Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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22. April 2019 | Internationales, Militär und Krieg
“Grandiose Gewaltfreiheit”

Am Abend des 11. März 2019 hat der soeben von einer weiteren Krankenhausbehandlung in Genf nach Algerien zurückgekehrte Präsident Abdelaziz Bouteflika - oder wie auch immer diejenigen, die in seinem Namen sprechen oder Briefe schreiben - auf die Präsidentschaftskandidatur am 18. April verzichtet. Die Wahlen, die auf den 18. April angesetzt waren, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein erster Erfolg für die gewaltfreie Massenbewegung. Von Lou Marin.

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23. März 2019 | Internationales, Militär und Krieg
“Es ist zuviel. 20 Jahre ist er an der Macht.”

Die Menschen in Algerien haben die Straße wiedergefunden: Am 1. März haben in Algier, Oran und allen anderen Städten des Landes Hunderttausende gegen die fünfte Wiederwahl des greisen und seit einem schweren Schlaganfall 2013 bewegungs-, sprach- und wahrnehmungsunfähigen Präsidenten protestiert. Von Lou Marin.

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26. Februar 2019 | Internationales, Militär und Krieg
Der Sudan erneut im Kampf gegen die Tyrannei

Seit dem 19. Dezember 2018 gibt es im Sudan eine systemkritische Massenbewegung gegen das islamistische Regime Omar Al-Baschirs, das seit 1989 an der Macht ist und dem Massenmorde in Darfur in den Neunzigerjahren zur Last gelegt werden. Die Bewegung war entstanden, weil an diesem Dezembertag vom Regime eine Verdreifachung des Brotpreises angeordnet wurde. Von Lou Marin.

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24. April 2018 | Gesellschaft
Erinnerung an Ekkehart Krippendorff

Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King, Jr., in den USA ermordet. Mit diesem rassistischen Mord eskalierte in den USA und vielen anderen Ländern die Revolte, an die jetzt zum 50. Mal erinnert wird. Am Abend dieses 4. April 1968 zog in Berlin ein spontaner Demonstrationszug von mehreren tausend Menschen zum Schöneberger Rathaus. Die Erinnerungsrede an M.L. King hielt damals, vor 50 Jahren, Ekkehart Krippendorff. Er sprach von dem "anderen Amerika", das "größer und besser ist als seine Regierungen und deren Politik". Zu Kings Vermächtnis meinte er später: "Uns mit diesem mutigen Visionär eines Amerika identifizieren zu können, das die großen Ideale der eigenen Revolution wieder ernst nimmt und zur Richtschnur ethisch begründeter Politik macht, gab der APO Kraft und Perspektive" (ebd.). Von Lou Marin.

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09. April 2018 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
In memoriam Ekkehart Krippendorff

Ekkehart Krippendorff, geb. 1934 in Eisenach, hat den Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkriegs als acht- bis elfjähriger Junge noch bewusst miterlebt. Ekkehart war ein urgermanischer, typischerweise in Nazifamilien verliehener Vorname: "Teutscher als mit zwei KK und dem T am Ende ging es kaum" (Lebensfäden. Die Scham darüber war für ihn eine Antriebsfeder, in seinem weiteren Leben einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Er wurde zum Mitbegründer der kritischen Friedensforschung und publizierte auch für AnarchistInnen unverzichtbare Werke zur Staats- und Militärkritik. Sein gesamtes weiteres Leben lang blieb er unbeugsamer Kriegsgegner - eine beeindruckende Konsequenz, mit seiner Kindheitserfahrung produktiv umzugehen. Von Lou Marin.

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14. Februar 2018 | Ökologie
Ein Etappensieg der Ökologiebewegung

Als am 17. Januar 2018 Premierminister Edouard Philippe im Auftrag des französischen Präsidenten Macron die Entscheidung bekannt gab, dass der seit über 45 Jahren geplante Großflughafen Nantes-Notre-Dame-des-Landes nicht gebaut wird, flogen im "Bocage" (Feucht- und Waldgebiet im Westen Frankreichs) der ZAD (Zone à défendre; zu verteidigende Zone) die Sektkorken. AktivistInnen, BäuerInnen und WaldbesetzerInnen umarmten sich. Es ist ein Erfolg des Widerstands der erstarkten Ökologiebewegung in Frankreich und wird ermutigende Perspektiven für den weiteren Widerstand gegen "projets inutiles" (nutzlose Projekte) nach sich ziehen. Kommentar von Lou Marin.

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03. Februar 2015 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Der gewaltfreie Anarchist bei Charlie Hebdo

Die fünf Zeichner, die am 7. Januar 2015 bei Charlie Hebdo neben sieben weiteren Personen kaltblütig ermordet wurden, hießen Charb, Wolinski, Cabu, Tignous und Honoré. Es wäre nicht ganz richtig, sie und die anderen JournalistInnen (Überlebende und Ermordete), oder überhaupt die Satirezeitschrift Charlie Hebdo einfach als libertär zu bezeichnen, dazu war das Spektrum zu heterogen. "Die Wochenzeitung bestand aus Anarchisten, Ökologen, Kommunisten, Trotzkisten und sie stritten sich untereinander mehr und mehr", so beschreibt es die linksliberale Tageszeitung Libération, in deren Räumen die Überlebenden, wie schon nach dem islamistischen Brandanschlag 2011 auf die Charlie Hebdo-Redaktion, Zuflucht gefunden haben. Von Lou Marin.

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17. November 2014 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Arundhati Roys Angriff trifft den Falschen!

In ihrem "Stern"-Interview vom 25.9.2014 übte die indische Schriftstellerin Arundhati Roy scharfe Kritik an der charismatischen Person des gewaltfreien Widerstands in Indien, M.K. Gandhi (1869-1948). Die Diskussion ist vor dem Hintergrund der neuen hindu-nationalistischen Regierung in Indien bedeutsam, aber auch angesichts der derzeitigen unausgesetzten Kriegspropaganda weltweit, zu der Gandhi noch immer einen realitätserprobten Gegenpol darstellt. Lou Marin entgegnet Arundhati Roys Kritik an Gandhis Positionen zum Kastensystem im "Stern"-Interview.

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06. Februar 2011 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Wohin will Arundhati Roy? Instrumentalisierung, Modernisierung und kriegsbedingte Unterernährung Teil 2

Die kritische Auseinandersetzung mit der indischen Intellektuellen Arundhati Roy angesichts ihres Besuchs bei der maoistischen Guerilla in Zentralindien geht der Frage nach, inwiefern der bewaffnete Kampf derzeit in Indien eine erfolgreiche Alternative zu den an der Narmada praktizierten Kampfmitteln für den Schutz der von industriellen Großprojekten betroffenen Bevölkerung, meist Indigene (in Indien: Adivasi), sein könnte. Von Lou Marin.

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03. Januar 2011 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Wohin will Arundhati Roy? Letzte Zuflucht Guerilla im Kampf gegen industrielle Großprojekte? Teil 1

In der indischen Intellektuellen Arundhati Roy haben die Kämpfe indigener und anderer betroffener Bevölkerungen in der Südhemisphäre gegen industrielle Großprojektediese eine weltweit bekannte Stimme gefunden, die bisher zwar immer wieder eine Neuformulierung und Aktualisierung direkter gewaltfreier Aktionsstrategien angesichts verschärfter Repression forderte, ohne dabei aber den gewaltfreien Weg zu verlassen. Eine Frage, die in der Zeitschrift Graswurzelrevolution ausführlich behandelt wird, ist die, ob es erkennbare Änderungen in den Positionsbestimmungen Roys gibt, die uns aus antimilitaristischer und gewaltfrei-libertärer Sicht eine weitgehende Zustimmung künftig erschweren werden, weil sie sich der maoistischen Guerilla annähert. Von Lou Marin.

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29. Januar 2008 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Indigener, subalterner oder postmoderner Gandhi?

Am 30. Januar 1948, vor 60 Jahren also, wurde Mohandas Karamchand Gandhi (geb. 1869) durch einen fundamentalistischen Hindu-Nationalisten ermordet. Was bleibt von Gandhis Erbe? Im anglo-amerikanischen Sprachraum hat sich über Jahrzehnte hinweg eine faszinierende und an Reflexionen reichhaltige Gandhi-Rezeption entwickelt, über die im deutschen Sprachraum noch wenig bekannt ist. Damit befasst sich beispielhaft die im Februar 2008 neu erscheinende Übersetzung der Gandhi-Interpretation des indischen Sozialpsychologen Ashis Nandy: “Der Intimfeind (The Intimate Enemy). Verlust und Wiederaneignung der Persönlichkeit im Kolonialismus.” Von Lou Marin.

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05. Februar 2007 | Buchrezensionen
Simone Weil und der Anarchismus

Simone Weil (1909-1943), französische Philosophin, Lehrerin, Fabrikarbeiterin und Kämpferin im Spanischen Bürgerkrieg, wurde hierzulande in erster Linie als religiöse Denkerin wahrgenommen, als Gottessucherin, als christliche Mystikerin. Dieses Bild von ihr wurde vor allem durch Schriften des letzten Lebensabschnitts der 1943 im Alter von erst 34 Jahren Verstorbenen genährt. Dass sie eine radikale Gesellschaftskritikerin war, fand hierzulande bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hinein kaum Berücksichtigung. Zu einer Veränderung des Bildes der französischen Philosophin könnte nun das Buch "Lebenserfahrung und Geistesarbeit. Simone Weil und der Anarchismus" beitragen, das vom Verlag Graswurzelrevolution herausgegeben wurde. Von Michael Schmid.

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