Gesundheit/Krankheit
28. November 2017
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", Teil 1/2"Mit dem Bürgertum steigt eine Klasse zur Herrschaft auf, die sich über Arbeit definiert und sich durch eine um Leistung zentrierte, methodische Lebensführung von der Aristokratie abgrenzt. Die Selbstdisziplin, die sich das Bürgertum auferlegt, schlägt um in und vollendet sich als Fremddisziplinierung. Aus der Härte gegen sich selbst leitet man das Recht, ja beinahe die Pflicht ab, unnachgiebig gegen die unproduktiven und lasterhaften Unterschichten vorzugehen." Dieser Text von Götz Eisenberg stammt aus dem Jahr 1990 und ist ursprünglich in einer doppelt so langen Fassung in der Zeitschrift "psychosozial" erschienen. Lange vor Einführung des Verelendungs- und Disziplinierungsprogramms Hartz IV analyiserte der Autor den allgegenwertigen Terror der Arbeit treffend und mit vielen aufschlussreichen historischen Belegen. (mehr...) 11. Oktober 2017 1957: Rezeptfreies GiftDas Schlafmittel Contergan wird für den Handel zugelassen und führt zu einer Katastrophe. Um seine Gewinne zu halten, greift der Hersteller nicht rechtzeitig ein. Von Ulrike Baureithel. (mehr...) 15. August 2017 Im Dienste des Status QuoGlobale Gesundheitspolitik am Scheideweg: Schützt sie die Privilegien einiger oder setzt sie die Rechte aller in Kraft? Von Thomas Gebauer. (mehr...) 21. Mai 2017 Vom Recht auf StilleEndlich mal ein sonniger Frühlingstag, dachte ich, und trug mein Frühstück auf einem Tablett auf den Balkon. Zur Feier des Tages hatte ich Brötchen geholt und öffnete ein Glas Johannisbeermarmelade, das eine Cousine mir im Herbst geschenkt hatte. Kaum saß ich auf dem Balkon und freute mich, dass die Mauersegler um den Block schwirrten und dabei ihr fröhliches srieh-srieh ausstießen, begann unten ein Nachbar den Rasen zu mähen. Kurz darauf warf jemand seinen Laubbläser an und schließlich wurde schräg gegenüber bei geöffneten Fenstern Staub gesaugt. Die diversen Maschinen-Geräusche verbanden sich mit dem städtischen Grundlärm zu einer schrillen Kakophonie. Ich zog mich fluchtartig ins Innere der Wohnung zurück. Was nützt die schönste Frühlingssonne, wenn von allen Seiten mit Lärm traktiert wird? Von Götz Eisenberg. (mehr...) 27. November 2016 Franz Alt: Wann gibt es wieder blauen Himmel über Europa?In der EU sterben jedes Jahr beinahe eine halbe Million Menschen durch Schadstoffe in der Luft. Feinstaub ist verantwortlich für Asthma und Lungenkrebs. Ein Kommentar von Franz Alt. (mehr...) 23. Februar 2015 Schwangerschaft: Sicherheit ist längst nicht allesBehinderungen können künftig schon mit einem Bluttest erkannt werden. Das wird unsere Gesellschaft verändern. Von Ulrike Baureithel. (mehr...) 23. Dezember 2014 Ebola: Die UnberührbarenEinige Fälle scheinen darauf hinzuweisen, dass auch geheilte Patienten weiterhin ansteckend sind. Von Ulrike Baureithel. (mehr...) 18. November 2014 Ebola: Wer zu spät kommtDie Welt macht den gleichen Fehler wie bei der Aids-Seuche. Auch die Hilfe aus Deutschland ist beschämend gering. Von Ulrike Baureithel. (mehr...) 29. Oktober 2014 Ebola: Das Fremde im EigenenDas Virus wird zu einer globalen Bedrohung. Aber noch schlimmer ist die Angst vor der Epidemie, denn sie hat gesellschaftspolitische Folgen. Von Ulrike Baureithel. (mehr...) 24. Dezember 2013 Leonardo Boff: Achtsamkeit für den Körper vs. KörperkultEs ist eine Bereicherung, die menschliche Existenz unter dem Blickwinkel der Komplexitätstheorie aus zu verstehen. Wir sind komplexe Wesen, d. h. in uns treffen unzählige Faktoren aufeinander: materielle, biologische, energetische, spirituelle, irdische und kosmische. Wir besitzen ein äußerliches Erscheinungsbild, mit dem wir den anderen zu verstehen geben, dass wir eine/r von ihnen sind und dass wir dem Universum der Körper angehören. Und wir haben ein Inneres, das von starken positiven wie negativen Energien besetzt ist, die unsere psychische Individualität bilden. Wir sind Träger der Dimension der Tiefe, wo wir uns die wichtigsten Fragen wie die nach dem Sinn unserer Reise durch diese Welt stellen. Diese Dimensionen bestehen gleichzeitig in uns, interagieren und beeinflussen sich gegenseitig und formen so das, was wir den Menschen nennen. Von Leonardo Boff. (mehr...) |
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