Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Kirchen und Frieden

13. November 2016

Erklärung des Welttreffens sozialer Bewegungen und Rede von Franziskus

Am 5. November 2016 ist das Welttreffen der Sozialen Bewegungen zu Ende gegangen, das auf Einladung des Vatikans zum zweiten Mal in Rom stattfand. Bei einer großen Abschlussveranstaltung mit ca. 5.000 TeilnehmerInnen im Vatikan wurde dem Papst die Abschlusserklärung übergeben. Die TeilnehmerInnen erklärten: "Die vom System Ausgeschlossenen, Männer und Frauen, die sich auf diesem III. weltweiten Treffen der Sozialen Bewegungen getroffen haben, erklären, dass der gemeinsame und strukturelle Grund der sozialen Krise und der Umweltkrise die Tyrannei des Geldes, d.h. des herrschenden kapitalistischen System und eine Ideologie ist, die die menschliche Würde nicht respektiert." Sie forderten unter anderem ein universelles Bürgerrecht für alle, "die sich gezwungen sehen, ihren Herkunftsort zu verlassen." Im Anschluss daran erwiderte der Papst mit einer Rede, in der unter anderem auf den Terrorismus einging. (mehr...)


02. November 2016

EKD-Friedensbeauftragter: Das Schweigen durchbrechen auf dem Weg zum Frieden

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, sieht im Gebet eine gute Chance, das Schweigen über die Spuren des Krieges zu durchbrechen. "Schweigen ist wahrscheinlich die tiefste Spur, die Kriege in uns und unseren Gesellschaften hinterlassen", betont Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist. Dabei sei dieser Moment wichtig, in dem Worte das Schweigen durchbrechen und das Erzählen den langen Weg aus dem Trauma eröffnet, ist Renke Brahms überzeugt. "Kriegsspuren", so lautet auch das Motto der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade, die am 6. November beginnt und die dazu auffordert, sich in diesen zehn Tagen bis zum 16. November intensiv auf die Suche nach Spuren zu machen, die den Menschen den Weg des Friedens eröffnet. (mehr...)


20. Oktober 2016

Kommentar zur UN-Agenda 2030 und ihrer nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) verglichen mit den Zielen des Konziliaren Prozesses

Innerhalb der Ökumenischen Bewegung gibt es unterschiedliche Beurteilungen der SDGs (Sustainable Development Goals). Viele ökumenische Basisgruppen freuen sich darüber, dass die Politik ökumenische Erkenntnisse und Forderungen aufgenommen hat. Dagegen neigen kompromisslose Linke, die angeblich das Rad längst erfunden haben, dazu, das 38-Seiten-Papier der Vereinten Nationen als übles Machwerk zur Täuschung Gutwilliger in den Orkus des Vergessens zu werfen. Es gibt gute Gründe für ihr Verhalten. Von Werner Gebert. (mehr...)


25. September 2016

AGDF fordert eine Außenpolitik des Friedens ohne militärische Option

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat sich für eine Politik ausgesprochen, die sich von der Vorrangstellung von Militär, Waffen und Gewalt löst und einer nachhaltigen Friedenslogik folgt. In einer von der Mitgliederversammlung der AGDF in Wiesbaden verabschiedeten Resolution fordert der Friedensverband einen vollständigen Stopp der von Deutschland ausgehenden Rüstungsexporte, auch der bereits genehmigten, außerdem einen konsequenten Einsatz für Abrüstung, auch bei Nuklearwaffen, sowie die Bereitschaft zu einseitigen Schritten bei der Abrüstung. Außerdem tritt die AGDF für den verstärkten Einsatz, den Ausbau und die Weiterentwicklung ziviler Instrumente der Konfliktbearbeitung ein. (mehr...)


09. September 2016

Gegen den verschärfenden Umgang mit Migrantinnen und Migranten

Der pax christi-Diözesanverband Freiburg protestiert gegen die aktuellen Entwicklungen in der deutschen und europäischen Migrationspolitik. Anlass für diesen Protest ist die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber ihrer Bundestagsfraktion vom 1. September 2016. Die Bundeskanzlerin hatte angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingsdiskussion "Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung" von Migrantinnen und Migranten ohne Bleiberecht als die wichtigste Aufgabe in den kommenden Monaten bezeichnet. (mehr...)


04. September 2016

ÖRK ruft zur Unterstützung von Flüchtlingen auf: #WithRefugees

Während Kriege und Konflikte tagtäglich tausende von Familien dazu zwingen, ihr Zuhause zu verlassen, ruft der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) alle Menschen guten Willens dazu auf, die Kampagne des Amtes des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), #WithRefugees, zu unterstützen. Menschen aus der ganzen Welt werden aufgefordert, durch die Unterzeichnung einer Petition ihre Stimme zu erheben und sich dafür einzusetzen, dass jedes Flüchtlingskind zur Schule gehen kann, dass jede Flüchtlingsfamilie an einem sicheren Ort leben kann, und dass alle Flüchtlinge mit ihrer Arbeit oder durch Lernen neuer Fähigkeiten in ihrer Gemeinschaft einen positiven Beitrag leisten können. Am 19. September wird die Petition am Hauptsitz der Vereinten Nationen der Generalversammlung übergeben. (mehr...)


27. Juli 2016

Ein Klopfen um Mitternacht - Martin Luther King und die leere Kanzel in St. Pierre

Vor 50 Jahren, im Juli 1966, fand in Genf die Weltkonferenz für Kirche und Gesellschaft statt. Martin Luther King sollte in der St. Pierre Kathedrale die Festpredigt halten. Doch zwei Tag zuvor musste er absagen, weil in Chicago "das ganze Getto in Flammen aufzugehen drohte" und er die Stadt nicht verlassen wollte. Von der Zentrale der Southern Christian Leadership Conferenze in Atlanta aus schickte er ein Telegramm nach Genf. Von der leeren Kanzel der Kathedrale wurde per Tonband seine Predigt "Ein Klopfen um Mitternacht" abgespielt, die die Konferenz stark mitgeprägt hat. Von Georg Meusel. (mehr...)


08. Juni 2016

Wie die Menschheit eins ist

Die Weltgesellschaft braucht für die notwendige Neuausrichtung der Zivilisation ein zentrales, kraftvolles Bild der Ermutigung: "One human family". Dieses Imago der einen Menschheit ist in vielen Überlieferungen und Bewegungen auf dem ganzen Globus verankert. Der nachfolgende Beitrag hierzu - aus katholischer Sicht - kann am Ende des Artikels auch in fünf Übersetzungen abgerufen werden. Er vermittelt das Kernanliegen einer ausführlichen Gruppenarbeit, die zuerst September 2015 in einem Sammelband "Es droht eine schwarze Wolke" der deutschen Sektion der Internationalen katholische Friedensbewegung pax christi erschienen ist und jetzt auch als Taschenbuch vorliegt. (mehr...)


11. Mai 2016

Immanuel Röder - Ein kaum bekannter Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges aus Korntal, Württemberg

Dem Autor Johannes Maier ist es aus Anlass des 100. Geburtstages des Kriegsdienstverweigerers Immanuel Röder am 7. Januar 2016 wichtig, für das Gedenken an ihn öffentlich ein Zeichen zu setzen. Nur wenige evangelische Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges sind bisher bekannt. Zur "Deutschen Evangelischen Kirche" (DEK von 1933 bis 1945) gehören Hermann Stöhr, 1898 bis 21. Juni 1940, Martin Gauger, 1905 bis 23. Juli 1941, Dietrich Bonhoeffer, 1906 bis 9. April 1945, und mit Richard Kaszemeik, 1914 bis 27. November 1944, ein erst vor kurzem entdeckter weiterer evangelischer Kriegsdienstverweigerer. Immanuel Röder war zwar auch evangelisch, hat aber nicht zur DEK gehört. Alle fünf sind hingerichtet worden. Dietrich Bonhoeffer hatte sich allerdings dem aktiven Widerstand angeschlossen. (mehr...)


29. März 2016

"Fluchtursachen bekämpfen"

Bei der Abschlusskundgebung des Ostermarsches 2016 am 26. März auf dem Stuttgarter Schlossplatz hielt Paul Schobel eine beeindruckende Rede, in der er u.a. die Rüstungsexporte aus Deutschland anprangerte, zum Teilen, zu einer humanen Flüchtlingspolitik und zu einer Revolution der Liebe aufrief. (mehr...)