Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Afrika

04. April 2006

Vulkanische Gegend in Afrika

Es begann am Tag der Unabhängigkeit - es begann mit dem Tod Patrice Lumumbas. Die Ermordung seines ersten Ministerpräsidenten lastet wie ein Schatten über dem Kongo. Seither blieb es dem Kongo verwehrt, so etwas wie eine nationale Identität zu finden. Es waren derer zu viele, die etwas davon hatten, dass es nie dazu kam. Von Lutz Herden. (mehr...)


26. März 2006

Neokolonialismus

Der Militäreinsatz im Kongo wird gegen jede Vernunft geplant. Offiziell geht es um Absicherung von Wahlen. 1 500 Soldaten sollen in das drittgrößte afrikanische Land mit dem autoritären Regime unter Joseph Kabila geschickt werden. Militärisch macht dieser Einsatz keinen Sinn. Verteidigungsminister Jung erklärt, warum er dennoch stattfinden soll: "Es geht auch um zentrale Sicherheitsinteressen unseres Landes! Wenn wir nicht dazu beitragen, den Unruheherd Kongo zu befrieden, werden wir mit einem großen Flüchtlingsproblem in ganz Europa zu tun bekommen." Und weiter: "Stabilität in der rohstoffreichen Region nützt auch der deutschen Wirtschaft." Von Tobias Pflüger. (mehr...)


26. März 2006

Langfristige Aufbauarbeit statt militärischem Aktionismus

Die aktuelle Debatte über einen EU-Militäreinsatz in der Demokratischen Republik Kongo lenkt die Aufmerksamkeit auf einen der schlimmsten Konflikte seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch die ungeheure Leidsituation eines ganzen Volkes wird auf die Fragestellung um das Für und Wider einer EU-Militärintervention eng geführt. Aber die Ziele einer nachhaltig angelegten Kongo-Solidarität sind durch den derzeit anvisierten zeitlich befristeten EU-Militäreinsatz unter deutscher Führung nicht zu ersetzen. Im Gegenteil: Sie drohen, konterkariert zu werden. Eine Stellungnahme der pax-christi-Kommission "Solidarität mit Zentralafrika" zur aktuellen Debatte um einen EU-Militäreinsatz in der DR Kongo. (mehr...)


04. November 2005

Nigerianisches Öl - Treibstoff für Verbrechen

Zehn Jahre nach der Hinrichtung Ken Saro-Wiwas und weiterer acht Menschenrechtsaktivisten in Nigeria leben die Menschen im ölreichen Niger-Delta sehr gefährlich, wenn sie gegen Ölfirmen protestieren oder verdächtigt werden, die Ölproduktion zu behindern. Die Ölproduktion im Niger-Delta ist begleitet von schweren Übergriffen durch Sicherheitskräfte. Ölfirmen machen sich mitschuldig. Weitere Folgen des Ölbooms: Umweltschäden, Krankheiten, Armut. (mehr...)


14. Oktober 2005

Geber, Gönner, Gläubiger

Uganda als dem viel beschworenen Musterland der “afrikanischen Wiedergeburt” wird eine Schlüsselrolle in der neuen Geopolitik auf dem Kontinent zugesprochen - sowohl im Konflikt zwischen Ruanda und Kongo als auch bei einer Befriedung des Sudan. Das ugandische Modell des Präsidenten Museveni hat einflussreiche Schirmherrn, die vorzugsweise in der US-Administration sitzen und es mit dem Souveränitätsbegriff nicht so genau nehmen. Von Rupprecht Podszun. (mehr...)


03. September 2005

Deutsche Sezessionshilfe im Sudan schürt den Bürgerkrieg

Seit der Sudan 1956 die Unabhängigkeit erlangte, befindet sich das Land nahezu permanent im Ausnahmezustand. Schon die Jahre 1963-1972 waren von blutigen Auseinandersetzungen geprägt, denen nach einer nur kurzen Zwischenphase von 1982 bis heute ein zweiter Bürgerkrieg folgte. Trotz der Tatsache, dass in Folge der Auseinandersetzungen etwa zwei Millionen SudanesInnen umkamen und wohl doppelt so viele vertrieben wurden, zeigte der Westen lange Zeit wenig bis kein Interesse, sich für eine Beilegung des Konfliktes einzusetzen. Nachdem im Sudan bedeutende Ölvorkommen gefunden wurden, hat sich dies aber insbesondere in Berlin und Washington geändert. Von Jürgen Wagner. (mehr...)


31. Juli 2005

Interessieren sich die USA jetzt für den Niger?

Jan Egeland ist der Hilfekoordinator der UN. In dieser Woche verlautete er, wenn nicht umgehend geholfen werden, verhungerten demnächst in Niger 150.000 Kinder. Die Trägheit der Welt sei eine Tragödie für sich, so Egeland. Hätten die reichen Nationen rechtzeitig auf die Krise reagiert, 1 Dollar am Tag wären ausreichend gewesen, die Unterernährung im Niger zu stoppen - inzwischen sind $80 am Tag nötig, so Egeland. Das Desinteresse der Reichen hat Egeland dünnhäutig gemacht. Von Derrick Z. Jackson. (mehr...)


30. Juni 2005

Wahrheit macht die Dinge gut

Seit 1988 hat sich Heinz Kimmerle mit afrikanischer Philosophie beschäftigt. Er vertritt einen unbedingt dialogischen Ansatz. Gemeinsam mit afrikanischen Kollegen befragt er traditionelle Weise zu Problemen, die in Afrika und in Europa das Denken stets beschäftigt haben, und vergleicht die Antworten und Lösungsangebote zu konkreten Lebensproblemen. Kimmerle ist Vertreter der Ethno-Philosophie, die davon ausgeht, dass auf europäische Fragen der Philosophie auch das traditionelle afrikanische Denken überraschende und aktuelle Antworten geben kann. Im Gespräch: Heinz Kimmerle über die Rolle von Gemeinschaft und Zeit in afrikanischer Philosophie. (mehr...)


12. Juni 2005

Minenfeld Angola

Nach 27 Jahren Bürgerkrieg ist Angola mehr denn je einem mörderischen Erbe ausgesetzt - Hunderttausende von Minen, die in nahezu allen Regionen von den ehemaligen Kombattanten verlegt worden sind. Neben Afghanistan und Kambodscha gilt Angola seit Jahren als eines der Länder, das von diesen heimtückischen Waffen teilweise flächendeckend verseucht ist. Das Survey Action Centers (SAC), eine amerikanische Nichtregierungsorganisation (NGO), zu deren Sponsoren die EU und die US-Regierung gehören, bildet zusammen mit sechs weiteren NGO das Rückgrat des nationalen Minenaktionsprogramms. Von Gaby Gottwald. (mehr...)


10. Juni 2005

Die Bauernopfer der Großmeister - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Es sind viele Wüsten, die Historiker seit 1945 hinsichtlich des Zweiten Weltkriegs hinterlassen haben. Als Kriegsschauplätze außerhalb Europas sind einer breiteren Öffentlichkeit neben Nordafrika lediglich Pearl Harbor auf Hawaii bekannt sowie die durch Atombomben zerstörten japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Warum tauchen die Kämpfe in Südostasien in den Rückblenden zum 60. Jahrestag so wenig auf wie die afrikanischen und lateinamerikanischen Soldaten, die auf Seiten der Alliierten halfen, Europa und Nordafrika vom nationalsozialistischen Terror zu befreien? Von Stephan Günther. (mehr...)