Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lateinamerika

11. September 2019

Brasilien: Rekolonisierung

Das nun abgeschlossene Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien soll die größte Freihandelszone weltweit schaffen. Das Abkommen erinnert an das Bahnprojekt Stuttgart 21. Es ist vollkommen aus der Zeit gefallen, berücksichtigt nur Wirtschaftsinteressen und interessiert sich nicht für die ökologisch-sozialen Verwerfungen, die es hervorrufen wird. Ein prachtvolles Weiter-So in den Abgrund. Der brasilianische Journalist Antonio Martins hat auf der Website Outras Palavras, ein von medico international gefördertes Projekt des kritischen Journalismus, folgende, höchst aufschlussreiche Analyse zum Abkommen geschrieben. (mehr...)


09. September 2019

Leonardo Boff: Amazonas: Weder wild noch Lunge oder Kornspeicher der Erde

Die Amazonas-Synode, die im Oktober dieses Jahres in Rom stattfinden wird, bedarf tieferer Kenntnisse des Ökosystems des Amazonas. Einige Mythen müssen widerlegt werden. Von Leonardo Boff. (mehr...)


02. September 2019

Leonardo Boff: Vor Millionen von Jahren mündete der Amazonas in den Pazifik

Entsprechend der PanAmazonas-Synode wollen wir weiter in die Geschichte des Ökosystems des Amazonas eintauchen. Euclides da Cunha (1866-1909), ein Klassiker der brasilianischen Literatur, war auch ein leidenschaftlicher Erforscher der Amazonas-Region und schrieb im Jahr 1905: "Menschliche Intelligenz könnte die machtvolle Realität des Amazonas nicht fassen, sie muss mit ihr wachsen, sich an sie anpassen, um sie zu beherrschen." (Ein verlorenes Paradies - "Um Paraiso perdido", Petropolis 1976, 15). Diese Behauptung führt den üppigen Reichtum dieses riesigen Ökosystems vor Augen. Von Leonardo Boff. (mehr...)


13. Juli 2019

Erwin Kräutler: Kämpfer für den Amazonas

Heute, am 12. Juli 2019, feiert der österreichisch-brasilianische Bischof Dom Erwin Kräutler seinen achtzigsten Geburtstag. Als junger katholischer Ordensgeistlicher ging er 1965 nach Brasilien an den Rio Xingu, wo er 1985 zum Bischof geweiht wurde. Erwin Kräutler gilt als einer der profiliertesten und engagiertesten Bischöfe im Kampf für die Rechte der indigenen Völker und darin auch für den Erhalt des amazonischen Regenwaldes. Kräutler wurde aus diesem Grunde wie viele andere auch mehrfach verhaftet, misshandelt und mit dem Tode bedroht. Für sein Engagement erhielt er 2010 den alternativen Nobelpreis. (mehr...)


24. Juni 2019

Kolumbien: "Wir wollen einen Weg jenseits der Gewalt aufzeigen"

Im April 2019 besuchte der 36-jährige kolumbianische Kriegsdienstverweigerer und Politologe Martín Emilio Rodríguez Colorado Connection e.V.. Auf einer gemeinsam mit der DFG-VK Mainz durchgeführten Veranstaltung berichtete er über die aktuelle Situation der Kriegsdienstverweigerer in Kolumbien. Zudem sprach er auf verschiedenen Ostermärschen im Rhein-Main-Gebiet. Wir nutzten die Gelegenheit, um mit ihm ein Interview zu führen. (mehr...)


28. Mai 2019

Bischof Kräutler zur Amazonien-Synode

Im Interview mit dem vatikanischen Onlineportal "Vatican News" (Freitag, 17. 5. ) kritisiert der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler, dass Brasiliens Staatspräsident Jair Bolsonaro die Amazonasregion vor allem als Wirtschaftsressource betrachtet, sie für multinationale Konzerne öffnet und die Rechte der dort lebenden Indigenen beschneidet. "Er denkt nur vom Export, von der wirtschaftlichen Dimension her. Die Indios existieren für ihn eigentlich nicht", sagte der 79jährige emeritierte Bischof von Altamira-Xingu. "Ich sage auch ganz klar, er kennt Amazonien gar nicht", charakterisiert Kräutler den seit Januar 2019 amtierenden Staatspräsidenten. (mehr...)


19. Mai 2019

Leonard Boff: Auferstehung des Gefolterten und Gekreuzigten

Dieses Jahr feiern wir Ostern im Kontext eines Staates, in dem fast jeder durch eine extrem rechtsgerichtete Regierung mit radikal neoliberalen sozialpolitischer Politik erstickt wird. Dies ist eine erbarmungslose und herzlose Regierung, die den Fortschritt und die Rechte von Millionen von Arbeitern und Menschen anderer sozialen Kategorien zerstört. Die Regierung verkauft die Naturgüter, die zur Souveränität des Landes gehören. Sie akzeptiert die Wiederkolonisierung Brasiliens und versucht, unseren Reichtum auf kleine, mächtige Gruppen im In- und Ausland zu übertragen. Sie hat weder Solidarität noch Empathie für die Ärmsten oder diejenigen, deren Leben von Gewalt und sogar vom Tod bedroht ist, weil sie in den Favelas leben, Schwarze, Indigene, Quilombolas sind oder eine andere sexuelle Orientierung haben. Von Leonardo Boff. (mehr...)


08. Mai 2019

Spekulation hat auf diesem Markt keinen Platz

Tauschen statt bezahlen: Bewohner eines Bergstädtchens im Norden Ecuadors zeigen, wie sich Wirtschaftskrisen abfedern lassen. Von Romano Paganini. (mehr...)


05. Mai 2019

Venezuela: Fatale Eskalation

Die Strategie der Opposition ist brandgefährlich und schränkt ebenso wie Maduros Politik die Möglichkeiten zur Erneuerung eines demokratischen und sozialen Projekts in Venezuela weiter ein. Von Moritz Krawinkel. (mehr...)


03. Mai 2019

Venezuela: Erneut verkalkuliert

Die Bundesregierung hat mit Juan Guaidó einen Hasardeur anerkannt, der offenbar außerstande ist, Kräfteverhältnisse in seinem Land real einzuschätzen. Von Lutz Herden. (mehr...)