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Vor 49 Jahren ermordet: Martin Luther King, Kämpfer für Gewaltfreiheit

Am 4. April 1968 fiel der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King in Memphis / Tennessee einem Attentat zum Opfer. Er hielt sich dort auf, um den Streik von Müllarbeitern zu unterstützen.

Bekannt geworden ist King zunächst als Führer der Bürgerrechtsbewegung, die sich entschieden gegen die Rassentrennung einsetzte. In den letzten Jahren seines Lebens kam noch der Einsatz gegen den Vietnam-Krieg sowie für eine Überwindung der Armut dazu. King und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter entwickelten vielfältige, phantasievolle gewaltfreie Kampagnen. Besonders durch sein Engagement gegen den Vietnam-Krieg und gegen die Armut in Amerika wurde er als eine Bedrohung für die US-Regierung und die amerikanische Rüstungsindustrie wahrgenommen. Und es spricht manches dafür dass die amerikanische Regierung in die Ermordung Kings verwickelt war.Um die Täterschaft ist ein heftiger Streit entbrandt. In einem Prozess vom 15. November bis zum 8. Dezember 1999 im Berufungsgericht Memphis wurde die Ermordung von Martin Luther King Jr. überhaupt zum ersten Mal verhandelt. Und das Geschworenengericht stellte in seinem Urteil fest, dass Martin Luther King einem Mordkomplott zum Opfer gefallen sei, bei dem die amerikanische Regierung, das Militär, sowie FBI und CIA die Strippen gezogen hätten. Siehe hierzu sehr ausführlich William F. Pepper: "Die Hinrichtung des Martin Luther King" (siehe hierzu eine  Rezension des Buches ); siehe ebenfalls Jim Douglass: "Bei Prozess wurden Barbesitzer und ‘Regierungsbehörden’ der Ermordung Kings für schuldig befunden" .

Gibt es etwas, was Martin Luther King für uns heute 49 Jahre nach seiner Ermordung noch interessant machen könnte? Ja, wenn wir King würdigen, ohne die große Herausforderung zu verharmlosen, die sein Leben darstellt. Von King gäbe es angesichts von Gewalt in vielen zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Bereichen, mörderischer Kriege, drohender atomarer Massenvernichtung, weltweit bestehender und innergesellschaftlich wachsender Armut viel zu lernen, z.B. über:

  • schöpferische Unangepasstheit und Zivilcourage;
  • den dritten Weg der Gewaltfreiheit zwischen einer Haltung, welche die Gewalt nur tatenlos hinnimmt oder einer Haltung, die mit Gewalt zurückschlägt;
  • den gewaltfreien Kampf gegen Übel;
  • eine glaubwürdige Haltung in einer Welt, in der vor allem Sprechblasen abgesondert werden.

(Michael Schmid)

 

Auf der Lebenshaus-Website finden sich zahlreiche Reden von King sowie viele Artikel, in denen sein Leben bzw. einzelne Aspekte gewürdigt werden.

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Fußnoten

Veröffentlicht am

04. April 2017

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