Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lateinamerika

09. März 2017

"Revolution ohne Rache"

Auch in der Basisgemeinde des Bonner Oscar-Romero-Hauses ging es herum: Ernesto Cardenal kommt Aschermittwoch in unsere Stadt! Er gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Befreiungstheologie und als einer der bedeutendsten Dichter Nicaraguas. Sandinist, Marxist und Christ zu sein geht bei ihm spielend unter einen Hut - pardon - eine Baskenmütze. Mit seinem cremefarbenen, schlichten Poncho wirkt der faszinierende alte Mann ein bisschen wie der späte Gandhi. Alle Anwesenden - in den Saal passte nur die Hälfte der Interessierten - gerieten schnell in die Anziehung seines Magnetfeldes. Von Dagmar Schulte. (mehr...)


28. Februar 2017

Leonardo Boff: Der Gott Brasiliens ist Moloch, der seine Kinder verschlingt

Es heißt, Gott ist Brasilianer. Es ist nicht der Gott der Zärtlichkeit oder der Demütige, sondern der Moloch der Kanaaniter und der Phönizier, der seine Kinder verschlingt. Wir sind eines der ungleichsten, ungerechtesten und gewalttätigsten Länder der Welt. Theologisch gesehen leben wir in einer Situation sozialer und struktureller Sünde im Gegensatz zu Gottes Plan. Es reicht schon zu bedenken, was in den Gefängnissen von Manaus, Rondonia und Roraima geschah. Das ist pure Barbarei: Wut enthauptet, sticht die Augen aus und zerstört das Herz. Von Leonardo Boff. (mehr...)


17. Januar 2017

Brasilien - Alle eineinhalb Stunden ein Frauenmord

Die Zahl der in Brasilien getöteten Frauen ist elfmal so hoch wie im vom Krieg zerrütteten Syrien. Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem, das vor allem in lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien dramatisch zugenommen hat. Von Frederico Füllgraf. (mehr...)


30. Dezember 2016

Leonardo Boff: Weihnachten zur Zeit des Herodes

Dieses Jahr wird Weihnachten anders sein. Normalerweise ist es ein Fest, an dem sich die Familie trifft. Christen feiern das Christkind, das kam, um unser Menschsein anzunehmen und es besser zu machen. In Wahrheit jedoch ist es der Ort, an dem die schreckliche Figur des Herodes des Großen (73 v.Chr. - 4 n. Chr.) auftrat, den man mit dem Ermorden der unschuldigen Kinder in Verbindung bringt. Als er hörte, dass in seinem Königreich Judäa ein neuer König geboren worden war, fürchtete er um seine Macht. So befahl er das Ermorden aller kleinen Jungen unter zwei Jahren. Die Geschichte vom Ermorden der Unschuldigen geht in anderer Form weiter. Von Leonardo Boff. (mehr...)


26. Dezember 2016

Kardinal Paulo Evaristo Arns: Lehrer, gebildeter Intellektueller, Freund der Armen

Ich habe einen Lehrer verloren, einen Mäzen, Beschützer und engen Freund. Ausführliche Schilderungen werden über Kardinal Paulo Evaristo Arns geschrieben werden, der am 14. Dezember 2016 verstarb. Das werde ich nicht tun. Ich werde nur meine persönliche Erfahrung mit ihm schildern. Von Leonardo Boff. (mehr...)


15. Dezember 2016

Leonardo Boff: Wenig bekannte Fakten über Fidel Castro

Ich möchte einige Punkte benennen und mit denen beginnen, die es mir erlaubten, ein einzigartiges Treffen mit Fidel Castro zu erleben. Der erste ist die Negation des TINA (There Is No Alternative = Es gibt keine Alternative). Das vorherrschende kapitalistische System repräsentiert den Gipfel der menschlichen Gesellschaftssysteme. Fidel Castro zeigte, dass der Sozialismus eine Alternative bieten kann, die sich sehr vom Kapitalismus absetzt, welcher sich zurzeit in einer radikalen Überlebenskrise befindet. Die Rage, in der die USA Kuba und Fidel angriffen, um den kubanischen Sozialismus zu zerstören, hatte den Zweck zu zeigen, dass es keine Alternative zum Kapitalismus geben kann. Ob gut oder schlecht, der Sozialismus ist mit all seinen bekannten Schwächen eine andere Möglichkeit von Gesellschaftsordnung. Von Leonardo Boff. (mehr...)


25. November 2016

Kolumbien: Unterzeichnung des neuen Friedensabkommens erfreulich - doch sie erfolgt inmitten einer Mordwelle gegen Menschenrechtsorganisationen

Die von Regierung und FARC-Guerilla für den 24.11. angekündigte Unterzeichnung des überarbeiteten Friedensabkommens in Kolumbien ist ein dringend erwarteter Schritt. kolko - Menschenrechte für Kolumbien e.V. und pax christi begrüßen die Einigung und weisen gleichzeitig auf zahlreiche Attentate und Morde an Aktivist*innen in den vergangenen Tagen hin. (mehr...)


22. Oktober 2016

Leonardo Boff: Zehn mögliche Lehren aus der Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff

Vermutlich ist es noch zu früh, um Lehren aus der fragwürdigen Amtsenthebung zu ziehen, die ein neues Paradigma von Klassenputschen mithilfe des Parlaments eröffnet hat. Diese ersten Lektionen könnten denjenigen nützlich sein, denen an Demokratie gelegen ist und die die Souveränität des Volkes respektieren, welche sich in freien Wahlen ausdrückt, sowie der Arbeiterpartei, PT, und ihren Verbündeten. Diejenigen, die im Besitz von Geld, Macht und Bildung sind und die golpistas (Putschisten) unterstützen, erkennt man an ihrer fehlenden Wertschätzung der Demokratie und ihrer bereitwilligen Ignoranz der frappierenden Ungleichheit innerhalb des brasilianischen Volkes. Von Leonardo Boff. (mehr...)


10. Oktober 2016

Leonardo Boff: Die Putsche von 1964 und 2016: durchgeführt von derselben Gesellschaftsklasse

Die Staatsstreiche in Brasilien von 1964 und 2016 sind in ihrer Struktur verwandt. Beide wurden durch bestimmte Klassen durchgeführt, und zwar von Geld- und Machthabern: der erste bediente sich des Militärs, der zweite des Parlaments. Die Mittel unterschieden sich, doch die Resultate waren dieselben: Ein Putsch, der die Demokratie vernichtet und die Souveränität des Volkes verletzt. Von Leonardo Boff. (mehr...)


09. Oktober 2016

Kolumbien - Festhalten am Frieden

Brot für die Welt und ihre Partnerorganisationen bedauern zutiefst die Ablehnung des langjährig ausgehandelten Friedensvertrages zwischen Regierung und FARC in Kolumbien. Eine äußerst knappe Mehrheit von 50,21 Prozent der kolumbianischen Wahlbevölkerung hat sich am 2. Oktober in einer Volksabstimmung gegen das Friedensabkommen ausgesprochen. Nur 52.000 Stimmen gaben den entscheidenden Ausschlag. Obwohl die Wahlbeteiligung mit 38 Prozent sehr niedrig war, lag die Zustimmungsrate besonders in vom Konflikt betroffenen Gegenden sehr hoch. Die Hoffnungen der Opfer, den gewaltsamen Konflikt nach Jahrzehnten zu beenden, wurden mit dem negativen Ausgang des Referendums enttäuscht. (mehr...)