Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Pazifismus

19. März 2026

DRINGENDE Stellungnahme zur rechtswidrigen Festnahme und Freiheitsentziehung von Yurii Sheliazhenko ...

Die unterzeichnenden Organisationen sind schockiert über die heutige Festnahme und den Freiheitsentzug des Menschenrechtsverteidigers Yurii Sheliazhenko durch die ukrainischen Behörden in Kyjiw. Dies geschieht nur wenige Wochen nach einem gemeinsamen Appell an die Behörden, die Verfolgung von Kriegsdienstverweiger*innen einzustellen und die laufende Verfolgung von Herrn Sheliazhenko zu beenden. Nach den vorliegenden Informationen wurde Herr Sheliazhenko von Beamten der Polizei des Bezirks Petschersk in Kyjiw ohne ordnungsgemäße Rechtsgrundlage und unter Missachtung der nach ukrainischem Recht erforderlichen Verfahrensgarantien festgenommen. (mehr...)


14. März 2026

Pazifismus — wenn nicht jetzt, wann dann?

Das landläufige Bild von einem Pazifisten ist geprägt vom Eindruck der Schwäche, Nachgiebigkeit, Unterwürfigkeit. Stark wirkt der bewaffnete Soldat, besonders wenn er - inzwischen auch sie - in größerer Formation im Gleichschritt auftritt. Die Wirklichkeit ist umgekehrt: Die Stärke des Bewaffneten ist seine Waffe, nicht die Person. Hinzu kommt, dass er als Person einem fremden Willen unterworfen ist. Er/sie handelt auf Befehl. Den Gehorsam hat er/sie beim Dienstantritt gelobt oder gar geschworen. Auch unabhängig davon ist sein/ihr Denken nicht frei: Es ist von der Waffe dominiert. Der Pazifist dagegen behauptet sich selbst. Er/sie gehorcht nicht. In der Regel mussten die Pazifisten auch lernen, der Mehrheitsmeinung zu trotzen. Sie beziehen ihre Stärke nicht aus einer Waffe, sondern aus ihrer ganz eigenen Person. Thesen von Ullrich Hahn. (mehr...)


08. März 2026

Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandskämpferin Magda Trocmé

Die linke Friedensarbeiterin und Widerstandskämpferin Magda Trocmé, geb. Grilli di Cortona (1901-1996) zeichnete sich durch Mut und Freude an neuen Wegen aus. Sie war berufen zu einem sozialen und erzieherischen Engagement in Solidarität mit den am meisten benachteiligten Brüdern und Schwestern in der Menschheit. Nahezu ein ganzes Jahrhundert umfassen ihre Erinnerungen, geschrieben für den engen Kreis der Familie Trocmé, die Kinder und Enkel. 2017 und 2021 wurden sie in Frankreich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Theologe Prof. em. Gottfried Orth hat das Werk aus dem Französischen übersetzt und jetzt für die deutschsprachige Leserschaft neu herausgegeben. Es ist die bewegende Lektüre einer Italienerin russischer Herkunft, die Französin wurde; zugleich reflektiert diese Biographie die Geschichte Italiens und Frankreichs und nicht zuletzt durch ihre Reisen nach Indien und in die USA auch die Befreiung Indiens aus britischer Kolonialherrschaft und die Bürgerrechtsbewegung in den USA. Von Redaktion "edition pace". (mehr...)


12. Februar 2026

Geborgenheit und Frauenpower

Ein Interview von Bernd Drücke mit Helga, Katja und Clara Tempel über generationsübergreifende Solidarität, Utopien und Gewaltfreien Widerstand. (mehr...)


06. Februar 2026

"Den Krieg gründlich verlernen"

Bruno Kern (Jg. 1958), Theologe, Philosoph und freischaffender Autor mit öko-sozialistischem Hintergrund, kommt der allgegenwärtigen Kriegsertüchtigung mit seinem jüngsten Buchessay in die Quere. Eine Lese-Empfehlung zum neuen Buch von Bruno Kern. Von Peter Bürger. (mehr...)


16. Januar 2026

Gewaltfreie, soziale Verteidigung im Rahmen einer (hypothetischen) Besetzung Grönlands

Vorliegender Beitrag analysiert, wie sich Grönland im hypothetischen Fall einer militärischen Besetzung durch die USA mit Mitteln der gewaltfreien, sozialen Verteidigung widersetzen könnte. Im Zentrum stehen nicht Fragen militärischer Abschreckung und Verteidigung, sondern eine effektive Verteidigungsstrategie, die sich der Fähigkeit und Bereitschaft zum gewaltfreien Widerstand, der Nichtkooperation mit dem Aggressor sowie Aktivitäten mit dem Ziel einer internationalen Delegitimierung des Okkupationsversuches verdankt. Aufbauend auf Theorien des zivilen Widerstands und historischen Fallbeispielen wird argumentiert, dass insbesondere kleine, sozial eng vernetzte Gesellschaften mit starker kultureller Identität über spezifische Vorteile für gewaltfreie Verteidigungsformen verfügen. Abschließend werden Voraussetzungen, Risiken und strategische Hindernisse dieser Verteidigungsform diskutiert. Von Egon Spiegel. (mehr...)


07. Januar 2026

Ein Lesebuch über die Friedensliebe der Rabbiner

Frühe Quellen zur Friedensliebe der Rabbiner erschließt der erste Hauptteil eines zu Jahresanfang 2026 vom Herausgeber Peter Bürger in Kooperation mit dem Lebenshaus Schwäbische Alb vorgelegten Lesebuches. Das Imperium Romanum zerstört im Jahr 70 nach Christus den Tempel zu Jerusalem. Die jüdischen Weisheitslehrer antworten auf diese Katastrophe nicht mit einer Angleichung an das aggressive Programm Roms. Sie folgen vielmehr jener Wegspur, in der die Zivilisation der Gewalt als sicherer Erweis von Gottlosigkeit gilt. Das rabbinische Judentum imponiert als eine biophile Religion des Friedens: Gehörst du zu jenen, die das Leben lieben und bessere Tage zu sehen wünschen? Achte darauf, wo die Boten der Freude wirken und leuchtende Augen anzutreffen sind. Suche den Frieden und jage ihm nach . . . (mehr...)


04. Dezember 2025

Entschieden gegen Kriegsdienstpflicht!

Als Kriegsdienstverweigerer und Pazifist ist mein Ziel die vollständige Abschaffung aller Armeen, eine völlige Entmilitarisierung, die Verwirklichung von Gerechtig­keit und Einhaltung der Menschenrechte als Voraussetzung für die Beseiti­gung von Kriegsursachen. Deshalb spreche ich mich klar gegen die Wiedereinführung einer Kriegspflicht aus – unabhängig ob "mit Zwang" oder "ohne Zwang". Nein zur "Wehrerfassung"! Nein zur "Zwangsmusterung"! Nein zur Vergrößerung der Bundeswehr! Nein zu jeder Kriegsvorbereitung. Nein zu allen Arten von Zwangsdiensten! Begrüßen würde ich, wenn alle jungen, volljährig gewordenen Menschen über Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes im In- und Ausland  informiert werden würden. Vor allem "müsste viel mehr dafür getan werden, dass unsere Gesellschaft gewaltfreie Konzepte zur Lösung von Konflikten an die Hand bekommt – und nicht darüber geredet werden, wie man mit Aggressivität und vielen Waffen weitere Gewaltanwendungen abhalten kann." (DFG-VK Baden-Württemberg). Von Michael Schmid. (mehr...)


11. September 2025

Der Name ist Programm: Vom Verteidigungs- zum Kriegsministerium

Die Rückbenennung des US-Kriegsministeriums in den ursprünglichen und nicht-Orwellschen Namen sollte sich positiv auf die Sprache und das Verständnis der Menschen auswirken. Von David Swanson. (mehr...)


12. August 2025

Yurii Sheliazenko: Friedensarbeit inmitten von Krieg und Repression

In Kiew traf ich Yurii Sheliazenko, einen Quäker und Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, der die ukrainische Friedensbewegung anführt und den ich bereits während meiner Reise in die Ukraine im vergangenen August getroffen und interviewt hatte, sowie seinen Freund Artem Denysov, der ebenfalls Quäker ist. Sie nahmen mich mit in die Wohnanlage "Fayna Town", in der Artem lebt: eine Art Stadt in der Stadt, umgeben von Zäunen und bewacht von Sicherheitskräften. Im Inneren gibt es Geschäfte, eine Apotheke, eine private Schule, viele Bäume und Rasenflächen sowie mehrere Kinderspielplätze. Artem zeigte uns ein noch leeres Gebäude, das am helllichten Tag von einer russischen Drohne beschädigt worden war, was die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte, aber glücklicherweise keine größeren Schäden verursachte. Von Mauro Carlo Zanella. (mehr...)