlossen, auch diesen Teil “der Achse des Bösen” nicht aus den Augen zu lassen. Das isolierte Regime in Pjöngjang dürfte deshalb die nukleare Karte gespielt haben, um mit den USA auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Dabei erscheint es vom politischen Effekt her fast zweitrangig, ob tatsächlich ein Atomarsenal vorhanden ist, das eine “starke militärische Abschreckungskraft” besitzt. Von Rainer Werning. (mehr...)


04. Februar 2005

Lehren aus dem Tsunami

Gaia, die Gottheit Erde, konnte gar keinen besseren Zeitpunkt und Ort wählen, um uns Mitteilung von ihren verborgenen Kräften zu machen. Die Nachricht war klar und deutlich: Wir sind nur an zweiter Stelle Inder, Indonesier, Sri-Lanker, Schweden, Thailänder und Malediver - vor allem und am wichtigsten, sind wir alle miteinander Kinder dieser Erde, im gemeinsamen Schicksal konfrontiert mit einem Desaster und im gemeinsamen Streben nach Hilfe und zu Heilung. Eine gesellschaftliche “Entwicklung”, die ökologische Grenzen und Umweltschutz missachtet, kann nur zu unabsehbaren Zerstörungen führen. Von Vandana Shiva. (mehr...)


27. Januar 2005

Vergessen wir Burma nicht

Im 10. Jahr ihres Hausarrestes ist die Isolation von Aung San Suu Kyis perfekt. Aung San Suu Kyi bzw. ihre Partei, die National League for Democracy, errangen bei den Parlamentswahlen in Burma im Jahr 1990 82% der Parlamentssitze. Daraufhin hatte die Militärjunta zur Jagd auf die Sieger geblasen, sie eingesperrt, gefoltert und ermordet. Das Volk wurde zum großen Teil versklavt. Die Europäische Union - Verfechter der “Menschenrechte ‘when the price is right’ - betreibt gegenüber der burmesischen Junta eine schamlose Appeasement-Politik, offensichtlich mit Blick auf den großen asiatischen Markt. Von John Pilger. (mehr...)


14. Januar 2005

China: Das Ende der Viererbande

Die Tiere sollen es geahnt haben, die Menschen nicht. Von Küken im Hungerstreik, von panisch herumrennenden Mäusen und Wieseln und sogar von einem Goldfisch, der in Angst aus dem Aquarium sprang, berichteten Überlebende in Tangshan. Nachher. Vorher aber gab es keine Erdbebenwarnung für Menschen. Und hinterher tagelang in ganz China keine zuverlässige Nachricht. Erst viel später hieß es 242.419 Menschen seien gestorben. Nach unabhängigen Schätzungen lag die Zahl der Todesopfer bei 650.000 bis 1,5 Millionen. Von Karl Grobe. (mehr...)