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Zeittafel zu Martin Luther King (15.1.1929 - 4.4.1968)

15. Januar 1929: Martin Luther King jr. wird als zweites Kind von Alberta King und Reverend Martin Luther (Michael) King sen. in Atlanta/Georgia geboren.

Herbst 1931: Vater Martin Luther King sen. wird Pfarrer der Ebenezer Baptist Church in Atlanta.

November 1942: Gründung des "Congress of Racial Equality" (CORE).

1944: Nachdem er zwei Schulklassen überspringen konnte, besteht King bereits als fünfzehnjähriger die Aufnahmeprüfung für das Morehouse College in Atlanta und beginnt mit dem Studium.

1947: King erhält eine Predigerlizenz und predigt gelegentlich in der Gemeinde seines Vaters, der Ebenezer Baptist Church in Atlanta.

25. Februar 1948: King wird zum Baptistenpfarrer ordiniert.

Juni 1948: Abschlussexamen in Soziologie am Morehouse College. Beginn des Theologiestudiums am Crozer Seminary in Chester, Pennsylvania.

Juli 1948: Mit der Executive Order 9981 hebt Präsident Truman die Rassentrennung im amerikanischen Militär auf.

1949: Während seines Studiums am Crozer-Seminar setzt sich King mit den Werken Karl Marx’und Mahatma Ghandis auseinander. Von Gandhis Philosophie der Gewaltfreiheit ist er tief beeindruckt.

1951: King schließt sein Theologie-Studium in Crozer als bester Student seines Jahrgangs ab. Im September beginnt er an der theologischen Fakultät der Universität Boston zu promovieren.

18. Juni 1953: Martin Luther King und Coretta Scott heiraten. Beide setzen ihr Studium in Boston fort.

Januar 1954: Erfolgreiche Probe-Predigt in der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery, Alabama.

September 1954: Martin Luther und Coretta King ziehen nach Montgomery/Alabama, wo King am 31. Oktober seine Arbeit als Pfarrer der Dexter Avenue Baptist Church aufnimmt.

Frühling 1955: King vollendet seine Promotion und erhält den Doktortitel der Universität Boston.

17. November 1955: Geburt von Kings ältester Tochter, Yolanda Denise.

5. Dezember 1955: Beginn des "Boykotts der Busse in Montgomery" durch die schwarze Bevölkerung. Gründung der Montgomery Improvement Association (MIA), die King zum Präsidenten wählt. Aufruf zum gewaltlosen Widerstand gegen die Rassendiskriminierung. Während des Busboykotts von Montgomery hält King u.a. verschiedene Predigten, so etwa jene, in welcher er für entschiedenen Nonkonformismus wirbt ( "Die Hoffnung ruht auf entschiedenen Nonkonformisten" ).

Januar 1956: King wegen eines geringfügigen Verkehrsdeliktes im Gefängnis.

30. Januar 1956: Das Haus der Kings in Montgomery wird durch einen Bombenanschlag fast völlig zerstört.

13. November 1956: Der Oberste Gerichtshof der USA erklärt die Rassentrennung in Montgomerys öffentlichem Verkehrssystem für verfassungswidrig. Infrafttreten der Entscheidung am 20. Dezember 1956.

21. Dezember 1956: Zum ersten Mal fahren schwarze und weiße Passagiere in Montgomery in nicht segregierten Bussen.

10./11. Januar 1957: Gründung der "Southern Christian Leadership Conference" ( SCLC ) in Atlanta. King wird ihr erster Präsident.

10. Januar 1957: Bombenanschlag auf Kirche und Haus Abernathys.

27. Januar 1957: Erneutes Bombenattentat auf Kings Wohnhaus.

September 1957: Der Kongreß verabschiedet den Civil Rights Act von 1957, durch den eine neue Bürgerrechtskommission im Justizministerium eingerichtet wird. Präsident Eisenhower mobilisiert Bundestruppen zum Schutz schwarzer Schüler, die laut Gerichtsbeschluß die zuvor nur weißen zugängliche Little Rock Central High School in Arkansas besuchen wollen.

23. Oktober 1957: Geburt von Kings erstem Sohn, Martin Luther III.

20. September 1958: King wird beim Signieren seines neuen Buches "Stride Toward Freedom: The Montgomery Story" in Harlem durch Izola Curry niedergestochen und schwer verletzt.

Februar 1959: Martin Luther und Coretta King reisen einen Monat lang durch Indien, um sich noch intensiver mit Gandhis Werk auseinandersetzen zu können. King bewundert Mahatma Gandhi , dessen Ideen und Methoden er erfolgreich in der Bürgerrechtsbewegung umsetzt.

November 1959: King gibt sein Amt als Pfarrer der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery ab.

Januar 1960: King zieht mit seiner Familie zurück nach Atlanta und übernimmt die zweite Pfarrstelle in der Gemeinde seines Vaters. 

Februar 1960: Beginn der neuen Studentenprotestbewegung ( Sit-in-Movement ) in Greensboro/North Carolina. King wird aufgrund verleumderischen Beschuldigungen der Steuerhinterziehung angeklagt, am 23. Mai dann aber freigesprochen.

April 1960: Gründung des "Student Nonviolent Co-Ordinating Committee" (SNCC) Carolina als gewissermaßen studentsicher Zweig der Bürgerrechtsbewegung in Raleigh/North.

Juni 1960: King trifft sich mit Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy, um über Rassenbeziehungen zu sprechen.

Oktober 1960: King wird während eines Sitzstreiks verhaftet und zu vier Monaten schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Nach drei Tagen wird er auf Intervention von Senator John F. Kennedy und gegen Kaution aus der Haft entlassen.

Dezember 1960: Der Oberste Gerichtshof der USA entscheidet, daß die Rassentrennung an Busbahnhöfen und in Bussen des innerbundestaatlichen Reiseverkehrs (Interstate Travel) ungesetzlich ist.

Januar 1961: Die ersten schwarzen Studenten, Charlayne Hunter und Hamilton Holmes, werden an der Universität von Georgia eingeschrieben. John F. Kennedy wird Präsident der USA.

30. Januar 1961: Geburt von Kings zweitem Sohn, Dexter Scott.

Mai 1961: Beginn der von CORE und SNCC veranstalteten "Freedom Rides" ("Freiheitsfahrten") in den Überlandbussen, um gegen die fortdauernde Rassentrennung im Interstate Travel zu protestieren.

November 1961: Die Rassentrennung auf Bahnhöfen und in Überlandbussen wird aufgehoben.

Dezember 1961: Beginn von Kings Bemühungen, gegen die Rassentrennung in der Stadt Albany in Georgia anzugehen. Er wird mehrfach verhaftet, aber die Bewegung scheitert letztlich. King verläßt die Stadt im August 1962.

Januar 1962: Drittes Kind Dexter geboren.

September 1962: Nachdem bei Protesten gegen die Integration der Universität von Mississippi zwei Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden, setzt Präsident John F. Kennedy schließlich mit Bundestruppen die Einschreibung des schwarzen Studenten John Meredith durch.

16. Oktober 1962: King trifft sich mit Präsident Kennedy im Weißen Haus.

28. März 1963: Geburt von Kings zweiter Tochter, Bernice Albertine.

April/Mai 1963: "Project C", Kampagne zur Aufhebung der Rassentrennung in Birmingham, Alabama. Von King und der SCLC geleitete Massendemonstrationen für Bürgerrechte . Kinder-Protestzüge in Birmingham. Erneute Verhaftung von Martin Luther King; während des Gefängnisaufenthaltes schreibt King seinen berühmten "Letter from a Birmingham Jail" ( "Die Zeit für schöpferischen Protest ist gekommen" . Brief aus dem Gefängnis in Birmingham). Die SCLC-Zentrale und das Haus von Kings Bruder A. D. King in Birminham werden durch Bombenanschläge zerstört. Es kommt zu blutigen Rassenunruhen in der Stadt, die sich erst nach dem Einsatz von Bundestruppen beruhigen. Am 20. Mai erklärt der Oberste Gerichtshof die Rassentrennungsgesetze der Stadt Birmingham für verfassungswidrig.

Juni 1963: Nach massivem Druck Präsident Kennedys wird die Universität von Alabama durch die Zulassung zweier schwarzer Studenten integriert.

12. Juni 1963: Medgar Evers, Geschäftsführer der "National Association for the Advancement of the Colored People" (NAACP) im Staat Mississippi, wird vor seinem Haus von einem weißen Rassisten aus dem Hinterhalt erschossen.

28. August 1963: Der "Marsch auf Washington" zur Durchsetzung der Bürgerrechte ist mit über 250.000 Teilnehmern die bis dahin größte Bürgerdemonstration der Geschichte. Kings "I Have A Dream"-Rede wird zum Höhepunkt der Veranstaltung ( "Ich habe einen Traum" ).

15. September 1963: Durch einen Bombenanschlag am Sonntag wird eine schwarze Baptistenkirche in Birmingham zerstört; dabei kommen vier schwarze Mädchen ums Leben. King hält die Trauerrede.

22. November 1963: Präsident Kennedy wird in Dallas/Texas ermordet.

Mai 1964: King wird bei Bürgerrechtsprotesten in Augustine/Florida verhaftet.

Juni 1964: Beginn des vom SNCC veranstalteten Mississippi Freedom Summer.

2. Juli 1964: Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet im Beisein von King den Civil Rights Act von 1964, durch den die Rassentrennung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens der USA verboten wird.

September 1964: Am 13. September besucht King auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, West-Berlin. Auf Einladung von Kirchenvertretern geht er auch in den Ostteil der damals geteilten Stadt. Der Andrang auf den Gottesdienst in der Marienkirche war so groß, dass spontan ein weiterer Gottesdienst in der Sophienkirche veranstaltet werden musste. Am 18. September empfängt Papst Paul VI. King im Vatikan in Privataudienz.

November 1964: FBI-Chef J. Edgar Hoover bezeichnet King öffentlich als "Kommunistenfreund" und als den "schlimmsten Lügner im ganzen Land".

10. Dezember 1964: King erhält in Oslo den Friedensnobelpreis. Er ist der zwölfte Amerikaner, der dritte Schwarze und mit 35 Jahren der bislang jüngste Empfänger des Preises. In Oslo hielt Martin Luther King eine Rede "Wir werden überwinden" .

Februar 1965: Entsendung der ersten US-Bodentruppen nach Vietnam, Südvietnam im Kampf gegen das kommunistische Nordvietnam zu unterstützen.

2. Februar 1965: Die von King und der SCLC geleitete Protestbewegung zur Durchsetzung des Wahlrechts für Schwarze beginnt in Selma/Alabama. Massenverhaftungen. King und Abanathy kommen gegen Kaution frei.

9. Februar 1965: King trifft sich im Weißen Haus mit Präsident Johnson, um über das Wahlrecht für Schwarze zu sprechen.

18. Februar 1965: Jimmie Lee Jackson, ein junger Bürgerrechtler und Teilnehmer der Selma-Demonstration, wird von einem Polizisten niedergeschossen und stirbt wenige Tage später.

7. März 1965: In Selma werden am sogenannten Blutigen Sonntag die friedlich marschierenden Bürgerrechtler auf der Emund-Pettus-Brücke von Polizisten und Soldaten aus Alabama aufgehalten und brutal zusammengeschlagen. Damit wird der Protestmarsch von Selma nach Montgomery gewaltsam verhindert.

9. März 1965: King ruft zum "Marsch der Geistlichen" nach Montgomery auf. Abbruch des Unternehmens durch King. Am gleichen Abend wird der weiße Geistliche James Reeb, der an den Protesten teilnahm, von Rassisten schwer verletzt und stirbt zwei Tage später.

15. März 1965: Präsident Johnson spricht sich in einer Rede vor dem Kongreß vehement für die Verabschiedung eines neuen Wahlrechtsgesetzes zum Schutz schwarzer Wähler aus. Er beendet seine im Fernsehen übertragene Rede mit dem Wahlspruch der Bürgerrechtsbewegung "We shall overcome!"

21. März 1965: Unter dem Schutz von Bundestruppen beginnen King und über dreitausend andere Bürgerrechtler einen fünftägigen Protestmarsch von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt Alabamas, wo am 25. März eine große Kundgebung mit über 25.000 Teilnehmern stattfindet. Auf dem Rückweg nach Selma wird die weiße Bürgerrechtlerin Viola Liuzzo von weißen Rassisten erschossen. (Siehe ebenfalls: Selma 1965: Ein entscheidender Wendepunkt )

30. März 1965: Nach schärfster Verurteilung des Ku-Klux-Klans durch Präsident Johnson beginnt der Kongreß eine offizielle Untersuchung der Verbrechen des KKK.

Ende Juli 1965: Aktionen in Chicago. Teilnahme Kings.

6. August 1965: Präsident Johnson unterzeichnet den Voting Rights Act von 1965, der jegliche Benachteiligung schwarzer Wähler (oder anderer Minderheiten) streng verbietet und Bundesbeamte zum aktiven Schutz schwarzer Wahlrechte im Süden einsetzt. King wendet sich erstmals gegen den Vietnamkrieg.

11. August 1965: Beginn von sechstägigen schweren Rassenunruhen in Los Angeles. Über 34 Menschen sterben, 900 werden verletzt, über 4.000 verhaftet, der Sachschaden beträgt rund 34 Millionen Dollar. Auch in Chicago, Detroit und anderen Großstädten kommt es in diesem Sommer zu Rassenunruhen.

Ab Januar 1966: Weitere Aktionen in Chicago unter Führung Kings - Beginn von Kings Open Housing Campaign. Um Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen, zieht King mit seiner Familie in eine heruntergekommene Wohnung im schwarzen Ghetto der Stadt.

12. März 1966: Beim Chicago Freedom Festival bezeichnete King das Ghetto als "System des inneren Kolonialismus" und forderte Präsident Johnson dazu auf, durch staatliche Hilfe die Situation schwarzer Amerikaner in den Städten zu verbessern.

6. Juni 1966: Bei seinem "Marsch gegen die Angst" nach Jackson/Mississippi, wird James Meredith angeschossen und schwer verletzt. King und andere Bürgerrechtler setzen seinen Marsch fort. Dabei benutzt SNCC-Anführer Stokely Carmichael zum ersten Mal öffentlich den Begriff "Black Power".

Juli 1966: Schwere Rassenunruhen in Chicago und anderen Städten in Illinois, Michigan, Ohio und Georgia. King plädiert vergeblich für Gewaltlosigkeit.

August 1966: Bei einem Protestmarsch durch Chicago werden die Bürgerrechtler von weißen Rassisten angegriffen und King von einem Stein am Kopf getroffen. Auf Betreiben Kings wird in Chicago ein Abkommen über ein verbessertes Wohnrecht für die Schwarzen unterzeichnet.

25. Februar 1967: King hielt auf einer von der Zeitschrift "The Nation" veranstalteten Konferenz im Beverly-Hilton-Hotel in Los Angeles seine erste Rede, die sich ausschließlich mit dem Vietnam-Krieg befasste. Damit reiht er sich als erster prominenter Amerikaner in den noch kleinen Kreis der Kriegsgegner ein.

4. April 1967: In seiner berühmten Rede "Beyond Vietnam" ( "Jenseits von Vietnam" ) in der Riverside Church in New York verurteilt King nachhaltig den Vietnam-Krieg.

15. April 1967: In New York nimmt King an einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg teil.

7. November 1967: Carl Stokes wird zum Bürgermeister von Cleveland/Ohio gewählt. Er ist der erste schwarze Bürgermeister einer amerikanischen Großstadt.

27. November 1967: King verkündet öffentlich seine Pläne für eine "Poor People´s Campaign" in Washington D. C., eine Kampagne zu Bekämpfung der Armut, mit welcher eine "gewaltlose Armee der Armen" im Frühjahr 1968 die Bundeshauptstadt belagern soll.

Weihnachten 1967: Wie in vielen Reden und Predigten in den Monaten davor wendet sich King in einer Weihnachtspredigt ( "Friede auf Erden" ) ein weiteres Mal entschieden gegen den Krieg in Vietnam.

Anfang 1968: King ruft zu einem "Feldzug der Armen" nach Washington auf.

12. Februar 1968: Beginn des Streiks der Müllabfuhr- und Kanalisationsarbeiter in Memphis/Tennessee. Die Arbeiter fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Unterstützung durch King.

28. März 1968: Bei einem von King angeführten Protestmarsch zur Unterstützung der Streikenden in Memphis kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wird ein Schwarzer getötet und über 50 Menschen werden verletzt. King verläßt die Stadt.

3. April 1968: King kehrt in der Hoffnung nach Memphis zurück, diesmal einen erfolgreichen friedlichen Protestmarsch anzuführen. Abends hält er seine berühmte letzte Rede "I´ve been to the Mountaintop" ( "Berggipfel-Rede" ).

4. April 1968: Martin Luther King jr. wird auf dem Balkon des Lorraine Motel in Memphis erschossen. Am 8. Juni wird James Earl Ray gefangengenommen, der auf Anraten seines damaligen Anwalts die Tat gesteht und zu 99 Jahren Haft verurteilt wird, ohne dass ihm der Prozess gemacht worden wäre. Schon drei Tage später widerruft er sein Geständnis. Bis zu seinem Tod 1998 beteuert Ray immer wieder seine Unschuld. Der erste Prozess überhaupt, in dem die Ermordung von Martin Luther King jr. verhandelt wird, findet vom 15.11. bis zum 8.12.1999 im Berufungsgericht Memphis statt. Nach der Anhörung von 70 Zeugenaussagen im Laufe des dreieinhalb Wochen dauernden Strafprozesses, der von der King-Familie beantragt wird, befinden zwölf Geschworene (sechs Schwarze und sechs Weiße) den früheren Barbesitzer Loyd Jowers aus Memphis für schuldig, mit "Regierungsbehörden" einen Komplott geschmiedet zu haben, um Dr. King zu ermorden. (Douglass: "Bei Prozess wurden Barbesitzer und ‘Regierungsbehörden’ der Ermordung Kings für schuldig befunden" ; Pepper: "Die Hinrichtung des Martin Luther King" ; Grotefeld: "Der Tod von Martin Luther King Jr.: Staatlich bestellter Mord" ).

8. April 1968: Coretta Scott King führt anstelle ihres Mannes einen Protestmarsch durch Memphis. Wenig später werden die Forderungen der Streikenden erfüllt.

9. April 1968: Rund 100.000 Menschen nehmen an Kings Beerdigung in Atlanta teil, über 120 Millionen verfolgen die Zeremonie auf dem Bildschirm. Zu den Trauergästen zählt u. a. Präsidentschaftskandidat Robert Kennedy.

11. April 1968: Der Kongreß verabschiedet den Civil Rights Act von 1968 mit dem - von King seit 1966 geforderten - strengen Verbot von Rassendiskriminierung bei Vermietung und Immobiliengeschäften.

Dezember 1968: Die Anzahl der in Vietnam kämpfenden US-Truppen erreicht mit über 540.000 Sodaten ihren Höhepunkt. Der Krieg endet im April 1975 mit der Kapitulation Südvietnams.

Oktober 1983: Der Geburtstag von Martin Luther King jr. wird zum nationalen Feiertag der USA erklärt. Dieser wird seit 1986 jeweils am ersten Montag nach Kings Geburtstag vom 15. Januar begangen. King ist der einzige Bürger der USA außer George Washington, der mit einem "National Holiday" geehrt wird.

Anmerkung: In dieser Übersicht sind nur einige wenige der insgesamt 29 Gefängnisaufenthalte Martin Luther Kings erwähnt.

(Diese Zeittafel wurde von Michael Schmid zusammengestellt)

 

Veröffentlicht am

27. Februar 2015

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