Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Ihre Spende ermöglicht unser Engagement

Spendenkonto:
Bank: GLS Bank eG
IBAN:
DE36 4306 0967 8023 3348 00
BIC: GENODEM1GLS



Suche in www.lebenshaus-alb.de
 

Soziale Bewegung

10. November 2004

Wird die Antikriegsbewegung sich ihren Aufgaben diesmal gewachsen zeigen?

Der Angriff auf Falluja hat begonnen. Er wird uns als Befreiung der Bevölkerung Fallujas verkauft; man will uns weismachen, dass es sich dabei um einen notwendigen Schritt zur Einführung der “Demokratie” im Irak handelt. Das ist eine Lüge. Rahul Mahajan war während der Belagerung der Stadt im April 2004 in Falluja. Er zeichnet ein bedrückendes Bild des Schreckens davon, was ein solcher Angriff in Wirklichkeit bedeutet. Er meint, auch beim jetzigen Angriff komme der Antikriegsbewegung im Rest der Welt eine große Verantwortung zu, um den Schrecken für die Bevölkerung Fallujas zu mindern. Wir hätten eine Verantwortung, der wir im April nicht gerecht geworden seien. Werden wir uns unserer Aufgabe diesmal gewachsen zeigen? (mehr...)


07. November 2004

Aufwachen! Wehrhafter, lauter und mutiger werden

Wolfram Frommlet hat in einer Rede zur Eröffnung der Oberschwäbischen Friedenswochen angeprangert, dass wir nur noch formale Demokratien hätten. Das Recht auf Arbeit, auf soziale Sicherheit, auf Heimat oder Identität sei gestrichen. Auch künftigen Generationen werde kein Recht auf Zukunft garantiert. Insbesondere in Kirchen und Gewerkschaften müsse begriffen werden, dass die Demokratie nicht mit einem gelegentlichen Kreuzchen auf Wahlzetteln zu retten sei. Wir müssten Position beziehen, als Christen, als Humanisten, als sozialverantwortliche Wesen - in unserem Beruf, in unserem Konsum - auch für den vermutlichen Preis, auf manches und manche verzichten zu müssen. (mehr...)


30. Oktober 2004

Studie: Mindestens 100.000 Tode in Irak - Antikriegsbewegung will Krieg beenden

In einer am 29.10.2004 veröffentlichten Studie kommen amerikanische und iranische Forscher zu dem Ergebnis, dass durch die von den USA angeführte Invasion und Besatzung des Irak mindestens 100.000 Zivilisten ihr Leben verloren, vielleicht sogar mehr. Der meisten toten Zivilisten seien durch Artilleriefeuer und Luftangriffe gestorben. Die Antikriegskampagne VoteNoWar zeigt sich überzeugt, dass nur die Antikriegsbewegung den verbrecherischen Krieg im Irak zu einem Ende bringen kann. In den USA werden hierfür Massenaktionen geplant. Von Michael Schmid. (mehr...)


14. Oktober 2004

Europaweiter Aktionstag gegen EU-Militarisierung am 29. Oktober

Aus Anlass der Unterzeichnung des EU-Verfassungsentwurfes am 29. Oktober durch die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der EU ruft die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) in Abstimmung mit weiteren Organisationen aus dem In- und Ausland für den selben Tag zu einem europaweiten Aktionstag unter dem Motto “Europa in schlechter Verfassung” auf. (mehr...)


13. Oktober 2004

Gewaltfrei, aber nicht machtlos

Mit der gewaltfreien Aktion wurde im vergangenen 20. Jahrhundert eine soziale Erfindung von außerordentlicher Bedeutung gemacht wurde, die zwar vereinzelte Vorläufer hatte, aber in ihren Dimensionen doch etwas Neuartiges darstellt. Die Zahl der Anwendung gewaltfreier Kampftechniken hat sich im 20. Jahrhundert sprunghaft vermehrt. Theodor Ebert geht in einem Vortrag zum 20-jährigen Bestehen der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden auf Erfahrungen mit gewaltfreien Aktionen in der Bundesrepublik ein. (mehr...)


02. Oktober 2004

Der Optimismus der Ungewissheit

Wie kann ich weitermachen und glücklich wirken in dieser furchtbaren Welt, in welcher die Anstrengungen von Menschen oft geringfügig erscheinen, wenn man sieht, was von jenen, welche Macht haben getan wird? Es ist nicht vollkommen sicher, daß die Welt besser werden wird, aber durchaus, daß wir nicht aufgeben sollten, bevor alle Karten gespielt worden sind. Nicht zu spielen hieße gleich auf jede Gewinnchance zu verzichten. Zu spielen, zu handeln, schafft zumindest die Möglichkeit, die Welt zu verändern. Von Howard Zinn. (mehr...)


28. September 2004

Typischer Hartz-Demonstrant ist gut gebildet und von der Reform betroffen

Der typische Demonstrant, der gegen Hartz IV auf die Straße geht, ist männlich, um die 50 Jahre alt, gut gebildet und gut informiert. Laut einer Studie ist oder war er hochqualifizierter Angestellter oder Arbeiter, ist deutlich links orientiert und direkt oder über Familienangehörige von der Reform betroffen. (mehr...)


16. September 2004

Die Macht der Zivilgesellschaft in einer imperialen Zeit

Es ist ein Prozess erbarmungsloser Verarmung im Gange. Das Imperium verstärkt bestehende Ungleichheiten und verschlimmert sie. Konzernchefs, Bankiers, PolitikerInnen und Generäle sagen: “Es gibt keine Alternative”. Dann kommt aus vom Krieg zerstörten Gebieten die kalte Antwort: “Es gibt keine Alternative außer dem Terror”. Terrorismus ist bösartig, ekelhaft und entmenschlicht sowohl diejenigen, die ihn ausüben, wie auch seine Opfer. Natürlich gibt es eine Alternative zum Terrorismus. Sie wird Gerechtigkeit genannt. Rede von Arundhati Roy vom 16. August 2004 in San Francisco. (mehr...)


01. September 2004

Mit seinen Visionen hat er Neues geschaffen und andere angesteckt. Zum Tode von Willi Haller

Am 2. August 2004 ist Willi Haller gestorben. Viele Menschen und Projekte verdanken ihm viel. Von ihm, dem früheren Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, der nach seinem “Ausstieg” aus der unternehmerischen Verantwortung unter anderem als Buchautor, Referent und Mitbegründer einer Reihe von Alternativprojekten aktiv war, von ihm und seinen Ideen haben sich viele anstecken lassen. Ohne seine Ermutigung, ein Projekt wie das Lebenshaus sozusagen im Spagat zwischen Gottvertrauen und betriebswirtschaftlicher Kalkulation anzugehen, wäre zum Beispiel ein solches vermutlich nicht initiiert worden. Ein Nachruf von Ullrich Hahn sowie einige Zitate von Willi Haller. (mehr...)


30. August 2004

Aus gegebenem Anlaß: Gedanken zu Friedensgebet und Demonstration

Die Leipziger Montagsdemonstrationen leiteten 1989 die politische Wende in der DDR ein. Den Demonstrationen stets vorausgegangen waren Friedensgebete in der Nikolaikirche. Einer der Initiatoren der Friedensgebete war Pfarrer Christian Führer. Auch jetzt gehört er wieder zu den Mitorganisatoren der Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV und Sozialabbau. In einer Erklärung versucht er verständlich zu machen, warum er in der jetzigen Situation Montagsdemonstrationen gegen den Sozialabbau für geboten ansieht - allerdings entsprechend dem “Leipziger Modell ‘89” nur im Zusammenhang mit vorhergehenden Friedensgebeten. (mehr...)