Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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Kirchen und Frieden

08. August 2026

Der Bremische Kirchentag liebt die Bombe nicht!

Der vorsätzliche Massenmord an hunderttausenden japanischen Zivilisten durch die Atombomben-Angriffe des US-Militärs vom 6./9. August 1945 konnte jahrzehntelang über einen zynischen Propagandakomplex zur "militärischen Notwendigkeit" umgedeutet werden – bis hin zur ultimativen Absurdität: Die Bombe habe in Wirklichkeit Leben gerettet … Doch die US-Führung wusste zum Zeitpunkt des Verbrechens längst um die Kapitulationsbereitschaft Japans. Die Möglichkeit, beide (!) Bombentypen noch vor Friedensverhandlungen an lebenden Menschen zu erproben, wollte man sich nicht nehmen lassen. Die Opfer wurden von den Tätern hernach in einem eigenen militärwissenschaftlichen Programm wie Versuchskaninchen hinsichtlich der körperlichen Wirkungen untersucht, doch medizinische Hilfe erhielten sie nicht. Das ganze Lügengebäude über den großen Nutzen und die "Schönheit" des Manhattan-Projekts ist längst zusammengebrochen. Es gibt natürlich hartgesottene Zeitgenossen, die selbst "vorm Teufel in der Hölle keine Angst haben". Die Verfasser der EKD-Denkschrift "Welt in Unordnung …" (November 2025), die nicht als Synodenbeschluss missinterpretiert werden darf, schreiben im "Blick auf Atomwaffen", dass der Besitz von Nuklearwaffen angesichts der weltpolitischen Verteilung dieser Waffen politisch notwendig sein könne. Von Peter Bürger. (mehr...)


04. August 2026

If you want peace, go and talk to your enemy

Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler, and many supporters (organizations, individuals) have presented an "Ecumenical Peace Treatise – 2026." In cooperation with the Ecumenical Peace Network, it is being published as a book in the "edition pace" series; the online version, which was published first, is freely available and may be shared. (mehr...)


29. Juli 2026

"Friede ist die Überlebensbedingung der Menschheit"

Die jüngste EKD-Denkschrift "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick" (November 2025) hat wegen ihrer regierungsnahen und militärfreundlichen Ausrichtung viel Widerspruch hervorgerufen. In der Reihe "Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden" werden die kritischen Wortmeldungen zum neuen deutschen Kirchenkurs erschlossen. Der jetzt vorgelegte dritte Band enthält auf über 400 Seiten zahlreiche weitere Beiträge zur EKD-Kontroverse und dokumentiert Ökumenische Friedensstimmen, die ermutigen. (mehr...)


22. Juni 2026

Russlandfeldzug, Völkermord und fehlende "Kirchenbuße"

Die deutschen katholischen und evangelischen Kirchenleitungen assistierten bei Hitlers Vernichtungsfeldzug gen Osten mit über 20 Millionen Opfern. – Wann werden sie endlich durch Taten ihre Reue unter Beweis stellen? Von Peter Bürger. (mehr...)


10. Juni 2026

"Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden"

Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine "Ökumenische Friedensschrift - 2026" vorgelegt. In Kooperation mit dem Ökumenischen Friedensnetz wird sie als Buchband in der Reihe "edition ppace" herausgegeben. Kann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie und der zivilen Konfliktlösung gelöst und Kriege verhindert werden könnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der "Balken im eigenen Auge" auf politischer Ebene zu oft die Sicht verstellt. Diese ökumenische Friedensschrift gibt Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufrüstung unmissverständlich für militärische Abrüstung und für den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen können eine starke, klare Stimme für Frieden sein und am Aufbau einer Kultur des Friedens mitwirken. (mehr...)


06. März 2026

"Die Mächtigen des Erdkreises sind unzurechnungsfähig und haben keine Scheu vor einem Dritten Weltkrieg"

"Die Passagen zur sogenannten regelbasierten Ordnung lesen sich so, als hätten die Autoren die letzten Jahrzehnte auf einem anderen Planeten verbracht" – das sagt der Publizist Peter Bürger zum neuen Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Krieg. Im Interview mit den NachDenkSeiten rechnet Bürger mit einer Kirche ab, die "die Gewaltlosigkeit des Evangeliums von Jesus zu einer privaten Frömmigkeitsangelegenheit verharmlost“. Der "Schutz vor Gewalt" sei in dem Positionspapier zwar ein Schlüsselwort, doch: "Palästinensischen Menschengeschwistern möchte ich die Lektüre aber nicht empfehlen, denn der militärische Massenmord an zehntausenden Menschen in Gaza erschüttert die Kirchenleitung in diesem Zusammenhang offenbar nicht." Von Marcus Klöckner. (mehr...)


26. Februar 2026

Evangelische Bekenntnisfrage: Gott oder die Bombe?

Wohl keine Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten zu so viel Widerspruch und Entsetzen geführt wie die EKD-Kundgebung "Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick" vom November 2025. Die hier von der Solidarischen Kirche im Rheinland und dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie vorgelegte "Umdenkschrift II" enthält Nachträge zu unserer im Januar 2026 erschienenen Dokumentation mit kritischen Wortmeldungen aus der aktuellen EKD-Kontroverse um Krieg und Frieden. Abzubilden ist – bezogen auf Tonart und Inhalte – ein breites Spektrum des Widerspruchs. So wird der vorliegende Band eröffnet mit zwei Texten, die sich durch eine ausgesprochen freundliche Diktion auszeichnen, während er mit einem sehr streitbaren Debattenbeitrag des Herausgebers schließt. (mehr...)


02. Februar 2026

Evangelische Kirchenleitung für "Kriegstüchtigkeit"

Die Evangelische Kirche in Deutschland präsentierte Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift "Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick" – als Positionierung "angesichts neuer Herausforderungen …" Das Denkschrift-Lob der im bürgerlichen Diskurs als maßgeblich geltenden Medien fiel ziemlich einhellig aus: "Abschied vom Pazifismus … Im Rahmen der EKD-Synode veröffentlicht die Kirche ihre Friedensdenkschrift und bricht damit mit der Tradition der Friedensbewegung" (ZDF heute, 10.11.2025). "Die Evangelische Kirche bricht mit ihrer Friedensethik. Laut einer neuen Denkschrift der EKD lässt sich der Pazifismus als generelle politische Ethik ‚ethisch nicht legitimieren‘. Das kommt einem Bruch mit bisherigen Positionen gleich" (FAZ-online, 10.11.2025). Die ‚Berliner Zeitung‘ legte am gleichen Tag aber etwas Erstaunen an den Tag: "Evangelische Kirche überrascht mit Kurswechsel. – Atomwaffen sind ‚politisch notwendig‘. Die evangelische Kirche passt ihre Friedensdenkschrift an. Atomwaffen gelten nun als unverzichtbar für Sicherheit" (BZ, 10.11.2025). Von Peter Bürger. (mehr...)


30. Januar 2026

Evangelische Kirche über Krieg und Frieden

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift über Krieg und Frieden präsentiert. Seitdem will die Kritik einfach nicht mehr verstummen. Peter Bürger hat im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie Kritische Wortmeldungen am neuen staats- und militärnahen Kurs der EKD zusammengetragen. Die Sammlung erschließt 35 Stellungnahmen und Originalbeiträge zum neuen militärnahen EKD-Kurs aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis. Eine Digitalausgabe des Bandes kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Ebenso ein ergänzender Beitrag des Herausgebers. (mehr...)


08. Dezember 2025

An den Frieden glauben

Das privilegierte deutsche Kirchentum dieser Tage tritt öffentlich vor allem mit staatstragenden und militärfreundlichen Voten in Erscheinung. Derweil vermeldet die Redaktion der Reihe "edition pace" mit Dankbarkeit, dass soeben die Übersetzung des niederländischen Werkes "Geloof in vrede" erschienen ist. Sie erschließt einen bemerkenswerten Beitrag zu kirchlichen Friedensdiskursen auch für die deutschsprachige Leserschaft. "In diesem Buch entfaltet der alt-katholische Erzbischof em. Joris Vercammen von Utrecht einen Ansatz, der an die Wurzel von Unfrieden und Gewalt geht." (Franz Segbers) Das Lebenshaus Schwäbische Alb ist Kooperationspartner bei dieser Veröffentlichung in der Reihe "edition pace". Dort ist die Digitale Ausgabe des Buches kostenfrei aufrufbar. (mehr...)