Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Kriegsdienstverweigerung

24. Juli 2006

Gewaltfreier Widerstand im Zweiten Weltkrieg

Auch 61 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es unter PazifistInnen und AnarchistInnen in Deutschland manche Unsicherheiten über ihre Einstellung zu Fragen, die sich im Zusammenhang mit diesem Krieg stellen. Darunter ist auch die Frage, ob der Krieg gegen Nazi-Deutschland ein gerechter Krieg war? Von Wolfgang Rucht.
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11. Juli 2006

Militärverweigerung in den USA - ein kurzer geschichtlicher Abriss

Heute ist der Nationale Aktionstag für Leutnant Ehren Watada, der sich weigert, im illegalen Krieg im Irak mitzukämpfen. Es ist das neueste Kapitel in einer langen und noblen Geschichte des Widerstands innerhalb der US-Streitkräfte. Um diese Geschichte zu begreifen und wohin sie führen könnte, ist es hilfreich zu sehen, dass Verweigerung sehr unterschiedliche Formen annehmen kann. Und es ist wichtig zu begreifen, wie schwer es Verweigerern fällt, ihren patriotischen Standpunkt klarzumachen, solange sie auf sich allein gestellt sind, ohne die Unterstützung der Friedensbewegung als solcher. Von Zoltan Grossman.
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07. Dezember 2005

100. Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner

1905 erhielt Bertha von Suttner den Friedensnobelpreis. Am 5. Dezember 2005 wurde wurde der Friedensaktivistin und Schriftstellerin bei einem Festakt im Parlament in Wien gedacht. Die Ehrenpräsidentin des Internationalen Versöhnungsbundes, Hildegard Goss-Mayr, auf deren Initiative die Feierstunde im Parlament zurückging, hielt dabei die Festansprache. Darin würdigte sie das mutige Engagement Bertha von Suttners gegen den Krieg und deren Ringen um den Aufbau von Alternativen zum Krieg. Gedenken verpflichte uns nach unserer Friedensverantwortung heute zu fragen. Suttners Leitmotiv würde heute wohl lauten: Gewaltfreiheit aufrüsten für Leben in Gerechtigkeit und Frieden für alle. (mehr...)


27. November 2005

Blake Lemoine: "Dank für alles, was Ihr getan habt"

Der US-Verweigerer Blake Lemoine wurde am 14. September wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft im US-Militärgefängnis Fort Sill entlassen. Er hatte Anfang des Jahres 2005 aufgrund seiner Erfahrungen als US-Soldat im Irakkrieg den Kriegsdienst verweigert und leistete im Militär Widerstand, indem er keine Befehle mehr ausführte. Obwohl er seine Kriegsdienstverweigerung erklärt hatte, war er am 28. März 2005 wegen Befehlsverweigerung zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Verschiedene Organisationen hatten ihn in seiner Entscheidung unterstützt. Nach seiner Haftentlassung hatte Rudi Friedrich Gelegenheit, mit Blake Lemoine zu sprechen. (mehr...)


16. November 2005

Auf der Suche nach einer gewaltfreien Alternative zur Bundeswehr (I)

Wie hat sich die Generation der Pazifisten, die im Dritten Reich geboren wurden und den Zweiten Weltkrieg noch vor Augen hatten, angesichts der deutschen Wiederbewaffnung in den 60er Jahren verhalten? Theodor Ebert stellt dar, wie Gandhis Idee einer Shanti Sena, also eines Netzwerks von Friedensbrigaden, in Deutschland in den Jahren von 1961-1964 rezipiert und erprobt wurde, bis dann klar war: Man kann nicht in die Praxis springen, ohne eine klare und deutliche Vorstellung von dem zu haben, was man anstrebt und ohne die Erfahrungen, die mit gewaltlosen Methoden bereits gemacht wurden, erforscht zu haben. Teil I. (mehr...)


16. November 2005

Auf der Suche nach einer gewaltfreien Alternative zur Bundeswehr (II)

Wie hat sich die Generation der Pazifisten, die im Dritten Reich geboren wurden und den Zweiten Weltkrieg noch vor Augen hatten, angesichts der deutschen Wiederbewaffnung in den 60er Jahren verhalten? Theodor Ebert stellt dar, wie Gandhis Idee einer Shanti Sena, also eines Netzwerks von Friedensbrigaden, in Deutschland in den Jahren von 1961-1964 rezipiert und erprobt wurde, bis dann klar war: Man kann nicht in die Praxis springen, ohne eine klare und deutliche Vorstellung von dem zu haben, was man anstrebt und ohne die Erfahrungen, die mit gewaltlosen Methoden bereits gemacht wurden, erforscht zu haben. Teil II. (mehr...)


28. Oktober 2005

"Einen langen Atem entwickeln"

Mehmet Tarhan hat sich in der Türkei öffentlich als schwul bezeichnet. In einer homophoben, vom Militär dominierten Gesellschaft ist das ein Sakrileg. Wer schwul ist, ist in den Augen des türkischen Staates und Militärs “krank”. Mehmet Tarhan begreift sich als gewaltfreier Anarchist und hat öffentlich den Kriegsdienst verweigert. Ein weiteres Sakrileg, denn ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gibt es in der Türkei nicht. Am 10. August 2005 wurde Mehmet Tarhan vom Militärgericht in Sivas zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Interview mit zwei internationalen BeobachterInnen über ihre Motivation und ihre Erfahrungen. (mehr...)


01. September 2005

Antikriegstag 2005 - Krieg ist ein Verbrechen!

Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ruft anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen zur friedenspolitischen Einmischung in den Wahlkampf auf. Zahlreiche Bundestagskandidaten werden sich heute - anlässlich des Antikriegstages - zu wahren Friedensfreunden generieren. Doch Vorsicht: Aus friedenspolitischer Sicht nähern sich viele Bundestagstagskandidaten gefährlich den Positionen eines falsch verstandenen Interventionismus an. Hierzu erklärt die DFG-VK: Krieg ist die Ursache - nicht die Lösung! Aufrüstung bzw. Umrüstung der Bundeswehr ist der falsche Weg. Nötig ist ein Paradigmenwechsel hin zu wirklicher Friedenspolitik, die darauf abzielt die Kriegsursachen mit zivilen Mitteln zu bekämpfen. Von Joachim Thommes. (mehr...)


15. April 2005

Kann Kriegsdienstverweigerung die Besetzung beenden?

Die Bewegung der Kriegsdienstverweigerer in Israel ist in den letzten Jahren schnell gewachsen. In der israelischen Gesellschaft hat die Entscheidung, den Militärdienst in den besetzten Gebieten zu verweigern und ein so genannter “Refusenik” zu werden, an Akzeptanz gewonnen. Nach Meinung des optimistischen Direktors von Courage to Refuse (Mut zur Verweigerung), Arik Diamant, kann die Bewegung etwas erreichen, was für viele noch undenkbar ist. “Wir stoßen auf sehr gute Resonanz”, erklärt Diamant. “Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden wir die Besetzung beenden.” Von Martin Smedjeback. (mehr...)


04. April 2005

Kriegsdienstverweigerung im Irak: "Meine Menschlichkeit wiedergewinnen"

Jenen, die immer noch schweigen, jenen, die weiterhin ihr Gewissen betrügen, jenen, die das Böse nicht klarer benennen, jenen unter uns, die immer noch nicht genug tun, um sich zu verweigern und Widerstand zu leisten, rufe ich zu: “Vorwärts!” Lasst uns gemeinsam unsere Gedanken befreien, unsere Herzen erweichen, die Verwundeten trösten, unsere Waffen niederlegen und uns als Menschen wiedererkennen, indem wir dem Krieg ein Ende bereiten. Camilo Mejia, von dem diese Sätze stammen, hat acht Monate kämpfend im Irak verbracht. Auf einem Heimaturlaub ersuchte er Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. Wegen seiner Weigerung, in den Irak zurückzukehren, wurde er vom US-Militär wegen Desertation verurteilt. (mehr...)