Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Boff, Leonardo

21. Oktober 2013

Leonardo Boff: Papst Franziskus und die "Entheidnisierung" des Papsttums

Die Innovationen in den Gewohnheiten und Ansprachen von Papst Franziskus hat die konservativen Kreise, die den Anweisungen der beiden vorherigen Päpste strikt Folge leisteten, in eine tiefe Krise gestürzt. Für sie war es vor allem inakzeptabel, dass der Papst einen der Initiatoren der "verdammungswürdigen" Befreiungstheologie, den Peruaner Gustavo Gutiérrez, in einer Privataudienz empfing. Sie sind verblüfft über die Aufrichtigkeit des Papstes, mit der er die Fehler und Irrtümer der Kirche und seine eigenen zugibt und die Karrieresucht zahlreicher Prälaten anprangert, sowie den höfischen und einschmeichelnden Geist vieler Machthaber, die er als "vatikanozentrisch" bezeichnet, als "leprös" ablehnt. Von Leonardo Boff. (mehr...)


05. Oktober 2013

Leonardo Boff: Papst Franziskus holt die Dritte Welt in den Vatikan

Die zahlreichen Innovationen, die Papst Franziskus, oder der Bischof von Rom, wie er sich gern nennen lässt, eingeführt hat, sind weithin bekannt. Sie beziehen sich auf seine Gewohnheiten und seine Art, der Kirche in Sanftmut, Verständnis, Dialog und Mitgefühl vorzustehen. Manche sind verblüfft darüber, denn sie sind an den klassischen Papststil gewohnt und vergessen, dass dieser ein Erbe der heidnischen römischen Kaiser ist, vom Namen "Papst" bis zur Mozetta, dem reich verzierten Schulterkragen, Symbol der absolutistischen kaiserlichen Macht, die Franziskus schnell ablehnte. Von Leonardo Boff. (mehr...)


29. September 2013

Leonardo Boff: Papst Franziskus spricht mit einem Nicht-Gläubigen von Mensch zu Mensch

Franziskus, Bischof von Rom, hat sich aller Titel und Machtsymbole entledigt, die nur dazu dienen, Menschen voneinander abzugrenzen, und hat einen offenen Brief in der größten Zeitung Roms, "La Repubblica", veröffentlicht, um dem ehemaligen Chefredakteur und berühmten Intellektuellen und Nicht-Gläubigen, Eugenio Scalfari, zu antworten. Dieser hatte öffentlich Fragen an den Bischof von Rom gestellt. Franziskus beging damit eine Tat von außergewöhnlicher Wichtigkeit, nicht nur, weil es in einer noch nie da gewesenen Art und Weise geschah, sondern vor allem, weil er seine Antworten gab wie jemand, der in Offenheit von Mensch zu Mensch spricht und sich mit seinem Gesprächspartner auf Augenhöhe begibt. Von Leonardo Boff. (mehr...)


14. September 2013

Leonardo Boff: "Den totalen Krieg gegen die Erde beenden"

Die Menschheit muss ihren "totalen Krieg gegen die Erde" aufgeben und wieder zum Hüter der Schöpfung werden, fordert der brasilianische Befreiungstheologie Leonardo Boff. "Wenn wir nicht verstehen, dass wir Teil eines Ganzen sind und entsprechend handeln, laufen wir Gefahr, uns selbst und alles Leben zugrunde zu richten." "So wie die Armen und die Völker schreien, schreien auch die Wälder, die Gewässer, die Tiere, die gesamte Erde. Denn sie alle leiden unter der Gewalt der industriellen Ausplünderung", sagte Boff unlängst nach seinem Vortrag in der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn im IPS-Gespräch. (mehr...)


09. September 2013

Die sozio-ökonomische Verantwortung der Konzerne: eine ständige Herausforderung

Wir haben bereits die Wirtschaftstheorie des Nobelpreisträgers Milton Friedman hinter uns gelassen, der in der September-Ausgabe 1970 des Time Magazines sagte: "Die soziale Verantwortung der Konzerne besteht in der Maximierung der Ausschüttungen an die Aktionäre." Noam Chomsky ist realistischer: "Konzerne sind am ehesten mit totalitären Institutionen vergleichbar." Sie brauchen der Öffentlichkeit oder der Gesellschaft keine Erklärungen abzugeben. Sie handeln wie Raubtiere, und ihre Beute sind die anderen Konzerne." Um ihre eigenen Interessen zu vertreten, kann sich die Öffentlichkeit nur auf ein einziges Instrument verlassen: den Staat. Von Leonardo Boff. (mehr...)


04. September 2013

Leonardo Boff: Weltweite Spionage: die extreme Arroganz einer Weltmacht

Die Entführung des bolivianischen Präsidenten, Evo Morales, bei der sein Flugzeug darin gehindert wurde, den westeuropäischen Luftraum zu überfliegen, und die Aufdeckung der weltweiten Spionage durch die Staatsschutz- und Geheimdienste der nordamerikanischen Regierung (NSA) führen uns dazu, über ein kulturelles Thema von schwerer Tragweite nachzudenken: die Arroganz. Von Leonardo Boff. (mehr...)


06. August 2011

Leonardo Boff: Auch das ist Fundamentalismus

Der terroristische Akt, der in Norwegen auf kalkulierter Weise von einem 32-jährigen norwegischen Extremisten begangen wurde, hat aufs Neue die Frage des Fundamentalismus auf die Tagesordnung gesetzt. Die westlichen Regierungen und die Kommunikationsmedien haben die öffentliche Meinung weltweit dahingehend beeinflusst, den Fundamentalismus und den Terrorismus fast ausschließlich mit radikalen Sektoren des Islamismus in Verbindung zu bringen. Ein vorschnelles Urteil. Von Leonardo Boff. (mehr...)


22. Juli 2011

Leonardo Boff: Finale Krise des Kapitalismus?

Ich komme zu der Behauptung, dass die aktuelle Krise des Kapitalismus mehr als konjunkturell und strukturell ist. Sie ist endgültig. Ist die Fähigkeit des Kapitalismus an ihr Ende gekommen, sich immer an jegliche Verhältnisse anzupassen? Ich bin mir bewusst, dass nur Wenige diese These unterstützen. Von Leonardo Boff. (mehr...)


10. Mai 2011

Leondardo Boff: Das war keine Gerechtigkeit, sondern Rache

Man müsste Feind seiner selbst und gegen die minimalsten Werte der Menschlichkeit sein, um das grausame terroristische Verbrechen von Al Qaida vom 11. September 2001 in New York City gutzuheißen. Aber unter keiner Perspektive ist es akzeptabel, dass ein Staat, die weltweit größte Militärmacht, auf Terrorismus antwortet, indem er sich selbst in einen terroristischen Staat verwandelt. Genau das tat Bush, indem er die Demokratie einschränkte und die bedingungslose Anwendbarkeit einiger Gesetze aufhob, die den Stolz des Landes ausmachten. Und noch mehr: Er lenkte zwei Kriege, gegen Afghanistan und gegen den Irak - wo er eine der ältesten Kulturen der Menschheit vernichtete -, in denen mehr als 100.000 Menschen starben und über eine Million Personen vertrieben wurden. Von Leonardo Boff. (mehr...)


02. November 2010

Leonardo Boff: Während das Alte stirbt, ringt das Neue um seine Geburt

Unter den vielen aktuellen Problemen fordern uns die drei folgenden am meisten heraus: die tiefe Weltsozialkrise, der Klimawechsel und die Unhaltbarkeit des Systems Erde. Wir leben in einer drängenden Zeit. Die Dringlichkeit bringt uns zum Nachdenken, und die Gefahren zwingen uns, lebensrettende Archen Noahs zu bauen. Wir sind mit der gegenwärtigen Situation der Erde nicht zufrieden. Doch wir glauben immer noch, dass es in unserer Macht steht, eine Welt des "guten Lebens" zu errichten, in Harmonie mit allen Lebewesen und mit allen Energien der Natur, vor allem in Zusammenarbeit mit allen Menschen und in tiefer Hochachtung vor Mutter Erde. Von Leonardo Boff. (mehr...)