Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Atomenergie

14. Juni 2020

40 Jahre Republik Freies Wendland

Besetzung und Räumung des Bohrlochs 1004 in Gorleben, die heute legendäre "Republik Freies Wendland", jähren sich derzeit zum 40. Mal. Noch immer wird in Presse-Rückblicken, aber auch in der Geschichtsschreibung über soziale Bewegungen der große Einfluss negiert oder marginalisiert, den Graswurzel- und gewaltfreie Aktionsgruppen daran hatten. Der folgende Text des US-Historikers Matthew N. Lyons wurde aus seiner 1988 publizierten englischsprachigen Arbeit zur Geschichte der Graswurzelbewegung in der BRD übersetzt. (mehr...)


15. Mai 2020

Kühltürme des AKW Philippsburg gesprengt: Spektakuläres Ende eines Risiko-Meilers - Doch die Probleme mit der Atomenergie bleiben

Mit der Sprengung der beiden Kühltürme des Atomkraftwerks (AKW) Philippsburg hat einer der störanfälligsten Meiler Deutschlands am Donnerstag ein spektakuläres Ende. Erst im vergangenen Dezember war das AKW in Baden-Württemberg vom Netz gegangen. Mehr als dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß. Der Abgesang auf die Erzeugung von Atomstrom geht damit unaufhörlich weiter, doch ein Ende der Probleme ist nicht in Sicht: Denn die Frage der hoch gefährlichen Atommüll-Lagerung ist weiter ungeklärt und der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt kaum voran. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert einen schnellen Ausstieg aus Atomkraft und Kohleverstromung sowie einen ambitionierten dezentralen Ausbau der Erneuerbaren. (mehr...)


14. Mai 2020

Philippsburg: Kühltürme gesprengt - der Atommüll bleibt

Zur Sprengung der Kühltürme am AKW Philippsburg erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Die Türme sind weg, doch der ewig strahlende Atommüll aus dem Reaktor bleibt. Noch viele Jahrzehnte werden die Castor-Behälter mit den hochradioaktiven abgebrannten Brennelementen in Philippsburg lagern. Ein tiefengeologisches Atommüll-Lager wird es in Deutschland frühestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts geben, möglicherweise auch noch später. Und auch dort wird das strahlende Erbe wohl nicht auf Dauer sicher sein." (mehr...)


26. April 2020

34 Jahre nach dem Super-GAU: Tschernobyl brennt

Am 26. April jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 34. Mal. Seit nunmehr drei Wochen, lodern nur wenige Kilometer entfernt von den Reaktorgebäuden schwere Waldbrände. Die IPPNW fordert anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe den baldmöglichsten Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland und eine weltweite Energiewende. Der Kinderarzt und Co-Vorsitzende der IPPNW Deutschland, Dr. Alex Rosen blickt mit Sorge auf die aktuelle Lage: "Wir gedenken in diesen Tagen rund um den Tschernobyl-Jahrestag der vielen Millionen Opfer der größten Atomkatastrophe der Menschheitsgeschichte. Gleichzeitig sind unsere Gedanken bei den Helferinnen und Helfern, die aktuell in der Sperrzone von Tschernobyl versuchen, die Waldbrände unter Kontrolle zu bringen und den Menschen in der Ukraine, die befürchten müssen, dass ihr Land erneut von den radioaktiven Hinterlassenschaften der Atomindustrie überzogen wird." (mehr...)


26. April 2020

Jahrestag der Reaktorexplosion in Tschernobyl: Katastrophe ohne Verfallsdatum

Bis zum 26. April 1986 war Tschernobyl lediglich der Name einer kleinen Stadt im Norden der Ukraine und nur wenigen ein Begriff: In den Siebzigern ging nahe des Ortes der erste Kernreaktor des Landes ans Netz. Seit diesem Tag im Frühjahr vor 34 Jahren ist das anders: Eine Explosion im Block vier des damals sowjetischen Atomkraftwerks führte zum Super-GAU, den bislang beispiellosen "größten anzunehmenden Unfall". Bis heute ist Tschernobyl synonym mit der schwersten Katastrophe in der zivilen Nutzung der Atomkraft. Wie Hiroshima, Nagasaki oder Fukushima ist der Name für immer verbunden mit nuklearem Schrecken. Von Michael Weiland. (mehr...)


25. April 2020

34 Jahre Tschernobyl: Jeder weitere Tag Atomkraft ist einer zu viel - Große Sorge wegen Waldbränden in Sperrzone

Vor 34 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich das katastrophale Reaktorunglück im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine. Angesichts der seit Wochen rund um die Ruine wütenden Waldbrände warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erneut vor den Gefahren der Atomenergie. Die Feuer in der Sperrzone wühlen die radioaktiven Rückstände auf und tragen weiter zu deren Verbreitung bei. Zwar werden die Grenzwerte laut ukrainischen Behörden eingehaltenen, doch ionisierende Strahlung ist nie harmlos. Der BUND fordert daher einmal mehr den kompletten Atomausstieg - auch in Deutschland. (mehr...)


22. April 2020

Radioaktive Wolken über der Ukraine: Ärzteorganisation warnt vor Verharmlosung

Die IPPNW warnt davor, die Waldbrände in der Ukraine zu verharmlosen. Mittlerweile haben die stark verdünnten Rauchschwaden auch andere Teile Europas erreicht. Die Ärzteorganisation erinnert daran, dass es keinen Schwellenwert gibt, unterhalb dessen Radioaktivität ungefährlich wäre. Seit dem 3. April brennen mehr als 46.000 Hektar Wald- und Grasland in der massiv radioaktiv verseuchten Sperrzone südwestlich der Reaktorruine von Tschernobyl. Am 13. April kamen die Flammen bis zu 500 Meter an den Sarkophag heran, der den gefährlichsten Atommüll in der Region abschirmen soll. (mehr...)


18. April 2020

Neue Waldbrände rund um Tschernobyl: Ärzteorganisation sorgt sich um gesundheitliche Folgen

Seit dem 3. April brennt der Wald in unmittelbarer Nähe des havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl. Die Ärzteorganisation IPPNW sorgt sich um die Gesundheit der Menschen in der Region. Laut Greenpeace Russland sollen zwischenzeitlich mehr als 40.000 Hektar von den Bränden betroffen gewesen sein und das Feuer auf bis zu einem Kilometer an den Sarkophag herangekommen sein, der den Großteil der hoch-radioaktiven Überreste des Super-GAUs vom April 1986 umschließt. Die IPPNW ruft die Bundesregierung dazu auf, auf EU-Ebene unbürokratische Unterstützung für die Ukraine zu organisieren, damit die Brände rasch unter Kontrolle gebracht und künftig Vorkehrungen getroffen werden können, um die Gefahr von Waldbränden zu minimieren. (mehr...)


05. April 2020

50 % mehr Windstrom - 50 % weniger Kohlestrom

Unsere Energiewende war erfolgreich. In nur zwei Jahren haben wir dank günstigen Wetters und dank des früher guten Anlagenzubaus unsere Windstromproduktion um herausragende 50 Prozent gesteigert. Auch die Solarstromerzeugung stieg um ein Viertel. Deswegen mussten die Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke ihre Stromerzeugung stark reduzieren. Ihre Produktion sank um ebenfalls rekordverdächtige und auf jeden Fall klimaschonende 50 Prozent. Und auch bei den Atomkraftwerken ist durch Stilllegung von Philippsburg II zum 31.12.2019 wieder ein Siebtel der Atomstromproduktion weggefallen. Von Raimund Kamm. (mehr...)


11. März 2020

Bundesregierung verspielt Energiewende und Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz - BUND fordert eine verbindliche Bund-Länder-Strategie für Erneuerbare

Angesichts des Klimawandels ist es höchste Zeit für eine ehrgeizige und naturverträgliche Energiewende. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag über die Zukunft der erneuerbaren Energien in Deutschland. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert entschlossenes Handeln im Zuge einer verbindlichen Bund-Länder-Strategie. (mehr...)