Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Afrika

25. April 2005

Auf in den Sudan!

Am 22.04.2005 haben alle Fraktionen im Bundestag dem Einsatz von 75 deutschen Militärbeobachtern im Sudan zugestimmt. Noch vor der Abstimmung haben Tobias Pflüger und Jürgen Wagner dargelegt, dass Profitinteressen deutscher Konzerne den eigentlichen Grund für die Stationierung der Bundeswehrsoldaten im Sudan darstellen. Das “Friedensabkommen”, zu dessen Unterzeichnung Khartum nur unter massiven westlichen Drohungen, insbesondere von deutscher Seite, gezwungen werden konnte, wird fälschlicherweise als Meilenstein für die Beendigung des nun bereits 21 Jahre andauernden Bürgerkriegs gefeiert. (mehr...)


06. März 2005

Energie-Konzern Kerr-McGee soll Plünderung von Ressourcen in okkupierter Westsahara einstellen

Western Sahara Resource Watch (WSRW) startet eine Kampagne gegen den US-amerikanischen Energie-Konzern Kerr-McGee (KMG). Dieses Unternehmen beteiligt sich an der illegalen, ethisch nicht vertretbaren und politisch umstrittenen Plünderung von Kohlenwasserstoffen (Erdgas und Erdöl) in Gebieten der von Marokko okkupierten Westsahara. Die internationale Solidaritätsbewegung mit der Westsahara hat begonnen, von den 600 größten Aktionärsgesellschaften von Kerr-McGee - darunter auch 15 deutsche - zu verlangen, den umstrittenen Explorationsvertrag nicht über sein derzeitiges Ende, den 1. Mai 2005 zu verlängern. (mehr...)


26. Februar 2005

Gibt es denn im Kongo Friedensarbeit?

In den vergangenen Jahren sind weit über drei Millionen Menschen im östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo infolge von Krieg, Massakern, Hunger und Seuchen gestorben. In den meisten Orten ist inzwischen mehr oder weniger Frieden, und plötzlich kommen dann irgendwelche Milizen nach Kanyabayonga, um ein aktuelles Beispiel zu nehmen, und massakrieren die Bevölkerung, treiben zehntausende Menschen in die Flucht. Wo muss hier Friedensarbeit anfangen? Heinz Rothenpieler von Dialog International berichtet von einer Reise in den Kongo. (mehr...)


03. Januar 2005

Zwei Arten von Katastrophen

Die Welt hat sich schon verpflichtet, Milliarden für die verwüsteten Regionen in Südostasien zu geben. Wenn es sich um eine Naturkatastrophe handelt, zeigt die Welt eine größere Freigebigkeit und Bereitwilligkeit, als in Fällen, in denen Menschen die Katastrophe verursachen. Dabei starben weniger Menschen bei all den Erdbeben, die die Welt im 20. Jahrhundert getroffen haben, als in einem entfernten Krieg in Biafra und viel weniger als die Zahl derer in einem anderen unbeachteten Krieg im Kongo. Während niemand den Tsunami in Asien oder das Erdbeben im Iran hatte verhindern können, können Kriege verhindert oder gestoppt werden. Von Gideon Levy. (mehr...)


22. Dezember 2004

Wird die Elfenbeinküste zum nächsten Ruanda?

Die Kriege in Afrika sind brutal, fordern ständig neue Menschenleben und haben komplexe Entstehungsursachen. Linke und Libertäre wenden oft den Blick ab oder greifen auf schablonenhafte Erklärungen zurück, die den Realitäten oft nicht gerecht werden. Am Beispiel des gegenwärtigen Krieges in der Elfenbeinküste wird das deutlich. Dass Frankreich eine neokoloniale Politik betreibt, ist richtig. Als Erklärungsmuster allerdings reicht das nicht aus: es gibt auch eine Realität des kriegstreibenden ivorischen Rassismus und die Bereitschaft zum antiweißen Pogrom. Von Brother John. (mehr...)


11. Dezember 2004

Nikolaus - deutsche Fürsorge für Afrika mit "militärischen Konsequenzen"

Mit den Worten Jesu Christi (“Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan”) ruft der deutsche Bundespräsident zu “humanitäre(n) Interventionen” in Afrika auf. Teile des afrikanischen Kontinents befänden sich in einem Zustand, der an das vorchristliche Barbarentum erinnert. Hier gelte es “mutig” einzugreifen “und sich vor allem um die zu kümmern, denen es schlechter geht”. Vorbild deutscher Sittlichkeit und Fürsorge für Afrika sei “Sankt Martin, der den Mantel mit dem Bettler teilt, oder de® Heilige Nikolaus, der den Armen bringt, was sie brauchen.” (mehr...)


09. Dezember 2004

Eritreia: Selbst Schwangere werden rekrutiert

Im eritreischen Militär sind Folter und Vergewaltigung Alltag. Das berichten junge Deserteure, die aus dem afrikanischen Land geflohen sind und nun für eine asylrechtliche Anerkennung in Deutschland kämpfen. Zusammen haben sich jetzt die Deserteure erstmals an die Öffentlichkeit gewagt. Sie haben die Eritreische Antimilitaristische Initiative gegründet, fordern asylrechtlichen Schutz in Deutschland und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in ihrer Heimat. Unterstützt werden sie unter anderen von den Flüchtlingshilfeorganisationen Pro Asyl und Connection. (mehr...)


17. November 2004

Waffenhandel mit dem Sudan - Öl ins Feuer der Katastrophe in Darfur

Der Waffenhandel im und mit dem Sudan blüht. Ein neuer Bericht von amnesty international (ai) belegt Art und Herkunft der Waffen ebenso wie deren Einsatz bei Menschenrechtsverletzungen in Darfur. Demnach profitieren vom Handel mit Waffen zahlreiche Regierungen weltweit ebenso wie die sudanesische Regierung und die von ihr unterstützten Janjawid-Milizen. Leidtragende sind die Zivilisten der Krisenregion Darfur. Ein verbindliches und kontrolliertes Waffenembargo sei daher dringend nötig. Der Kölner Wissenschaftler und Afrika-Kenner Stefan Kröpelin zweifelt am behaupteten Ausmaß der Katastrophe in der Provinz Darfur. (mehr...)


02. November 2004

Tunesien - die vergessene Diktatur

Am 24. Oktober wurde Tunesiens Präsident Zine El Abidine Ben Ali wiedergewählt - mit 94,49 Prozent - ein Ergebnis, das an Nicolai Ceausescu erinnert. Die staatstragenden News-Medien der USA nahmen das Wahlergebnis kaum zur Kenntnis. Den meisten US-Medien war die Wahl allenfalls ein paar Zeilen wert, wenn überhaupt. Und über die vielen politischen Gefangenen wird überhaupt nichts gebracht. Laut eines Berichts von Human Rights Watch lag deren Zahl im Juli bei 500; diese Woche brachte Le Monde einen Report, in dem von 600 die Rede ist - Menschen, die unter Horrorbedingungen in Ben Alis Gefängnissen dahinvegetieren. Von Doug Ireland. (mehr...)


27. Oktober 2004

Kongo - höchste Zeit, den Opfern von Massenvergewaltigungen zu helfen!

Die beispiellosen Massenvergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) haben zum völligen Zusammenbruch des dortigen Gesundheitswesen geführt. In einem am 26.10.2004 veröffentlichten Bericht fordert amnesty international (ai) die provisorische Regierung der DRC und die internationale Gemeinschaft auf, mit einem Krisen-Sofortprogramm den Zehntausenden Vergewaltigungsopfern Zugang zu medizinischer Versorgung zu verschaffen. Zur Zeit sterben viele der Opfer an ihren Verletzungen, weil ihnen jegliche medizinische Betreuung fehlt. (mehr...)