Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Afrika

15. Oktober 2004

Westsahara - eine endlose Geschichte

Nach sieben Jahren hat James Baker Mitte Juni seinen “Mediatoren-Job” im lang anhaltenden Konflikt um die ehemalige spanische Westsahara-Kolonie niedergelegt. Einen neuen “Persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Westsahara” wird es nicht mehr geben. Noch vor Bakers Rücktritt hatte der Weltsicherheitsrat Ende April sein seit 1991 bestehendes Westsahara-Mandat wieder einmal um 6 Monate verlängert und damit zum drittlängsten UN-Einsatz nach Zypern und Palästina gemacht. Von Axel Goldau. (mehr...)


02. September 2004

Fluchtursachen bekämpfen, nicht Flüchtlinge!

In den letzten Wochen nutzte Bundesinnenminister Otto Schily, inzwischen auch mit Unterstützung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Affäre um die “Cap Anamur” zu dem Vorschlag, Aufnahmelager für Flüchtlinge in Nordafrika einzurichten. pax christi spricht sich in einer Stellungnahme klar gegen solche EU-Aufnahmeeinrichtungen außerhalb ihres Territoriums aus. pax christi stimmt Bundesinnenminister Schily in dem Punkt zu, dass Hauptursache für Migrationsbewegungen aus Afrika politische Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen, soziales Elend und wirtschaftliche Notlage sind. Es ist richtig, dass wir die Fluchtursachen bekämpfen müssen. (mehr...)


02. August 2004

Mit neokolonialer Attitüde an den Problemen der Flüchtlinge und der Staaten Afrikas vorbei

PRO ASYL kritisiert Schilys Vorstellungen von einem Flüchtlingsschutz irgendwo in Afrika, aber nicht in der EU, als den Ausdruck einer neokolonialen Attitüde unter Ausblendung der Fakten zur Flüchtlingssituation in Afrika. Sein Aufruf zu einer “kohärenten Afrikapolitik” ist die Verbrämung seiner Absicht, afrikanischen Staaten den Rest der Probleme zusätzlich aufzuoktroyieren. Seine Forderung nach einer “kohärenten Afrikapolitik” blendet aus, dass die letzten Jahrzehnte Dekaden versäumter Fluchtursachenbekämpfung waren. (mehr...)


22. Juli 2004

Ein Aufruf für den Sudan

David Nally meint, wenn man die etablierte Presse durchschaut und die sehr unregelmäßigen und emotionslosen Nachrichten über das anhaltende Morden im Sudan liest, ergreift einen der erschreckende Gedanken, dass es vielleicht keinen interessiert. Angesichts einer menschlichen Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes ist es wahrlich tragisch, dass diese Gewalttätigkeiten nicht wenigstens zu ernsthaften Diskussionen führen. (mehr...)


20. Juli 2004

Sudan: Vergewaltigung als Kriegswaffe

Ein neuer Bericht von amnesty international listet Hunderte Fälle von sexueller Gewalt in der sudanesischen Krisenregion Dafur auf. Regierungsnahe Janjawid-Milizen vergewaltigen systematisch Frauen und Mädchen. Amnesty international fordert, dass die internationale Gemeinschaft Vergewaltigung als Kriegsverbrechen endlich ernst nehmen muss! (mehr...)


05. Juni 2004

Afrika im Fadenkreuz: Vom vergessenen Kontinent zum Objekt der Begierde

Während der afrikanische Kontinent jahrelang stiefmütterlich behandelt wurde, zeichnet sich seit einiger Zeit ein Strategiewandel ab - insbesondere in der amerikanischen Debatte. Man könne es sich “nicht mehr länger erlauben, dass Afrika am Ende der außenpolitischen To-Do-Liste steht”, schreibt die “International Herald Tribune”. Der ehemalige US-Botschafter in Nigeria, Princeton Lyman, benennt die hierfür ausschlaggebenden Faktoren: “In einer sich verändernden Welt kommt Afrika eine neue Bedeutung hinsichtlich für Amerika relevanter Fragen wie Energie, Terrorismus und Handel zu.” (mehr...)


26. Mai 2004

Sudan: Reichhaltige Bodenschätze

In Berlin mehren sich Stimmen für einen Militäreinsatz im Sudan und die anschließende Teilung des Landes. Während ein Friedensabkommen in dem Bürgerkriegsstaat offenbar unmittelbar bevorsteht, kritisieren deutsche Medien den Sudan als “nationalstaatliches Kunstgebilde” und rufen Erinnerungen an die Aufspaltung Jugoslawiens wach. Der Südsudan verfügt über reichhaltige Bodenschätze, unter anderem Öl, Gold und Uran. (mehr...)


19. Mai 2004

Hundert Jahre Völkermord: Von der Last des Erinnerns und von dem Recht auf Entschädigung

“Wer keine Erinnerung hat, hat keine Zukunft”. Dieses Wort von Primo Levi hat zentrale Bedeutung für die hundertjährige weitgehende Verdrängung des dunklen und grausamen Kapitels von über dreißigjähriger deutscher Kolonialgeschichte im deutschen öffentlichen Bewusstsein bis heute. Auch heute gilt die deutsche Kolonialzeit weitgehend als kurze Episode, welche insgesamt als eine Art Entwicklungshilfe einzustufen ist, da sie den traditionell verfeindeten und primitiven Stämmen die Segnungen der westlichen Zivilisation und christlicher Religion bescherte. Von Theo Kneifel. (mehr...)


10. Mai 2004

Apartheid nach der Apartheid - Eine kritische Bilanz nach zehn Jahren Demokratie in Südafrika

Seit den ersten demokratischen Wahlen Südafrikas im April 1994 sind jetzt zehn Jahre vergangen. Zeit für eine kritische Bilanz. Zeit zu fragen, was aus dem Hoffnungsträger Südafrika geworden ist; wohin die Reise geht. Die Euphorie über das “Wunder” der friedlichen Abschaffung der gesetzlichen Apartheid hat sich gelegt. Der Transformationsprozess im demokratischen Südafrika ist bisher nur einer kleinen Elite zugute gekommen. Diese ist nach wie vor weiß und ist nur um eine schwarze Komponente erweitert worden. Von Theo Kneifel. (mehr...)


16. März 2004

Safi: die Geschichte einer couragierten jungen Frau, die sich aus ihrem Martyrium befreit

Am 10.03.2004 hat die in Kinshasa (Kongo) erscheinende Tageszeitung "Le Potentiel" den Bericht einer jungen Frau über ihr Martyrium veröffentlicht. Dieser erschütternde Bericht ist dazu geeignet, den anonymen Zahlen über die Greueltaten in der Demokratischen Republik Kongo ein Gesicht zu geben. "Ich bin gerannt, gerannt..., um mich zu retten. Ich hatte den Eindruck, als ob ich flog. Das, was ich wußte, war, daß ich rennen mußte, um mein Leben zu retten".
(mehr...)