Atomwaffen
25. Juli 2005
Pika-Don und HibakushaHiroshima blieb bis zum 6. August 1945 von Bombardements weitgehend verschont. Dann detonierte um 8 Uhr 15 und 43 Sekunden 580 bis 600 m über dem Shima-Krankenhaus die Uran 235-Bombe Little Boy mit einer Sprengkraft von 12,5 Kilotonnen TNT. Am 9. August 1945, einen Tag nach der Kriegserklärung der im Pazifikkrieg bisher neutralen UdSSR an Japan, fiel Fat Man auf das Urakami-Tal in Nagasaki. Sprengkraft diesmal: 22 KT TNT; Material: Plutonium 239. Betroffen wurde, trotz der offiziellen Rhetorik von militärischen Zielen, in erster Linie die Zivilbevölkerung. Von Jörg Siegert. (mehr...) 24. Juli 2005 Nordkorea fordert Friedensvertrag mit USANoch vor den neuen Sechs-Parteien-Gesprächen hat Nordkorea einen Vorstoß über seine Atomwaffen unternommen. Es will sein Atomwaffenprogramm aufgeben, sobald es einen Friedensvertrag mit den USA gibt. Die Sechs-Parteien-Gespräche über das Atomwaffenthema sollen am Dienstag wieder aufgenommen werden. Eine Regierungsdelegation berät seit Freitag mit der Regierung Chinas. Von Karl Grobe. (mehr...) 16. Juli 2005 Truman und der Urknall des Atomwaffen-Zeitalters16. Juli: Jahrestag des ersten Atombomben-Tests. Seit genau sechzig Jahren ist die Atombombe in der Welt. Dem ersten Test und der Zerstörung der beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki folgte ein nukleares Wettrüsten. Von Karl Grobe. (mehr...) 27. Juni 2005 Armageddon in der Eifel50 Jahre Bundeswehr: Die bis heute geltende “nukleare Teilhabe” Deutschlands verstößt gegen Völkerrecht und Grundgesetz. Von Jürgen Rose. (mehr...) 26. Juni 2005 Inferno aus VersehenDie Menschheit läuft Gefahr, sich durch einen Atomkrieg selbst zu vernichten. Die Apokalypse droht nicht allein durch die Hybris und Machtgier skrupelloser Politiker, sondern vor allem deshalb, weil Warnsysteme versagen oder Irrtümer zu Fehlalarmierungen in den Kernwaffenstaaten führen. Nur zu oft konnte in den vergangenen Jahrzehnten eine thermonukleare Konfrontation erst in buchstäblich vorletzter Minute abgewendet werden. Von Wolfgang Kötter. (mehr...) 14. Juni 2005 Kein Konsens auf der Überprüfungskonferenz für den Atomwaffensperrvertrag - Weiterverbreitung von Nuklearwaffen nicht zu stoppen?Das Ergebnis der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages ist mehr als dürftig. Erreicht wurde nämlich nichts. Die Regierung Bush dagegen wird mit dem Nicht-Ergebnis von New York gut leben können. Sie hat jede Kritik an ihren Nuklearwaffen und deren geplanter Modernisierung verhindert. Und Deutschland? Außenminister Fischer deutete an, die Bundesregierung halte den Abzug der nach Ende des Kalten Krieges in Deutschland verbliebenen Atomwaffen für eine vernünftige Idee. Nach Rücksprache mit Verteidigungsminister Struck versprach dieser, das Thema in der NATO zur Sprache zu bringen. Doch passiert ist bislang nichts. Von Otfried Nassauer. (mehr...) 07. Juni 2005 Forderung nach Abzug der US-Atomwaffen: Bundesregierung löst ihre Versprechen nicht einNoch vor einem Monat kündigten Bundesminister den aktiven Einsatz für den Abzug von Atomwaffen aus Deutschland an. Nun treffen sich die NATO-Verteidigungsminister als Nukleare Planungsgruppe am 9./10. Juni in Brüssel. Die beste Gelegenheit, den Abzug der Atomwaffen gegenüber NATO und USA zu thematisieren. Doch das Thema steht nicht auf der Tagesordnung! Laut SPIEGEL-Online vom 4. Juni 2005 hat Rot-Grün bei der Forderung nach Abzug aller amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland einen stillen Rückzug angetreten. Friedensinitiativen wollen mit einer E-Mail-Aktion intervenieren. Von Michael Schmid. (mehr...) 06. Juni 2005 50 Jahre Nuklearwaffen in DeutschlandJahrestage werden oft gefeiert - gerade, wenn es runde sind. In diesem Jahre wird die Bundeswehr 50, und die Bundesrepublik ist seit 50 Jahren Mitglied der NATO. 60 Jahre liegt der Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland zurück. 60 Jahre sind es, seit die Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki deutlich machten, welch unglaubliche Zerstörungsgewalt Atomwaffen haben. Es gibt in diesem Jahr aber noch einen runden Jahrestag, der in der Öffentlichkeit keine Rolle spielt: Vor 50 Jahren begann die Stationierung atomarer Waffen in Deutschland. Im März 1955 brachten die US-Streitkräfte ihre ersten atomaren Fliegerbomben in die Bundesrepublik. Von Otfried Nassauer. (mehr...) 03. Juni 2005 Code für die ApokalypseEs ist an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten ihre Abhängigkeit von Atomwaffen aufgeben. Ich würde die derzeitige US-Nuklearpolitik als unmoralisch, illegal, militärisch unnötig und gefährlich charakterisieren. Jeden Tag kann der US-Präsident innerhalb von 20 Minuten eine Entscheidung treffen, die zum Abschuss der verheerendsten Waffen der Welt führt. Das Risiko eines versehentlichen nuklearen Abschusses ist unakzeptabel hoch. Weit davon entfernt, diese Risiken zu reduzieren, hat die Bush-Regierung signalisiert, dass sie das Kernwaffenarsenal als eine Hauptstütze ihrer militärischen Macht erhalten will. Von Robert S. McNamara. (mehr...) 01. Juni 2005 Wie Amerikas gebrochene (Anti-)Nuklearversprechen uns alle gefährdenBush tat alles, um die Atomwaffensperrvertrags-Verhandlungen scheitern zu lassen. In Washington werden einige feiern. Sie haben gesiegt - in ihrem eigenen beschränkten Sinne. Ein weiteres multilaterales Abkommen konnte gestoppt werden, ohne dass man selbst in die Schusslinie geriet, weil man die Verpflichtungen aus dem letzten Abkommen nicht eingelöst hat. Längerfristig hat Washington die Nonproliferation aber geschwächt - und die Welt zu einem noch gefährlicheren Ort gemacht. Von Robin Cook. (mehr...) |
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