Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Atomwaffen

27. April 2005

Russell-Einstein-Manifest: Eine Welt ohne Krieg

Zehn Jahre nach Hiroshima, als das Ausmaß der Bedrohung, die sich aus der Erfindung von Nuklearwaffen ergab, abzuschätzen war, versuchte eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Führung von Bertrand Russell und Albert Einstein, die Regierungen und die Öffentlichkeit zu warnen. Die Unterzeichnung des Russell-Einstein-Manifests war eine der letzten Handlungen in Einsteins Leben. Darin heißt es: “Hier nun ist das Problem, mit dem wir Sie konfrontieren wollen, schlicht und furchtbar und unausweichlich: Sollen wir einen Schlussstrich unter die menschliche Rasse ziehen oder soll die Menschheit dem Krieg abschwören?” Von Joseph Rotblat. (mehr...)


25. April 2005

Bombodrom im Südpazifik

Das nukleare Wettrüsten brachte die Menschheit an den Abgrund der Selbstvernichtung und verschlang riesige Ressourcen. Weniger bekannt ist, dass bereits die jahrzehntelange Erprobung von atomaren Massenvernichtungswaffen bis in die Gegenwart hinein unzählige Opfer fordert. Die Langzeitwirkungen der bis heute insgesamt 2.176 Nukleartests sind verantwortlich für Leber- und Magenkrebs, Leukämie, für Fehl- und Totgeburten, genetische Schäden und Erbkrankheiten. Absurdität oder Logik einer Weltordnung? Ein von 175 Staaten unterzeichneter Teststopp-Vertrag verbietet alle Nuklearexplosionen - aber er liegt auf Eis. Von Wolfgang Kötter. (mehr...)


23. April 2005

Weltbürger, Weltzerstörer? Der Fall Albert Einstein

Es muss den Weltbürger Albert Einstein zutiefst getroffen haben, dass das Magazin TIME im Juli 1946 ihn als “Weltzerstörer” bezeichnet hat und als “Mann, der alles in Gang gebracht” habe. Es fiel ihm nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 sehr schwer, sich gegen den perfiden Vorwurf zu wehren, er sei ein “Weltzerstörer” und Massenmörder. Dabei war sein Anteil an der Fertigung der Bombe tatsächlich minimal - sieht man einmal davon ab, dass er 1905 “die Beziehung zwischen Masse und Energie feststellte, eine Wahrheit über die physikalische Welt von sehr allgemeiner Natur”, wie er seinen Kritikern zu bedenken gab. Von Frank Niess. (mehr...)


18. April 2005

Atomwaffensperrvertrag - Oder: der nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NVV)

Der nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NVV - englisch: Non-Proliferation Treaty, NPT) ist der bedeutendste Vertrag zur Verhinderung der Weiterverbreitung nuklearer Waffen. Ihm sind seit Beginn der Unterzeichnungsmöglichkeit am 1. Juli 1968 bzw. dem Inkrafttreten im Jahr 1970 fast alle Staaten der Erde beigetreten. Die nächste Überprüfungskonferenz steht im Mai 2005 an. Von Otfried Nassauer. (mehr...)


09. April 2005

60. Jahrestag - Hiroshima mahnt: Atomwaffenfrei bis 2020!

Dieses Jahr jähren sich die amerikanischen Atombombenabwürfe auf die beiden japanischen Städte Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945) zum 60. Mal. Es ist wichtig, dass dies ein weltweites Jahr des Gedenkens und der Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt wird. Es gilt zu erinnern an den damaligen Schrecken und das unendliche Leid, das mit diesen beiden Atombombenabwürfen hunderttausenden von Menschen angetan wurde. Solidarität mit den Opfern muss aber vor allem heißen, künftiges Leiden solchen Ausmaßes zu verhindern. Junge Menschen engagieren sich im Mai 2005 bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages bei den Vereinten Nationen in New York für atomare Abrüstung. Von Michael Schmid. (mehr...)


02. April 2005

Taktische Atomwaffen als Weiterentwicklung der Artillerie?

Im März 1955 brachten die US-Streitkräfte ihre ersten atomaren Fliegerbomben in die Bundesrepublik. Zu Beginn des Jahres 1960 lagerten in Deutschland bereits 10 unterschiedliche Typen von Atomwaffen aus den USA. Jede einzelne dieser Waffen besaß eine größere maximale Sprengkraft als jene Waffe, die Hiroshima zerstört hatte. Die Bundeswehr wurde mit atomaren Trägersystemen ausgestattet. Heute, 15 Jahre nach Ende des Kalten Krieges, bestehen die nuklearen Strukturen der NATO weiter fort. 150 nukleare Fliegerbomben sollen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein lagern, 20 auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Von Otfried Nassauer. (mehr...)


31. März 2005

Krieg gegen Iran? Hintergründe und Perspektiven

“USA gegen Iran: Der nächste Krieg?” titelte “Der Spiegel” (24.1.05) und druckte in deutscher Übersetzung jenen Artikel des US-Journalisten Seymour Hersh aus “The New Yorker” ab, der mit seinen Enthüllungen über Planungen zu einem US-Militärschlag wie kaum ein anderer einzelner Beitrag zu diplomatischem Aufsehen weltweit geführt hat. Im Streit um das iranische Atomprogramm geht es im Kern um die Frage eines regionalen Ungleichgewichtes: Während Israel, Pakistan, Indien und Russland in unmittelbarer Nachbarschaft des Iran über Atomwaffen verfügen, versuchen die USA deren Besitz der Regierung in Teheran zu verbieten. Von Clemens Ronnefeldt. (mehr...)


30. März 2005

Ist der NPT-Vertrag nur ein Stück Papier?

Wir müssen alles für uns mögliche tun, um den Ausbruch von Kriegen zu verhüten, aus denen eines Tages ein Atomkrieg eskalieren wird, wenn es nicht gelingt, Atomwaffen abzuschaffen. Und wir müssen den Ursachen von gefährlichen Konflikten und Kriegen größtmögliche Aufmerksamkeit schenken und helfen sowie gewaltlos intervenieren, wenn immer das notwendig ist. Im Mai dieses Jahres wird in New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages stattfinden. Die Repräsentanten von über 1.000 Anti-Atomwaffenorganisationen werden versuchen, die gemeinsame Ablehnung der Atomwaffenrüstung deutlich auszusprechen. Von Ulrich Gottstein. (mehr...)


29. März 2005

"Nukleare Teilhabe" Deutschlands könnte rechtswidrig sein

Die vorsitzende Richterin Wild-Völpel am Landgericht Koblenz hob am 29.3.2005 zwei Urteile des Amtsgerichts Cochem auf und sprach die Angeklagten - Johanna Jaskolski (Erftstadt) und Hermann Theisen (Heidelberg) - frei. Der “Aufruf an alle Bundeswehrsoldaten des Jagdbombergeschwaders 33 (Büchel)” (Rheinland-Pfalz) sei nicht rechtswidrig. Im Gegenteil argumentierte Richterin Wild-Völpel in der mündlichen Urteilsbegründung, es sei eine “respektable und diskutable” Rechtsauffassung, dass die Lagerung von und Drohung mit Atomwaffen, die nukleare Teilhabe, verfassungs- und völkerrechtswidrig sei. Von Elke Steven. (mehr...)


24. März 2005

Gefährdet Flugblatt die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland?

Wegen der Verteilung eines Aufrufs an alle Bundeswehrsoldaten des Jagdbombergeschwaders 33 (Büchel)” (Rheinland-Pfalz) vor dem Fliegerhorst in Büchel werden sich zwei Atomwaffengegner am 29. März 2005 vor dem Landgericht Koblenz verteidigen. Das Amtsgericht Cochem verurteilte die Musikerin Hanna Jaskolski und den Sozialpädagogen Hermann Theisen im November 2004, weil sie mit dem Verteilen eines Flugblatts Bundeswehrsoldaten zur Begehung von Straftaten aufgefordert hätten. Wolfgang Sternstein hat seine Berufung gegen das Urteil zurückgezogen. Wir dokumentieren seine Begründung. (mehr...)