Naher und Mittlerer Osten
27. Juli 2018
Der Kampf ums Öl gefährdet Klima und FriedenDer iranische Präsident Hassan Rouhani hat jüngst erneut gedroht, die Straße von Hormus für Öl-Tanker zu sperren. US-Präsident Donald Trump sprach daraufhin von Krieg. Eine Blockade des wichtigen Seewegs würde nach Ansicht von Analysten den Ölpreis kurzfristig über 100 Dollar steigen lassen. Ein Preisniveau, welches um 2008 bis 2012 zu erheblichen Verwerfungen der Weltwirtschaft führte. Von Hans-Josef Fell. (mehr...) 21. Juli 2018 Uri Avnery: Marsch der TorheitMan kann die Ereignisse in Gaza mit dem linken oder mit dem rechten Auge betrachten. Man kann sie als unmenschlich, grausam und falsch verurteilen oder sie als notwendig und unvermeidbar rechtfertigen. Aber die Berechtigung eines Adjektivs steht außer Frage: Sie sind dumm. Von Uri Avnery. (mehr...) 14. Juli 2018 Uri Avnery: "Nicht genug!"Der Staat Israel hat keine Ölquellen. Er hat keine Goldminen. Was hat er stattdessen? Er hat die Eigentümerschaft am Holocaust. Die ist eine Menge wert. Jeder, der sich von einem Schmutzfleck reinigen will, braucht eine Reinigung davon durch den Staat Israel. Ein solches Dokument ist sehr viel wert. Und je größer die Schuld des Bewerbers, umso höher der Preis für die Lossprechung. Woran erinnert uns das? Von Uri Avnery. (mehr...) 07. Juli 2018 Uri Avnery: Ein sehr intelligenter MenschIn den späten 1980er Jahren sagte mir meine Sekretärin eines Tages, der Stellvertretende Stabschef wolle mich sprechen. Das war eine ziemliche Überraschung. Die Armeeführung stand auf keinem freundlichen Fuß mit meiner Zeitung HaOlam HaSe. Die Armee hatte uns Dutzende Jahre offiziell boykottiert, nachdem wir eine Geschichte veröffentlicht hatten, die der damalige Stabschef als beleidigend empfunden hatte. Deshalb war ich neugierig, als ich das Zimmer des Stellvertreters betrat. Sein Name war Ehud Barak und ich war ihm nie zuvor begegnet. Von Uri Avnery. (mehr...) 03. Juli 2018 Nakba-Proteste: Gaza und die FolgenDie Debatte um den Einsatz der israelischen Armee gegen palästinensische Demonstranten. Von Riad Othman. (mehr...) 02. Juli 2018 Gaza: Das Töten von Demonstranten muss sofort endenpax christi verurteilt die fortwährende Tötung von Demonstranten im Gazastreifen scharf. Am vergangenen Freitag haben israelische Scharfschützen zum wiederholten Mal auf Demonstranten geschossen und dabei zwei von ihnen erschossen, darunter einen zwölfjährigen Jungen. Weitere 124 Demonstranten wurden verletzt. pax christi fordert dringend eine unabhängige Untersuchung durch die Vereinten Nationen und appelliert an die Bundesregierung, sich für eine solche Untersuchung einzusetzen. Die Bundesregierung muss außerdem im Rahmen der UNO einen internationalen Schutzmechanismus für die besetzten palästinensischen Gebiete, wie ihn die UN-Vollversammlung fordert, mit erarbeiten. Sie muss die israelische Regierung auffordern, umgehend den Beschuss von Demonstranten einzustellen. (mehr...) 01. Juli 2018 Michael Schmid: "Doppelmoral und Heuchelei selbst ernannter Law-and-order-Politiker"Im Einleitungsartikel des Lebenshaus-Rundbriefs Nr. 97 berichtet Michael Schmid über den Auftakt des Staffellaufs "Frieden geht!" gegen Rüstungsexporte, geht dann auf die Gewalteskalation im Nahen und Mittleren Osten ein und auf das Massaker an palästinensischen Demonstrierenden; weitere Themen sind der "Tsunami der Empörung", der über die Geflüchteten in Ellwangen geschwappt ist, sowie die Kumpanei verantwortlicher Politikerinnen und Politiker mit der Autoindustrie beim Dieselabgasbetrug. (mehr...) 30. Juni 2018 Uri Avnery: Prinzen besuchen IsraelPrinz William, Herzog von Cambridge, der Zweite in der britischen Thronfolge, hat diese Woche Israel besucht. Er scheint ein liebenswürdiger Mensch zu sein. Er sah genau so aus, wie ein Prinz aussehen sollte, machte alles richtig und sagte das Richtige. Er aß sogar mit unserem Bürgermeister am Sandstrand von Tel Aviv eine Wassermelone. Wenn die Briten nicht vor 70 Jahren Palästina verlassen hätten, wäre William jetzt auch mein Prinz. Ich erinnere mich, dass ich zum Geburtstag seines Urgroßvaters einen Tag schulfrei hatte. Von Uri Avnery. (mehr...) 23. Juni 2018 Falsches Spiel: Deutschlands Kampf gegen Antisemitismus verkommt zur Farce.Deutschland hat seit kurzem einen neuen Beauftragten für ein ganz spezielles Sonderthema: Antisemitismus. Antisemitismus ist in aller Munde und wer Antisemitismus bekämpft, ist ein Held. Vor allem aber ist Antisemitismus ein Schreckgespenst in den Köpfen von Politikern, Lehrern, Professoren, Institutsleitern und allen anderen Menschen in verantwortlichen Positionen, denn was kann es Schlimmeres geben in Deutschland, als in den Verdacht zu geraten, Antisemit zu sein? Dann doch lieber ein entschiedener Kämpfer gegen diese Seuche sein, der keinen Aufwand und noch weniger die dazugehörige Publicity scheut beim entschiedenen Entgegentreten gegen dieses angeblich aus allen Ecken kriechende, wieder erstarkte, versteckte oder in neuem Gewand daherkommende Übel. Von Nirit Sommerfeld. (mehr...) 23. Juni 2018 Uri Avnery: Zwei Seelen"Solange noch im Herzen / Eine jüdische Seele wohnt ... ", beginnt die offizielle Übersetzung der israelischen Nationalhymne. Im hebräischen Original heißt es "die Seele eines Juden", aber wahrscheinlich hat der Übersetzer es richtig verstanden: Es geht um die jüdische Seele. Aber gibt es eine jüdische Seele? Ist sie anders als die Seelen anderer Menschen? Und wenn ja, worin besteht der Unterschied? Von Uri Avnery. (mehr...) |
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