Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Lebenshaus-Aktivitäten zu den 77. Hiroshima-/Nagasaki-Gedenktagen

Mit verschiedenen Aktivitäten hat Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. auf die 77. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sowie auf die aktuelle Atomwaffensituation aufmerksam gemacht. 158 Personen und Organisationen haben den Aufruf "Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!" von Lebenshaus Schwäbische Alb unterzeichnet und die Veröffentlichung in verschiedenen Zeitungen ermöglicht. Am 9. August, dem Nagasaki-Gedenktag, veranstaltete der Verein mit Sitz in Gammertingen gemeinsam mit der örtlichen Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) eine Kundgebung.

Mit dem Titel "Atombombenopfer mahnen - Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!" fand am 9. August 2022, auf den Tag genau 77 Jahre nach dem Atomwaffenangriff auf die japanische Stadt Nagasaki, in Gammertingen eine Kundgebung statt. In einem Redebeitrag blickte Michael Schmid zunächst auf die historische Entwicklung von Atombomben, die Entscheidung zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und deren Folgen zurück. In einem zweiten Teil spannte er den Bogen von der Atomwaffenpolitik der vergangenen Jahrzehnte, den damit verbundenen Gefahren der Vernichtung allen menschlichen Lebens, hin zur äußerst brisanten aktuellen Situation, in der das Atomkriegsrisiko durch den Ukrainekrieg nochmals deutlich erhöht wurde.

Zwischen den beiden Redeteilen las Katrin Warnatzsch das eindrucksvolle Zeugnis von Kumiko Arakawa vor, einer Überlebenden des Nagasaki-Verbrechens vom 9. August 1945. Anschließend wurde schweigend der Opfer der Verbrechen durch die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki und den von über 2000 Atombombentests betroffenen Menschen gedacht. Gudrun Scheuerle und Walter Märkle trugen das Gedicht "Hiroshima" von Marie Luise Kaschnitz vor. Abschließend wurde ein Ausschnitt aus der aktuellen Friedenserklärung des Bürgermeisters von Nagasaki vom 9. August 2022 vorgelesen.

Veranschaulicht wurde die verheerende Wirkung der Atombomben durch eine kleine Ausstellung mit Bildern, auf denen die Zerstörung der Städte Hiroshima und Nagasaki und teilweise schwerstverletzte Menschen zu sehen sind.

Nachdem die Kundgebungen zu den Hiroshima-Nagasaki-Gedenktagen in den beiden Vorjahren mit 35 und 40 Teilnehmenden für unsere Verhältnisse hervorragend besucht waren, hätten wir uns dieses Jahr durchaus etwas mehr als 14 teilnehmende Menschen gewünscht.

Die Kundgebung in Gammertingen war eine von über 100 Veranstaltungen, die alleine in der Bundesrepublik zu den 77. Jahrestagen der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki stattfanden. Gemeinsames Anliegen war, sichtbar an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki erinnern und einen deutschen Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot fordern!

Aufruf "Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!" findet große Unterstützung

Lebenshaus Schwäbische Alb hat dieses Jahr zu den diesjährigen Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktagen wieder eine Anzeigenkampagne durchgeführt. Es wurden Einzelpersonen und Organisationen zur Unterstützung gesucht, um den Aufruf in Zeitungen veröffentlichen zu können.

Diese Anzeigenaktion fand eine so gute Unterstützung, dass wir am 4. August eine ganzseitige Anzeige mit dem Aufruf "Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!" in den Amtsblättern der Region Mittleres Laucherttal auf der Schwäbischen Alb veröffentlichen konnten. Bei dieser Amtsblatt-Anzeige konnten die Namen von nahezu allen 137 Personen und 21 Organisationen aus nah und fern aufgeführt werden, die bis zu diesem Zeitpunkt die Veröffentlichung des Aufrufs unterstützt haben (Aufruf mit Namen siehe unten). Zudem konnten weitere Anzeigen am 6. August (Hiroshima-Tag) in den redaktionellen Teilen der Tageszeitungen "Reutlinger Generalanzeiger" und "Zollern-Alb-Kurier" erscheinen.

Vielen Dank an alle, die die Veröffentlichung dieser Anzeigen möglich gemacht haben, mit denen wir rund 60.000 Haushalte erreichen konnten!

In dem Aufruf wird von der Bundesregierung gefordert, "Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten" sowie "auf dem Weg zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auf die atomare Bewaffnung neuer Kampfflugzeuge zu verzichten". Außerdem solle sie "kooperative Sicherheit durch eine Politik der Friedenslogik in den Blick nehmen und damit die nukleare Abschreckung überwinden helfen."

Der Aufruf "Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!" kann auch nach der Veröffentlichung als Anzeige weiter unterzeichnet werden. Unter anderem planen wir einen Brief an die Bundesregierung, in dem wir die Zahl der Menschen anführen möchten, welche die an die deutsche Regierung gerichteten Forderungen unterstützen.

Sollten Spenden über den Betrag hinaus eingehen, der für die Anzeigenaktion und weitere Auslagen im Zusammenhang mit den diesjährigen Hiroshima-Nagasaki-Gedenktagen anfällt, dann verwenden wir diese für unsere Arbeit für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie.

Als Lebenshaus Schwäbische Alb- Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. gehörten wir gemeinsam mit der der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V., den Internationalen Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) Deutschland e.V., der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" und Ohne Rüstung Leben e.V.  zu den Kooperationspartnern einer Aktion der Pacemakers - Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen, mit der Anzeigen in der taz, in der Freitag und als Kurzfassung digital im Tagesspiegel erschienen ist. 

Weitere Informationen:


AUFRUF

"Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot!"

Am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Innerhalb kürzester Zeit verdampften und verbrannten Zehntausende Menschen. In den folgenden Jahrzehnten wurden unzählige Menschen Opfer dieses Infernos sowie der mehr als 2.000 Atomtests in Afrika, Asien, Australien, Nordamerika und dem pazifischen Ozean.

Heute bedrohen uns weltweit noch immer 12.700 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Friedensforscher warnen vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. In Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für neue, zielgenauere Atombomben in Büchel angeschafft werden.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 und den nuklearen Drohgebärden Russlands fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag trat am 22. Januar 2021 in Kraft. Bis heute sind ihm 66 Länder beigetreten. Auch die internationale Zivilgesellschaft war mit zahlreichen Delegierten in Wien vertreten. Überlebende der Atombombenabwürfe in Japan sowie der Atomtests berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die diese Massenvernichtungswaffen verursachen.

Wir begrüßen, dass die Vertragsstaaten in Wien ihre Besorgnis und Bestürzung über die Drohungen und den Einsatz von Atomwaffen zum Ausdruck gebracht haben und unmissverständlich "alle nuklearen Bedrohungen, ob explizit oder implizit und ungeachtet der Umstände" verurteilten.

Wir begrüßen, dass Deutschland an der UN-Konferenz als Beobachter teilgenommen hat. Gleichzeitig kritisieren wir, dass Deutschland durch seinen Vertreter in Wien ausdrücklich seine Ablehnung des Atomwaffenverbotsvertrags bekräftigte.

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten;
  • auf dem Weg zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auf die atomare Bewaffnung neuer Kampfflugzeuge zu verzichten;
  • kooperative Sicherheit durch eine Politik der Friedenslogik in den Blick zu nehmen und damit die nukleare Abschreckung überwinden zu helfen.

Rund um die Gedenktage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 77 Jahren finden vielfältige Aktivitäten statt. Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. lädt für den 9. August zu einer Gedenkveranstaltung ein (18:00 Uhr am Stadtbrunnen in Gammertingen). Gemeinsam mit zahlreichen Aktionen an vielen Orten wollen wir sichtbar an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki sowie der Atomtests erinnern und einen deutschen Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot fordern!

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Dies ist eine Aktion von Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Wir freuen uns über weitere Unterzeichner*innen dieses Aufrufs. Bitte mit Namen und Anschrift per Mail an: info@lebenshaus-alb.de oder per Post an: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen. Internet: www.lebenshaus-alb.de

Spendenkonto für die Finanzierung dieser Anzeigenaktion und die Weiterarbeit für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., GLS Bank, IBAN DE36 4306 0967 8023 3348 00 Verwendungszweck: Hiroshima-Nagasaki 2022.
Steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen werden ab 25 € automatisch im Januar 2023 verschickt (bitte Anschrift angeben).

Unterstützt von: Michael Amberg-Scherer; Inge Ammon; Annette Bänsch-Richter-Hansen; Dr. Christian Bartolf; Winfried Belz; Christoph Besemer; Maximillian Bess; Paul Bosler; Dr. Markus Braun; Eva Breuer; Jörg Breuninger; Norbert Brücken; Bärbel Brückner-Walter; Rainer Buck; Dr. Manfred Budzinski; Peter Bürger; Barbara Bürger; Eberhard Bürger; Ingeborg Conrad; Reiner Conrad; Gisela Daunis; Inge De Caerlé; Bettina Deißinger; Ulrich Deißinger; Barbara Dürr; Karl Fauß; Monika Fauß; Albert Fischer; Walter Friedmann; Harald Frister; Wolfram Frommlet; Albert Fuchs; Lenemarie Funck-Späth; Bernd Geisler; Reinhold Gieringer; Christiane Gollwitzer; Dorothea Hahn; Dr. Martin Th. Hahn, Univ.-Prof. i. R.; Heike Hänsel; Wolfgang P. Hart; Ive Hauswald; Hannelore Heinrich; Martin Heller; Jochen Hoerth; Rosemarie Hoerth; Eckard Holler; Rita Huditz; Walter Huditz; Dr. Hildegard Jurisch; Dieter Kaltenhäuser; Elisabeth Kaltenhäuser; Christine Kelch-Heller; Winfried Kern; Rainer König; Silke König; Christa Koppe; Reinhard Koppe; Margarete Körner-Rathfelder; Julia Kramer; Monika Kremmer; Burkhard M. Kuban; Friedhelm Kuhl; Dr. Eckart Kühne; Helmut Kupffer; Karin Kupka; Marion Küpker; Gudrun Küppershaus-Fudickar; Gabriele Lang; Ursula Lempp; Dr. Hans-Georg Lewek; Andreas Linder; Hartmut Louis; Gisa Luu; Walter Märkle; Rose Marstaller-Bess; Christiana Mehl; Rudolf Mehl; Hubert Meixner; Hanna Menzel; Willi Moosmann; Norbert Müller; Dr. Gisela Müller; Siegfried Müller; Wolfgang Müller-Breuer; Ulrike Nagel-Goedan; Bärbel Neef; Verena Nerz; Dr. Bernhard Nübel; Ursula Nübel; Sabine Oesterle; Prof. Dr. Gottfried Orth; Margot Ott-Meixner; Axel Pfaff-Schneider: Dr. Ralf Resch; Freimut Richter-Hansen; Clemens Ronnefeldt; Raphael Rosenhagen; Philipp Rosenhagen; Christine Rothfeld; Hubert Rothfeld; Prof. Dr. Werner Ruf; Barbara Ruthardt-Horneber; Dietlind Schaale; Reinhard Schantz; Inge Schempf; Dr. Wolfgang Schempf; Gudrun Scheuerle; Ursula Schleier; Michael Schmid; Dr. Werner Schmidt; Ulrich Schmitthenner; Bruno Schneckenburger; Dr. Erich Schneider; Paul Schobel; Wiltrud Schüle; Judith Schulte-Bernd; Heide Schütz; Regina Schwill-Braun; Bruno Sing; Martin Singe; Ina Teutsch; Dirk Uehlein; Dr. Heiner Michael Vogt; Gerhard Vöhringer; Ursula Vöhringer; Anneliese Volz; Hansmartin Volz; Anne von Grudzinski; Michael Walter; Katrin Warnatzsch; Rosemarie Wechsler; Gerhard Weihing; Dr. Sören Widmann; Gunther Wruck; Beverly Zane; u.a.m.

AK Flüchtlinge Reutlingen; Aktion Selbstbesteuerung eV - Friede durch gerechte Entwicklungspolitik; Asylpfarramt Prälatur Reutlingen; Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Sigmaringen; Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Zollernalb; Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Freiburg; Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gammertingen; Evang. Arbeitsgemeinschaft für Friedensarbeit und Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK), Württemberg; Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF); Freundeskreis Eine Welt e.V. (Weltläden Albstadt, Balingen, Bitz, Ebingen, Gammertingen, Meßstetten, Mössingen, Winterlingen); Friedensregion Bodensee e.V.; Konstanzer Friedensinitiative; Laurentiuskonvent Laufdorf e.V.; move on - menschen.rechte Tübingen e.V.; Netz Wirtschaften für das Leben, Waiblingen; Netzwerk Friedenssteuer e.V.; Ökumenischer Gesprächskreis Frieden in der Paul-Gerhardt-Gemeinde Waldkirch-Kollnau; pax christi Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart; Pax Christi Gruppe Kirchheim/Teck; pax christi-Kommission Friedenspolitik, Christof Grosse, Sprecher; Ulmer Ärzteinitiative / IPPNW

V.i.S.d.P.: Michael Schmid, c/o Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. 



Spendenbitte

Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es nahezu keine Zuschüsse gibt, bittet Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.um Spenden. Laut Bescheid des Finanzamtes Sigmaringen ist unser Verein als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (zuletzt mit Bescheid vom 22.07.2021). Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben! Danke!!!

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Veröffentlicht am

10. August 2022

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